Schilderwäldchen

Eine etwas voreilige Beschilderung, die eine Vollsperrung außer für Fußgänger anzeigt, sehen wir hier in einer Straße in der Nähe, rund 200 m vor der eigentlichen Baustelle – insofern ist der Fußgänger-Hinweis begrüßenswert, das war nicht immer so:

Derzeit – mindestens seit gestern (Samstag) – sieht es aber noch so aus:

Also mehr Behinderung für Fußgänger als für Autofahrer (die sich auch – insb. von unten – eher wenig ans Durchfahrtsverbot gehalten haben). Vermutlich wird sich das in den nächsten Tagen ändern.

Anderswo im Viertel, wo bei schmalen Gräben noch die Asphalt-Deckschicht fehlt, hat man den Hinweis, dass die Fahrbahn in Längsrichtung uneben ist (so wie im Vordergrund der Gehweg), pragmatisch improvisiert:

Projekt 52: Papier

Nächstes Oktober-Thema im Projekt 52.

Seit einiger Zeit – in manchen Regionen der Welt länger, in anderen kürzer – verwendet Lego für die Tüten in den Schachteln statt transparenter Kunststofffolien Papier mit einer dünnen Beschichtung. Manche mit regelmäßiger Noppenbedruckung, manche mit Steinumrissen:

Das grüne Alien (u.a. aus Set 60431) ist wohl auf der Suche nach seinem Freund, der im Milchstraßen-Wandbild (Set 31212), von dem dieser Papierhaufen ist, versteckt ist.

Schwarzgeschauert

Konzertbericht vom 6.10.2026 im Backstage-Werk in München: Tarja auf der Tour zum „Frisson Noir“-Album – frisson = Reiz, wohliger Schauer – mit den Vorgruppen Symphonity und Chaoseum.

Zwei Vorgruppen und Beginn erst um 20 Uhr, dazu mit unvollständigen Informationen auf setlist.fm vmtl. 1:50 von Tarja, beginnend um 21:45 – das hieße: letzter Zug, und das unter der Woche…

Nun ja, 19:55 beginnen die Tschechen von Symphonity mit Sopranistin am Mikro, für ein Lied im Duett mit einer jüngeren (ihre Tochter? Vorstellung gab’s keine) – anscheinend eine Lineup-Änderung, früher waren’s nur Männer. Eine (ältere) CD hab ich mir dann auch gekauft.

Und irgendwie gab’s irgendwann ein Cover von Nena. Nur das Irgendwo war eindeutig, nämlich auf genau dieser Bühne. ;) Sehr gute gute halbe Stunde.

Nach Minimalumbaupause von gut 10 Minuten dann die Schweizer, die vor zwei Jahren schon mal bei Tarja und Marko im Vorprogramm waren.

Auch ihre halbe Stunde war gut, nur nicht so symphonisch wie der Rest des Abends.

Gegen 21:30 wäre eigentlich alles auf der Bühne umgebaut gewesen, würde man dann schon beginnen? Nein, wir durften doch bis :45 warten, bis Tarja loslegte und mit alten wie neuen Songs in ihrer Kombination aus Operngesang und Metal begeisterte…

…wobei das Konzert bei weitem nicht ausverkauft war. Immerhin war dadurch unten in der Arena kein Gedränge und angenehmere Luft, und die Stimmung passte auch.

Ein Akustik-Set gab’s nach ca. 50 Minuten auch – zu Beginn durfte der Gitarrist zu Tarjas Rechten noch einen Witz auf deutsch erzählen1, und Tarja meinte dann noch, wie lange würden sie das in der sitzenden Position machen, 6 Songs, und sie müsse sich noch an ihr Korsett anpassen – und dann waren’s nur rund 10 Minuten. Hatte sie keine Lust auf alle Songs? Hm.

Und damit wurde der vorletzte Zug wieder ein Thema.

:rocks: Am Ende war’s ein tolles Konzert wie die 6 anderen von ihr auch, die ich schon besucht habe, aber ich hab mich dann halt doch entschieden, vmtl. 10 Minuten mit 2 Songs auszulassen und schnell die S-Bahn zum vorletzten Zug zu nehmen, weil ich keine Lust hatte, dank des blöden Timings wohl beim Einstieg in die S-Bahn den Zug vorbeifahren zu sehen und dann rund 55 Minuten bis zur Abfahrt des letzten zu warten – rund 35, wie’s beim ursprünglich angenommenen Timing geworden wären, wären noch halbwegs okay gewesen…

Wenigstens war der Zug dann auch pünktlich. Der auf der Hinfahrt hatte +12, aber mit genug Puffer, durch den ich auch das Abendrot in München sehen konnte:

  1. Geht ein Mann zum Arzt. Der Arzt sagt: „Sie müssen unbedingt mit dem Onanieren aufhören!“ – „Warum das denn?“ – „Damit ich Sie untersuchen kann.“ ↺

Zufluchtsvergänglichkeit

Konzertbericht vom 26.9.2026 in der Olympiahalle München: Evanescence auf der Sanctuary-Tour mit den Vorbands Nova Twins und Poppy.

Die beiden Freundinnen aus London, anscheinend keine Zwillinge, und ihr Drummer legten pünktlich los mit ihrer Mischung aus Nu Metal, also mit Rap, und gefühlvollem Gesang auch in Balladen…

…eine tolle halbe Stunde, quasi eine Super-Nova. ;)

Um 19:50 starteten dann Poppy und ihre Band mit zunächst mieser Akustik und nervigen, weil blendend hellen und direkt ins Publikum leuchtenden horizontalen LED-Reihen – die Akustik besserte sich bald, die Strahler bewegten sich oft genug nach oben, aber auch die 4 vertikalen Reihen waren unnötig hell. (Sieht man auf den brauchbaren Fotos jetzt natürlich weniger, auf dem 3. kann man’s erahnen.)

Musikalisch gab’s zwar (für mich) einen kleinen Durchhänger in der Mitte v.a. bei einem Stück mit simplem Dance-Beat – wohl aus ihrer Vor-Metal-Phase –, aber sonst wussten sie mit Gesang, Geschrei und Härte zu überzeugen, da klatschte der Mohn so richtig auf die 12. (poppy = Mohn, so als kleine Englisch-Nachhilfe)

Sie spielten dann nur gut 40 Minuten, anders als in den letzten Tagen, wo auf setlist.fm 50 eingetragen sind (mit auf 5 Minuten gerundeten Anfangs- und Endzeiten). Ich hatte da ja noch gehofft, dass dann vielleicht auch die Hauptband früher als 21:20 anfangen und es weniger knapp zur U-Bahn und zum Zug werden könnte, aber denkste – erst um 21:21 Uhr und somit nach 50 Minuten Pause kam Evanescence bzw. deren kurzes Intro. Finde ich respektlos dem Publikum gegenüber, da wurden auch die ungeduldigen Pfiffe lauter.

Dass die Performance, die folgen sollte, musikalisch, gesanglich und optisch erstklassig wurde, war dann keine Überraschung – optisch mit vielen Strahlern, leuchtenden Kabeln an der Decke, großer Leinwand, die mit verschiedenartigen Szenen bespielt wurde, Flammen links, rechts und hinten…

Musikalisch und gesanglich von gefühlvollen Stücken mit Amy Lee am Flügel bis hin zu harten, energischen, starken Liedern…

Für ein Lied war dann Poppy mit zum Duett auf der Bühne.

:rocks: Und so war das dann ein tolles Konzert von ca. 95 Minuten! (Wobei ich die letzten 1½ oder 2 nur vom Weg zur U-Bahn aus leise gehört habe, damit’s nicht zu knapp zum Zug wird – mehr im Bahnbericht –, und da waren etliche, die’s auch so gehandhabt haben.)