Die Bahn mal wieder…

An den nächsten beiden Wochenenden plant die Bahn Bauarbeiten zwischen Petershausen und Dachau, sodass da nur der RE 1 durchfährt und die RB 16 in Petershausen endet – mit miserablem Umstieg auf die S 2 im Stundentakt. Also bin ich heute an diesem sommerlichen Samstag mal nach München zu einer kleinen Shoppingtour – aber die Bahn wäre nicht die Bahn, wenn sie nicht auch heute für ein Chaos sorgen kann.

Nächtliche Bauarbeiten in Rohrbach sind nicht nur nicht rechtzeitig fertiggeworden, sondern auch am Abend immer noch im Gange, sodass dort nur eingleisiger Betrieb möglich ist, bei dem alles auf Gleis 1 hält. Das hat schon auf der Hinfahrt zu ca. +20 geführt. (Während der Wartezeit entstand obiges Bild.)

Alle Zwischen-RE fielen aus, auch die RB um 14:25 fiel zwischen München und Ingolstadt aus. Ich hatte mir dann, als ich mit dem wesentlichen Shopping fertig war und kurz im Englischen Garten gehockt bin, überlegt, ob ich mich beeilen und die RB um 15:29 nehmen soll, aber ich bin dann doch noch sitzen geblieben und dann zwecks Ausblick zum Monopteros hoch:

Die RB wäre dann auch fast pünktlich losgefahren und mit +12 hier. Ich bin dann auf dem Weg zu Nicht-Lego-Lego, äh, BlueBrixx, noch an dieser schönen Wiese vorbeigekommen:

Ja, das ist natürlich die Theresien“wiese“. Jedenfalls: Die Vorleistung des RE um 16:09 war schon verspätet, die der RB um 16:25, die um 15:38 in München hätte sein sollen, noch viel mehr, denn die stand schon eine Stunde in Ingolstadt Nord – offenbar hauptsächlich wegen einer technischen Störung am Zug selbst. (Wobei im weiteren Verlauf die vorübergehende Weichenstörung in Pfaffenhofen sicher auch nicht hilfreich war.) Um 16:43 war sie dann (mit verschlossenem zweiten Wagen, mglw. Klimaanlagenausfall) da – da war vom RE übrigens noch nichts zu sehen – aber der Fahrer sagte dann durch, es könnte sein, dass wir nur bis Dachau fahren würden oder über Augsburg oder was auch immer… und ein paar Minuten später war dann klar, dass die RB über Augsburg (mit Halt für Umsteiger nach Ingolstadt) direkt nach Treuchtlingen fahren würde. (Fuhr dann um 17:07 ab, Augsburg 17:38/40, Treuchtlingen 18:27, nur +6.)

Also rüber auf Gleis 23, wo der RE um 16:54 erwartet wurde (+61). Als dann die eine Menschenmasse aus- und die andere samt mir eingestiegen war, stand er erstmal noch ’ne Weile rum, bis auf den Auskunftsmedien ersichtlich wurde, dass aus diesem der nächste Zug werden würde (17:06) und der nächste der vorherige, da er in Rohrbach wenden und gleich wieder nach Nürnberg fahren würde (was er dann mit effektiv +44 tat, Nürnberg +29).

Unsere geplante Abfahrt wurde von 17:09 auf 17:21 erhöht, aber um 17:15 ging’s los im ziemlich heißen Skoda. Dass der dann nicht in Petershausen halten würde, hat manchen nicht so gefallen, das zweimalige kurze Stehenbleiben bei Laim und am Kanal rief auch keine Begeisterung hervor. War dann um 17:46 (+16) hier – also rund 45 Minuten später als ich eigentlich geplant hatte.

Dass der Halt kn Rohrbach kurzfristig noch gestrichen wurde, wird anderen auch nicht so gefallen haben.

Die Vorleistung der RB um 17:28 ist übrigens auch schon mit einer Störung in Ingolstadt liegen geblieben, aber da wurde rechtzeitig Ersatz beschafft – die fuhr dann pünktlich los und war mit +1 hier (und +20 in Rohrbach). Hätte ich gleich damit geplant…

RE um 18:09 fuhr erst um 18:57, RB 18:25 um 18:47. Das soll jetzt aber reichen… bzw. fast: „Natürlich“ fällt noch mehr aus und die Folgeleistung des Rohrbach-Wenders fährt auch nur bis Ingolstadt – weil die ärztliche Versorgung eines Fahrgasts 48 Minuten in Kinding gekostet hat.

Projekt 52: Lesen

Und noch ein Mai-Thema im Projekt 52.

Auch Minifiguren lesen gerne mal, und wenn es „nur“ über die eigene Vergangenheit ist und viele Bilder im Spiel sind. Wenn das Buch aber nicht mini ist, wird das etwas komplizierter – da ist eine Hilfe wie ein Astronaut mit Raketenrucksack zum Umblättern willkommen:

Immerhin ist die Schrift so groß, dass man sie auch aus einer gewissen Entfernung noch lesen kann.

Projekt 52: LED

Nächstes Mai-Thema im Projekt 52.

LEDs gibt’s auch von Lego – sei es als Beleuchtung von Zügen, sei es als Schlüsselanhänger-Taschenlampen, z.B. in Form von übergroßen Minifiguren, die unten aus den Füßen leuchten, wenn man auf ihre Brust drückt. Ein solches Exemplar ist hier zu sehen, zusammen mit einer normalgroßen Minifigur und ihrem gebauten Pendant im 6:1-Maßstab:

(Das Licht müsst ihr euch jetzt halt dazu denken, denn meine Hand, die auf die Figur drückt, hätte nicht so ganz zum Motiv gepasst.)

Drachenmusik

Nicht nur bei Metal-Bands geht’s um Drachen – auch jemand wie Tori Amos kann mit „In Times of Dragons“ ein Album mit dazugehöriger Tour haben, und um das Konzert im Circus-Krone-Bau München am 10.5.2026 soll es hier gehen – nach knapp 17 Jahren, wo ich sie an gleicher Stelle schon mal gesehen hatte (hier im Blog damals unerwähnt, warum auch immer).

Und dass ich das Datum ausschreibe, hat auch einen zusätzlichen Grund, der auch auf einem Monitor am Eingang angezeigt wurde: Zwei Termine eines Comedians wurden vom April 2026 auf den 9. und 10. Mai 2028 verschoben – Jahreszahl in rot. In den wenigen Minuten, die ich am Einlass mitbekommen habe, waren tatsächlich mehrere Leute, die da vorher nicht so genau aufs Jahr geschaut hatten…

Im Vorprogramm jedenfalls trat Isaac Levi auf. Nicht der Philosoph (1930-2018), der die Wikipedia-Seite hat, sondern ein junger Singer-Songwriter mit Akustikgitarre und Loop-Gerät, durch das er sich bei manchen Liedern selbst begleitet hat. Er spielte, wie er gesagt hat, überwiegend traurige Lieder, und war vor dieser Tour vor maximal 150 Leuten aufgetreten.

Seine 33 Minuten waren durchaus eine tolle Performance, das Publikum durfte am Ende bei einem Oh-oh-etc.-Refrain mitsingen und mittendrin beim Cover von „Iris“ von den Goo Goo Dolls1. Gefühlvoll, eindrucksvoll und gut – ich hätte jetzt wohl nicht wirklich was vermisst, wenn er nicht aufgetreten wäre, aber Zeitverschwendung war’s definitiv keine.

Dann legte um 20:56 die Band – Schlagzeug, Bass, drei Sängerinnen – und ein paar Minuten darauf Tori los, die meist am Flügel und immer wieder am Synthesizer saß, sodass wir links sie nicht nur von hinten sahen. Genremäßig wird sie dem Alternative Rock, Baroque Pop und zeitweise elektronischer Musik zugeordnet, in diesem Arrangement natürlich wenig elektronisch.

Zunächst oft etwas getragen, aber gefühl- und energievoll, später auch, nun ja, „flotter“ und „härter“ würden bei meinen Metal-Konzerten anders definiert, aber im letzten Drittel kamen durchaus einige Leute an die Bühne (und zwangen die Sitzenden zum Aufstehen), und mindestens einer war doch arg intensiv am Headbangen…

:rocks: …und eine großartige, fesselnde Performance haben die alle auf der Bühne auf jeden Fall abgeliefert, ca. 1:45 lang für einen tollen Konzertabend.

 


» Bahn- und Wetterbericht

  1. kennt wahrscheinlich nicht jeder vom Titel her, aber das ist die Ballade mit dem Refrain
    And I don’t want the world to see me
    ’Cause I don’t think that they’d understand
    When everything’s made to be broken
    I just want you to know who I am ↺

Drachenbahn und Drachenwetter

Bahn- und Wetterbericht zum Tori-Amos-Konzert.

Für den Abend war eine Gewitterfront mit entsprechendem Regen angekündigt – je nachdem, wann und wo man geschaut hat, evtl. schon um 18 oder 19 oder erst nach 20 Uhr, aber es schien auf eine spätere Ankunft hinauszulaufen. Ich bin trotzdem lieber etwas früher gefahren, denn einerseits will man nicht nass in der Halle hocken, andererseits lief auch bei der Bahn nicht alles sauber:

Ein Baum in der Gegend von Adelschlag hat den Verkehr zwischen Treuchtlingen und Ingolstadt unterbrochen, sodass die RB aus Nürnberg nur bis Treuchtlingen fuhr und ab Ingolstadt Ersatzzüge – mit den bekannt unsinnigen Anzeigen/Ansagen – und die ab Treuchtlingen erst ab Ingolstadt, aber mit Originalnummer.

Die um 17 Uhr, für die ich mich entschieden hatte, war schon mit +12 hier und stand dann nochmal 8 Minuten, weil sich insgesamt vier Weißwürste (also ICEs) vorgedrängt hatten. Der RE um 17:30 – die alte IC-Garnitur, die auch meine bevorzugte Heimfahrt werden würde – war schon wegen technischen Störungen/defekter Tür immer mehr verspätet und endete dann mit +62 schon in Ingolstadt, auch seine nächste Fahrt zurück war nicht pünktlich.

(Die RB danach (18:00) wäre dann pünktlich gewesen. Und eine ärztliche Versorgung eines Fahrgastes hat auch noch irgendwo auf der Strecke gestört, die Streckenagent-Mails kamen um 18:28 und 18:48, aber wo genau und mit welchen Auswirkungen, kann ich nicht mehr nachvollziehen.)

Das Wetter hielt jedenfalls noch, und ich bin dann einen größeren Bogen durch München gelatscht, u.a. vom Odeons- zum Königsplatz, wo man auch nicht so oft entlangkommt, und war dann kurz vor 19 Uhr (Einlassbeginn) am Circus-Krone-Bau. Die Vorhut der Gewitterfront war gegen 19:45 da, der kaum noch gewittrige Hauptteil etwas später – der Screenshot von der WarnWetter-App oben zeigt den Stand von 20:00 Uhr, bis 19:55 waren da noch Blitze im orangen Bereich. Und passenderweise war der Hauptteil zum Konzertende praktisch durch, sodass es auf dem Weg zum Hbf nur ein bisschen getröpfelt hat.

Irgendwelchen weiteren technischen Störungen sind dann noch ein oder zwei Ausfälle bei der RB zu verdanken, wodurch der RE 4039, Vorleistung des 23:06-RE 4046, noch die RB-Halte mitnehmen durfte; da der am Wochenende keine Kurzwende hat, hat die Verspätung von 22:30 statt 21:56 da auch nichts gemacht.

Und ebenjener 23:06-RE war bei einem Konzertende gegen 22:40 natürlich bequem zu erreichen. Warum er mit +5 abfuhr, weiß ich nicht, aber immerhin fuhr er, seinen früheren Störungen zum Trotz. Dass er in Ingolstadt dann eine gute Stunde rumstand – diesmal wohl nicht wegen einer eigenen Störung, sondern wegen unbefugter Gestörter auf der Strecke –, hat mich nicht mehr betroffen.

Hier auf dem Heimweg hat’s dann doch noch mäßig geregnet, was dann auch egal war.

Kuriosum: Die 23:26-RB hatte offenbar keine Lust auf ihren planmäßigen 3-Minuten-Aufenthalt in Petershausen und fuhr ab da konsequent 2-4 Minuten zu früh (erst in Ingolstadt war die Ankunft wieder planmäßig). Macht sie natürlich nie, wenn ich drin bin, da wird eher deswegen nicht in Petershausen gewartet, weil sie eh schon zu spät ist…