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Musik

Auswertung: Musik des Jahres 2012

musik2012 Bis vorgestern hattet ihr Gelegenheit, an der Weltuntergangs- 2012-Ausgabe meiner „Musik des Jahres“-Blogparade teilzunehmen – wie in den Jahren zuvor waren eure Songs, Alben und Konzerte des vergangenen Jahres gefragt.

Dieses Jahr gab’s zwar etwas mehr Teilnehmer als letztes Jahr, nämlich 11 – vielen Dank dafür; ist doch immer wieder schön, auch neue Gesichter begrüßen zu dürfen :) –, für den ab 20 Teilnehmern ausgelobten Amazon-Gutschein reicht’s aber leider wieder nicht.

Es folgt die Liste der Teilnehmer mit ihren ausgweählten Titeln und Künstlern – auf den jeweiligen Beitragsseiten finden sich z.T. noch weitere Infos und Videos, also klickt euch ruhig mal durch.

Teilnehmer Song Album live
Adrian (Kommando­zeilen­interpreter) Asaf Avidan: One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)
Frittenbude: Wings
Klangkarussell: Sonnentanz
Frittenbude: Delfinarium
Fritz Kalkbrenner: Sick Travellin‘
Paul Kalkbrenner: Guten Tag
Frittenbude (Nürnberg)
ich Doro: Raise Your Fist Joe Bonamassa: Driving Towards The Daylight. Deep Purple (München)
Consuela (Heldin des Alltags) The BossHoss: I Keep On Dancing The BossHoss: Liberty of Action The BossHoss (Berlin); Rock im Stadtpark
Julia (49 Suns) Hitchhiker’s Guide to the Galaxy Radio Show Live Meursault: Something for the Weakend West End Festival Closing Party (Glasgow), insb. Withered Hand
Maik Silberkuhl Casper: Auf und Davon Casper: XOXO & Der Druck steigt WDR2 Open-Air Festival (Dorsten)
Manu (Ist Weibsvolk anwesend?!) Kraftklub: Kein Liebeslied
Triggerfinger: I Follow Rivers
Carly Rae Jepsen: Call Me Maybe
The Wanted: Chasing The Sun
- Die Ärzte
Mel (Nails und der alltägliche Wahnsinn) Lykke Li: I Follow River Schiller: Sonne -
Michael (Ussels Funzel)1 First Aid Kit: Wolf Skinny Lister: Forge & Flagon Levellers (Folk im Shlosshof, Bonfeld)
Ramses Revengeday2 Sidilarsen: Fantasia Sidilarsen: Machine Rouge Dieselboy: Live At Beta
Sabine (acht stunden sind kein tag) Cesaria Evora: Sabine Largam
Sting: Shape Of My Heart
Die Firma: Glücksprinzip
Faramarz Aslani: Age Ye Rooz
Cesaria Evora: Original Album Classics Klangwelten – The Global Strings Play Oppermann
Sebastian (Biotechpunk) YOK: Der Mensch an sich Kreator: Phantom Antichrist Broilers (Düsseldorf)
Sunny (How to be a sunstorm) Sons of Bill: Santa Ana Winds live Thorbjorn Risager: Dust & Scratches
Sons of Bill: Live at the Mockingbird
Beth Hart: Bang, Bang, Boom, Boom
The Brew
Michael Kiwanuka
John Mayall
Pokey la Farge

Ein Trend eines deutlichen Favoriten mehrerer Teilnehmer findet sich hier „natürlich“ nicht…

 


  1. dazu je 2 weitere Songs und Alben []
  2. jeweils Top 5; dazu Single (iLL Audio: Never Be The Same) und Musikvideo des Jahres (Eisbrecher: Verrückt) []

Blogparade: Musik des Jahres 2012

musik2012 Wie schon in den letzten fünf Jahren gibt’s auch diesmal eine kleine Blog-Parade, bei der ich von euch wissen will, welche Musik euch persönlich im zu Ende gehenden Jahr am besten gefallen hat:

  • Dein Song des Jahres?
  • Dein Album des Jahres?
  • Dein Live-Konzert des Jahres?
    (Alternativ für diejenigen, die auf keinem nennenswerten Konzert waren: Live-Album/-DVD des Jahres.)

Bevorzugt sollten es Neuerscheinungen von 2012 sein, aber wenn ihr etwas Älteres einfach besser als alles Neuere findet, ist das auch okay. :) Und ihr dürft natürlich gern etwas mehr zu eurer Wahl schreiben, müsst es aber nicht, eine einfache Liste reicht auch…

Wer mitmachen will, schreibt – wie bei Blogparaden so üblich – einen Beitrag auf dem eigenen Blog (wer will, kann auch obige Grafik einbinden) und informiert mich (und die anderen Leser) via Trackback/Pingback oder, falls das nicht funktioniert1, einem manuellen Kommentar mit dem Link zu eurem Beitrag, und zwar bis zum 6. Januar 2013 23:59 Uhr. Danach werde ich das ganze natürlich auswerten. (Wer kein eigenes Blog hat, darf natürlich auch direkt per Kommentar teilnehmen.)

Zu gewinnen gibt’s auch wieder was, und zwar verlose ich wieder unter allen Teilnehmern einen 10€-Gutschein von Amazon.de – aber nur, wenn mindestens 20 Teilnehmern mitmachen! Also beteiligt euch schön zahlreich – letztes Jahr wurde diese Teilnehmeranzahl weit verfehlt…

Na denn, legt los und überrascht mich mit eurer Musik…

Und wer gleich ganze Top-10-Listen erstellen kann und ggf. auch die Kategorien Video, Plattencover, Newcomer und, äh, Konzertfrisur bedienen will, sollte auch bei den Kollegen von Top of the Blogs mitmachen – diesmal bis 31.12.

 


Meine eigenen Favoriten sind:

  • Song: Irgendwie eine schwere Wahl, denn so einen richtigen Überflieger hab ich hier jetzt nicht in Erinnerung. Erwähnenswert finde ich den Titelsong des Albums (s.u.), den 1. Platz vergebe ich aber mal an Doro: Raise Your Fist.
  • Album: Joe Bonamassa: Driving Towards The Daylight.
  • Konzert: Diesmal machen Deep Purple vor einer Woche knapp das Rennen.

Und wenn ich jetzt noch die weiteren Plätze finden und anordnen kann, bekommen die Top of the Blogs auch meine Teilnahme-Mail…

 


  1. wobei etwas Geduld nicht schaden kann, bis ich den Track-/Pingback freigeschaltet habe []

Zweimal zwei Jahre

Zwei Jahre ist es her, dass ich zuletzt auf Konzerten von Deep Purple und Motörhead war – und am Wochenende war mal wieder Zeit für beide. Zusammen sind das übrigens 8 Musiker, die bald ein Alter von 500 Jahren erreichen…

Deep Purple mit Edguy

Freitag 30.11. in der Münchner Olympiahalle.

Edguy Edguy

Edguy, die ich schon mal im Vorprogramm der Scorpions gesehen hatte, brachten auch diesmal einen mehr als ordentlichen Einstieg; nennenswerte Publikumsreaktionen gab’s aber nur am Ende z.T. bei „Save Me“ und natürlich bei „King Of Fools“.

Die Halle war übrigens alles andere als ausverkauft – die Gegentribüne war sogar von einem Vorhang verdeckt. Da mein Platz dahinter gewesen wäre, musste ich mir einen anderen weiter rechts suchen…

Olympiahalle mit Vorhang Umbau

Und die Ab-/Umbau-Crew soll auch mal mit einem Bild gewürdigt werden.

Deep Purple Deep Purple

Dann kam die Hauptband – Dep Ure oder wie sie laut obiger Projektion hieß. ;) Immerhin: Es war nicht dieselbe Bühnendeko wie vor zwei Jahren, denn diese vier Stoffbahn-„Säulen“ gab’s damals nicht.

Deep Purple Deep Purple

Wieder mal gibt’s eigentlich nicht viel zu beschreiben – die alten Herren bringen ihre alten Hits mit sichtbar viel Spielfreude einfach hervorragend rüber; hier mal einer Einlage, dort mal ein Solo, und schnell waren auch ihre fast zwei Stunden rum. Einfach Klasse! (Also nicht, dass es schnell rum erschien… ihr versteht schon…)

Deep Purple Deep Purple

Übrigens nicht so erwähnenswert laut wie beim letzten Mal, sondern gerade richtig.

Deep Purple Deep Purple

Die Videowand zu knipsen, bietet nicht die beste Auflösung, aber Extra-Zoom.^^

Deep Purple Deep Purple

Seht ihr die vielen Lichtlein im Publikum im Bild rechts? Das sind keine Adventskränze, sondern so viele Leute, die filmen oder fotografieren…

Deep Purple Deep Purple

Und die Setlists gibt’s wie immer bei Setlist.fm: Edguy, Deep Purple.

:rocks:

Motörhead mit Diaries of a Hero, Anthrax

Samstag 1.12. im „Zenith, die Kulturhalle“ in München. Ich bin eh schon etwas spät drangewesen, aber dass es – auch wenn die Halle ausverkauft war – noch eine so lange Schlange gab, hat mich doch etwas überrascht. Als ich endlich drin war, hab ich noch zwei, drei Minuten der ersten, mir unbekannten Vorband mitbekommen. War, naja, unspektakulär, aber gut genug, dass es vermutlich auch nicht geschadet hätte, mehr zu hören.

Anthrax Anthrax Anthrax

Dann gab’s schon mit Anthrax Geknüppel voll auf die Zwölf, Lautstärke wie sonst manche Hauptband nicht, teilweise Bässe mit Windstärke 4 oder so und, was am Wichtigsten ist, gute Musik und gute Stimmung zur Ein~. Und das eine volle Stunde lang!

Motörhead Motörhead

Unter dem auch auf vielen Shirts/Jacken zu lesenden Motto „Everything Louder Than Everything Else“ – ein Titel eines ihrer Live-Alben und kurioserweise basierend auf einem Spruch von Ian Gillan von, na, genau, Deep Purple1 – ließen es sich Motörhead natürlich nicht nehmen, einen musikalischen Ohrenstöpsel-Belastungstest durchzuführen…

Motörhead Motörhead

Die Abmischung bzw. die Akustik an meinem Platz in Bezug auf Lemmys Stimme fand ich übrigens besser als beim letztes Mal, wo ich das ein bisschen kritisiert hatte.

Motörhead Motörhead

Performance, Musik und Stimmung passten natürlich auch diesmal – bzw. eben noch besser. Also ein typisches Understatement für ein tolles Konzert, für das „toll“ schon ein Understatement ist.^^ (Gut, ich könnte jetzt darüber meckern, dass der Anteil der Raucher, die sich an das Rauchverbot in der Halle gehalten haben, grob geschätzt bei 0,0% lag…)

Motörhead Motörhead

Aber wird Lemmy langsam alt? Nach 90 Minuten vor zwei Jahren waren’s diesmal nur 75-80 Minuten, die Motörhead gespielt haben…

Setlists: Anthrax, Motörhead

:rocks:

 


  1. engl. Wikipedia: „Everything Louder than Everyone Else is the third live album by the British band Motörhead. The title refers to a remark repeated by Ian Gillan of Deep Purple on their Made in Japan live album: „Could we have everything louder than everything else?“. Recorded at a show in Hamburg, Germany on 21 May 1998.“ []

Video des Tages

Zum Todestag von Freddie Mercury muss natürlich ein Video her – diesmal ein von einem Fan erstelltes Video zu „It’s Late“ vom 1977er Album News Of The World:

Wer Lust hat, kann ja mal die Original-Clips zusammensuchen, aus denen dieses Video zusammengesetzt ist. ;)

Սերժ Թանգեան 腹切り

Armenisch und Japanisch im Titel? Das kann nur auf den Armenisch-Amerikaner Serj Tankian und sein aktuelles Album Harakiri und die dazugehörige Tournee hindeuten, dessen Konzert in der Münchener Tonhalle ich gestern besucht habe.

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Überraschenderweise trat um 19:30 – eine halbe Stunde vor offiziellem Beginn und gerade als ich die Halle betreten und ein Bier in der Hand hatte – eine erste Vorgruppe (Bilder oben) für 25 Minuten auf die Bühne. Falls sie einen Namen genannt hat, habe ich ihn nicht verstanden; der Sänger hätte verständlicher abgemischt werden sollen. Jedenfalls spielte ein Gitarrist von Viza, der angekündigten Vorgruppe, und der Bassist von Serjs Band mit. (Und der Oud-Spieler von Viza hat Serj dann später auch bei Ching Cime unterstützt.) Ihr, nun ja, alternative Rock (diese Bezeichnung passt ja auf vieles…) war an sich recht gut, aber teilweise ein bisschen eintönig.

viza1 viza2
viza3 viza4

Dann kamen Viza mit ihrem mitreißenden experimental rock/gypsy punk für 45 Minuten und sorgten schon mal für tolle Stimmung – die sie offenbar auch auf der Bühne hatten. Im Hintergrund optisch unterstützt durch die herumgeschüttelte Mähne des Drummers…

serj1 serj2

Und schließlich Serj Tankian persönlich mit seiner F.C.C. genannten Band, begrüßt auch von einer armenischen Flagge. Wie sollte es auch anders sein, die Stimmung erklomm die nächste Stufe, Serjs interessanten Songs gepaart mit ein paar sozial-/politik­kritischen Botschaften zwischendurch kamen entsprechend gut an und rüber. Die Message für Klimawandelleugner etwa, die wie die Kreationisten, die an eine wenige Jahrtausende alte Erde glauben, die Fakten einfach nicht wahrhaben wollen, war ein „Fuck you!“

Setlists von München wird sicher bald jemand, der die Songs zuverlässiger erkennt, bei Setlist.fm eintragen; die der vorherigen Termine gibt’s schon. Überraschenderweise spielt er offenbar (fast) nur Songs vom 1. und aktuellen 3. Album, nicht vom 2.

serj3 serj4
(Da’s durch ein paar Hüpftänzer in der Nähe immer enger wurde und die Musik natürlich auch „ablenkte“, hab ich bald auf weiteres Fotografieren verzichtet.)

Joa, und nachdem sich das Publikum mit dem Mitsingen bei „Empty Walls“ abgemüht hat ;) (der erste Refrain ist ja nicht so einfach), gingen die Jungs wie erwartet erstmal von der Bühne, das Publikum rief wie üblich Zu-ga-be, doch alles, was passierte, war, dass die Hallenlichter angingen und die Crew mit dem Abbau begann. Keine Zugabe! Ich glaub, das ist das erste Mal in einem von mir besuchten Konzert…

Fazit: Tolle Musik und Stimmung, aber mit ca. 72 zugabelosen Minuten von Serj doch etwas enttäuschend kurz.