Projekt Hörsturz 40

Projekt Hörsturz Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten – diesmal wieder eine normale Runde.

  • 31Knots – The Savage Boutique (von Kristin)
    Frisches Latin-Getrommel, -Geblase und -Geklimper gemischt mit Indie-Rock; die Art der Stimme hat mich ein bisschen überrascht, aber im Verlauf des Lieds passt sie eigentlich. Flott und fröhlich, manchmal aber etwas zu chaotisch.
    3½ von 5 Sternen 3½ Felle – gestern vor mir an der Kasse haben übrigens ein paar Mädels u.a. Wolldecken gekauft, um sich anscheinend Neandertaler-Faschingskostüme zu schneidern; es fiel in ihrem Gespräch auch der Satz „schon mal Neandertaler in ’nem sexy Top gesehen?“ (o.ä.). Eine Wilden-Boutique dürfte in der Tat eintöniger gewesen sein als Boutiquen heutzutage…
  • Max Raabe – Küssen kann man nicht alleine (von Mars)
    Altmodischer deutscher Gesang, teils interessant mit netter Melodie, teils schnulzig und etwas langweilig.
    1½ von 5 Sternen Reichen 1½ Münder zum Küssen?
  • The National – Bloodbuzz Ohio (von Dr. Borstel)
    Trommeln und anschwellende Musik versprechen mehr, als die langsame dunkle Stimme dann liefert, denn im weiteren Verlauf ist dann auch viel Indie-Durchschnitt drin. Zeitweise wenig abwechslungsreich, aber doch ’ne schöne Melodie.
    3 von 5 Sternen 3 nationale Waseigentlich?
  • Fountains Of Wayne – Red Dragon Tattoo (von maloney8032)
    Indie-rockend geht’s weiter, der Gesang ist dann aber ziemlich altmodisch und könnte einige Jahrzehnte älter sein. Insgesamt nix Besonderes. Und die paar elektronischen Klänge passen nicht zum Rest.
    2 von 5 Sternen 2 – naja, Wayne?
  • Hey Rosetta! – Yer Spring (von JuliaL49)
    Fängt recht sanft an – steigert sich’s oder dudelt’s weiter? Ersteres, zum Glück: Schlagzeuger, Gitarrist und Streicher dürfen sich immer wieder etwas austoben. Aber nicht nur. Schöne Mischung.
    4 von 5 Sternen 4 – apropos Spring: Frühling, wo bist du?
  • I Blame Coco – Selfmachine (von David)
    Locker elektropoppig, netter Refrain; vielleicht ein Hit fürs Radio, aber nicht direkt für mich…
    3 von 5 Sternen 3 schuldige Töchter
  • X-Ray Dog – Time Will Tell (von Steve)
    Träumerische Hintergrundmusik – ich seh schon Kamerafahrten über verschneite und erblühende Berge und Täler vor meinem geistigen Auge…
    3 von 5 Sternen …und 3 Hunde laufen über die Wiese
  • The Unicorns – Sea Ghost (von Freddi)
    Na zum Glück beschränken sich die Geister nicht auf die Blöckflöte. Wieso laufen See-Geister eigentlich auf der Straße rum? Irgendwie witzig – das Lied selbst nur zum Teil, das ist ’ne Mischung aus Standard-Indie und einzelnen Abwechslungen.
    3 von 5 Sternen 3 einhörnige Seegeister, zum Glück weder pink noch unsichtbar
  • Tyondai Braxton – Platinum Rows (von beetFreeQ)
    Abgefahrenes Filmmusikähnliches, das bestimmt zu den einen oder anderen lustigen Animationsszenen passt. Aber so ganz allein? Und über 10 Minuten?
    1 von 5 Sternen 1 Blech, kein Platin
  • Black Stone Cherry – Blame it on the Boom Boom (von mir)
    Kerniger Rock und ohne Wertung, da mein Vorschlag.

Macht einen Durchschnitt von 2,67. Was mit auffällt: Die Schwankungen von Runde zu Runde werden geringer.

Okay, zu den paar Bonussongs:

So, das war’s. Mein Vorschlag fürs nächste Mal ist von jemandem, den ich schon vor Urzeiten vorschlagen wollte, aber dann ist er offenbar untergegangen: Foy Vance – Hope, Peace and Love (live)

 

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