WordPress: Beitragsabhängige Kommentar-Moderation

Nicht zuletzt dank toller Urteile aus Hamburg werden sich manche Blogger fragen, ob sie Kommentare generell erst nach Überprüfung freischalten sollen – was natürlich mehr Aufwand bedeutet und die Diskussion merklich behindern kann.

Eine Lösung wäre, nur bei potentiell problematische Kommentare anziehenden Beiträgen zu moderieren, was ich mir schon für meinen ersten Global-Scaling-Lottoprognosen-Artikel überlegt hatte – also hatte ich mich nach einem Plugin oder einer Einstellmöglichkeit dafür umgesehen, aber nichts gefunden. Also hatte ich mich im WordPress-Quelltext umgesehen, wo sich da was machen ließe, und diese Funktion erstmal in wp-includes/comment.php reingehackt – und jetzt hab ich ein kleines Plugin daraus gemacht.

Es ist zwar noch nicht so wahnsinnig komfortabel – man muss die IDs der betroffenen Beiträge noch direkt in die PHP-Datei des Plugins schreiben (was immer noch komfortabler ist als direkt die Kern-Quelltext-Dateien zu bearbeiten, gerade im Hinblick aufs nächste WordPress-Update). Wenn Bedarf besteht, kann ich vielleicht noch eine Optionsseite hinzufügen…

» Hier geht’s zur Plugin-Seite mit mehr Infos und dem Download-Link

Scheren dienen der Copyright-Verletzung und müssen verboten werden

Es gibt ja in diversen Ländern Gesetze, die das Umgehen von Kopierschutz-/DRM-Funktionen verbieten – und so oft der sinnvollen, an sich erlaubten Nutzung bereits bezahlter Produkte im Wege stehen; der ehrliche Käufer – der am besten mehrfach zahlen soll – wird zum Verbrecher abgestempelt, die gezielt „Piraterie“ Betreibenden stört’s trotzdem herzlich wenig.

:motz:

Wellington Grey hat nun eine nette kleine Präsentation (englisch) zu der Überlegung, welche Konsequenzen bei einer Anwendung solcher Dummheiten auf handfeste Objekte anstelle von Mediendaten aufträten, anhand eines irrsinnigen Siegels auf einer CD-ROM-Hülle, das bei Öffnung die Zustimmung zur auf der innenliegenden CD befindlichen Lizenzvereinbarung bedeuten würde…

:dunce:

(via Wil Wheaton)

Zitate des Tages (9)

Tierkreis Die TV-Zeitschrift HörZu berichtet im aktuellen Heft über „Wahrsagen im TV“ bei AstroTV und Co. unter dem Titel „Abgekartetes Spiel“:

„Doch in Wahrheit wollen die Pendelschwinger und Kartenleger der Esoterik-Sender vor allem eines: das Geld der Ratsuchenden.“

Es wird auch eine Frau erwähnt, die dafür innerhalb eines Jahres rund 38.000 € vertelefoniert und sich hoffnungslos verschuldet hat.

Dem hätte ich an sich nichts hinzuzufügen, würde da nicht auch der Vorsitzende des Deutschen Astrologen-Verbands, Dr. Schubert-Weller, zitiert (Hervorhebung von mir):

„TV-Formate, Hotlines und Ähnliches, in denen astrologische Beratung angeboten wird, lassen erhebliche Zweifel an der Seriosität aufkommen. Die Zeit reicht gar nicht, das Anliegen der Ratsuchenden richtig zu verstehen und ein seriöses Horoskop zu bearbeiten.“

:blossnicht:

Horoskope und seriös? Pah! Höchstens im folgenden Sinn, und da scheint obige Wortwahl „bearbeiten“ nun durchaus angemessen:

Zitieren wir weiter, diesmal aus dem Text der GWUP über Astrologie (Hervorhebungen von mir):

„Aus naturwissenschaftlicher Sicht erscheint jede Form der Astrologie unhaltbar. […]

Die Qualität der astrologischen Lebensberatung hängt stark von den Kompetenzen des Astrologen ab, jedenfalls entnimmt der Astrologe keine Informationen aus dem Horoskop, sondern er legt sie dort hinein. Dadurch kann er natürlich zu richtigen Aussagen und sinnvollen Empfehlungen kommen. Nur hat dies nichts mit der Astrologie zu tun, sie gaukelt den Kunden nur vor, dass die Aussagen und Empfehlungen eine „höhere“ Legitimation haben, als wenn ein normaler Psychologe ein Beratungsgespräch führen würde.“

Schade, dass trotz aller Aufklärung, Bildung und Modernität des heutigen Lebens immer noch so viele Leute an Sternzeicheneinflüsse & Co. glauben.

Wörter des Jahres 2007

Wenn man nach der Dopingbeichte in Second Life in die reale Raucherkneipe geht, um über den Bundestrojaner zu diskutieren, anstatt, nachdem man durch Arbeit arm geworden ist, dank Herdprämie doch noch eine Lustreise anzutreten, was durch spritdurstige Autos und Flugzeuge die Klimakatastrophe auch nicht gerade aufzuhalten hülfe – wird dann alles Knut?

» Gesellschaft für deutsche Sprache: Wort des Jahres 2007

Holz für Weihnachtshasser

Na dös is ja amoi a Stöckerl… von Wiesenraute, aufgegriffen im Stöckchen-Blog.

  1. „Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens – dass ich nicht lache.“ Belegen Sie dieses berühmte Zitat mit adäquaten Argumenten.
    Wos wuist, Saubazi, narrischer? Komm bloß her, no fängst dir a paar, du Himmelhund, du elendiger! Schaug liaber, dass d’Land gwinnst!
    Doagaff, damischer!
    Sowas würde ich von Januar bis November nie schreiben. q.e.d. :bigsmile:
    Disclaimer: Diese Schimpftirade ist an niemanden gerichtet, auch nicht an dich! ;)
  2. An welchen Stellen in der Bibel kommen die folgenden weihnachtlichen Figuren vor?
    a.) Rudolf das rotbenaste Rentier

    Sentinel 18, 23
    b.) der Weihnachtsmann
    Myra 6, 12
    c.) der Rauschgoldengel mit der Blockflöte
    Jethro 19, 67
  3. Es ist viel sinnvoller, sich zu Silvester Geschenke zu machen und nicht zu Weihnachten. Erörtern Sie.
    Finde ich nicht. Viele haben Urlaub/Ferien von Weihnachten bis ca. 6. Januar. Und zwischen Weihnachten 6. Januar hat man viel mehr Zeit, die Geschenke umzutauschen, aus dem Fenster zu werfen, in die Luft zu jagen oder im Meer zu versenken als zwischen Silvester und 6. Januar.

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