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Katzen

November-Hexen

Halloween-Hexe Hex, hex! Hier ist das elfte „Best Of“ des „Hexenkalender“ für 2009 des Moewig-Verlags (alle Beiträge » hier). Interessiert euch das eigentlich noch, oder findet ihr’s überflüssig? Egal, denn:

„Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache.“
(Voltaire)

Der Mond ist voll, der Bauch auch

Für einen Vollmondtag gibt’s den Tip, an diesem Tag „etwas weniger als gewohnt“ zu essen, denn „an Vollmondtagen setzt alles leichter an.“ Naja, aber wozu diese Warnung? In den Tagen darauf nimmt man derselben Logik zufolge doch umso leichter ab – wie auch der Mond. Einen Menütip gibt’s auch:

Skorpione lieben deftige Speisen. Gute deutsche Hausmannskost sagt ihnen am meisten zu.

Also auf, liebe Astro-Hexen, verbreitet deutsche Hausmannskost auf der ganzen Welt! Denn nicht nur in Deutschland gibt’s astrologische Skorpione, und was glaubt ihr, wie sehr sich Völker wie die Xinca, Yanomamö oder Zulu freuen, wenn sie endlich ihre Leibspeise kennenlernen!?

Scharfe Meditation

Im zweiten Halbjahr kommen wir einfach nicht um die Meditation herum:

Dem Planetenherrscher des Skorpion, dem Mars, ist in der Musik der Ton „C“, in der Sprache der Vokal „E“ zugeordnet. Zur Meditation geeignete Worte: Ehre, Streben, Leben, Sterben, ewig, edel.

Eeh, des werde ich sicher gerne ten, eh, tun. Wer denkt sech eigentlich diese Zuordnungen aus? Und wie ging I-Ging nochmal? Das muss man wohl selber wissen (oder in seinem umfangreichen esoterischen Bücherregal nachschauen), wenn man diesem Kalender-Tip folgen will:

Werfen Sie an den nun immer längeren Abenden Scharfgarbenstängel oder auch Zahnstocher und deuten Sie das Bild das sie abgeben, nach den Regeln des chinesischen I-Ging-Horoskops.

Warum ausgerechnet jetzt – funktioniert das in anderen Monaten nicht? Bringt nur der November das überflüssige „r“ in die Schafgarbe hinein? Oder muss man die Stengel1 selbst in R-Form bringen? Und das ausgerechnet im Chinesischen mit den sprichwortlichen Problemen bei der Aussprache des R? Das werden nicht mal die chinesischen Sterne wissen…

Achtung, Cat Content!

Wilde Raubkatze Zur Internationalen Katzenwoche – ja, die gibt’s wirklich, und zwar in der ersten Novemberwoche – gibt’s den äußerst interessanten Tip:

Auch wenn Sie selbst keine Katze haben, versuchen Sie, sich dem Wesen dieses unabhängigen, geheimnisvollen Tieres anzunähern.

Miiiaaaaaauu! Wo das hinführen kann, kann man sich ja aus- (oder auf die Haut) malen… Grrrrrroarrr!!

Aber immer noch besser – und näherliegend – als sich iranische Sitten zu Eigen zu machen und den „Festtag der persischen Göttin Ardvi, der Mutter der Sterne“ zu begehen und dabei ihr zu Ehren „Deko-Sternchen auf den Hexenaltar“ zu streuen. Also wenn ich ein Sternengott wäre, ich fände mich mit kitschigen, womöglich glitzernden Deko-Sternchen eher lächerlich gemacht.

Und damit beenden wir den vorletzten Monat des Kalenderjahres. I can haz Wahrhait?

„Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und misstrauen Sie denen, die sie gefunden haben.“
(André Gide)

Wie recht er hat. Wo sich doch besonders Esoterik-Gurus und Kirchenvertreter so sehr im Besitz der Wahrheit glauben…


Foto: fotofrank – Fotolia.com

 


  1. ja, hier ist mir die alte Rechtschreibung lieber! []

You don't need a doctor, you need a vet
But when you laugh your crazy laugh
That wild cat laugh, I'm trapped again

The Cross, "Love On A Tightrope (Like An Animal)"

Links und Video der Woche (2009/12)

I'm scared to dance, I'm scared to speak, to sing
Brian May, "I'm Scared"

Achtung, Katzencontent!

Why Apez? Y not Catz?

Charles Darwin wurde heute vor 200 Jahren geboren – und weil mir nichts Brauchbares eingefallen ist, das ich selber schreiben könnte, was nicht andere eh besser machen, gibt’s halt (neben dem speziellen Header-Bild heute) nur mit PhotoFunia erstellte und dann selbstbeschriftete Lolcats

Siehe auch:

Hey, hey, we're the monkees
And people say we monkey around

The Monkees, "Theme from The Monkees"

„Tier-Telepathie. Humbug oder Realität?“

Katze mit Schleier Die Hörzu kann’s anscheinend nicht lassen – nach der unsäglich unkritischen dreiteiligen „Wunder Heilung“-Serie inklusive persönlichem Erfahrungsbericht des Autors (meine Beiträge dazu hier, dort und da) gibt’s nun in Heft 35 einen Artikel (auch online), in dem eine Hörzu-Redakteurin berichten darf, wie sie auf eine Tier-Telepathin hereinfallen wollte – sie hat’s natürlich nicht so ausgedrückt –, nachdem ihre Katze mit pseudo-adligem Namen, gerufen „Katerchen“, nach einem Umzug weggelaufen war.

„Katerchen, geht’s dir gut?“

Das ganze dann natürlich noch mit Werbung für die beteiligte „Tier-Telepathin und Psychologin“ Dr. Rosemarie Marquardt und ein Buch der „Pionierin der Tier-Telepathie“ Penelope Smith, bei der diese einen Kurs besucht hatte.

Nicht doch bloß Einbildung? „Jeder hat das Recht, das anzuzweifeln. Menschen erscheint es unglaublich, dass man mit Tieren kommunizieren kann. Dabei sind es nur verschüttete Fähigkeiten, die jeder wiedererlangen kann“, sagt Marquardt.

Ja, klar. Passt auch zum Tenor des Einleitungstextes:

Mit Tieren zu sprechen ist ein Menschheitstraum. Einen Weg weist die Tier-Telepathie. Humbug oder Realität? Ein Selbstversuch

Es ist leider Realität, dass den Leuten viel Humbug angedreht wird… Direkte Kommunikation, auch und gerade nonverbal, wie sie auch zwischen Menschen eine große Bedeutung hat, ist eine Sache (vgl. auch Wikipedia) – dass hingegen Telepathie daran beteiligt sein soll, ist (nicht nur) meiner Meinung nach nichts anderes als mystischer Schwachsinn. Irgendwie wundert es mich aber nicht, dass manche Leute das gerne miteinander verquicken. In journalistischer Hinsicht ist dieser Artikel jedenfalls eine äußerst schwache Leistung. Naja, was will man gerade nach der „Wunder Heilung“-Serie von der Hörzu auch erwarten? Es geht noch weiter:

Das funktioniere auch über weite Entfernungen, dafür reiche ein Foto, sagt sie.

Und dafür braucht man diesen mystischen Schwachsinn natürlich, man will verzweifelten Herrchen und Frauchen ja etwas bieten. :roll:

Und so kommen wir halt in den „Genuss“ zu erfahren, dass das Katerchen der Autorin der „Telepathin“ angeblich sage, „er sei nicht weggelaufen, sondern wollte in seinem alten Revier nach dem Rechten sehen“, später verletzt wurde und übers Tierheim zu einer neuen Familie gekommen wäre. Und angeblich Bilder übermittle …

… die ein altes Haus zeigen, mit hohen Bäumen, seinem Lieblingsplatz im Erker, eine Küche mit Tür zur Terrasse, dahinter einen Garten mit Büschen und schönen Verstecken.

Inklusive schwarzem Hund in der Nähe. Was angeblich das frühere Domizil „exakt skizziert“, obwohl die Autorin das „mit keiner Silbe erwähnt“ habe.

ernste Katze Nun, wir wissen nicht, wie ausführlich sich die beiden Damen unterhalten haben, ob die „Telepathin“ das sofort gesagt/geschrieben hat oder im Laufe eines Gesprächs, das offenbar tatsächlich stattgefunden hat; über seinen genauen Verlauf kann man natürlich nur spekulieren. Wir erfahren nur, dass ein Foto vom Kater in der neuen Wohnung (1. Stock) gemailt wurde – wer weiß, vielleicht wusste die „Telepathin“ das nicht und hat die Grünfläche und die Büsche im Hintergrund entsprechend gedeutet… jedenfalls ist es sehr zu bezweifeln, dass sie ohne Feedback der Autorin alles richtig und nichts falsch genannt hat.

Psychologieerfahrene „Telepathen“ und „Wahrsager“ haben bekanntermaßen gerne so viel Menschenkenntnis, dass sie aus kleinen Anzeichen – Rasse der Katze, Wohnungsaccessoires (beides schon auf dem Foto zu sehen), Auftreten und Ausdrucksweise des Gegenübers, … – (Stichwort Cold Reading) auf einiges schließen können, von dem genug zutrifft, um zusammen mit dem als confirmation bias1 bekannten Effekt der selektiven Wahrnehmung und einer geschickten Gesprächsführung mit vagen Aussagen, die die Kunden selbst direkt oder indirekt bestätigen, bei Glaubenswilligen äußerst überzeugend rüberzukommen.

[Die] Leiterin der Fachschule für Osteopathische Pferdetherapie in Overath hat Marquardt durch die Behandlung einer jungen Stute kennengelernt. Sie bestätigt deren außergewöhnliche Fähigkeiten, warnt aber: „Tier-Telepathie ist gerade in Mode. Oft wird damit unverantwortlich umgegangen.“

Unverantwortlich – das halte ich für eine gute Bezeichnung dafür, verzweifelten Herrchen und Frauchen, die nach jedem Strohhalm greifen, von angeblichen telepathischen Kontakten mit ihren verschwundenen Lieblingen zu erzählen. Auch tröstende Lügen sind Lügen – wobei bestimmt etliche „Telepathen“ auch einer Selbsttäuschung unterliegen mögen als tatsächlich vorsätzlich zu lügen. (Ganz unabhängig von Erfolgen im direkten Kontakt mit den Tieren.)

Wenn es Tier-Telepathie tatsächlich gibt – wovon wird sie ausgelöst? Empathie? Intuitives Wissen über andere durch Beobachtung? Ansätze für wissenschaftliche, neurologische Erklärungen gibt es wohl.

Genannt werden diese Erklärungen aber nicht. Hörzu eben. Überhaupt, Erklärungen wofür genau? Ein Tier ansehen und sein Wohlbefinden bzw. Krankheiten erraten, sich in gewisser Weise „hineinfühlen“? Kein Thema, siehe oben. Aber für Telepathie?? Das hättet ihr wohl gern. Dafür mag es pseudowissenschaftliche Erklärungsversuche geben – morphische Felder und ähnlichen Kram zum Beispiel –, aber keine echten wissenschaftlichen. Ich kenne jedenfalls keine seriösen(!) wissenschaftlichen Studien oder Experimente, die nicht negativ für die Parapsychologieanhänger ausgefallen wären.

Nun ja, wenn der Abo-Service keinen Mist baut, war das eh meine letzte Hörzu.


Linktips:


Fliege Fotos: mamarula / Pixelio und Mr.Oykc – Fotolia.com

 


  1. d.h. man neigt dazu, Dinge, die die eigene Meinung bestätigen, verstärkt wahrzunehmen, widersprechende hingegen zu ignorieren []

Be my dog, be my pet
Like a nervous tic you just won't quit

The Cross, "Love On A Tightrope"

Cool cat quotes (oder auch nicht)

Suchen Miaaaauuu! I know you need an answer! Willkommen zu den Suchanfragen der zweiten April-Hälfte, die Besucher hierher geführt haben. (Suchanfragen sind wieder grau hinterlegt; ich habe die Anfragen weder gekürzt noch erweitert noch erfunden!)

Please don’t ask me what i think of you, I might not give you answers that you want me to, ’cause either way you lose yeah. Deshalb springen wir schnell über solche Un-Fragen wie „are horoscopes trustworthy“, bible prediction of lottery numbers und „das geheime system der lottozahlen“ hinweg, I can’t do anything for you. –

Come on take a chance and do this thing, auch jungs tragen strings! – Nein, das Thema lassen wir, es geht auch ohne höschen, wirklich! Nenn es eine höschenlose frechheit, wenn du willst.

Ist euch langweilig? Ich mein, bei einer Suche nach „neueste sexualpraktiken“? Schon alles durchprobiert – oder glaubt ihr das zumindest? Wahrscheinlich letzteres… – sometimes when we make love i still see your face – ja, solche Stellungen gibt’s durchaus. Wusstet ihr das nicht?

Übrigens, ob dieser Knauser findet, was er sucht: girls that will go on cam and do anything i want for free? Nun gut, weiter im Text. Ich beantworte hier ja auch hin und wieder Stöckchen, aber stöckchen und nackter popo ist mir noch nicht untergekommen. Kennt das jemand?

 

Kätzchen Kommen wir endlich zum Titelthema „cool cat quotes“, denn wir wissen: there ain’t too much you can’t do with a cat. Passend dazu die Frage: Vier buchstaben mit cat? – Hmm, „cool“? ;)

We gonnna make these cats what stop while theyre waiting to what go. – Äh, wie bitte? – So baby if you want me you cat me show me love. – Öhm… – bekanntschafts cat – Hallo, geht’s auch verständlicher??

freu as in witch drink juice blue bottle!

*seufz*

Fragen, Fragen, Fragen. :shake: I just can’t the answers to the questions that keep going through my mind. Und so suchen die Leute tatsächlich:

  • The way I see it,if you want the _________,you’ve got to put up with the rain. („rainbow“, was denn sonst?)
  • sounds like roxette milk toast and honey but an other version.
  • I heard a song on the radio that sais something about body body bop… i think… whats the name of it??

Dann nehmen wir jetzt lieber die Batterien raus (hilft auch bei der Frage „how to reset tcm radio controlled clocks?“), das war’s für diesmal, be like the flower and turn your face to the sun!
:bye:


Katzenfoto © Marzanna Syncerz – Fotolia.com

Ooh you're a cool cat
Coming on strong with all the chit chat

Queen, "Cool Cat"