Ein Tag in Bildern

Heute wieder Picture my Day Day #pmdd2022 – und wie letztes Mal dürfen einige Millimeter Haare dran glauben. Ansonsten ist es herbstlich-regnerisch und es gibt Arbeit…

Schnell Mittagessen (kaum noch was da), spielen:

Icon-malend arbeiten, nebenbei radeln:

Weiterarbeiten; viele der 108 Hallenbadbesucher dürften sich auf die 2 gesperrten Bahnen konzentrieren, aber insg. ist mir das zu wenig einladend:

Wäsche abhängen; die CWA hat eine Benachrichtigung auf die Uhr geschickt, und dann war’s nur was Belangloses zu den Zertifikaten:

Feierabend; Abendessensgrundlage:

Nachrichten & Wetter; und dann schnetzeln wir uns zu flotter Musik durch eine Hölle (Metal: Hellsinger):

Nach der Höllenhektik etwas ruhiger ins gute alte Skyrim (gut, meine Dunkelelfe der Dunklen Bruderschaft mit Vampiraugen schaut auch nicht so nett drein); Wrestling:

iCloud scheint zu hängen (und Apple verzichtet arroganterweise auf „jetzt aktualisieren“); und aus.

Schwarze Blitze

Ja, wieder ein Konzertbericht: Black Stone Cherry gestern am 24.9.22 mit Vorgruppe The Georgia Thunderbolts 1 in der TonHalle München.

Die Jungs aus Georgia, stilistisch ähnlich wie die Hauptband mit etwas mehr Country-Einflüssen und auch einer Mundharmonika, heizten mit ihren 40 Minuten schon gut ein, und das nicht nur, weil die Lüftung in der Halle verbesserungswürdig gewesen wäre. 😉

Halbe Stunde Umbaupause, Gelegenheit zum Frischeluftschnappen, was auch nötig gewesen wäre, wäre ich nicht ein Angehöriger der Extremminderheit der FFP2-Maskenträger gewesen2, praktischerweise gab’s unter dem Vordach auch hinreichend weit von den Rauchern entfernt noch Platz im Trockenen. Und dann die Band, die ich schon am häufigsten live gesehen habe, nämlich zum 7. Mal (inkl. 2x als Vorgruppe)…

…und natürlich machte die Stimmung noch einen Sprung nach oben, gleich einen beliebten Song wie Me and Mary Jane zum Einstieg war da natürlich kein Nachteil. Und mit Spielfreude (auf der Bühne) und Zuhörfreude (im Publikum) war’s nicht überraschend, dass die sprichwörtliche Post abging.

Man hat ja auch genug Songs, bei denen alte und neue Fans mitsingen und mitgehen können; dazu geschickte Überleitungen vom Applaus des einen zum Mitklatschen beim nächsten Titel und natürlich das eine oder andere Wort an die Fans.

In den Seitenbereichen war die Luft ein kleines bisschen besser, deshalb Ortswechsel dorthin für die letzten paar Lieder inkl. der obligatorischen Zugabe, wieder Peace is Free, bei der der Vorgruppensänger auch noch mit dazukam (nicht im Bild).

:rocks: Und so waren das inkl. Zugabe zwar mit 80 Minuten weniger als bei manch früheren Auftritten, aber natürlich wie erwartet ein toller Abend.3

» Setlist

  1. und ohne Weltuntergang, außer vielleicht für die, die sagen, die Bahn wäre immer voll und verspätet, wenn sie hören, dass am frühen Abend ein RE nach München zur Wiesn-Zeit zu weniger als 1/4 gefüllt und gut 3 Minuten zu früh am Ziel sein kann – der kam zwar nur aus Ingolstadt und nicht aus Nürnberg über die Schnellfahrstrecke, aber trotzdem… []
  2. zwei andere, die zusammengehörten, hab ich noch gesehen – wobei der Mann jenes etwas älteren Paares mit Tweedsakko o.ä. doch etwas atypisch gekleidet war []
  3. Und sogar der – problemlos erreichbare – vorletzte Zug der Nacht war nicht überfüllt – zumindest in den vorderen Wagen, wie’s hinten, von wo aus ja der Zugang in München ist, aussah, weiß ich nicht. Aber „immerhin“ hat der einige Minuten Verspätung angesammelt. []

Wein-Inflation

Rotwein wird eingeschenkt Mein Geburtsort Heilbronn liegt in einer Weinbauregion, und deshalb gibt’s dort natürlich ein Weinfest, genannt Weindorf. Das findet heuer (coronaverspätet) zum 50. Mal statt, und da ich ein paar der alten Broschüren habe, auch die vom 25. im Jahr 1995, dachte ich, ich vergleiche Angebot und Preise der beiden Jubiläumsausgaben ein bisschen.

Achtung, es folgen etliche Zahlen, vielleicht wollt ihr euch schon mal einen Wein holen. ;)

1995 gab’s 13 Weinstände und 1 Sektstand mit 9 Genossenschaften und 9 Weingütern, die insg. 221 Weine und 16 Sekte angeboten haben. Die 2022er Broschüre (PDF-Direktlink) erwartet, dass man das selber zählt, die Webseite spricht von „circa 350 regionalen Weinen, Seccos und Sekten.“ Wobei letztere mittlerweile bei den Weinständen mit angeboten werden und nicht separat am dedizierten Sektstand.

Das 0,1 l-Probierglas – denn da geht’s tatsächlich auch viel ums Probieren, deswegen ist 0,1 l für die „Zehntelesschlotzer“ neben den meist 0,75 l fassenden Flaschen die Standardgröße – gab’s damals für 3 DM, heute für 2,50 €.

Das komplette Angebot zu analysiern, war mir doch etwas zu viel Arbeit, also hab ich drei Stände herausgepickt: den Heilbronner Probierstand der Genossenschaftskellerei Heilbronn–Erlenbach–Weinsberg, die Weingärtner Flein–Talheim (mittlerweile offenbar beide Teil der Genossenschaftskellerei Heilbronn) und die WG Dürrenzimmern–Stockheim, jetzt Weinkonvent Dürrenzimmern, deren Weißherbste damals sehr beliebt waren und bestimmt auch heute noch sind.

Das waren damals 45 Weine, jetzt 48, wobei 11 m.E. hinreichend (1994er Dürrenzimmerner Heuchelberg Samtrot, Kabinett »trocken« / 2021er Cellarius Samtrot Kabinett) bis exakt übereinstimmen (1994er Wartberg Trollinger Qualitätswein »trocken« / 2020er Wartberg Trollinger Qualitätswein trocken). Und irgendwann hat man auch die Reihenfolge auf der Karte umgedreht und die Rotweine ans Ende verfrachtet.

einige rote Weintrauben inmitten weißer Weintrauben 1995 ging die Preisspanne für 0,1 l von 1,50 bis 10 DM, letzteres bei einer Trockenbeerenauslese und einem Eiswein, heute von 2,50 € bis 6 € (eine Beerenauslese beim Heilbronner Stand) bzw. 13 € (Eiswein eines anderen Anbieters). Der arithmetische Mittelwert der drei betrachteten Anbieter lag damals bei 3,033 DM mit einem Median von 2,50 DM, und kurioserweise liegen die Zahlenwerte heute praktisch „genau gleich“ bei 3,031 € und 2,50 €. Der aktuelle Median entspricht anders als damals dem Mindestpreis.

Bei Kauf der Flaschen, fast immer 0,75 l damals wie heute, seltene Ausnahmen sind 0,375 l, 0,5 l, 1 l, 1,5 l, wurde damals ein Literpreis von 25,93 DM fällig (Median 21,33 DM), heute 25,70 € (Median 21,33 €) – auch kein so großer Unterschied in den Zahlen…

…aber Zahlen DM / €, bekanntermaßen mit dem Umrechnungsfaktor 1,95583, sind eines, die Inflation ist ein anderes. Laut Finanzen-Rechner.net betrug die allgemeine Inflation in Deutschland seit 1995 47,83 %. Und wir sehen schon: das ist weniger als 1,95583. Im Detail:

Der inflationsbereinigte Preis für ein Zehntele damals wäre heute 2,293 € (Median 1,890 €) bzw. 19,596 € (Median 16,125 €) für den Liter. Der aktuelle Preis ist also ca. 32 % höher als die allgemeine Inflation (Faktor 1,322/1,323 bei 0,1 l, 1,312/1,323 bei 1 l, jew. arith./Median). Das Probierglas stieg übrigens nur von 2,267 € auf 2,50 €, also gut 10 %.

Das war jetzt das Gesamtangebot der drei Anbieter. Bei den 11 vergleichbaren Weinen ist die Steigerung höher: knapp 61 % (1,607 bei 0,1 l, 1,609 bei 1 l, Median ein bisschen mehr). Da hat man wohl auch gezielt auf die Kosten bei den aktuellen Angeboten geachtet, was nicht wirklich überrascht.

So, das war’s, noch etwas Wein übrig? Dann lasst ihn euch schmecken!