Zwei Jahrzehnte

Am 6.9.6 erblickte dieses mein Blog das Licht der Welt – der recht begrenzten Welt, die hier vorbeischauen würde… Ich will hier jetzt keine großen – oder auch nur kleinen – Rück- und Ausblicke zelebrieren, sondern einfach mal feiern:


 
Turn it on and get everybody happy,
Let’s turn it on, let’s make everybody happy,
Let’s turn it on, let’s turn it on,
Come on all you, all you happy people together,
Turn it on, yeah, turn it on, turn it on,
Let’s make everybody crazy!
Freddie Mercury1, „Let’s Turn It On“

  1. der gestern 80 geworden wäre ↺

Projekt 52: Winkel

Aus unerfindlichen Gründen ist es schon September, also hier das erste Projekt-52-Thema des Septembers.

Winkel. Mit manchen Winkeln kommt man ja, Pythagoras sei Dank, zu ganzzahligen Seitenlängen bei Dreiecken, was hier und da auch ausgenutzt wird – doch auch mit anderen Winkeln außerhalb des ganzzahligen Rasters kommt man zu sinnvollen Ergebnissen, etwa wenn man gespiegelte Teile aneinanderlegt. Dafür gibt es auch aus Dänemark eine immer weiter steigende Auswahl, siehe z.B. Bricklink.

Das verwendet Lego etwa bei manchen Häusern oder bei der Annäherung an Kreis- oder Ellipsenformen wie bei der Enterprise D (10356) hier im Bild:

Und wie auf magische Weise – zumindest bis man ein bisschen darüber nachdenkt – lassen sich solche aneinandergelegte Platten sogar noch mit Scharnieren (hier in schwarz) verbinden!

Ein Freitag in Bildern

Der nächste Picture My Day Day #pmdd2026…

Beginnen wir nicht mit der Uhrzeit meines Aufstehens, sondern als mir wieder eingefallen ist, dass PmDD ist – und einem Blick in den Garten, wo vorgestern ein Graben für den Glasfaser-Hausanschluss ausgehoben wurde:

Wann der Anschluss dann auch wirklich zu einem funktionierenden Glasfaser-Internet wird? Keine Ahnung… aber passend dazu fällt das Vodafone-Kabel zum Arbeitsbeginn aus, und nein, Vodafone, deine Störungsseite muss auch ohne Werbespionage funktionieren:

Ca. 1 Stunde 50 Minuten dauerte der Ausfall. Solange musste halt der persönliche Hotspot des iPhones herhalten (was dank des WLANs des im letztes Jahr zusammengestellten PCs ja ganz einfach geht). Und halt mal wieder Radeln bei der Arbeit sowie Banane als Vormittagssnack, hier mal die leere Schale:

Nahaufnahme vom Monitor während der Arbeit mit der Pixelstruktur (bzw. dem, was das iPhone daraus macht), und dann wird’s langsam Zeit fürs Mittagessen:

Ich hatte neulich im Keller noch eine alte Restpackung Rasennachsaat gefunden – keine Ahnung, ob die Samen noch was bringen, aber versuchen kann man’s mal an den etwas unschöneren Stellen des Ex-Grabens, und zwar bevor die große Gewitterregenfront da ist, die hier allerdings nur ein kleiner Regenwurmfortsatz ist; vmtl. wird später noch was kommen:

Mittagspausenspielchen, solang’s das noch gibt (wird im Oktober eingestellt) – das dürfte der Sieg mit der höchsten Differenz (837k vs. 1015k, da fehlt eine Stelle in der Anzeige der Stärke beim Gegner) bei Toons desselben Themas (Mondneujahr) gewesen sein:

Es war wieder sommerlich sonnig, also durfte ein Eis zum Nachtisch sein; und auch wenn ich nicht ständig mit der Bahn fahre, schau ich neugierigerweise immer wieder mal nach der Lage – und freue mich manchmal, dass ich am jeweiligen Tag nicht fahren muss:

Deutete sich da eine längere Lücke im (nach der Sonne dann doch durchziehenden) Regen an, die zu einer Joggingrunde einlädt, oder war das eine Falle? Nun, das war ich bereit rauszufinden – es war keine Falle: Kein Regen, Sonne kam erst für ein paar Minuten, als ich grad fertig war. Die Luftfeuchtigkeit war natürlich wie erwartet arg hoch und ich am Ende entsprechend verschwitzt:

Löchriges Toastbrot und spätsommerliche Wetteraussichten:

Sky wiederholt seit einiger Zeit die Mythbusters in teilweise seltsamer Reihenfolge, und das Regenradar wird unübersichtlicher mit etwas Gewitter nun auch hier:

Mal in den Bundesligaauftakt im verregneten München reingeschaut – leider mit einem Endergebnis von 5:1 – und der Brandverdacht als Grund für die Bahnstörung am frühen Nachmittag (bei der später der Feuerwehreinsatz eingetragen wurde):

Da fehlt was – uuuund aus:

Projekt 52: Möglichkeit

Nächstes Thema im Projekt 52.

Klemmbausteine bieten ja viele Möglichkeiten – nicht nur beim Zusammenstecken von sechs Standardsteinen, womit ich die Reinkarnation des Projekts 52 letztes Jahr ja begonnen hatte, sondern auch bei der Gestaltung von Modellen wie z.B. Gebäuden und bei der Ideenfindung auf dem Weg dorthin, sei es, indem man sich an einem realen Haus orientiert, sei es, weil man ein besonderes Bauteil verwenden will. Ich dachte mir, ich nehme euch mal mit auf die Reise meiner Gedankengänge zum neuesten meiner Häuser:

Angefangen hat es mit dem Minifiguren-Automat 21358 von 2025, der neben vielen schönen Figuren auch acht Exemplare des großen gebogenen Glaspaneels (bisher exklusiv in diesem Set) bietet. Nun hatte ich schon eine Weile die Idee, auf einer Anhöhe meiner Stadt eine Sport-/Veranstaltungshalle mit Wrestlingshow zu bauen (auf etwa 2×2 Grundplatten, also 64×64 Noppen oder gut 50×50 cm), die ja auch gut eine Glasfront vertragen kann. Erste Idee, noch bevor ich den Automaten hatte, war, links und rechts quasi einen halben Automaten hinzustellen (die Öffnungen im Erdgeschoss wären dann die Abendkassen o.ä.) und dazwischen eine flache Glasfront oben und die Eingänge unten.

Hab ich dann, nachdem ich das Set hatte, auch mal entwurfsmäßig zusammengebastelt. Sah scheiße aus. Also überlegt, wie ich die Glaspaneele noch für diesen Zweck nutzen konnte, und am besten war, alle aneinander quergelegt und um 45° geneigt, sodass quasi eine hervorstehende Glaswulst entstünde; darunter dann in rot (oder rot+dunkelrot+schwarz) das Erdgeschoss. Diese Möglichkeit sah nicht so schlecht aus und stand eine Weile provisorisch rum…

…aber als ich dann die komplette Anhöhe mal konkreter geplant und die Podeste dafür gebaut habe (mit Holzbrettern und Möbelfüßen – das wäre aus Lego unpraktisch gewesen), war die Idee einer Halle nicht mehr so überzeugend. Also mal neu gedacht, welche Möglichkeiten für ein Haus die Glaspaneele noch bieten.

Vielleicht ein Büro-Hochhaus: 6 der Paneele übereinander am Eck, irgendwie eingefasst – z.B. mit Wulsten in light nougat, die man vom Blumentopf der Friedenslilie „ausleihen“ könnte –, den Rest der Fassade dann neutral grau mit weißen Fenstern oder weiß mit grauen Fenstern, etwa 2-3 durchgehende Fensterreihen von oben nach unten; oben drauf noch ein zurückgesetztes höheres Stockwerk mit den beiden restlichen Paneelen. Eventuell oben das Büro aus dem X-Files-Set einbauen und Scullys Labor dazu irgendwo unten?

Das Dach bzw. der obere Abschluss sowie das vorstehende Vordach fürs Erdgeschoss darunter sollte jedenfalls horizontal, flach und gebogen sein – das Ganze in Richtung Art Deco. Diese Fassade hab ich mir dann mal kurz am PC entworfen (Bild rechts) – und es sah öde aus. Also variieren: buntere Einfassung? Warum nicht die 11 Progressive-Pride-Farben des „Everyone Is Awesome“-Sets? Und ein Blick in meinen Fenster-Vorrat sagte mir, dass ich bei weitem nicht genug graue Fenster habe, es also eine graue Wand mit weißen Fenstern sein musste. Zur Auflockerung dann auch das linke Eck abgeschrägt statt abgestuft – die relativ neuen Slope-Elemente dazu gab’s praktischerweise in der richtigen Farbe auch im Automaten-Set.

Aber es blieben noch Detailfragen – die wichtigste: Wie mach ich das mit den Stockwerken? Fliesen und Platten zwischen die einzelnen Glaspaneele, sodass jedes (recht niedrige) Stockwerk abnehmbar ist – aber die Glasfront unterbrochen? Oder die Stockwerke ggf. mit etwas Abstand zum Glas irgendwo zwischendrin? Könnte das brauchbar aussehen? Und wirklich 6 Paneele, oder nur 4 oder 3? Mit verschiedenen Größen für die Regenbogenelemente würde das noch aufgehen.

Das hab ich dann mal in echten Steinen ausprobiert und nicht am PC. Fazit: Durchgehende Glasfront musste sein. Also was hinein, das die komplette Höhe ausnutzt? Mal umgeschaut, was ich noch rumstehen hatte, das auf eine Integration wartete, und da war das „Shimmer & Shine Sparkle Spa!“ aus dem Lego Movie. Das passt perfekt zu 3 Paneelen in der Höhe – und das zurückversetzte Dachgeschoss dann 1, der Proportionen wegen, und das könnte rundum verglast sein, denn Paneele hab ich dann ja noch genug.

Und die simple gerade Fensterlinie war für die breitere, besser sichtbare Vorderseite auch nichts, aber da kann man ja gut variieren, wenn man ein sehr hohes Stockwerk hat. Da das Ganze nicht wirklich was mit dem Pride-Thema zu tun hat, hab ich die Regenbogenfarben noch auf einen Standard-Regenbogen mit 7 Farben reduziert.

Fürs Erdgeschoss hab ich mich dann auch nochmal bei den rumstehenden Sets umgeschaut, ein Café in blassgelbgrün passte farblich gar nicht, aber das Heartlake Downtown Diner ging. Ein bisschen erhöht mit stilistisch passenden schrägen Streben, damit die Gesamtproportionen stimmig sind – und damit war das Nicht-mehr-Hoch-Haus fertig.

Langer Rede mit vielen Möglichkeiten kurzer Sinn:

Blick ins gemütliche Dachgeschoss und auf die anderen Seiten (hinten, wo es wohl an der Wand stehen wird oder an einem anderen Haus, aus Sparsamkeitsgründen teilweise offen gelassen):

Und die anderen Innenansichten: