Projekt 52 2009

Bei Saris Projekt 52 (allg. Infos; Themen; alle Teilnehmer) geht es darum, jede Woche ein Foto zu einem vorgegebenen Thema zu schießen – dies sind meine:

21: Emotions

Thema 21: Emotionen

Hier ist wohl eine etwas längere Erklärung nötig: Es gibt da so Realitätsleugner, die nicht nur glauben, Wasser könne Informationen speichern1, sondern würde auch auf Gedanken und Emotionen reagieren – dass etwa der Gedanke bei der Abfüllung, beschriftete Etiketten auf dem Glas oder die Beschallung mit verschiedenen Musikstilen die Struktur, die „Belebtheit“ des Wassers verändern würden, wobei „Belebtheit“ natürlich eine eigene Definition ohne Realitätsbezug ist; nichtsdestotrotz gibt es Pseudo-/Parawissenschaftler – allen voran der Japaner mit dem passenden Namen Masaru Emoto –, die etwa mit dem Herauspicken und Interpretieren von gefälligen Kristallbildchen ebendies „bewiesen“ haben wollen.

Was natürlich gerne von Anbietern gleichermaßen placebohafter „Wasserbelebungsgeräte“ als eine werbetaugliche Grundlage verwendet wird – wie bei dem hier in der Region immer wieder werbenden, über den ich vor einem Jahr geschrieben habe; Auszüge:

James Randi hat das schon 2003 kommentiert (2. Abschnitt), dort sind auch ausgesuchte(!) Kristall-Bildchen zu sehen. Zitat Randi:

Well, if that didn’t convince you that Dr. Emoto might not have both oars in the water, try this, a quotation from him in answer to his thoughts on what the crystals are: „I came to the realization that these crystals are spirits.“ Okay. Where’s the door….?

Zitat von ZEIT Online, „Kann Wasser denken?“ (Hervorhebung von mir):

Doch wer fragt schon nach Wissenschaft, wenn Emoto sein Glaubensbekenntnis ablegt: „Die Wassermoleküle ließen mich tief verstehen, dass erst, wenn Dankbarkeit doppelt vorhanden ist (H2), die Liebe (O) eine aktive Form annehmen und wirken kann.“

Was soll man dazu noch sagen? :blossnicht:

Dass solch ein Unfug bei mir nicht gerade positive Emotionen hervorruft, mag man sich denken; selbst dieses Glas Wasser – mit sich zufällig ergebenden augenähnlichen Blasen (natürlich nachträglich leicht eingefärbt) – schaut angesichts solcher Ideen sehr missmutig drein…

Edit: Vorsichtshalber hab ich den ursprünglich vorhandenen vogelzeigenden Finger wieder entfernt – nicht dass sich jemand so beleidigt fühlt, dass er zum Anwalt rennt…

Bild 22 von 55

(Kommentare gelten für eine ganze Galerie, nicht für einzelne Bilder. Kommentiert bitte bei den jeweiligen Beiträgen, in denen ich die jeweils neuen Bilder vorstelle – die Links dazu sind die Wochen-Überschriften der Bilder.)

 


  1. der möchtegernwissenschaftlichere Teil der Homöopathen etwa beruft sich gern darauf []

Keine Kommentare
1 Trackback