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Projekt Hörsturz

Projekt Hörsturz 30 – Bad Taste

Projekt Hörsturz Runde 30 im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen mindestens fünf Songs bewerten – und diesmal ist es wieder eine Sonderrunde. Eine vermutlich gar schröckliche Sonderrunde, denn das Thema ist der schlechte Geschmack.

Und wenn ich die Lieder so überfliege und in andere Rezensionen reinlese, gibt’s da schon Katastrophen zu erwarten und das eine oder andere Lied, das man nicht in voller Länge ertragen kann – also packen wir all unseren Mut zusammen und gehen wir fettgedruckt tapfer dorthin, wo kein Mensch freiwillig ein zweites Mal hingehen wollen dürfte…

  • Tex Haper – New Wave Country (von Postpunk)
    Wir fangen also an mit einer unerträglichen countryigen Schlagerschnulze mit NDW-Einschlüssen. Für die geb ich ganz großzügig noch ein paar Zehntelpunkte, sodass wir hier nicht mit glatten 0 Punkten beginnen:
    ½ von 5 Sternen ½ erzwungene Gedankenverschmelzung1
  • Alexander Marcus – Papaya (von Khitos)
    Google Ads blendet „70% auf all you can eat“ als Werbung ein, als gerade der Titel im Video erscheint. Den ersten Takten des Liedes nach dürfte das das Interessanteste der 5 Minuten gewesen sein. Die Musik ist jedenfalls auf dem Niveau eines Musiksoftware-für-jeden–Anfänger-Tutorials, Gesang und Text sind wohl im See versunken – und der Verstand gleich hinterher, so dämlich wie der zwischendrin lacht.
    0 von 5 Sternen 0 Interesse, dies weiter zu erforschen
  • Beyonce – Vois sur ton chemin (von Graval)
    Beyoncé hier zu finden, wundert mich schon etwas, denn eigentlich kann das Mädel ja ganz gut singen. Es sei denn, die Sprache ist französisch und die Aufnahme (bzw. das Video hier) ist hoffnungslos übersteuert. Für letzteres kann sie nichts, aber Höchstwertungen kann ich so auch nicht geben…
    2 von 5 Sternen 2 Grußfrequenzen bitte neu justieren
  • Naddel Featuring Die Apostel – Zieh Dich aus kleine Maus (2010 Party Version) (von Fini)
    Die Musik ist jetzt aus dem Techno-Abschnitt der Musiksoftware-für-jeden–Tutorials. Text und Gesang sind genau so, wie man es erwarten konnte von dieser, äh, nein, Künstlerin kann man da nicht sagen.
    0 von 5 Sternen 0 Sterne; Schwarze Löcher wären angemessener
  • DJ Schweber – Jagertee (von Moritz)
    Der klassische „ah yeah“-Sample ganz am Beginn weckt zwar durchaus nette Erinnerungen, aber der Rest ist offenbar das nächste Kapitel aus dem Musiksoftware-Tutorial, gemischt mit textlichem Schrott, den man wohl unter 2 Litern Jagertee ohne Tee nicht ertragen kann.
    0 von 5 Sternen Kein intelligentes Leben auf diesem Planeten, Käpt’n

Das ergibt einen befürchteten – oder sollte ich sagen überraschend hohen? – Schnitt von 0,5 für die Pflichsongs. Ob ich alle Bonussongs wohl durchhalten werde…?

  • Achim Reichel – Aloha He (von Konzertheld)
    Gar nicht mal so schlimm. Vor allem im Vergleich zu den letzten paar.
    2 von 5 Sternen 2 Wochen Urlaub auf Risa Hawaii
  • Avril Lavigne – Losing Grip (von Kristin)
    Kristin hat die Runde offenbar als „find ich peinlich aber gut“ statt „find ich schlecht“ verstanden – wodurch ich mich für eine überdurchschnittliche Bewertung auch nicht zu schämen brauche.^^
    3 von 5 Sternen 3 – ach, ich lass das mit Star Trek jetzt
  • Bonfire – German Anthem (von Sebastian)
    Jetzt nichts gegen unsere Hymne an sich, musikalisch finde ich sie irgendwie im Mittelfeld der häufiger zu hörenden Hymnen – aber diese Metallisierung hat sie nicht verdient. Ich schließe mich Moritz an:
    ½ von 5 Sternen „Aber immerhin: Sie haben Gitarren, somit haben sie keine Null Punkte verdient.“
  • Charlie Lownoise & Mental Theo – The Ultimate Sextrack (von beetFreeQ)
    Wenn mal der PCI-Bus hängt und die Soundkarte nur die letzte Viertelsekunde ewig loopt, klingt’s ähnlich.
    0 von 5 Sternen 0 Punkte und die Frage: wo ist der Resetknopf?
  • Daniel Küblböck – You Drive Me Crazy (von Dr. Borstel)
    Da hab ich nur mal reingehört, um zu sehen, ob’s ein Fine-Young-Cannibals-Cover ist – weil mir erst hinterher wieder eingefallen ist, dass das eigentlich „She drives…“ heißt. Also zum Glück nicht. Aber Chancen auf mehr als 0 Punkte hat er so erst recht nicht.
    0 von 5 Sternen 0 und nichts Hörbares in diesem Stück
  • Die Drei von der Tankstelle (Musical) – Lieber, guter Herr Gerichtsvollzieher (von Onkelosi)
    Da wollte ich ihnen gerade einen halben oder gar einen ganzen Punkt schenken, dann kam die komische Lache und auch noch ein Witz.
    0 von 5 Sternen 0 Kohle
  • Die Kassierer – Proletentechno (von Tenza)
    ½ von 5 Sternen ½ Gnadenpunkt fürs Satirische
  • Enrique Iglesias feat. Pitbull – I like it (von JuliaL49)
    „Pitbull verhunzing Enrique Iglesias“ wäre wohl ehrlicher.
    ½ von 5 Sternen ½ fehlender Maulkorb
  • HGich.T – Tutenchamun (von Kamil)
    Die nächste Lektion aus der Musiksoftware…
    0 von 5 Sternen Da gibt’s nicht mal fürs hoffentlich Satirische einen Gnadenpunkt
  • Jovanotti – L’ombelico del Mondo (von endgueltig)
    Eigentlich ein halbwegs brauchbares Partyliedchen mit nettem Rhythmus. Der Gesang nervt aber etwas.
    2 von 5 Sternen 2 weltliche Nabelschnüre
  • Justin Bieber – ‚Heartless‘ & ‚Cry Me A River‘ (live) (von dehkah)
    Ist ja nicht 0-Punkte-schlecht, aber warum wird um das Jungchen so viel Aufhebens gemacht?
    1 von 5 Sternen 1 Jahr mehr Erfahrung würde auch nicht schaden
  • Justin Bieber ft. Sean Kingston – Eenie Meenie (von David)
    Was soll eigentlich diese blöde grüne nicht wegklickbare Sprechblasenwerbung im Video? Und was soll dieses „Lied“ in meinen Ohren?
    0 von 5 Sternen Ene mene Maus – du bist schnell raus
  • Milli Vanilli – Baby Don t Forget My Number (von cimddwc)
    Echte Hampelmänner, so wie sie sich im Video bewegen – und gesungen haben sie ja auch nicht selber…
    keine Wertung, da von mir

  • Olli Schulz – Mach den Bibo (von DerGraf)
    Ein Werbespot vor dem Lied sorgt nicht gerade für positive Vorstimmung… das Gequatsche erst recht nicht, und das zieht die Wertung auch noch runter.
    ½ von 5 Sternen ½ Bibo ist Bi
  • Thomas Gottschalk – What Happened To Rock ’n‘ Roll (von Sir Donnerbold)
    Einerseits peinlich, andererseits immerhin Rock…
    1½ von 5 Sternen 1½ Sekunden lang hab ich mir überlegt, wie das wohl mit Death-Metal-Growls wäre…
  • Tic Tac Toe – Warum (von kasumi)
    Warum nicht? Darum.
    1 von 5 Sternen 1 Tic

Das wären dann 0,83 für diese Bonussongs und 0,75 für alle. Erwartet niedrig, würde ich sagen.^^

Ein Lied nehm ich außerhalb dieser Wertung dran, denn Steves Vorschlag war anscheinend nur ein Versehen, und so hoffe ich auf was Gutes zum Abschluss:

  • Leroy – Good Time (von Steve)
    …und die Hoffnung blieb nicht ganz unerfüllt.
    4 von 5 Sternen 4 nur teilweise gute Zeiten

Mit diesem wären’s 1,1 bzw. 0,95 gewesen.


Mein Vorschlag fürs nächste Mal: Gareth Marks – Lady Of Leisure. Mit Brian May an der Gitarre. :)

 


  1. Nachdem ich oben schon eine kleine Star-Trek-Anspielung gemacht habe, mach ich mit diesen Anmerkungen am besten so weiter. Als KONTRAST zum schlechten Geschmack, denn ich will damit NICHT Star Trek als schlechten Geschmack werten. []

Projekt Hörsturz 29

Projekt Hörsturz Runde 29 im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen mindestens fünf Songs bewerten, insbesondere im Sinne des Entdeckens neuer Bands/Künstler.

Runde 29 – dabei ist 2010 doch gar kein Schaltjahr… *räusper* Ich überlege gerade, ob ich angesichts der vielen Bonussongs den Pflichtsongs weniger Zeit widmen, sie also etwa generell nur 1x hören soll – na, mal sehen, da werde ich wohl von Fall zu Fall unterscheiden.

  • Herr von Grau feat Nihilists – Kalt (von Tenza)
    Dass bei diesen Namen Rap kommt, ist nicht verwunderlich.^^ Recht düster, brauchbarer Beat und gar nicht mal so schlecht wie in diesem Genre gerne befürchtet – im Gegenteil. Wirklich herausragend wäre aber auch was anderes…
    3 von 5 Sternen 3 Eiszeiten
  • Murder By Death – Sometimes the Line Walks You (von Kristin)
    Ganz ordentlicher Rock mit etwas ungewöhnlichem, irgendwie altmodisch klingendem Gesang. Aber ungewöhnlich bedeutet, wie man hört, noch lange nicht ungewöhnlich gut. Auch sonst fehlt mir im Song etwas Abwechslung und Höhepunktartiges; das abrupte Ende ist das Überraschendste…
    2½ von 5 Sternen 2½ Leichen zum Dessert
  • Zola Jesus – Night (von Robert)
    Eine düstere, ruhige Nacht, die dann doch etwas Atmosphäre und Stärke zu bieten hat und damit auch die Langeweile in Schach hält…
    3½ von 5 Sternen 3½ Stunden Schlaf sind zu wenig
  • Sterne – Fickt das System (von Postpunk)
    Nun ja, ordentlicher deutscher Poprock, der neben eher uninteressanter Stimme auch nette Musikeinlagen hat, die im langen instrumentalen Ende gipfeln, das aber etwas länglich wird.
    3 von 5 Sternen 3 sexuell Systemophile
  • A Fine Frenzy – Almost Lover (von Khitos)
    Zum Glück kommt nach dem doch etwas zu einschläfernden Anfang ein bisschen Abwechslung in die Stimme, was dann eine traurig-gefühlvolle Ballade ergibt.
    3 von 5 Sternen 3 Fast-Liebhaber = x Liebhaber?

Macht einen Schnitt von 3,0 mit der niedrigsten Standardabweichung aller Zeiten – oder anders ausgedrückt: keine Totalausfälle und keine Überflieger dabei. Weiter zu den Bonussongs, mitunter nur mit noch kürzerer Kurzbewertung:

Das wäre ein überraschend hoher Schnitt von 3,125 für die Bonussongs und 3,10 für alle.


So, die nächste Runde wird wieder eine Sonderrunde:

“Bad Taste“! Für Runde 30 sind also nur Vorschläge zugelassen, die man selbst für schlechten Geschmack hält oder vielleicht die peinlichen Leichen im eigenen Musiksammlungskeller darstellen. Macht dem Namen des Projekts alle Ehre!

Tja…… was wählen? Die eine oder andere komatöse Silber- oder Vinylscheibe hätte ich schon im sprichwörtlichen Keller; darunter gilt es nun die wirklichen Leichen zu finden – und dann gibt’s noch das Problem, dass ich die „besten“ Kandidaten nicht online gefunden habe. Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: nehmen wir einfach mal Milli Vanilli: Baby Don t Forget My Number

Projekt Hörsturz 28

Projekt Hörsturz Runde 28 im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen mindestens fünf Songs bewerten.

Wird es eine perfekte, vollkommene Runde werden, wo die 28 doch eine vollkommene Zahl ist? Wage ich irgendwie zu bezweifeln. Hoffentlich schaden die Lautsprecher des Notebooks, das ich fürs Projekt eher selten, diesmal aber teilweise verwende, nicht dem Ergebnis…

  • Biffy Clyro – Born On A Horse (von David)
    Das geht – leider – elektropoppiger los, als ich den Kiff-Clugelschreiber von damals, als das Album bei Rockantenne Album der Woche war, in Erinnerung habe. Der Großteil des Songs ist dann zwar einigermaßen eingängig, aber auch nichts Besonderes. Als sie die Gitarre auspacken, wird’s besser, aber das ist too little, too late
    2½ von 5 Sternen 2½ reitende Mütter
  • Elvis Costello – 45 (diner version) (von JuliaL49)
    Auch die ältere Generation braucht was zu essen – Nr. 45 auf der Speisekarte, bitte! Diese 45 ist im großen und ganzen nicht schlecht – zwar ohne große Höhepunkte, aber Rhythmus, Stimme und Instrumentierung gefallen mir besser als beim ersten Lied, dafür haucht aber ein Tropfen Schmalz in den Refrain rein.
    3 von 5 Sternen 3×15
  • The Amplifetes – Somebody New (von Kamil)
    Dafür, dass es so elektronisch anfängt und zwischendrin in den Vordergrund drängt, ist es gar nicht mal so schlimm.^^ Der Rhythmus weiß jedenfalls zu gefallen, und wenn sie sich jetzt noch eine Gitarre von den britischen Inseln ausgeliehen hätten…
    3 von 5 Sternen 3 neue Alte oder alte Neue
  • Crystal Castles – Alice Practice (von Paula)
    Wo die Amplifeten aus der Elektronik noch ein nettes Lied gemacht haben, plärrt hier 8-Bit-Möchtegern­nostalgie mit der „Sängerin“ um die Wette. Wild durcheinander­gemixte Klänge, die vielleicht zu einem Video von einer 80er-Jahre-Highscorejagd passen, aber in einem Musikstück, wie ich finde, nichts verloren haben.
    ½ von 5 Sternen ½ Joystick (nach wenigen Minuten Decathlon…)
  • This Will Destroy You – There Are Some Remedies Worse Than The Disease (von Khitos)
    Ich weiß nicht, welche Krankheit hier gemeint ist, aber wenn dieses stimmungsvolle und ausgesprochen gute Instrumental das Heilmittel sein soll, kann es sich nur um erwas so Marginales handeln, dass selbst Hahnemann persönlich kein Symptom herbei­anamnesieren könnte, um einem seinen Zucker anzudrehen…
    4½ von 5 Sternen 4½ gar nicht Destruktive

Macht einen Schnitt von 2,7. Und jetzt zu den Bonussongs – ganz schön viele, aber es verlangt ja niemand, dass man alle am Stück anhören muss…

  • Haggard – Lost (Robin’s Song) (von Stefan)
    Eine interessante, aber unentschlossen wirkende Mischung aus Metal und Mittelalter/Klassik.
    3½ von 5 Sternen 3½ GUIDs
  • Alabama 3 – Disneyland Is Burning (von Steve)
    In der Zeit, die Grooveshark zum Starten braucht, bringen andere Bands ganze Songs unter… und der verrauchte Barpianist hätte die Zeit nutzen sollen, die Orgel rauszuschmeißen.
    3 von 5 Sternen 3 Haie an der Bar
  • Anamanaguchi – Helix Nebula (von beam)
    Entweder 8-Bit-Spielemusik oder ordentliche Gitarren, aber diese Kombination?
    1½ von 5 Sternen 1½ planetarisch Vernebelte
  • Blood Red Shoes – Count Me Out (von Konzertheld)
    Es gibt schlimmere Rockgören.
    3 von 5 Sternen 3 Schuhe (sind einer zu viel)
  • Bobby Darin – Mack The Knife (von Sir Donnerbold)
    Ja der Mackie, der hat Big Bands…
    3 von 5 Sternen 3 Groschen (was sonst?)
  • Cold Cave – Double Lives In Single Beds (von Robert)
    Eine schöne Stimme macht aus eher langweiligem Synthiepop auch keinen Hit.
    2 von 5 Sternen 2 Einzelhöhlen
  • Fear Factory – Linchpin (von kasumi)
    Um so eine komische Metal-Mischung zu bekommen, muss man wohl einen musikalischen linchpin verloren haben…
    2½ von 5 Sternen 2½ Fabriken ohne Furcht
  • Fiddler’s Green – Mrs McGrath (von Tenza)
    Ganz guter Folk-Rock.
    3½ von 5 Sternen 3½ Fiedler
  • Fotos – Mauer (von DerGraf)
    Gitarrensolo statt Elektro wär mir lieber gewesen, aber gut…
    3½ von 5 Sternen 3½, doch die Absicht haben, eine Mauer zu bauen
  • Great Lake Swimmers – River’s Edge (von Dany)
    Ein bisschen zu trocken für Schwimmer.
    1½ von 5 Sternen 1½ uferlose Ufer
  • Janelle Monae – Cold War (von endgueltig)
    Die vermutete Power scheint in dieser Aufnahme nicht ganz rüberzukommen.
    3 von 5 Sternen 3 eiserne Frisurenvorhänge
  • Kissed Her Little Sister – The Angel of the Lord (von Dr. Borstel)
    Ja is denn heut scho Weinachten?
    ½ von 5 Sternen ½ verworrene Engel
  • Neu! – Hero (von Postpunk)
    Wenn’s nicht so lang wäre (oder mehr Abwechslung böte)…
    2½ von 5 Sternen 2½ mittlerweile verlogene Bandnamen
  • Nevermore – Evolution 169 (von Fini)
    Endlich wieder ordentliches Metall…
    4 von 5 Sternen 4 Rabenwörter
  • Sebastian Sturm – Back Among The Living (von WeGi)
    Manchmal wird mir die Stimme etwas zu hoch, aber sonst ist dieses unerwartete Reggae-Lied nicht schlecht.
    3 von 5 Sternen 3 Dreadlocks wären zu wenig
  • The Mars Volta – L’Via L’Viaquez (von beetFreeQ)
    Experimenteller Latino-Rock gut und schön, aber 12 Minuten?? Ist mir für einen Bonussong zu lang.
    2½ von 5 Sternen 2½ über seltsame Apostrophen stolpernde Planeten
  • The Paper Chase – Ready, Willing, Cain and Able (von Kristin)
    Irgendwie, äh, skurril. Aber im Wesentlichen mit den richtigen Instrumenten.
    3 von 5 Sternen 3 Kains, die unfähige Abels sind
  • ToM! – Homer Is Perfect! (von Onkelosi)
    Einen Punkt für die Idee, aber die Ausführung ist zu billig.
    1 von 5 Sternen 1 D’oh!
  • Yellow Wire – Where Is The Summer? (von mir)
    „Dieses Video ist privat“? Hä? Wenn ich mich recht erinnere, war das offiziell reingestellt! Ersatz: Band-Homepage (der Radio Mix); dort gibt’s auch ein paar weitere Lieder.
    Ist übrigens vom Sohn des Queen-Managers, weswegen es im Queen-Newsletter beworben wurde, und daher kenne ich es…
    Keine Wertung, da von mir vorgeschlagen

Und das wären 2,58 für die Bonussongs und 2,61 für alle.


Mein Vorschlag fürs nächste Mal: Apocalyptica (feat. Dave Lombardo) – 2010

Projekt Hörsturz 27

Projekt Hörsturz Runde 27 im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen mindestens fünf Songs bewerten.

Gibt’s eigentlich eine spezielle Bezeichnung für Zahlen der Form nn wie hier 33 = 27? Egal, legen wir los:

  • Five Iron Frenzy – Every New Day (von Steve)
    Eine christliche Ska-Band schwingt das 5er-Eisen wie wahnsinnig bläst in die Instrumente und eröffnet den Reigen der Pflichtsongs, und mein atheistischer Vorschlag landet im Bonus-Abschnitt – ist das gerecht? ;)
    Nun, musikalisch ist das Lied kein Grund für oder gegen irgendwelchen Glauben, sondern einfach ein weitgehend fröhliches, beschwingtes, aber auch nicht besonders herausragendes Stück Zeitvertreib. Und dafür gibt’s:
    3 von 5 Sternen 3 Golfspieler auf der Bühne
  • Die Lustigen Jungs – Am 30. Mai ist der Weltuntergang (von Onkelosi)
    Ah ja, ein Klassiker – zumindest unter skeptischen Scienceblogs-Lesern oder -Autoren.^^ Ist ja schon eine schlaue „Prophezeiung“, einen Tag ohne genaues Jahr anzugeben, und so eine gute Ausrede, sich jedes Jahr am 29. Mai volllaufen zu lassen – und im Gegensatz zu echten Weltuntergangs­spinnern, deren Termine ständig verschoben werden müssen, meinen sie’s wenigstens nicht ernst…
    Tja, aber wie bewertet man sowas unter diesen Gesichtspunkten, wo es rein musikalisch „nicht so wahnsinnig“ dem eigenen Geschmack entspricht? Beim ersten Lied hab ich mich auf die Musik konzentriert, zum Ausgleich seien jetzt weitgehend Text und Kontext entscheidend1, aber trotzdem kann ich nicht mehr rechtfertigen als:
    3 von 5 Sternen 3 Säufer unter dem Tisch
  • Tocotronic – Bitte oszillieren Sie (von endgueltig)
    Ein zu oft wiederholter Titel-Text gepaart mit einer mal dudelig-langweiligen, mal interessanterer rockigerer Musik – am Ende geht’s zum einen Ohr rein und ohne viel Oszillationen zum anderen raus.
    2 von 5 Sternen 2 schwingende Schwingungen
  • The Helio Sequence – Converter (von Kristin)
    Ein schön chillig-triphoppiger-wasauchimmer-Beat, aber trotzdem nicht einschläfernd und nicht ohne das richtige Maß an Dynamik. Weiß gar nicht, was ich groß dazu schreiben soll außer: Schön.
    4 von 5 Sternen 4 sequenzielle Konvertiten
  • Spindrift – The Legend of God’s Gun (von Tenza)
    Aha, wir sind in einem Western – passende altmodische Musik und Erzählung statt Gesang. Offenbar die Filmmusik zu einem Film, den sie erst Jahre später inspiriert hat. Wirkt an sich auch als eigenständiges „Lied“ besser als erwartet, lässt da aber auch etwas zu wünschen übrig.
    3 von 5 Sternen 3 Revolverhelden im Sturm

Mit dieser betont optimistischen Punktevergabe gibt’s einen ordentlichen Schnitt von 3,0. Schnell weiter mit den Bonussongs, so lange ich noch Zeit habe:

Macht 2,62 als Bonus-Schnitt und 2,72 insgesamt.


Als Vorschlag fürs nächste Mal nehm ich spaßeshalber The Cross – Millionaire – nein, aus „aktuellem Anlass“ hab ich meine Meinung geändert und nehme Yellow Wire: Where Is The Summer?

 


  1. gell, ich bin konsequent ;) []
  2. Und das verrottet natürlich und wurzelt nicht: „rot“, nicht „root“. []

Projekt Hörsturz 26

Projekt Hörsturz Runde 26 im Projekt Hörsturz – bringt sie uns doppelt Unglück (2×13), oder ist das größte Unglück, dass ich mir hier irgendwas zur Zahl aus den Fingern saugen muss und nicht einfach anfange?

  • Guillemots – Kriss Kross (von kasumi)
    Eine seltsame Mischung, erst kräftige streicherähnliche Synthie-Akkorde, die schon etwas Energie versprechen, und je länger das Lied wird, umso radiopoppiger wird das Ganze – gerade bei den Gesangsphasen – und ich bin froh, als der Schlussakkord kommt.
    2 von 5 Sternen 2 lümmelnde Trottel1
  • Jamie Lidell – The Ring (von beetFreeQ)
    Welcher Synthesizer furzt denn da am Beginn rum? Oder sind das verzerrte Human-Beatbox-Geräusche? Egal, der folgende Rhythmus weiß schon mal zu gefallen – das „Gesamtkunstwerk“ eigentlich auch.
    4 von 5 Sternen 4 Ringe (auf wessen Auto?)
  • Aereogramme – Post-tour, pre-judgement (von Dr. Borstel)
    Aus dem belanglosen ruhige-Ballade-Anfang wird zum Glück noch mehr. Und das mit ganz ordentlicher Dynamik – auch das Schreien am Ende passt, finde ich. Ich würde sogar sagen: gehört dazu. Nur der Depp, der über „Fuck“ und die ganze Musik dabei drüberpiepst, gehört in die Hölle.
    4 von 5 Sternen 4 gefickte Teufel
  • Jex Thoth – Nothing left to die (von Fini)
    Da streicht jemand in die falsche Richtung über die Saiten… ah, jetzt hat er sich umgedreht. Ach, Jex ist ja ’ne Frau. Und die singt zu ziemlich getragenen, düsteren, doommeetta— äh, doommetallischen Klängen. Nicht mal schlecht, auch wenn’s den Instrumenten etwas an Klarheit fehlt.
    3½ von 5 Sternen 3½ okkulte Narn
  • Sorry About Your Daughter – Scapegoat (von mir)
    Beim späten Rippen alter CDs bin ich neulich auf einen 15 Jahre alten Sampler gestoßen, auf dem je 2 Songs von 6 Bands drauf waren (was auch ein ungewöhnliches Konzept ist) – eine davon war diese Band mit dem kuriosen Namen. Zwar mit zwei anderen Songs, aber Scapegoat gefällt mir besser. Nett für zwischendurch sind die allemal. :)
    keine Wertung, da von mir

Macht einen guten Schnitt von 3,375. Weiter zum Bonus, bei dem ich dem Bandnamen nach schon einen heftigen Anfang erwarte – hey, ist immerhin die erste Band, die ich in dieser Runde kenne (außer meinem eigenen Vorschlag, versteht sich):

Der Durchschnitt für die Bonussongs ist somit 2,82 und für alle Songs 2,97.


Als Vorschlag fürs nächste Mal nehm ich kurzentschlossen das, was der Liebling aller Kreationisten heute verbloggt hat: D.O.A. – That’s Why I’m An Atheist

 


  1. „vertrottelte Lummen“ hat der Postpunk ja schon geschrieben []