Paradies mit Flair

Und noch ein Konzert: Edenbridge im Backstage Club in München mit den Vorbands Miracle Flair und FlowerLeaf. Symphonic Metal stand also auf dem Programm, jeweils mit Sängerin und 3 bis 4 Männern an den Instrumenten.

Die wundersamen Schweizer, gegründet 2008, lieferten einen tollen Anfang mit ihren gut 40 Minuten mit der genretypisch richtigen Mischung aus Gesang und musikalischer Härte.

Auf so einer kleinen Bühne ist nicht viel umzubauen, also kamen bald die ursprünglich aus Brasilien stammenden, jetzt in Deutschland lebenden Blumenblätter, die jüngste Band des Abends…

…der Gesangsstil wurde klassischer, ergänzt von Growls, die Publikumsinteraktionen (Aufforderung zum Klatschen/“Hey“-en u.ä.) intensiver, und dann war’s schon nach knapp 40 Minuten rum. Tolle zweite Band auf jeden Fall.

Schließlich die mit 27 aktiven Jahren irgendwie zum Symphonic-Metal-Urgestein gehörenden Österreicher, die ich jetzt endlich mal live „erwischt“ habe.

Natürlich auch ’ne grandiose Performance von 95 Minuten mit abwechslungsreichen Stücken, und der eine Gitarrist ging auch ein paar Mal ans seitlich stehende Keyboard – leider war halt bei allen Bands immer wieder ein Geisterkeyboarder zugange, was ich immer ein bisschen schade finde. Aber egal, wenn wie hier alles andere passt.

:rocks: Somit ein großartiger Konzertabend mit großartigen Bands, die mehr verdient hätten als einen nicht mal halb gefüllten Backstage-Club (und der ist mit einer maximalen Kapazität von 250 eh nicht groß).

Ich hab übrigens von jeder Band die jeweils aktuelle CD gekauft – bei den Vorbands waren es auch die Sängerinnen (und ein paar der Männer), die nach den Auftritten ihren Merch verkauft und signiert haben; Edenbridge wäre am Ende auch noch zum Stand gekommen, aber zugunsten des Nicht-erst-um-halb-Zwei-Heimkommens hab ich darauf verzichtet.

 

» Bahnbericht dazu

Weiche ohne Flair

Kurzer Bahnbericht zum Edenbridge-Konzert.

In Karlsfeld ist seit gestern Mittag eine Weiche kaputt (soll in der kommenden Nacht repariert werden), also ist nur ein Gleis auf der Fernbahn verfügbar, sodass viele Züge zur akuten Verspätung noch eine aus vorheriger Fahrt mitschleppen, gerade der Express mit kurzer Wendezeit.

Beim Zwischenexpress auf der Hinfahrt waren das aber nur +1 bei der Abfahrt in Ingolstadt, und der Fahrer hat so Gas gegeben, dass er in Pfaffenhofen rund eine halbe Minute zu früh los ist (wobei die Uhr im Zug auch etwas vorging – keine Ahnung, wie viele verschiedene Uhrzeiten der Fahrer sieht…). Stand dann halt zwischen Petershausen und Dachau und später nochmal rum (da fuhr dann auch der Regenbogen-ICE nordwärts vorbei), u.a. weil sich dann halt auch schon der – für heimkehrende Pendler recht dichte – Gegenverkehr gestaut hat und uns praktisch im Blockabstand entgegenkam, verstärkt durch die ärztliche Versorgung eines Fahrgastes in einer RB in Dachau, wodurch die nachfolgende RB dort auf der anderen Seite hielt und dann halt nochmal das Gegengleis queren musste.

Dann noch ca. 2 Minuten im Gleisvorfeld von München warten, weil da auch gebaut wird, führte zu +16 in München. Aber man plant ja Puffer ein…

Auf der Rückfahrt entsprechend späte Ankunft des RE, aus dem der drittletzte Zug um 23:06 werden sollte – als ich in der S-Bahn zum Hbf war, wurde der noch um 23:13 statt 22:56 erwartet, was sich dann auf 23:20 erhöhte. Die RB um 23:26 stand natürlich schon bereit, aber da der RE nur wenige Minuten nach dieser abfahren und sie erfahrungsgemäß in Dachau oder Reichertshausen überholen dürfte, schien er die bessere Wahl.

Und war es dann auch: Der RE, Abfahrt 23:30, durfte bis kurz vor Dachau übers S-Bahn-Gleis, wo zwar nur 120 km/h möglich sind, aber besser als 0 km/h beim Warten vor dem eingleisigen Fernbahn-Abschnitt, wo mutmaßlich die fast pünktlich abgefahrene RB stand, denn sie war erst in Dachau, als wir gerade in Petershausen hielten. Ankunft hier dann ziemlich Punkt 0 Uhr, also letztlich 6 Minuten früher daheim als mit der geplanten RB (die dann um 0:17 statt 0:06 hier war).

Kommunahlwal

Sechs Jahre rum, also wird hier wieder „im Kleinen“ gewählt. Die Beteiligung stieg von 62,4% auf 66,3%. Und bekanntermaßen ist Kommunal was anderes als Land oder Bund, wo sich etwa die SPD immer überflüssiger macht, z.B. in Ba-Wü, wo gleichzeitig landtagsgewählt wurde und die SPD sich auf 5,5% halbiert hat.

Während anderswo Bürgermeister-Amtsinhaber mit zwei Dritteln und mehr bestätigt und wiederum anderswo mit unter 20% aus dem Amt gejagt wurden, hat unser SPD-Amtsinhaber die absolute Mehrheit mit 49,0% knapp verfehlt und muss gegen den CSU-Mann (26,2%) in die Stichwahl – hatte aber auch zwei Gegner mehr als letztes Mal. Auf Platz 3 der FW-Kandidat mit 13,6%, und kurioserweise haben alle drei einen Nachnamen, der mit H beginnt. ÖDP liegt bei 7,1%, der FDP-Kandidat heißt zwar Gold, glänzte aber mit 2,1% nicht gerade; und der Mensch Mayer1 von der hiesigen „Gemeinschaft für Gemeinwohl“, bisher auch Teil der bunten Koalition, schafft nur 1,9%. » Quelle

Im Stadtrat mit 30 Sitzen verliert die CSU einen und kommt auf 9, SPD bleibt bei 7, FW bei 5, ÖDP bei 2 und FDP bei 1, wodurch deren Bürgermeisterkandidat noch in den Stadtrat kommt, leider anders als der GfG-Mensch, der nun komplett rausfällt. Die Grünen verlieren einen ihrer bisher 4 Sitze; AfD und Linke kommen auf 2 bzw. 1. Die „Junge Union“ bleibt draußen mit noch weniger Stimmen als die GfG. » Quelle

Als Landrat kommt der Amtsinhaber (FW) mit 34,0% mit dem CSU-Herausforderer (32,4%) in die Stichwahl; die Kandidat*innen von AfD, SPD, Grünen, Linke, FDP liegen bei 12,0%, 10,1%, 7,8%, 2,4% bzw. 1,4%. Wemm ich deren Anteile naheliegend auf die Stichwahlkandidaten verteile, wird’s für den Amtsinhaber wohl reichen. » Quelle

Und im Kreistag schließlich… *wart* die riesigen Stimmzettel mit unzähligen verteilbaren Stimmen sind halt auch aufwendig *däumchendreh* insg. über 11000 cm² waren’s *ah jetzt* 12:38 Uhr: CSU runter von 19 auf 18, FW von 12 auf 11, AfD von 4 auf 8, SPD von 8 auf 7, Grüne von 7 auf 6, Bürgerliste von 5 auf 4, ÖDP von 3 auf 2, JFL/JU 2, FDP von 2 auf 1, Linke 1. » Quelle.

Beim Kreistag übrigens 19,6% Urnenwähler, 46,5% Briefwähler und 33,9% Nichtwähler.

Und wer muss sich jetzt hier eine Glatze rasieren wie die FDP-Generalsekretärin nebenan, die das angeündigt hatte bei Nichteinzug in den Landtag?

  1. offiziell in der Liste: „Mayer Manfred, genannt: Manfred Mensch Mayer“; aus seinem nicht gerade geringen Alter macht er anscheinend ein Geheimnis ↺

Ein Samstag mit Piraten und Kriegerkönigen

#pmdd2026 x Konzertbericht von gestern, dem 28. Februar. Fangen wir also mit dem Picture my Day Day an, wenn auch nicht ganz so ausführlich.

Irgendwie hab ich auch schon vor dem Blick in den Garten den Verdacht, dass der Außentemperatursensor in der Sonne hängt:

Samstags gibt’s meist selbst(auf)gebackene Brezen, belegt mit etwas Butter. Dann werfen wir einen Blick auf einen Teil meiner Bandshirts, bevor ich schon eins davon für den Abend bereitlege:

Kleiner Spaziergang in der Sonne – Pylone und Krokusse sprießen schon:

Dann noch etwas Diablo IV spielen – ich will in dieser Season noch Paragon 250 erreichen – und nebenher die erste Halbzeit Fußball-Bundesliga im Radio hören:

Auf nach München – der Zug fuhr wenige Sekunden vor Plan ab (unter der Voraussetzung, dass meine Apple Watch tatsächlich sekundengenau geht, was bei der gegenwärtigen Softwarequalität (nicht nur) bei Apple nicht 100%ig sicher ist) und musste zwischen Petershausen und Dachau hinter einem Güterzug herschleichen, sodass er mit +4 am Ziel war.

Hier ein Touri-Foto bei interessantem Abendlicht. Und Verdi streikt bei der MVG, was die S-Bahn, die ich brauche, nicht betrifft, aber die meisten Tram- und U-Bahn-Linien; von letzterer fuhr nur eine U3/U6-Kombi im angeblichen 10-Minuten-Takt, die nicht in den Auskunftsmedien stehen soll, es aber doch auf die Anzeige am Abgang geschafft hat – mit Abständen von 6 und 37 Minuten südwärts und 21 und 20 nordwärts:

Jetzt aber zum Konzert: Warkings und Visions of Atlantis auf der Pirates & Kings Tour 2026 mit Vorgruppe Induction im Backstage Werk in München.

Alle Bands sind irgendwie teilweise deutsch oder österreichisch, aber mit internationalen Mitgliedern, und auch weil es internationale Besucher (Italien und Kroatien wurden genannt) gab, wurde hauptsächlich Englisch gesprochen (gesungen sowieso).

Zur Einführung induzierten die Power-Metaller schon ordentlich Stimmung im Publikum, der Sänger konnte auch seine Gesangeskünste deutlich demonstrieren…

…mit knapp 40 Minuten als Vorband war’s vielleicht keine vollständige Induktion, aber… die Wortspiele reichen, oder? Jedenfalls gelungener Auftakt.

Die letzten beiden Alben der Symphonic-Metal-Atlanter hatten Piraten zum Thema, wenig überraschend also, dass sich das in Bühnenbild und Kostümen widerspiegelt. Hier gleich mal Sängerin und Sänger in entsprechender Nahaufnahme:

Pyrotechnik gab’s hier nicht – darf man im Backstage nicht –, also gab’s nur gelegentliche Nebelfontänen aus den Kanonen…

…aber die Stimmung war trotzdem heiß – und recht eng in der unteren Arena, sodass ich nach VoA rauf bin, aber bis dahin lieferte diese erste Hauptband natürlich eine tolle Performance…

…von gut 70 Minuten.

Dann die Kriegerkönige – Römer, Spartaner, Kreuzritter und Wikinger – die ich Ende 2022 schon im Vorprogramm von Powerwolf gesehen habe, ergänzt durch die Hexe Morgane le Fay statt der Queen of the Damned.

Es gab passend zur Tour ein gleichnamiges Lied, bei dem auch ein Teil von VoA mit auf der Bühne war – und ein bisschen Feuer gab’s dann doch, begrenzt auf einige Flammen am Schlagzeug und vorne und später noch zwei Schwerter:

Eine „Shieldmaiden“ aus dem Publikum durfte dann noch Bier holen gehen, äh, auf einem Schwimmreifen, genannt der größte Cockring des Universums oder so, getragen werden, was der Hexe auch Zeit zum Umziehen gab:

Zwei Kinder (nicht fotografiert) durften auch noch auf die Bühne – dafür wechselte der Sänger mal eben zu deutsch bzw. bayrisch – und beurteilen, ob das Publikum laut genug „Fight! Fight! Fight!“ schreit. Das Mädchen war gleich überzeugt👍, der Junge beim 2. Mal.

:rocks: So war das dann auch ein großartiges, stimmungsvolles Konzert von 80-85 Minuten.

Der PmDD war noch nicht vorbei, also hier noch ein Bild vom hell erleuchteten ICE-Werk und vom Inneren meines Zuges – mit modernisierter Anzeige auf den Monitoren –, der bei einem Konzertende um kurz vor 11 bequem zu erreichen war. Er fuhr zwar erst in den ersten Sekunden der Folgeminute ab, war dafür auch etwas vor Plan hier. Somit war ich in weniger als 90 Minuten nach Konzertende zuhause (im Idealfall, Konzert auf dem Königsplatz und gleich abfahrender RE, wären ca. 50-55 möglich) – so muss es sein.

(Okay, es müsste vielmehr so sein, dass ich mal ordentlich im Lotto gewinne, mir ein Haus in München kaufe und künftig weniger als 30 Minuten im 10- bis 20-Minuten-Takt von allen Konzerthallen in München habe, aber… … …)