Stellen wir uns mal folgendes, natürlich rein hypothetisches Szenario in der Werbeabteilung einer Bank vor:
Es ist Anfang Juni. Ein Mitarbeiter meint: „Ey, Cheffe, bald fängt die Fußball-EM an, viele Leute wollen einen neuen, großen 16:9-Fernseher, aber nicht alle können sich sofort einen leisten – wär das nicht was, um für unsere Kredit-Angebote zu werben?“
Der Chef (blickt vom EM-Spielplan auf, den er gerade ausgiebig studiert hatte): „Hmmm… ja, könnte nicht schlecht sein. Am besten bundesweit per Postwurfsendung. Sie kümmern sich drum, oder? Ich bin grad beschäftigt.“
„Ja, klar, mach ich, Chef! Ach, übrigens, ich nehm die nächsten 3 Wochen Urlaub – EM, Sie verstehen? Ist das okay?“
Chef (hat sich schon wieder dem Spielplan zugewendet): „Murmel… hm? Ja, klar, in Ordnung.“
Wir spulen die Zeit vor bis Anfang Juli, also in die Gegenwart (und in die Realität), die EM ist seit drei Tagen vorbei. Im Briefkasten findet sich: Eine ausziehbare Postwurfsendung aus Pappe mit der Aufschrift „16:9 für unsere Jungs?“ mit zwei jubelnden Deutschland-Fans, links ausziehen → „Kein“, rechts → „Problem!“ und ein dritter Fan. Rückseite:
„Public Viewing zur EM gibt’s jetzt auch zu Hause – mit Ihrem neuen breiten Flat-TV und dem [...] credit. Übrigens: Bei Abschluss erhalten Sie bis zu 18.750 PAYBACK Punkte on top!*“
(Der Sternchen-Text entschuldigt sich nicht etwa für das Denglisch, sondern gibt nur die genaueren Konditionen an.)
Tja, perfektes Timing, oder nicht?
Buy thing with cash
That really doesn't mean that all my credit is bad
En Vogue, "Free Your Mind"

