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Nerviges

Verhandlungstisch, das war, entschieden wir uns zurück –
Oder: Garbage In, Garbage Out

Bahnhof im Nebel Man nehme je eine Pressemeldung der Deutschen Bahn (vom 17.5.) und der GDL (vom 18.5.), verrühre einmal kräftig – soll heißen: immer abwechselnd ein Wort von der einen, dann von der anderen PM -, passe die Groß- und Kleinschreibung der neuen Satzanfänge an, lasse das Überstehende weg (wo eine PM länger ist) und schaue sich das Ergebnis kurz an.

Spaßeshalber übersetze man diese Mischung mit Google ins Englische, und weil das einem eh schon etwas spanisch vorkommt, gleich komplett ins Spanische. Und dann wieder zurück ins Deutsche, wir wollen’s hier ja lesen können.

Herausgekommen ist das:

Deutsch Zug DB ausgehandelten 20 Stunden boykottiert Verhandlungen über unsere GDL Initiative – und fand in Berlin Freitag Sonntag kommt von der Gewerkschaft Tarifverhandlungen einfach nicht die GDL Deutsche Bahn Pausen statt.

Confidential diese Gespräche wurden von eine „politische“ Gründe und Sonntagabend beendet – musste Ziel DB CHRO, Ulrich Weber: Jeder von uns legen den Grundstein „für einen größeren Bedarf für die Vereinbarkeit von einem Schiedsverfahren.“.

Brauchen wir speziell DB hat einen Tarifvertrag zur Schlichtung Anklage konstruiert und GDL wurden sie betäubt sie zieht Verhandlungen Samstag Arbeitgebern und 17.50 Uhr angehalten am Samstag und die Verhandlung brach daher.

Verhandlungstisch, das war, entschieden wir uns zurück.

Zuvor ein GDL schriftlich, verdreht die Tatsachen erklärt erklärte, dass die DB mit Sonntagsarbeit. Wir wollten nur in einigen Schlichtungsgesprächen fortgesetzt haben am Sonntag wollte verhandeln und aufgenommen 10 Stunden seine Ideen war, dass die Gewerkschaft zeigte keinen Inhalt. Arbitration er naht am Freitag und dann einfach nach Hause laufen vertraulich. Samstag

Ich musste mit der GDL mehr Stunden bevor wir wieder die 20 zu sprechen. Lokomotivführer Ziel war der Anrufer sprach mit einem Lokrangierführer nach Arbeitgeber.

Wenn wir feststellen, dieses Konzept, das DB hatte auch auf die u vorgelegt. Es ist ein. Pay, nur noch einmal rundet das Angebot „decodiert“ durch den Willen hatte. Professionelle Gruppe von sehr komplexen Arrangements, präsentiert Lokrangierführer mit.

Als es zu einer abschließenden Spiel Monatslohn auf der Grundlage der Mittelpunkte des Anstoßes. Flächentarifvertrag für die GDL Zugpersonal bezeichnet einverstanden, dass (Bura-ZubTV) Vorschläge und es sollte.

Nach Lage und intelligente Dokumenten hatte diese verweigert, dann aber dauerhaft geteilt die Überraschung einer Gesellschaft Maschinist zwei „politischen“ Ebenen in der DB, Gründe zu zahlen Defizit.

Denn angesichts dieser Mitglieder unserer Entwicklung war es der PP und spricht sich für die DB in der gesamten Zukunft der Vermittlung. Die Möglichkeit eröffnet CHRO Ulrich Weber: Die Zukunft „Wir“ müssen Nose „wird mehr als zahlen Short – Mediation.“.

Es wurde vorausgegangen sollte inakzeptabel.

Nach dem Vorschlag hatte keine Chance DB über eine gemeinsame Lohnerhöhung, oder reduzieren das Gespräch auf Arbeitszeiten oder Überstunden Grenze Prof. Klaus sprechen Bepler.

Anstelle der Suche nach dem Muster der explodier diese Vorschläge, wollte Verhandlungen beraten und gab die GDL. Ein Ort, über den Tag des Gerichts. Diskussionen und dann am Sonntag, April am Ende mussten sie weiterhin 10 zwei Zielgruppen Uhr abgebrochen.

Das ließ das Publikum war der Vorsitzende des GDL DB ziemlich leer.

Nun gut, so wahnsinnig informativ und verständlich klingt das ja nicht, aber wenn man bedenkt, wie gegensätzlich beide Seiten von den Verhandlungen des letzten Wochenendes „berichten“…

Wäre es juristisch eigentlich vertretbar, die Verhandlungsführer beider Seiten in einen Raum einzusperren und erst wieder rauszulassen, wenn sie sich geeinigt haben (und es bei fatalem Ausgang mit ihren Nachfolgern wiederholt)?

Liebe Nachbarn/Besucher/Handwerker/wasauchimmer…

Man stampft nicht durch ein Treppenhaus, als wolle man die Stabilität der Stufen testen.

Man geht nicht davon aus, dass um 7:45 Uhr alle Leute wach sind.

Wenn man doch an einer Wohnungstür klingelt, geht man nicht davon aus, dass die Bewohner, selbst wenn sie wach wären, alles fallen lassen und im Weltmeistertempo zur Tür sprinten, sondern bringt etwas mehr Geduld mit, bevor man wieder weggehtstampft.

Musste mal gesagt sein.

Und das alles auf einmal…

Ich hatte vorhin schon getwittert: Kein S-Bahn-Fahrer! Polizeieinsatz wg. Personen im Gleis! SEV-Bus mit Partymusik! Trotzdem bin ich überraschend gut heimgekommen… Hier etwas ausführlicher eine kleine Chronologie des heutigen Abends:

Ca. 19:48: Ich komme vom MOC-Messegelände, wo u.a. eine kleine Lego-Ausstellung – auch mit einem meiner Modelle (die unter Lego-Fans passenderweise auch MOC heißen: My Own Creation) – stattfand, am Münchner Hauptbahnhof an. Dank Bauarbeiten auf dem Weg zur S2 mit nachfolgendem Bus. Die um 19:52 steht bereit, aber mir reicht die nächste um 20:12. also noch gemütlich eine Bratwurst mampfen und einen Blick in den Zeitschriftenladen werfen.

Ca. 20:00: S2 steht immer noch da. Ich steige ein und finde gerade noch einen Sitzplatz. Die nächste, die um 20:08 ankommen sollte, wurde laut Anzeige schon aufs Nebengleis verwiesen. In den nächsten Minuten erfahre ich durch eine Ansage (na immerhin!), dass noch kein Fahrer da ist. Sitznachbar meint, wegen eben jener Bauarbeiten fährt die S2 häufiger als nur alle 40 Minuten – und da fehlt der Bahn, die natürlich an den falschen Ecken spart, offenbar die Reserve-Personaldecke…

Ein paar Minuten später: Durchsage mit Lageänderung, jetzt wäre es ein Polizeieinsatz an der Hackerbrücke (also kurz außerhalb des Hauptbahnhofs), der den kompletten Zugverkehr erstmal zum Erliegen brachte. Die App konkretisiert das wahlweise auf eine Großfahndung (so steht’s bei einem Zug) oder einfach Personen im Gleis (bei mehreren).

Ca. 20:25: Zugverkehr wird wieder aufgenommen, die nächste S-Bahn kommt rein, wir werden gebeten, in diese umzusteigen. Denn natürlich ist noch kein Fahrer für unsere da.

Ca. 20:30: Keine weitere Ansage in dieser S-Bahn. Aber sie fährt los! 18 bzw. 38 Minuten zu spät.

Übrigens waren schon seit Stunden alle S2s als +3 vermerkt, auch schon für nach Mitternacht. Weshalb die Verbindungsauskunft auch immer eine frühere S2 für den Anschluss an den Bus empfohlen hat – die normale Umsteigezeit sind 7 Minuten.

Ca. 20:58: Ankunft in Petershausen. Ansage, die SEV-Busse fahren auf der anderen Seite der Gleise ab und nicht am Bahnhofsgebäude – wie schon seit Wochen. Aber das war die erste Ansage, die ich bei meinen 6 Fahrten in den letzten Wochen gehört habe. Auch ein orangebewesteter Mitarbeiter ist da, der die Leute aktiv weiterlotst.

Ein Bus steht bereit. Ob das noch der Halbexpress um 20:52 war, der ja keine Zubringer-S-Bahnen bekommen hatte, oder der Dorfstraßen-Überallhalter (naja, so schlimm ist’s nicht: zwei zusätzliche Stops bis Pfaffenhofen), weiß ich nicht. Er fährt jedenfalls etwas früher los (und hält überall), aber ich hab nicht auf die Uhr geschaut, wann genau.

Busfahrerin ist guter Laune, unterhalt sich quasi mit den ganzen Bus – und schaltet laute Partymusik ein. Gut, nicht so laut wie im billigsten Bierzelt – aber musikalisch ähnlich. Eins der drei Mädels in meiner Sitzgruppe holt ihren iPod raus, wird von ihren Freundinnen beneidet, ich krame nach meinem iPhone-Headset – und finde es zum Glück weit unten im vorderen Rucksackfach (da selten benutzt). Black Stone Cherry to the rescue!

Ca. 21:26: Der Bus kommt tatsächlich in Pfaffenhofen an. Ungefähr zwischen den beiden geplanten Ankunftszeiten. Ich danke in Gedanken meinem Headset, als ich aussteige.

 

PS: Der Busfahrer am Samstag hingegen fuhr lieber mit dunklem Wagen, d.h. bis auf funzlige blaue Lämpchen an der Decke war’s im Passagierraum Nacht. Vielen Dank an Amazon für das Kindle-Paperwhite-Angebot vor einigen Wochen…

Graue Verschwendung

Dass der Donaukurier/Pfaffenhofener Kurier – bzw. dessen Werbungsverteilung – gelegentlich ein paar Prospekte in ein A3-Blatt mit Eigenwerbung/Werbungswerbung einschlägt, bei dem die inneren beiden Seiten grau sind, kam schon einige Male vor. Dieser Tage kam nun eine (sofern ich mich recht erinnere und nichts übersehen habe) neue, besonders verschwenderische Variante:

Vorder- und Rückseite mit Eigenwerbung, dazu 2 graue Seiten 4 graue Seiten

Sechs graue A4-Seiten auf einem A2-Bogen, in den zwei Prospekte (nicht abgebildet) eingeschlagen waren. Also mir fielen da ökologisch und ökonomisch1 sinnvollere Varianten ein…

 


  1. wobei es für die Zeitungsdruckerei tatsächlich billiger sein könnte, hier einen zeitungsgroßen Papierbogen zu verwenden []

Amerikanische Verhältnisse?

Florian hat neulich die Werbepausen einiger Fernsehshows analysiert, und zwar von Schlag den Raab – mit 322 Minuten mit Abstand die längste Show, zu der er meint: „Und gerade bei “Schlag den Raab” hatte ich in letzter Zeit immer mehr das Gefühl, dass die Werbung die Sendung immer stärker dominiert“ –, Mein Mann kann, Das Supertalent und Wer wird Millionär?, mit einem Ergebnis, das ihn „ein klein wenig überrascht“ hat, denn Raab hatte bei dieser Sendungslänge zwar natürlich die absolut meiste Werbung, lag insgesamt mit 24,7% aber gar nicht so hoch; die anderen Sendungen hatten (in o.a. Reihenfolge) 27,3%, 20,9% bzw. 28,8%. Die Eigenwerbungsblöcke der Sender hat er offenbar mit dazugerechnet – sinnvollerweise, denn die nerven ja mindestens genauso.

Nun hab ich mir gedacht, da könnte ich mir mal eine amerikanische Show zum Vergleich genauer anschauen, denn da hört man ja immer von vielen Werbeunterbrechungen – und sieht oft entsprechende Schnitte bei Serien-Ausstrahlungen hierzulande, wo Werbung eingeplant wurde, aber dank der deutschen Regelungen keine kommt.

Praktischerweise überträgt Sky immer in der Nacht von Montag auf Dienstag meist um 2 Uhr die Live-Wrestling-Show WWE RAW – durchaus mit hohen Einschaltquoten gesegnet und mit bisher 1010 Folgen angeblich die am längsten ununterbrochen laufende wöchentliche Serie überhaupt –, wobei die amerikanischen Werbeeinblendungen mit kurzen Sky-Vorschauen und älteren Wrestlingszenen (zur Unterscheidung dunkel vignettiert) ersetzt werden. Hinzu kommen gelegentliche WWE-Eigenwerbungsspots – also nicht für den Sender, auf dem RAW läuft, sondern für WWE-DVDs, -Bücher, -Shows und aktuell eine Brustkrebs-Aktion. (Wobei es sich um vorgefertigte Spots handelt; gelegentlich weisen die Kommentatoren auch noch live auf künftige PPV-Shows hin, was hier besser unberücksichtigt bleibt.)

Hier die Grafik dazu – normale Sendung ist dunkelblau, Eigenwerbung hell (dünn, da kurz) und Werbepausen weiß:

RAW-Werbung

Vergleichen wir das mal mit Florians Analyseergebnissen – hier sind seine Balken und darunter nochmal meiner, entsprechend der Dauer der Sendungen gestaucht:

werbepausen3

WWE RAW (2.10.2012, 2:00 Uhr, Sky Sport)
RAW-Werbung

RAW-Werbung-Torte Bei einer Dauer von gut drei Stunden, nämlich 188 Minuten und 25 Sekunden, gab es mit 15 durchaus viele Werbeunterbrechungen (von denen 8 eine Eigenwerbung voran- und 1 nachgestellt war), doch insgesamt waren es auch „nur“ 48:08 echte Werbung (im Schnitt also 3:12,5 kurz) und somit mit 25,55% durchaus vergleichbar; rechnen wir die insg. 6:00 (3,18%) WWE-Eigenwerbungsspots hinzu, sind’s 54:08 (Schnitt 3:36,5) und 28,73%.

Und ja, das hat mich durchaus auch etwas überrascht, dass es nicht merklich mehr Werbung ist als in Deutschland. Die häufigeren Unterbrechungen – durchschnittlich 4,8 pro Stunde statt ca. 2 hierzulande – stören natürlich dennoch mehr. Aber man kann ja vorspulen (oder wie man das korrekt bei bandlosen Recordern nennt)…


Foto: Rolf van Melis/Pixelio — urspr. Grafik: Florian Freistetter/Astrodicticum Simplex, CC-by-sa-3.0-Lizenz

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