Projekt Hörsturz 36 – WTF?

Projekt Hörsturz Zeit für die nächste Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten. Diesmal eine Sonderrunde zum Thema „Was zum Teufel soll das sein? Und das gefällt dir auch noch??“, kurz „what the fuck?“.

BeetFreeQs eigene Sonderwertung eines „What-The-Faktors“, des „Grads an What-The-Fuckizität des Songs“ werd ich mir auch mal ausleihen (allerdings ohne Sternchen darstellen)…

  • The Ting Tings – Impacilla Carpisung (von Konzertheld)
    Wir fangen also mit Beats/Samples von ein paar bekannten Songs an, wo sich der Herr in Grün „aufwärmen“ darf, bevor er zum Bass greift und eine Dame das Mikro schnappt. Nun ja. Überflüssiges Intro, schlechte Publikumsaufnahme. Die Dame trällert jetzt Aaahs. Kommt noch mehr? Ah, tatsächlich, Text. Klingt noch miserabler als der Rest; hoffen wir mal, es liegt wirklich an der Aufnahme.
    WTF: 1 – 1 von 5 Sternen 3 fürs Lied und −2 wegen der spaßraubenden Qualität
  • Animaniacs – The Nations of the World (von maloney8032)
    Wieder so ein Fall, den man nicht nur musikalisch betrachten kann – da ist es an sich recht einfach gehalten; unzählige Staaten aufzuzählen ist dann doch etwas anspruchsvoller. Dafür fehlt (verständlicherweise) etwas der Witz der Serie. Hmm… schwer zu bewerten…
    WTF: 3 – 3 von 5 Sternen 3 Warner Brothers (samt Warner-Schwester)
  • The Avalanches – Frontier Psychiatrist (von Mars)
    Lawinen gibt’s hier auch öfter. Von meinem Dach zumindest. Hier kommt erstmal ganz ohne Abrutschen ein psychiatrisches Filmgespräch, das dann von Schlagzeug unterlegt wird, gefolgt von mehr Musik. Teils schrägen Musik- und noch mehr Sprachsamples, toll zusammengemischt. Solche „Songs“ mochte ich früher auch gerne (und heute eigentlich auch noch, so nostalgiemäßig) – und hätte dieses Werk älter als aus dem Jahr 2000 eingeschätzt.
    WTF: 4 – 4½ von 5 Sternen 4½ Meter Schnee
  • Messer für Frau Müller – The Best Girl In The USSR (von LemonHead)
    Nochmal Filmsamples, diesmal russisch? Hier geht’s elektronischer weiter, dafür textärmer. Mit etwas zu viel wiederholtem Lachen.
    WTF: 4 – 3 von 5 Sternen 3 ножи
  • iwrestledabearonce – Tastes Like Kevin Bacon (von Heiko)
    Der Bärenringkampf scheint noch nicht vorbei zu sein, wenn man sich diesen Death-Metal-und-sonstwas-„will it blend?“-Versuch so anhört. Einerseits hat das (lt. engl. Wikipedia) „experimental metal“-Ergebnis durchaus was, andererseits ist’s halt doch etwas wild… ach was soll’s:
    WTF: 4 – 4 von 5 Sternen 4 Speckstreifen für Kevin
  • Squirrel Nut Zippers – The Kraken (von beam)
    Da spielt jemand im Geräuschemacherstudio rum, bevor er stolpernd die Tür zum Musikstudio nebenan aufstößt, wo grad auch eine Aufnahme läuft. Und dann kommt die Sängerin herein, die die Musiker wohl so ablenkt, dass fast alle aufhören zu spielen.
    WTF: 2 – 3 von 5 Sternen 3 Arme sind zu wenig für einen Kraken
  • The Lovely Eggs – Have You Ever Heard A Digital Accordion? (von Dr. Borstel)
    Ich mag Akkordeons im allgemeinen nicht besonders, und wenn sie dann auch noch so seltsam besungen werden… Zumindest kommen noch andere Dinge dazu – um den Refrain immer weiter zu verlängern. An sich ganz nett, aber die Stimme nervt. Und die Lautheit am Ende kommt irgendwie unmotiviert. Aber hey, wir sind ja in der WTF-Runde…
    WTF: 3 – 2 von 5 Sternen 2 – passt, ist ja eh digital
  • Die Antwoord – Beat Boy (von Khitos)
    Diese Hiphopper hatten wir ja schon mal. Damals war ich, nun ja, nicht besonders begeistert – und das bin ich hier auch nicht. Schnelles, kaum verständliches Rappen, Kindchenstimme für den gecoverten Refrain, musikalisch nix besonderes…
    WTF: 3 – 1 von 5 Sternen 1 Frage
  • Igorrr – Tendon (von beetFreeQ)
    Für einen BeetFreeQ-Vorschlag wäre es auch ein WTF, wenn er überraschenderweise eine 08/15-Popschnulze vorschlagen würde.^^ Aber das ist dieses Werk offenbar nicht, eine scheinbare Mischung aus mehreren zerhackten Musikstücken und dem Versuch, wie schnell hintereinander sich (Drum-)Samples wiederholen lassen. Ähnliche Verhackstückelungen widerfahren dann auch ein paar Stimmen. Die normalen Geigen zwischendurch währen natürlich auch nicht lange.
    WTF: 5 – 3½ von 5 Sternen 3½, weil weniger mitunter mehr gewesen wäre…
  • Man Man – Against the Peruvian Monster (von Kristin)
    Die Instrumente werden gestimmt, der Kinderchor probt, dann kommt der Sänger, und die Sonne kämpft sich auch durch die Wolken. Sowohl real da draußen vor meinem Fenster als auch im übertragenen Sinne, was das Lied betrifft. Und in beiden Fällen nur halbherzig.
    WTF: 3 – 2½ von 5 Sternen 2½ Männer und Monster

Macht einen Schnitt von 2,75.

Die Bonussongs spar ich mir diesmal. Ich hab zwar in ein paar kurz reingehört, aber für alle komplett samt Bewertung hab ich jetzt keine Lust. Deswegen gleich mein Vorschlag für die nächste, „normale“ Runde:
Motörhead – Ace Of Spades (Blues Version)

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4 Kommentare
1 Trackback

  1. Dass so viele Leute die Qualität in die Bewertung mit einbeziehen müssen… :( Da kann der Song doch nix für wenn es keine ordentlichen Aufnahmen gibt. Menno.

    • Sorry, aber durch die Qualität ist erstens schlecht zu beurteilen, ob der Gesang wegen der Qualität mies klingt oder wegen der Sängerin, und zweitens macht es einfach keinen rechten Spaß zuzuhören.

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