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Konzerte

Tiefer Truck

Nein, kein gepimpter, tiefergelegter Lastwagen, sondern ein kleiner Konzertbericht von Deep Purple gestern 19.5. in der Münchner Olympiahalle mit Vorband Monster Truck.

So leer war die Halle natürlich nur lange vor Beginn – wenn sie auch am Ende nicht ausverkauft war.

Die kanadischen Southern/Hard-Rocker – am bekanntesten ist wohl Don’t Tell Me How To Live – legten zwar optisch zurückhaltend, musikalisch aber voll los, von hart bis bluesig, unterhaltsame 40 Minuten zu Beginn.

Dann natürlich die wie so oft gefühlt unnötig lange Umbaupause, gegen deren Ende schon die große Videowand mit Deep Purple in Ice eingeweiht wurde:

Das goldene Jäckchen hat Ian Gillan schon mitten im ersten Lied wieder ausgezogen. Nötig für einen gelungenen Auftritt hatte er’s jedenfalls nicht.^^

Und wie auch schon die letzten Jahre war’s ein großartiges Konzert, in fast jedem Lied hier noch ein Solo, da noch eine Einlage, selbst bei den wenigen weniger bekannten Liedern konnte man schön mitgehen…

Die Videowand wechselte zwischen einem kurzen Ausfall, Nah- und nicht so nahen Aufnahmen sowie Grafiken, die sonstigen Lichteffekte waren auch angemessen, allerdings erst ca. im letzten Drittel auch hallenfüllend, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Mein Platz ca. 4-5 Metern hinter der Absperrung, vor der’s 30 € teurer war, war jedenfalls gut genug für einen guten Bühnenblick.

Wenn sie bei der Illustration von Smoke On The Water (nächstes Bild) jetzt noch entweder die für die Nordhalbkugel abends richtige Mondsichel verwendet hätten oder gleich alles korrekt für Montreux hätten zeichnen lassen (Fotos der beleuchteten Skyline und von Zeitungsartikeln hatten sie ja auch…) ;)

Die obligatorische Zugabe enthielt netterweise auch Highway Star, das sie nicht auf allen bisherigen Konzerten gespielt hatten (» Setlist), ironischerweise auch illustriert mit künstlerisch beleuchteten U-Bahn-Tunneln (sollte es in München auch mal geben…):

Und so waren’s am Ende ca. 1:45 tolle Musik in einem tollen Konzert. War’s das letzte hier auf der „Long Goodbye“-Tour? Wer weiß – hoffentlich ist ihr Abschied mindestens so lang wie der der Scorpions, die ja sogar Abschied vom Abschied genommen haben…

:rocks:

Die Nacht der aushelfenden Schlagzeuger

Und zwar beim Konzert von Gotthard gestern in der TonHalle München mit Special Guest Pretty Maids.

Das dänische Heavy-Metal-Urgestein sollte um 20:00 Uhr anfangen, doch da kam nur der Metal-Moser1 mit dem Hinweis, dass der Drummer wegen einer Infektion ins Krankenhaus musste, ein Ersatz eingeflogen wurde und unterwegs sei und es gegen halb Neun losginge. (» Facebook-Post der Band dazu.) Ging’s dann auch – mit einer ersten Aushilfe von Kickin Valentina für die ersten drei Songs, und dann war der eigentliche Ersatz, der ehemalige Drummer der Band von 1991-2005, vom Flughafen da.2 Das ursprünglich geplante 60-Minuten-Set wurde auf gut 45 Minuten verkürzt, v.a. um die neueren Songs. Aber trotzdem war’s ein guter Auftakt, die Stimmung passte auch schon weitgehend.

(Warum sie sich mit Monty Pythons Sit On My Face vom Band verabschiedet haben, weiß ich allerdings nicht…)

Dann die Schweizer Hauptband auf ihrer „Silver“-Tour zum 25-jährigen Jubiläum – seit Mitte Februar trommelt dort der Helloween-Drummer als Ersatz aus gesundheitlichen Gründen. Und das nicht schlecht – aber es ist ja auch nicht so, dass der nicht auch schon etwas Erfahrung hätte. :)

Nun ja, was soll man sagen – wieder ein tolles Konzert, abwechslungsreich von schnellen, kräftigen Songs über Power-Balladen bis zu akustischen Stücken und wieder zurück. Neben dem obligatorischen Hush-Cover auch mit einem von Come Together in der Zugabe.

Garniert mit Solo-/Instrumental-Einlagen, und es schien Band und Publikum Spaß gemacht zu haben.

(Und die Luft war besser als im Januar – jemand hatte wohl Trumps Haare aus der Lüftung entfernt.^^ Und die meiste Zeit die Finger von der Nebelmaschine gelassen.)

Am Ende waren’s dann ca. 1:45-1:50 tolle Rock-Unterhaltung in einem tollen Konzert – etwas weniger als 2014, aber sicher nicht zu wenig.^^

:rocks:

 


  1. der sich vorhin im Radio freute, nicht mit Bierbechern beworfen worden zu sein []
  2. Hätte man den Transrapid gebaut, wäre das vielleicht schneller gegangen… []

Epische Wölfe

Gestern hätte es gleich vier Veranstaltungen gegeben, die mich nach München hätten locken können: Stammtisch meines Lego-Vereins (aber den gibt’s jeden Monat), die Lange Nacht der Architektur wäre evtl. ganz nett gewesen (vielleicht nicht bei so zapfigen Temperaturen), die Science Busters wärem sicher auch sehr unterhaltsam gewesen – die ältesten Rechte hatte aber das Konzert von Powerwolf und Epica in der TonHalle.

Begonnen hat’s mit 30 Minuten Beyond the Black, und so jung wie diese Band noch ist, hat sie es durch fleißiges Vorgruppen-Touren geschafft, vorübergehend zu meiner meistgesehenen Live-Band zu werden… und wie erwartet war’s ein sehr guter Auftakt.

Kurze Umbaupause, und dann kam – die besondere Vorgruppe? Der erste der beiden Headliner? Wohl eher letzteres. Jedenfalls Epica, ebenfalls Symphonic Metal mit Sängerin, etwas härter, etwas mächtiger (und aus den Niederlanden).

Mit Podest links und rechts und hintenrum, sodass auch der Keyboarder hin- und herrollen konnte. 70-75 Minuten kraftvoll, episch, tolle Stimmung. Wäre auch ein guter einziger Haupt-Act gewesen, aber trotzdem…

…ließ sich das noch steigern. Nach einem etwas aufwendigeren Umbau begann dann die 95-minütige Heilige Heavy-Metal-Messe der saarländischen Powerwölfe mit Power Metal, naheliegenderweise…

…aber mit düstereren Elementen, weißer Gesichtsbemalung, passendem Bühnenbild, und von den christlichen bis zu den Werwolf-Bezügen alles mehr satirisch als ernst zu nehmen. NIcht zuletzt angesichts von Liedtiteln wie Resurrection by Erection oder Sanctified With Dynamite.

Und die Stimmung in der ausverkauften Halle (2200 o.ä.) war noch besser, als die Belüftung schlecht war.1 Rhythmisches Klatschen und Pow-er-wolf-Rufen nach fast jedem Lied, später Gesang nach entsprechender Vorlage. So manch eine Band kann von sowas nur träumen. Dabei waren laut Handzeichen sehr viele dabei, die (wie ich) Powerwolf zum ersten Mal live gesehen hatten.

So viel Spaß wie das Konzert gemacht hat, sollte das aber nicht das letzte Mal gewesen sein. Und die richtige Entscheidung bzgl. der besuchten Veranstaltung war’s somit auch auf jeden Fall.

:rocks:

 


  1. Bestimmt wurde die von den Haaren von Donald Trump verstopft. Oder so. Für irgendwas muss ich dem an seinem Amtseinführungstag ja die Schuld geben.^^ []

Stürmische Monsterbrücke

…oder anders gesagt: Der letzte kleine Konzertbericht für dieses Jahr. Nämlich Alter Bridge am 10.12.2016 im Zenith in München mit den Vorgruppen Like A Storm und Gojira.

Den Anfang machten die stürmischen Hard-Rocker aus Neuseeland mit einer halben Stunde ganz ordentlicher Musik, ein guter Einstieg, aber nichts, was mich überwältigt vom Hocker gerissen hätte. Selbst das TNT-Cover nicht. Aber auch keine Enttäuschung.

Dann die Franzosen mit dem japanischen Monster-Namen – „technical death metal“, „progressive metal“, was auch immer. Geschrei, Geknüppel, Bass- und Blitzlicht-Gewitter – muss an sich nicht schlecht sein, aber die Hälfte des Sets bestand fast nur daraus, und das war mir doch etwas zu viel. Bei der anderen Hälfte haben sie wenigstens gezeigt, dass sie auch noch mehr können, und das durchaus gut und einigermaßen mitreißend. Gut 40 Minuten insgesamt.

Die Hauptband – Genre-Charakterisierungs-Fans werden irgendwo im Bereich zwischen Alternative Metal, Hard Rock, Heavy Metal und Post-Grunge fündig – hat dann aber so richtig losgelegt, wie sich’s gehört – anders als vor drei Jahren auch mit Videowand…

…und geiler Lightshow passend zur geilen Musik und Performance. (Ja, hier hab ich mal den Platz gewechselt zugunsten von mehr Luft und mehr Bier. Zwar mit Stahlstütze im Blickfeld, aber auch etwas näher.)

Wie üblich mit kleiner Akustik-Einlage von Myles Kennedy auf seiner offenbar bevorzugten Bühnenseite und einem vom Gitarristen Mark Tremonti gesungenen Lied zwischendrin…

…und am Ende waren’s wohl rund 100 Minuten großartige Unterhaltung…

…mit dem aktuellen Stück Show Me A Leader und dem Klassiker Rise Today am Ende. (» Setlist)
:rocks:

Jenseits der schwarzen Tränen

Ja, nächster Konzertbericht. Gestern im Backstage-Werk in München das letzte Konzert der aktuellen Tour von Beyond the Black mit Vorgruppe Lacrimas Profundere.

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Anstatt Tränen zu vergießen, nebelten jene die Halle ein wenig zu ordentlich ein in ihren 30 Minuten Dark Rock, die ein wenig zu eintönig–traurig begannen, dann aber doch noch ganz ordentlich wurden und mehr als nur eine Handvoll Leute zum Klatschen brachten.

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Der Nebel hing noch lange rum, als dann die Haupt-Sängerin mit ihrer im Sommer ausgetauschten Band1 kam…

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…die neben fast allen Songs der bisherigen zwei Alben auch einen neuen spielten (vier neue sollen Anfang nächsten Jahres auf einer „Tour Edition“ des 2. Albums erscheinen; hoffentlich auch einzeln…). Die Neumitglieder bedankten sich auch, wie gut sie von den Fans aufgenommen wurden – aber was auch sonst, wenn sie ihr Handwerk verstehen und offenbar spielfreudig bei der Sache sind.

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Ungefähr in der Mitte der 105 Minuten bin ich dann aus dem Innenbreich raus weiter nach oben und hinten, wo etwas mehr Luft in der Luft war (und die Bar in der Nähe).

Jedenfalls war das wieder ein schöner Konzertabend, wie üblich gute Abwechslung bei der Hauptband, gute Stimmung, Mitsingen und -klatschen inklusive.

:rocks:

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(Das letzte Bild zeigt noch interessante Schatten auf dem Boden von vor dem Beginn.)

 


  1. schon irgendwie komisch, dass gleich die ganze alte Band anscheinend keine Vollzeit-Band werden wollte, oder was genau auch immer der Grund war… []
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