Monatsarchiv:

Mai 2010

Verflochten

Nach dem Löwenzahn und den Blümchen und Insekten fehlen ja noch ein paar Fotos von meinem Makro-Spaziergang am Pfingstsonntag – diese reiche ich hiermit nach…

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Projekt Hörsturz 21

Projekt Hörsturz Ist das Projekt Hörsturz nun… a man / Made twenty-one / You know baby / We can have a lot of fun?1 Wollen wir’s hoffen. Und wollen wir hoffen, dass nicht so viel Trash wie beim gestrigen Eurovision Song Contest dabei ist – aber das dürfte nicht schwer werden. Immerhin gab’s da mit Lena M[ae][iy]er-Sonstwas eine überraschende Siegerin – überraschend in der Hinsicht, dass sie gewonnen hat, zumindest. Ob diese Hörsturz-Runde auch eine Überraschung bietet, wird sich zeigen…

Ihr seht mir hoffentlich nach, dass ich mich bei den Anmerkungen zur Punktevergabe vom ESC inspirieren ließ…?

  • The Hot Melts – Edith (von JuliaL49)
    Heftig schrammelnd geht’s schon mal los. Netter Wechsel von instrumentalen und Gesangsphasen. Dass der Sänger visuell ein bisschen wie ein [zensiert] rüberkommt, ignorieren wir mal, schließlich geht’s um die Musik. Und die bietet zwar keinen Welthit, aber doch was Ordentliches zum Anfang.
    4 von 5 Sternen 4 geschmolzene Telefonvotingleitungen
  • Paco de Lucia, John McLaughlin, Al di Meola – Mediterranean Sundance (von Freddi)
    Drei Herren mit akustischen Gitarren betreten die Bühne. Naheliegend, schließlich stehen da oben drei Männernamen. Aber entgegen des Titels tanzen sie nicht, und die Sonne ist auch schon untergegangen. Wenigstens ein paar Tänzerinnen hätten sie ja engagieren können – aber sie wollten wohl nicht, dass ihre zweifellos vorhandenen Saitenzupf­fähigkeiten dadurch untergehen. So fehlt dann halt ein bisschen was zur Stimmung, aber auch so ist’s eine schöne Abwechslung hier…
    3 von 5 Sternen 3 Herren, die gestern wohl nicht in Oslo waren
  • Morlockk Dilemma – Elefant (von WeGi)
    In Bezug auf das Langweilige, das WeGi bei Kasumi überraschenderweise als gute Beispiele für deutschen Hiphop bezeichnet, meinte er, es wäre missverstanden worden – so kann man’s natürlich auch sehen.^^ Nichts für ungut, langweilig bleibt’s in meinen Ohren trotzdem. Wie macht sich nun diese Facette? Doppelte K im Namen wecken dank Tekkkkkno schon mal nicht die besten Assoziationen2
    …die in der musikalischen Genrezugehörigkeit glücklicherweise nicht bedient werden. Stattdessen wandert ein pfeifender Synthesizer langsam auf und ab, zu dem aggressiv getextet wird. Inhaltlich nicht gerade schön, aber stilistisch immerhin nicht so nölig-schläfrig wie so manch anderes. Dafür bin ich sogar geneigt, nicht glatte 0 Punkte zu geben. Für die wohlwollend abwechslungs­arm genannten Hintergrundtöne gibt’s aber nichts.
    Hat der DJ am Ende den Plattenspieler kaputtgescratcht? Ist deswegen 1/3 des Youtube-Videos nur Stille? ;)
    ½ von 5 Sternen ½ Hoffnung „Beim nächsten Mal wird’s besser“
  • The Cinematic Orchestra – To Build A Home (von beam)
    Ist diese lange, getragene Abwechslung zum Bisherigen nun ein Segen oder ein einschläfernder Fluch? Ach, immerhin merkt der Pianist später, dass die Tasten auch einen größeren Druck und eine schnellere Spielweise aushalten. Scheint aber Angst zu haben, dass das nicht lange gut geht, und verlässt zu früh fluchtartig das Lied.
    2½ von 5 Sternen 2½ kinotaugliche Performances
  • Callejon – Sommer, Liebe, Kokain (von Sebastian)
    Der Anfang erfüllt schon mal die Musikrichtungserwarungen, die man bei einem Vorschlag von Sebastian hat.^^ Erfreulicherweise. In dieser musikalischen Form ist mir Aggressivität lieber als körperlich-textlich gerappt. Auch wenn mir hier mitunter das Durcheinander von geschrienem Text und Gitarren zu durcheinander ist. Aber das ist halt Metalcore…
    Nur die im Text angesprochenen Ziele, der musikalischen Sommer-Sonne-Kokain–Fraktion ein Stück vom Kuchen des Kommerz abzujagen, ist mit solchen Musikrichtungen schwerer als im Stadl oder im ESC…
    4 von 5 Sternen 4 von 5, die zum ESC zu schicken sich niemand trauen dürfte

Macht einen knapp unterdurchschnittlichen Schnitt von 2,8. Weiter zu den Bonussongs, sobald der auf meine Dachgauben prasselnde Starkregen genug nachgelassen hat, dass man wieder was von der Musik versteht, so gut der Titel des nächsten Songs auch passen mag…

Mit 2,75 ist der Bonus-Teil nur knapp schlechter als die Pflicht und somit der Gesamtschnitt auch nicht viel anders: 2,77.


Mein Vorschlag fürs nächste Mal: Halestorm – It’s Not You. Aber, liebe Wettergötter, versteht den Bandnamen nicht falsch, ich will keinen Hagelsturm wie diesen! (via ui.)

 


  1. Bo Diddley, „I’m A Man“ []
  2. Die Glam-Metal-Band Dokken lassen wir mal außer Acht, denn deren Leader heißt wirklich so. []

…wenn man trotzdem lacht

Mit kurzer Verzögerung geht es in die neue Runde des Projekt Stimulus, von dem ich mich dazu stimulieren lasse, einige thematisch passende Queen-Lieder auszusuchen. Diesmal ist die vorgegebene Umschreibung „Gelassene Haltung gegenüber Schwierigkeiten und Missgeschicken“, und das lässt an einen humorigen Optimismus denken (und es ist in der Tat eine Beschreibung für „Humor“).

Das Projekt könnte durchaus mehr Teilnehmer vertragen – wo es doch stilistisch nicht einengt, sondern Bild, Video und Text erlaubt, sollte einem doch leichter was einfallen… also mach du (ja, du) doch auch noch mit! :)

Mit der optimistischen, nicht notwendigerweise humorigen Einstellung beginnen wir auch gleich, und zwar mit „Doin’ Alright“ von Smile (1969), einer der Vorgängerbands von Queen mit Sänger und Bassist Tim Staffell und den späteren Queen-Gitarristen und -Drummer Brian May und Roger Taylor.

Where will I be this time tomorrow
Jumps with joy or sinking in sorrow
Anyway I should be doin’ alright

Dieses Lied wurde dann auch von Queen fürs erste Album aufgenommen und quasi in „Doing All Right“ umbenannt – hier die Studioversion:

Und hier eine Live-Version von 1977:

 

Ob man nun vor lauter Glück lacht oder nur so tut, steht möglicherweise auf einem anderen Platt. Pardon, Blatt. Einem mit dem Text des alten Platters-Liedes „The Great Pretender“, das Freddie 1987 gecovert hat. Hier ein erweitertes Video mit Szenen aus der Garderobe:

Oh yes I’m the great pretender
Just laughing and gay like a clown (ooh ooh)
I seem to be what I’m not you see

 

Schmutzige Gedanken und einen gewissen Sinn für Humor will auch Spike Edney, der als Keyboarder von Roger Taylors Soloprojekt The Cross „Dirty Mind“ geschrieben hat:

I’m sick to death of hearsay and rumour
I need a girl with some sense of humour

 

Uuuuund hier mache ich eine Ausnahme: Das letzte Lied hat nichts mit Queen zu tun, fand sich aber trotzdem mit dem Etikett „Humor“ in meinem Gedächtnis. Es handelt sich um „Everything’s Kind of Good“ aus der TV-Serie Charmed, und das beabsichtigte Kichern bleibt an der entsprechenden Stelle auch nicht aus…

Life, you take it with, fake it with humor and pluck!
When love’s gone be grateful and f…

Die Pfaffenhofener Stadtmusikanten?

Nach dem Abriss eines Hauses (Siglbräu) zeigt sich an der Wand zum Nachbargebäude dieses Muster:

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Für mich sieht das in der Mitte aus wie ein Papagei auf einem Hund (Foxterrier) – oder ein Hund mit dickem, hochstehendem Schwanz – auf einer liegenden Kuh und links wie eine große Taube, und die Kuh prustet der Taube Wasser auf den Bauch. Zeigt das also einen Streit oder Scherz unter den nun endlich entdeckten Pfaffenhofener Stadtmusikanten?

Oder was seht ihr da? :mrgreen:

Little bird, little bird, little bird
Well I've got one more question
And I swear I'll let it rest

Imogen Heap, "Little Bird"

Der Toleranzbereich von Snapfish

snapfish-Reklamation Ich wollte mal ein paar meiner Fotos professionell zu Papier gebracht haben, insbesondere um einige im jahreszeitlichen Wechsel gerahmt an die Wand zu hängen. Da die Bilder eh bei Flickr liegen, dachte ich mir, ich probiere mal das dort direkt eingebundene Angebot von Snapfish by HP – spart ja immerhin den Upload.

Am Ende kamen dann 11 Fotos zusammen, alle im Format 20×30 (je 0,69 €) und 9 davon zusätzlich in 13×18 (je 0,16 €; und alle nochmal in 10×15, da man als Neukunde 50 in dieser Größe gratis bekommt), zusammen 9,03 € + 2,95 € Versand. Alle Fotos in allen Größen kamen in eigentlich einwandfreier Qualität mit schönen Farben1 – bis auf eines der großen. Und das seht ihr hier rechts oben im Vergleich mit den beiden kleinen Versionen.

Beim großen Abzug dieser Löwenzahnblüte wurde das Gelb zu einer fast eintönigen, detailarmen Fläche. Das hab ich dann auch über das Kontaktformular – dessen witziger Zähler (siehe links) andeutet, man könne nur magere 150 Zeichen verwenden! – reklamiert und dieses Foto der Fotos mit hochgeladen. Letzteres hat wohl nicht geklappt, weshab ich dann am nächsten Tag per Mail gebeten wurde, es per Mail zu schicken. Nun gut, hab ich getan – das war Ende April, und dann kam erstmal nichts mehr.

Ich hab dann auch nicht mehr so viel daran gedacht und erst letzte Woche am Montag nachgefragt; daraufhin hieß es am Dienstag, man hätte mich einen Tag später informiert (die Mail muss also irgendwo unterwegs verlorengegangen sein, wo auch immer), dass das Labor meine, das Foto befinde sich „im Toleranzbereich“, und man könne mir nur aus Kulanz 20% Rabatt anbieten. Das haben sie, als ich das angenommen habe, dann auch noch am selben Tag angewiesen2 – direkt aufs Kreditkartenkonto (worum ich gebeten hatte) und netterweise (oder versehentlich?) 1,80 €, also 20% des Warenwertes der ganzen Bestellung und nicht des einen Bildes, wovon ich naheliegender­weise ausgegangen war.

Die Reaktion des Supports selbst ist also – abgesehen vom holprigen Zeitablauf durch die nicht angekommene Mail, für die ich ihnen jetzt keine Schuld geben will – soweit in Ordnung, nur dass so ein gelber Brei noch im Toleranzbereich liegen soll, ist für mich ein Grund, dass diese erste Snapfish-Bestellung auch meine letzte war, denn wer weiß, welches Foto zufälligerweise als nächstes so falsch ausfällt…

 


  1. wobei die großen eine geringfügig andere Betonung haben, die man aber noch lange nicht Farbstich nennen kann []
  2. Belegdatum im Kontoauszug ist Mittwoch, verbucht war’s am Donnerstag, wie das halt bei den Banken so ist… []

You can't run from the future
You can't change the past
You're not that fast

Slash, "Ghost"