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Bahn

Drachenbahn und Drachenwetter

Bahn- und Wetterbericht zum Tori-Amos-Konzert.

Für den Abend war eine Gewitterfront mit entsprechendem Regen angekündigt – je nachdem, wann und wo man geschaut hat, evtl. schon um 18 oder 19 oder erst nach 20 Uhr, aber es schien auf eine spätere Ankunft hinauszulaufen. Ich bin trotzdem lieber etwas früher gefahren, denn einerseits will man nicht nass in der Halle hocken, andererseits lief auch bei der Bahn nicht alles sauber:

Ein Baum in der Gegend von Adelschlag hat den Verkehr zwischen Treuchtlingen und Ingolstadt unterbrochen, sodass die RB aus Nürnberg nur bis Treuchtlingen fuhr und ab Ingolstadt Ersatzzüge – mit den bekannt unsinnigen Anzeigen/Ansagen – und die ab Treuchtlingen erst ab Ingolstadt, aber mit Originalnummer.

Die um 17 Uhr, für die ich mich entschieden hatte, war schon mit +12 hier und stand dann nochmal 8 Minuten, weil sich insgesamt vier Weißwürste (also ICEs) vorgedrängt hatten. Der RE um 17:30 – die alte IC-Garnitur, die auch meine bevorzugte Heimfahrt werden würde – war schon wegen technischen Störungen/defekter Tür immer mehr verspätet und endete dann mit +62 schon in Ingolstadt, auch seine nächste Fahrt zurück war nicht pünktlich.

(Die RB danach (18:00) wäre dann pünktlich gewesen. Und eine ärztliche Versorgung eines Fahrgastes hat auch noch irgendwo auf der Strecke gestört, die Streckenagent-Mails kamen um 18:28 und 18:48, aber wo genau und mit welchen Auswirkungen, kann ich nicht mehr nachvollziehen.)

Das Wetter hielt jedenfalls noch, und ich bin dann einen größeren Bogen durch München gelatscht, u.a. vom Odeons- zum Königsplatz, wo man auch nicht so oft entlangkommt, und war dann kurz vor 19 Uhr (Einlassbeginn) am Circus-Krone-Bau. Die Vorhut der Gewitterfront war gegen 19:45 da, der kaum noch gewittrige Hauptteil etwas später – der Screenshot von der WarnWetter-App oben zeigt den Stand von 20:00 Uhr, bis 19:55 waren da noch Blitze im orangen Bereich. Und passenderweise war der Hauptteil zum Konzertende praktisch durch, sodass es auf dem Weg zum Hbf nur ein bisschen getröpfelt hat.

Irgendwelchen weiteren technischen Störungen sind dann noch ein oder zwei Ausfälle bei der RB zu verdanken, wodurch der RE 4039, Vorleistung des 23:06-RE 4046, noch die RB-Halte mitnehmen durfte; da der am Wochenende keine Kurzwende hat, hat die Verspätung von 22:30 statt 21:56 da auch nichts gemacht.

Und ebenjener 23:06-RE war bei einem Konzertende gegen 22:40 natürlich bequem zu erreichen. Warum er mit +5 abfuhr, weiß ich nicht, aber immerhin fuhr er, seinen früheren Störungen zum Trotz. Dass er in Ingolstadt dann eine gute Stunde rumstand – diesmal wohl nicht wegen einer eigenen Störung, sondern wegen unbefugter Gestörter auf der Strecke –, hat mich nicht mehr betroffen.

Hier auf dem Heimweg hat’s dann doch noch mäßig geregnet, was dann auch egal war.

Kuriosum: Die 23:26-RB hatte offenbar keine Lust auf ihren planmäßigen 3-Minuten-Aufenthalt in Petershausen und fuhr ab da konsequent 2-4 Minuten zu früh (erst in Ingolstadt war die Ankunft wieder planmäßig). Macht sie natürlich nie, wenn ich drin bin, da wird eher deswegen nicht in Petershausen gewartet, weil sie eh schon zu spät ist…

Schattenbahn

Bahnbericht zum Schattenmann-Konzert, eigentlich nur fürs Bild und ’n bisschen unnötige Ausführlichkeit ausgelagert.

Bei der Hinfahrt hatte sich ein ICE in Rohrbach vorgedrängelt, sodass es hier mit +4 losging, aber in München war die RB dann noch ein paar Sekunden vor Plan. Unterwegs mit schönem Sonnenuntergang zwischen Aprilwetterwolken.

Bisschen Zeit totschlagen in der Fußgängerzone bei gerade trockenem Wetter – das im Tagesverlauf immer harmloser wurde –, und als ich am Marienplatz in die S-Bahn wollte, hieß es, die Abfahrt wäre wegen eines Polizeieinsatzes am Hauptbahnhof auf unbestimmte Zeit verzögert. Okay, ein paar weitere Meter zu Fuß und die Tram genommen – wobei die Störung wohl nur kurz und es letztlich egal war. Das Wetter hielt noch – und rund 5 Minuten, nachdem ich in der Halle war, war durch eine Tür, durch die grad ein Crewmitglied von draußen (vom Rauchen?) reinkam, Schnee-/Graupelschauer zu sehen.

Ab ca. 22:30 wegen Bauarbeiten eingeschränkter S-Bahn-Betrieb, die – dank zeitigem Konzertende gut erreichbare – S1, mit +4 bis +5 unterwegs, fuhr nur zum Starnberger Flügel ohne Halt an der Hackerbrücke, und zur Weiterfahrt in die. Tja, keine Ahnung, was die Anzeige uns sagen wollte:

War dann pufferbedingt mit +3 am Hbf, und 6 Minuten reichen locker zum Umstieg von Gleis 35 auf 24 (zumal wenn man schon am passenden Ende in die S1 eingestiegen ist); der RE1 ist da auch grad mit +5 (23:01) eingefahren und hat es geschafft, noch pünktlich innerhalb der richtigen Minute (23:06) wieder abzufahren. Langsame Fahrt bei Laim sorgte für +3 hier, die Fahrt im Gegengleis zwischen MPE und MPF störte nicht. Also samt Fußweg noch bequem vor Mitternacht zuhause.

(Dass der RE dann gut 20 Minuten in Ingolstadt rumstand, betraf mich ja nicht mehr.)

Weiche ohne Flair

Kurzer Bahnbericht zum Edenbridge-Konzert.

In Karlsfeld ist seit gestern Mittag eine Weiche kaputt (soll in der kommenden Nacht repariert werden), also ist nur ein Gleis auf der Fernbahn verfügbar, sodass viele Züge zur akuten Verspätung noch eine aus vorheriger Fahrt mitschleppen, gerade der Express mit kurzer Wendezeit.

Beim Zwischenexpress auf der Hinfahrt waren das aber nur +1 bei der Abfahrt in Ingolstadt, und der Fahrer hat so Gas gegeben, dass er in Pfaffenhofen rund eine halbe Minute zu früh los ist (wobei die Uhr im Zug auch etwas vorging – keine Ahnung, wie viele verschiedene Uhrzeiten der Fahrer sieht…). Stand dann halt zwischen Petershausen und Dachau und später nochmal rum (da fuhr dann auch der Regenbogen-ICE nordwärts vorbei), u.a. weil sich dann halt auch schon der – für heimkehrende Pendler recht dichte – Gegenverkehr gestaut hat und uns praktisch im Blockabstand entgegenkam, verstärkt durch die ärztliche Versorgung eines Fahrgastes in einer RB in Dachau, wodurch die nachfolgende RB dort auf der anderen Seite hielt und dann halt nochmal das Gegengleis queren musste.

Dann noch ca. 2 Minuten im Gleisvorfeld von München warten, weil da auch gebaut wird, führte zu +16 in München. Aber man plant ja Puffer ein…

Auf der Rückfahrt entsprechend späte Ankunft des RE, aus dem der drittletzte Zug um 23:06 werden sollte – als ich in der S-Bahn zum Hbf war, wurde der noch um 23:13 statt 22:56 erwartet, was sich dann auf 23:20 erhöhte. Die RB um 23:26 stand natürlich schon bereit, aber da der RE nur wenige Minuten nach dieser abfahren und sie erfahrungsgemäß in Dachau oder Reichertshausen überholen dürfte, schien er die bessere Wahl.

Und war es dann auch: Der RE, Abfahrt 23:30, durfte bis kurz vor Dachau übers S-Bahn-Gleis, wo zwar nur 120 km/h möglich sind, aber besser als 0 km/h beim Warten vor dem eingleisigen Fernbahn-Abschnitt, wo mutmaßlich die fast pünktlich abgefahrene RB stand, denn sie war erst in Dachau, als wir gerade in Petershausen hielten. Ankunft hier dann ziemlich Punkt 0 Uhr, also letztlich 6 Minuten früher daheim als mit der geplanten RB (die dann um 0:17 statt 0:06 hier war).

ABDB

Bahnbericht zum Konzert von Alter Bridge.

Die Bahn auf der Hinfahrt war fast pünktlich (+1).

Das Timing für die Rückfahrt war an sich so gut, dass es mit der vorletzten möglichen U-Bahn zum vorletzten Zug (23:26) noch einen Puffer gab, um am Bahnhof bequem noch was zu trinken zu kaufen. Aber schon ein paar Minuten vor Konzertende und damit rund eine Dreiviertelstunde vor Abfahrt hatte jemand für diesen Zug „Verspätete Bereitstellung“ eingetragen mit pauschal klingenden 15 Minuten (weshalb man sich nicht so ganz darauf verlassen kann).

Natürlich stand der Zug dann noch nicht da auf seinem Gleis 20. Auf Gleis 19 – dem Nachbargleis ohne Bahnsteig dazwischen – stand vor einem ähnlichen Zug mit „Nicht einsteigen“ noch was Kleines mit roten Rücklichtern im relativ Dunkeln, zeitweise mit Arbeitern daneben – also eine kleine Baustelle. Vermutlich war deshalb auch unser Gleis gesperrt. Kurz vor Halb fuhren die weg und dann auch der andere Zug, aber unserer ließ sich noch nicht blicken; zwischenzeitlich wurde die Verspätungsvorhersage auf 30 erhöht und auf 20 gesenkt, am Ende waren’s dann 27 Minuten. Minus 3 Minuten nicht benötigter Standzeit in Petershausen plus Standzeit vor Reichertshausen wegen Gegenverkehr bei bauarbeitiger Eingleisigkeit ab dort bis Baar-Ebenhausen (mit Unterbrechung vmtl. bei Uttenhofen) – was man natürlich nur in Ausnahmefällen nicht selbst recherchieren muss, z.B. bei strecken-info.de – und dann mit +28 hier. Der Halt in Rohrbach entfiel übrigens auch schon bauplanmäßig.

Immerhin waren in diesem „IH_StreckenContainer“ auch tatsächlich Arbeiten zu sehen…

Warum nicht flexibler etwa mit dem Zug von Gleis 19 früher gefahren, oder von einem anderen Gleis? Erfährt man so natürlich auch nicht, aber da hängt im Hintergrund halt auch noch Zeug mit dran: Umlaufplanung, Fahrplanerstellung, Gleisbelegung, Bauarbeiten in München, Personal (z.B. wenn es unser Fahrer war, der den von Gleis 19 erst wegbringen musste), u.a.m.

Der letzte Zug war übrigens gleich offiziell wegen Bauarbeiten auch rund eine halbe Stunde zu spät.