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Bahn

Fernsehturm und Feuer

…wobei ersterer (siehe Pfeil) nur eine unauffällige Nebenrolle bei meinem verlängerten Wochenendbesuch in Stuttgart spielte:

Doch der Reihe nach: Am Freitag ging’s natürlich nicht mit dem geplanten IC von München bis Esslingen (und dann mit irgendwas Regionalem weiter nach Bad Cannstatt), da meine RB nicht pünktlich sein durfte und mindestens 2x von wichtigeren Zügen überholt wurde. Also wurde es halt der ICE 40 Minuten später, immerhin war da auch wenig los in der erschtn Klass.

Am Nachmittag dann noch kurz in die Stuttgarter Innenstadt, u.a. um die anscheinend manchen Quellen zufolge riesigen, störenden, abscheulichen, parkplatzraubenden Bäume in Pflanztrögen auf dem Marktplatz zu betrachten (s.o.) und natürlich erstmalig den hiesigen relativ neuen Lego Store (ohne Bild). Am Samstag dann vormittags ein paar Stündchen ins Freibad in Untertürkheim, als es noch nicht zu heiß war, um in der Sonne zu liegen (auch ohne Bild, gehört sich im FKK-Bereich ja auch nicht; unter Dutzenden hab ich da immerhin noch einen gesehen, der auch nur selten seinen hellen Hintern in die Sonne hängt), danach durch den nördlichen Schloss- und Rosensteingarten, wo z.B. obiger Ständer reiherte, äh, Reiher stand, Züge über die alte Brücke fuhren (die neue und S21 insgesamt sind ja noch nicht fertig), seltsame Baumstämme rumkrochen…

…seltsame Damen Seltsames taten und eine Eidechse vorbeischaute:

Am frühen Abend dann noch im Kurpark-Biergarten ein „Kurpark Spezial“ verdrückt – so heißt da einfach die Kombination aus Currywurst mit Pommes und einer Halben Bier oder Eistee – und am späteren Abend ab auf den Wasen zu Rammstein, siehe separater Bericht.

Am Sonntag kam meine Mutter (nicht im Bild, nein, auch nicht in diesem nächsten) aus Heilbronn nach Stuttgart, und wir sind dann an sich auch nur durch Schlossgarten und Cannstatt – das auch eine kleine schöne Altstadt hat – gelatscht samt Mittagessen (=Erdbeer-Schoko-Eisbecher)…

…bis zum Kursaal (s.u. hinter der Stadtbahn, ihr wisst schon, die Bahn mit dem U, die nicht U-Bahn heißt) und dann zum Cannstatter Bahnhof, wo sie ausnutzen konnte, dass es durchgesunkene Züge von Tübingen via Cannstatt und S-Hbf nach Heilbronn gibt. Sowas hat’s um die Jahrtausendwende, als ich ja ein paar Jahre in Cannstatt gewohnt hatte, nicht gegeben, wenn ich mich recht erinnere. Klimaanlagen in Triebzügen sowieso nicht. Tja, und dann versuchte noch…

…der Nexus aus Star Trek mich im Hotelzimmer abzuholen, allerdings erfolglos, denn ich bin noch zurück zum selben Biergarten wie am Vortag und habe der Einfachheit halber das gleiche wie am Vortag genommen, denn es war an der Küche grad viel los und auf die meisten anderen Angebote hätte man warten müssen, worauf ich keine Lust hatte. (Man beachte den Bedeutungsunterschied zwischen dem selben und dem gleichen. Wobei letzteres nicht ganz gleich war, denn die erste Wurst war ’ne rote und die zweite ’ne Oberländer.)

Heim ging’s dann am heutigen Montag mit einem ICE, der nur die kurze Strecke von Stuttgart bis München fährt und deswegen wohl von den anderen Zügen gemobbt wurde: Warten vor Ulm, warten vor Augsburg, und in München dann an die Seite gedrängt (Gleis 11, das äußerste in der Haupthalle, statt 14). Aber 5 statt 12 Minuten reichten auch, um meine nächste Regionalbahn zu erreichen – die dann passenderweise noch ein paar Gedenkminuten vor Petershausen eingelegt hat.

Pünktlichkeit unmöglich

Wegen Bauarbeiten ist hier im Pfaffenhofener Bahnhof derzeit ja nur ein Bahnsteig nutzbar. Im Baustellenfahrplan bin ich nun auf ein paar Situationen gestoßen, die so nicht direkt möglich sind:

RB 16 (59162): Abfahrt in München um 18:03, Zwischenhalte wie üblich in Dachau, Petershausen, Paindorf, Reichertshausen, Ankunft hier 18:36, Abfahrt 18:37, Rohrbach 18:44/18:45, steht sich dann in Baar-Ebenhausen 16 Minuten lang die Räder platt, Ankunft in Ingolstadt 19:15.

RE 1 (4042), also der schnellere Express, Mo.-Fr.: München 18:06, Zwischenhalt nur in Petershausen, hier ebenfalls 18:36/18:37, Rohrbach 18:45/18:45, Ingolstadt 18:58.

München-Nürnberg-Express mit Škoda-Zug bei Förnbach, RE 1 (4023) heute, vmtl. pünktlich

Eine Stunde später praktisch genauso mit RB 16 (59106) und RE 1 (4044), gleiche Zeiten hier in Pfaffenhofen und Rohrbach, ansonsten geringe Abweichungen von 1-2 Minuten (außer der Abfahrt des RE in München um 19:10).

Zwei Stunden früher ist wenigstens noch ein 2-Minuten-Puffer zwischen RB und RE.

Jetzt bin ich noch mit keinem dieser Züge gefahren – aber dass sie gleichzeitig hintereinander am selben Bahnsteig einfahren und halten, halte ich für praktisch genauso ausgeschlossen wie eine vorübergehende fliegende Vereinigung…

(Wobei an den 270 bzw. 273 m langen Bahnsteigen auch nur dann genug Platz wäre, wenn die Lok des Expresses teilweise außerhalb steht und die Triebzug-Regionalbahn nur mit der kurzen vierteiligen Konfiguration fährt.1 Immerhin wäre die Lok an der richtigen Stelle: Der Express fährt typischerweise mit Lok am südlichen Ende (München), müsste wegen der früheren Ankunft der Regionalbahn in Rohrbach hinter dieser fahren, die Lok könnte also „hinten überstehen“.)

Wahrscheinlich lässt man tagesaktuell den vor, der gerade pünktlicher ist, denn die ominösen Verzögerungen im Betriebsablauf, verspäteten Bereitstellungen u.v.a.m. gibt’s natürlich oft genug…

  1. Keine Ahnung, wie oft derzeit die Vierteiler fahren, coronabedingt war ich da schon eine Weile nicht mehr unterwegs; typisch – zumindest im normalen Fahrplan – sollten aber die Sechsteiler sein, selbst noch später abends. []

Bauhnhof

Wenn am letzten Tag – auch wenn’s ein Sonntag ist – der zweiwöchigen Bauphase praktisch nicht mehr gearbeitet wird, dürfte die Sperrung der Bahnstrecke wohl planmäßig morgen Früh beendet werden. Nur vorne beim Bagger im zweiten Bild standen ein paar Arbeiter.

Zitat zu den Arbeiten: „Einbau der für den Baubetrieb benötigten Weichen und Querungen, Errichten des sogenannten Gleislängsverbaus (Verbau-Wand, die parallel zum Gleis verläuft und dessen Lage sichert), Rückbau des Bahnsteigs 1, Rückbau der vorhandenen Mittelbahnsteige, Oberleitung: Ersatz der Querfelder durch Einzelmasten mit Mehrgleisauslegern (Gleis 2 und 3).“

Weiter geht’s bis Juli so: „Erneuerung der Gleisanlage der Ortsgüteranlage, Neubau der Gleise 1 und 2 (ehemals Gleis 1) und der dazugehörigen Weichen, Umrüstung der Signalanlage auf Elektronische Stellwerkstechnik (ESTW-Technik), Errichtung neuer Oberleitungsmasten.“ Dabei läuft der Verkehr dann einseitig, d.h. eindurchfahrtsgleisig+einbahnsteiggleisig. Naja, dank Corona werd ich da wohl genausowenig fahren wie die letzten 13 Monate… wobei: einigermaßen optimistischen Schätzungen zufolge sollte ich im Juli zweitgeimpft sein…

Hier liegt übrigens Asphalt auf dem Haufen für Asphalt. Oder jemand hat den Haufen nachträglich beschriftet, wer weiß das schon… (und irgendwer wird auch wissen, was HW1 heißen soll).

Hier noch ein Blick über die Stadt – ich bin heute ja nicht nur am Bahnhof entlangspaziert:

Ein Traum?

Heute geträumt: Der ICE, auf den ich am Bahnhof warte, kommt als verkürzter renovierter ICE 1 LDV, an den man zum Ausgleich für die Verkürzung vorne einen alten n-Wagen und dazu passenden Wittenberger Steuerwagen1 angehängt hatte. (War trotzdem pünktlich!) In diesen Wagen waren fast alle Sitze ausgebaut, um Stehplätze zu schaffen – mit Haltestange an der Decke wie im Bus -, was auch von vielen Eltern mit Kinderwagen sowie Radfahrern genutzt wurde.

Hoffentlich bring ich da jetzt keinen Bahn-Verantwortlichen auf Ideen…

  1. in der Einzelansicht dieses Beitrags im Blog ist so einer oben im Header-Bild zu sehen []