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Musik

Schienenersatz, Frühlingsersatz…

…nur der Boss und seine Band waren echt. Die Rede ist von Bruce Springsteen im Münchner Olympia­stadion gestern, zu dem ich mich dank Bahn-Bauarbeiten die Hälfte der Strecke via Schienen­ersatz­verkehrs­bus begeben musste und das trotz Ende Mai bei einem alles andere als frühlingshaften Wetter von 6-8° und Dauerregen stattfand.

Bruce

Der Herr mit dem unpassenden Namen Frühlingsteen kam trotzdem mit hochgekrempelten Hemds­ärmeln auf die Bühne. Seine anfängliche Frage nach „who’ll stop the rain“1 fand offenbar keine Antwort, denn es regnete weiter und weiter… zum Glück hatte ich einen überdachten Platz.^^ Später hat er dann mal gemeint, wenn wir alle ganz laut wären, könnten wir es schaffen, dass der Regen… noch stärker fallen würde. :) Tja, das Wetter kann man sich halt nicht aussuchen…

(Da schon auf der Karte mehrfach das Fotografieren verboten wurde, hab ich meine richtige Kamera übrigens gar nicht erst mitgenommen, sondern hab nur ein paar Handy-Fotos – wer weiß, wie streng die da sein würden. Waren sie anscheinend zumindest auf der Tribüne aber nicht.)

Bruce

Jedenfalls gab’s ein wie erwartet tolles Konzert von knapp drei Stunden – dürfte so zwischen 2:50 und 2:55 gewesen sein, ein Zeitungsreporter, der auf deren Website2 von nur 2:45 spricht, hat wohl nicht richtig auf die Uhr geschaut. Ohne Pause vor der Zugabe: „keep you dancing to keep you warm“ oder so. Publikumsinteraktionen, ein paar davon auf der Bühne, Liederwünsche per Schild inklusive. Ein Schild verkündete übrigens, dass da einer bei seinem 100. Konzertbesuch wäre…

Und einer in der Nähe hat, auf der Treppe stehend, auch öfter schön „mitgespielt“. Der hätte auch mal auf der Videowand eingeblendet werden können (wenn denn eine offizielle Kamera so weit heranzoomen hätte können und wollen).

Bruce

Fast drei Stunden, tolle Performance, tolle Stimmung – was will man (vom Wetter abgesehen) mehr? Die Dauer schaffen manche Jungspunde ja nicht mal mit zwei Vorgruppen…

:rocks:

 

Übrigens war ich dank SEV sogar früher daheim als normal: Der reguläre 22:30-Zug wäre bei einem Konzertende um 22:10 nicht erreichbar gewesen, aber der auf 22:47 vorgezogene 23:30-Zug bis Petershausen schon (da netterweise eine Sonder-U-Bahn zum Hauptbahnhof bereitstand (am Gleis 4 neben Gleis 1…), als ich an der Station angekommen bin), und der Bus war dann fast eine halbe Stunde früher in PAF, als es der normale Zug gewesen wäre.

 


  1. Setlist übrigens wie immer bei Setlist.fm zu finden []
  2. die wollen ja keine Leser von anderen Webseiten bekommen… []

Helle himmlische Staatsformen

Wieder ein seltsamer Artikel-Titel – ja, schon wieder ein Konzert, wieder am Donnerstag, wieder im Backstage (diesmal allerdings im etwas größeren Werk statt der Halle), wieder ausverkauft: Royal Republic aus Schweden mit ihren Landsleuten von Her Bright Skies als Vorgruppe.

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Letztere kam mit ihrem punkigen Alternative Rock, Pop-Punk oder was auch immer schon gut rüber und an, hatte halt wie viele Vorbands das Problem, nicht so bekannt zu sein.

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Anspieltipp: Little Miss Obvious, das sie auch am Ende ihrer knappen halben Stunde gespielt haben.

Dann die Hauptband:

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Hier übrigens die Setlist – bei setlist.fm, wie üblich.

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Frontmann Adam hat sich immer schön in Szene gesetzt und ins Zeug gelegt, mit dem Publikum interagiert, hier und da ein bisschen erzählt und natürlich gesungen und gespielt. Er schien Spaß zu haben, das Publikum auch…

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…denn die „Arena“, der niedrigere Teil der Halle, äh, also des Werks, denn auch wenn das Werk natürlich eine Halle ist, ist da ja nebenan die Halle namens Halle. (Zum Glück ist die Stadt namens Halle weiter weg.) Wo war ich? Ach ja, jener Teil des Veranstaltungsortes ist oft nahezu komplett hoch- und hin- und hergehüpft.

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Wobei das natürlich auch schön von weiter oben zu überblicken ist – in ebenen Hallen sieht man ja höchstens die Hände „da vorne“…

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Es folgt ein Plakat aus dem Publikum mit der Aufschrift „Who needs a boyfriend when you have Royal Republic?“:

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Wundert mich übrigens, dass sie nur im eher kleinen Backstage spielen und nicht auch größere Hallen wie das Zenith belegen und ausverkaufen – (m.E.) bekanntere und gefällige Songs haben sie ja einige (All Because Of You, Full Steam Spacemachine, Underwear, Tommy Gun, aktuell E.w.t.b.a.Astronaut). Aber vielleicht ist mein Blick dank Rockantenne und Vermeiden von Charts-Radios nicht objektiv genug und ihre Songs sind den meisten Sendern tatsächlich zu hart, wie Adam erzählt hat. Extra dafür ;) gab’s eine witzige Akustik/Acappella-Version von Addictive

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Auf jeden Fall haben diese ca. 90 Minuten „High Energy Rock“, wie’s bei Rockantenne immer hieß, jede Menge Spaß gemacht – Musik, Unterhaltung, Stimmung haben einfach gepasst.

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:rocks:

Eine Rune mit drei Bergen

Ihr wisst ja, dass ich gerne, äh, eigenwillige Titel für meine kleinen Konzertberichte benutze. In diesem Fall geht’s um Tremonti mit Vorgruppe Malrun gestern 7.2. in der ausverkauften Backstage-Halle in München. (Und um den Lummerland-Ohrwurm, den ihr vielleicht vom Titel bekommen habt, loszuwerden, könnt ihr ja auf den beiden Homepages reinhören…)

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Und schon die Dänen von Malrun legten los mit mitreißendem Alternative Metal (o.ä.), schön mit Publikumsinteraktion – ein halbes Lied hat der Sänger gar vor der Bühne verbracht.

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Ihre knapp 40 Minuten waren auf jeden Fall ein guter Auftakt.

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Für die Setlists verweise ich wie immer auf setlist.fm (ohne Garantie auf Vollständigkeit).

Dann kam Mark Tremonti mit seinen Jungs:

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Und mit seinem bisher einzigen Solo-Album, das er, um zwei weitere Songs ergänzt, komplett (in anderer Reihenfolge) gespielt hat.

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Von seinen „etwas“ bekannteren Bands Alter Bridge und Creed war – wie auf den bisherigen Konzerten auch – nichts dabei. Was auch absolut in Ordnung ist, ist ja sein härteres Solo-Material – auch wenn das Konzert dadurch etwas länger hätte werden können als die ca. 70 Minuten, was schon ein bisschen wenig war.

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Aber es war trotz der Kürze ein tolles Konzert zum so richtig Abrocken oder Abmetallen oder wie man’s nennen will.^^ Harte Riffs und Rhythmen, und wie man’s von Herrn Dreiberg Tremonti erwarten kann, kam auch die Lead-Gitarre nicht zu kurz…

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:rocks:

Auswertung: Musik des Jahres 2012

musik2012 Bis vorgestern hattet ihr Gelegenheit, an der Weltuntergangs- 2012-Ausgabe meiner „Musik des Jahres“-Blogparade teilzunehmen – wie in den Jahren zuvor waren eure Songs, Alben und Konzerte des vergangenen Jahres gefragt.

Dieses Jahr gab’s zwar etwas mehr Teilnehmer als letztes Jahr, nämlich 11 – vielen Dank dafür; ist doch immer wieder schön, auch neue Gesichter begrüßen zu dürfen :) –, für den ab 20 Teilnehmern ausgelobten Amazon-Gutschein reicht’s aber leider wieder nicht.

Es folgt die Liste der Teilnehmer mit ihren ausgweählten Titeln und Künstlern – auf den jeweiligen Beitragsseiten finden sich z.T. noch weitere Infos und Videos, also klickt euch ruhig mal durch.

Teilnehmer Song Album live
Adrian (Kommando­zeilen­interpreter) Asaf Avidan: One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)
Frittenbude: Wings
Klangkarussell: Sonnentanz
Frittenbude: Delfinarium
Fritz Kalkbrenner: Sick Travellin‘
Paul Kalkbrenner: Guten Tag
Frittenbude (Nürnberg)
ich Doro: Raise Your Fist Joe Bonamassa: Driving Towards The Daylight. Deep Purple (München)
Consuela (Heldin des Alltags) The BossHoss: I Keep On Dancing The BossHoss: Liberty of Action The BossHoss (Berlin); Rock im Stadtpark
Julia (49 Suns) Hitchhiker’s Guide to the Galaxy Radio Show Live Meursault: Something for the Weakend West End Festival Closing Party (Glasgow), insb. Withered Hand
Maik Silberkuhl Casper: Auf und Davon Casper: XOXO & Der Druck steigt WDR2 Open-Air Festival (Dorsten)
Manu (Ist Weibsvolk anwesend?!) Kraftklub: Kein Liebeslied
Triggerfinger: I Follow Rivers
Carly Rae Jepsen: Call Me Maybe
The Wanted: Chasing The Sun
Die Ärzte
Mel (Nails und der alltägliche Wahnsinn) Lykke Li: I Follow River Schiller: Sonne
Michael (Ussels Funzel)1 First Aid Kit: Wolf Skinny Lister: Forge & Flagon Levellers (Folk im Shlosshof, Bonfeld)
Ramses Revengeday2 Sidilarsen: Fantasia Sidilarsen: Machine Rouge Dieselboy: Live At Beta
Sabine (acht stunden sind kein tag) Cesaria Evora: Sabine Largam
Sting: Shape Of My Heart
Die Firma: Glücksprinzip
Faramarz Aslani: Age Ye Rooz
Cesaria Evora: Original Album Classics Klangwelten – The Global Strings Play Oppermann
Sebastian (Biotechpunk) YOK: Der Mensch an sich Kreator: Phantom Antichrist Broilers (Düsseldorf)
Sunny (How to be a sunstorm) Sons of Bill: Santa Ana Winds live Thorbjorn Risager: Dust & Scratches
Sons of Bill: Live at the Mockingbird
Beth Hart: Bang, Bang, Boom, Boom
The Brew
Michael Kiwanuka
John Mayall
Pokey la Farge

Ein Trend eines deutlichen Favoriten mehrerer Teilnehmer findet sich hier „natürlich“ nicht…

 


  1. dazu je 2 weitere Songs und Alben []
  2. jeweils Top 5; dazu Single (iLL Audio: Never Be The Same) und Musikvideo des Jahres (Eisbrecher: Verrückt) []
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