Nicht nur bei Metal-Bands geht’s um Drachen – auch jemand wie Tori Amos kann mit „In Times of Dragons“ ein Album mit dazugehöriger Tour haben, und um das Konzert im Circus-Krone-Bau München am 10.5.2026 soll es hier gehen – nach knapp 17 Jahren, wo ich sie an gleicher Stelle schon mal gesehen hatte (hier im Blog damals unerwähnt, warum auch immer).
Und dass ich das Datum ausschreibe, hat auch einen zusätzlichen Grund, der auch auf einem Monitor am Eingang angezeigt wurde: Zwei Termine eines Comedians wurden vom April 2026 auf den 9. und 10. Mai 2028 verschoben – Jahreszahl in rot. In den wenigen Minuten, die ich am Einlass mitbekommen habe, waren tatsächlich mehrere Leute, die da vorher nicht so genau aufs Jahr geschaut hatten…
Im Vorprogramm jedenfalls trat Isaac Levi auf. Nicht der Philosoph (1930-2018), der die Wikipedia-Seite hat, sondern ein junger Singer-Songwriter mit Akustikgitarre und Loop-Gerät, durch das er sich bei manchen Liedern selbst begleitet hat. Er spielte, wie er gesagt hat, überwiegend traurige Lieder, und war vor dieser Tour vor maximal 150 Leuten aufgetreten.
Seine 33 Minuten waren durchaus eine tolle Performance, das Publikum durfte am Ende bei einem Oh-oh-etc.-Refrain mitsingen und mittendrin beim Cover von „Iris“ von den Goo Goo Dolls1. Gefühlvoll, eindrucksvoll und gut – ich hätte jetzt wohl nicht wirklich was vermisst, wenn er nicht aufgetreten wäre, aber Zeitverschwendung war’s definitiv keine.
Dann legte um 20:56 die Band – Schlagzeug, Bass, drei Sängerinnen – und ein paar Minuten darauf Tori los, die meist am Flügel und immer wieder am Synthesizer saß, sodass wir links sie nicht nur von hinten sahen. Genremäßig wird sie dem Alternative Rock, Baroque Pop und zeitweise elektronischer Musik zugeordnet, in diesem Arrangement natürlich wenig elektronisch.
Zunächst oft etwas getragen, aber gefühl- und energievoll, später auch, nun ja, „flotter“ und „härter“ würden bei meinen Metal-Konzerten anders definiert, aber im letzten Drittel kamen durchaus einige Leute an die Bühne (und zwangen die Sitzenden zum Aufstehen), und mindestens einer war doch arg intensiv am Headbangen…
…und eine großartige, fesselnde Performance haben die alle auf der Bühne auf jeden Fall abgeliefert, ca. 1:45 lang für einen tollen Konzertabend.
- kennt wahrscheinlich nicht jeder vom Titel her, aber das ist die Ballade mit dem Refrain
And I don’t want the world to see me
’Cause I don’t think that they’d understand
When everything’s made to be broken
I just want you to know who I am ↺

















