Weil immer wieder Leute hier ankommen, die nach Tipps gegen falsch gehende Funkuhren suchen und dabei nur meinen Mecker-Beitrag über die dämliche Programmierung eines Exemplars, das an den Tagen der Zeitumstellung immer falsch geht, finden, dachte ich, ich trage mal hier mal ein paar Tipps für anderweitig falsch gehende Funkuhren zusammen:
- Nicht zu weit im Inneren des Gebäudes aufstellen; näher bei Fenstern ist oft hilfreich (am besten in Richtung des Senders, beim DCF77-Signal für Mitteleuropa ist das in Mainflingen bei Frankfurt/Main). Dies gilt insbesondere in Gebäuden mit Stahlbetonwänden.
- Nicht zu nahe an andere elektronische Geräte, v.a. solchen, die selbst funken. Auch die Nähe von metallischen Gegenständen kann stören.
- Billige Empfänger haben evtl. mit schwachen Batterien Probleme, also mal frische Batterien probieren.
- Ein Blick auf das oft vorhandene Symbol, das anzeigt, ob die Uhr überhaupt noch Empfang hat, sollte auch nicht vergessen werden.
Denn wenn sie nur mit ihrem eigenen Quarz weiterlaufen muss, kann das bei billigen Modellen schon nach wenigen Tagen merkliche Auswirkungen haben.
Weitere Hinweise:
- Da die Daten des Signals nur geringe Möglichkeiten der Fehlerkorrektur bieten (einzelne Paritätsbits für Teilbereiche; schon 2 (oder 4 oder 6…) falsch empfangene Bits können nicht erkannt werden), kann es bei schlechtem Empfang eben leicht passieren, dass die Uhr eine falsche Zeit einstellt, insbesondere die (zu) einfach programmierten, die nicht mehrere Minuten lang die Signale vergleichen, um solche Inkonsistenzen zu vermeiden. (Das Zeitsignal wird jede Minute neu ausgestrahlt und enthält 59 Bits, wobei 1 Bit 1 Sekunde benötigt.)
- Die meisten Uhren schauen nicht ständig nach dem Signal, sondern höchstens jede Stunde oder einige Male am Tag – oder auch nur einmal, und das hoffentlich nicht um 0 Uhr wie mein erwähntes Exemplar.
- Wenn die Abweichung immer gleich viele Stunden beträgt, ist evtl. eine falsche Zeitzone eingestellt.
Hoffe, das hilft dem einen oder anderen… Wer etwas ergänzen, anmerken oder korrigieren möchte, kann dies gern in den Kommentaren tun.
Foto von Martin Schmid – Fotolia.com
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Sebastian1 23.05.2008 um 12:50
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Twitter: biotechpunk
Wass mich wirklich wundert ist,das Mobiltelefone dies nicht nutzen.
Die hängen doch eh am Netz,warum nicht auch direkt die Uhrzeit darüber beziehen ?
cimddwc2 23.05.2008 um 13:29
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Twitter: cimddwc
(Mal abgesehen davon, dass das ein anderes Netz bzw. das Funkuhrsignal ja gar kein Netz ist:)
Weil die Hersteller/Entwickler, bei deren Handys man die Uhr selbst stellen muss, einfach zu dämlich dazu sind.
Sebastian3 23.05.2008 um 22:01
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Twitter: biotechpunk
Das es ein anderes Netz ist,ist mir klar,nur dachte ich eigendlich,das dies für Handy eigendlich eine leichtigkeit ist,da diese eh dauert irgendwelche Infos aus dem Netz abrufen.
Hört man,wenn man sein Telefon neben eine Stereoanlage legt,dann brummt es manchmal in den Boxen.
Da dachte ich mir irgendwann man,das man dabei auch einfach die Uhrzeit mitsenden könnte,so als Service.
Aber das ist ein anderes Thema eigendlich und es geht nicht um die Funkuhren.
Herbert4 20.05.2009 um 10:08
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Ich hatte das Problem, dass meine (zugegeben billige, aber seit Jahren problemlos funktionierende) analoge IKEA-Funkwanduhr seit der Umstellung auf Sommerzeit exakt vier Stunden nachging. Das zeitweise Abklemmen der Batterie half nicht, die Uhr stellte sich stets wieder auf genau vier Stunden Abweichung ein. Schließlich habe ich dem Tipp Nr. 3 folgend die (erst Anfang März gekaufte!) Batterie (Duracell plus AA, März 2013) ersetzt durch eine Varta High Energy AA (Juni 2012). Seitdem geht die Uhr wieder richtig. Also Danke für den Tipp!
cimddwc 20.05.2009 um 11:52
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Twitter: cimddwc
Danke für den Kommentar – freut mich, helfen gekonnt zu haben.
Camino 27.07.2009 um 23:22
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Meine Funkuhr – nicht von IKEA, sondern bei OBI erstanden – tat genau das selbe: Batterie entnehmen und wieder einsetzen führte nur dazu, dass sie der tatsächlichen Uhrzeit vier Stunden hinterherlief.
Aber obwohl es etwas seltsam anmutet half auch bei mir das Ersetzen der (1 Jahr alten) Batterie durch eine neue: Die angezeigte Uhrzeit stimmt jetzt wieder mit der tatsächlichen überein.
Jetzt frage ich mich natürlich, wie es sein kann, dass die Uhr auf die Minute exakt mit vier Stunden Abweichung weiterläuft? Wenn sie dazu in der Lage ist, sollte man meinen, dass es wohl kein Problem wäre, die Zeit auch ohne „Zeitverschiebung“ exakt darzustellen. Das Funksignal wurde ja offenbar richtig empfangen, und genug Saft, um die Zeiger zu bewegen, war ja wohl ebenfalls noch vorhanden. – Wieso also sollte diese 4-Stunden-Abweichung durch den Zustand der Batterie beeinflusst sein?
cimddwc 28.07.2009 um 9:12
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Twitter: cimddwc
Das scheint mir ein (recht ähnliches oder identisches) Funkmodul zu sein, das Probleme mit etwas niedrigerer Spannung hat – da hat dessen Hersteller vielleicht geschlampt. Kann gut sein, dass es für die Zeigerstellung trotzdem gereicht hat. Aber, ja, seltsam ist das schon…
BloodyTourist5 18.06.2010 um 13:19
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Das klingt alles sehr einleuchtend, vor allem das mit der niedrigen Spannung. Trotzdem muss die Frage erlaubt bleiben, wieso es immer exact 4 Stunden( oder andere Anzahl) sein kann. Die Sekunden werden offenbar immer genau nach einer Stunde aktualisiert. Meine Funkuhr läuft zurzeit exakt 5 Minuten(!) hinterher, auch nach einem Reset. Sehr seltsam……
cimddwc 18.06.2010 um 15:34
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In der Tat seltsam. Kann ich mir nur durch Fehler in mehreren Bits erklären (siehe Hinweis oben). (Sofern nicht ’ne falsche Zeitzone eingestellt ist und *immer* *dieselbe* Stundenabweichung besteht.)
Anonym6 23.06.2011 um 14:19
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Wie einige schon berichtet haben verschwindet der Effekt, beim Einsetzen einer neuen Batterie.
Wie es scheint handelt sich es hier jedoch nicht um einen Fehler, sondern eine gewollte Eigenschaft. In der Bedienungsanleitung mancher Uhren ist es beschrieben, dass die Uhr bei schwacher Batterie absichtlich eine offensichtlich falsche Uhrzeit zeigt um auf den nötigen Batteriewechsel hinzuweisen.