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Zeitungsausschnitte

Kleinanzeigen

Eine kleine Sammlung von Kleinanzeigen auf dem kleinen Bayrischen Taferl:

Auch wenn evtl. so eine Anzeige auch irgendwo online schneller als gedruckt zu lesen sein mag, scheint mir das weder der beste Weg für etwas Dringendes noch für eine Handwerkersuche:

Suche DRINGEND Elektriker nach Reichertshausen, Tel. ...

Ist „schlank“ wichtig, weil das Wohnmobil arg klein ist…?

Ich will mir nicht wirklich näher vorstellen, was einen „jugendlichen“ 69-Jährigen ausmacht:

Da steht natürlich die Frage „Wie?“ im Raum:

Und schließlich:

Na, geht ned, und wenn i dera a Buidl schickn dad, dann oans mit FFP2-Maskn.

Einmal durchkneten, bitte!

Zwei Kleinanzeigen aus einer hiesigen Zeitung – wo würdet ihr euch lieber massieren lassen?

Bei dem oder der wortkargen Anbieter*in aus der ersten mit Festpreis, wo man sich nicht sicher sein kann, wer da genau was unter dem ganzen Körper versteht und ob da nicht doch ein Aufpreis fällig wird – oder ein Rauswurf erfolgt -, wenn man den i.d.R. von einem Handtuch bedeckten Körperbereich und insbesondere dessen Vorderseite auch zum ganzen Körper gezählt haben will?

Oder bei der zweiten, deren Wortwahl schon gar keine Billigheimer-Assoziationen aufkommen lässt und wo vielleicht 50 € gerade mal für eine halbe Nackenentspannung reichen, wenn sich die Lady denn mit so etwas Banalem überhaupt begnügt?

„Medizin aus der Natur“

So der Titel einer Sonderseite einer hiesigen Kostenloszeitung, garniert mit einem gezeichneten Zweig mit grünen Blättern, dahinter auch ein irgendwie passendes Fotomotiv (u.a. mit Farnblatt, Blüten, Knoblauch, Öl(?)flasche). Suggeriert natürlich natürlich sanfte Medizin, ach so verträgliche Medikamente und dergleichen. Aber schauen wir uns die Kleinanzeigen an:

  • Kräuterführungen einer Kräuterpädagoging – huch, mal nicht gleich was direkt Esoterisches! Sowas aber auch.
  • Ein „Gesundheitszentrum“ mit Craniosacral-Therapie, Hypnose/Schmerztherapie, Systemaufstellung, Psychokinesiologie, Meditation, Tanz/Yoga. Zwar so manches, das gern das „Naturheilkunde“-Etikett an sich reißt, aber nicht mal etwas, das in Richtung Medilkament geht…
  • Eine „Naturheilpraxis“, die von Osteopathie über Massagen bis Elektrotherapie 18 Punkte auflistet, auch eher Methoden statt Medikamente. Oh, und diese Elektrotherapie muss ja wirklich totaaal natürlich sein…
  • Ein Artikel über „Beauty Food“, Ernährung, die der Schönheit hilft. Könnte ernsthaft sein, könnte Mythen bedienen – vermutlich eine Kombination von beidem, aber detailliertes Nachrecherchieren wäre hier übertrieben.
  • Noch eine „Naturheilpraxis“, die neben Elektroakupunktur und Fußreflexzonenmassage tatsächlich etwas mit Zeug zum Einnehmen enthält (u.a. Schüssler-Salze); erwartungsemäß aber auch nur die typische Pseudomedizin, die zwar natürlich tut, aber weder echte Medizin noch echt heilsam ist noch etwas mit der echten, nachweisbaren Natur zu tun hat.
  • Eine „Heilpraktikerin für Psychotherapie“, die gleich gar nichts außerhalb ebendieser Therapie anbietet und sich damit noch mehr für „Medizin aus der Natur“ disqualifiziert.
  • Eine weitere „Naturheilpraxis“ mit einem guten Dutzend Angeboten querbeet – überraschenderweise die einzige, die Homöopathie erwähnt, nicht überraschenderweise ausschließlich Esoterisches/Pseudomedizinisches.
  • Und zwei Salzgrotten/-oasen/-wellnessräume, auch mehr Wellness als Medizin.

Fazit: Eigentlich wie erwartet, nur die Kräuterführung hat das Potenzial, hier aus dem Rahmen zu fallen. Immerhin ein kleines bisschen näher am Titel als „Fit in den Frühling“ vor ein paar Jahren


Lesetipps:

A-Baum oder Ab-Aum?

Aufbäumen? Abbäumen1? Anbäumen? Oder doch einfach Abräumen?

Das große Abäumen

Schon ein bisschen peinlich, wenn gerade in der Überschrift ein Buchstabe fehlt wie hier beim Pfaffenhofener Kurier online. Da ist es schon egal, wenn in der weiter unten folgenden kleinen Bildunterschrift das wenn ein n und der Teilsatz davor ein Verb vertragen könnten:

Alles muss weg: Die Pflanzen in den Kästen, die hölzernen Beete im Hintergrund und sogar der ganze Schotter auf dem Volksfestplatz wieder weggeräumt werden, wen die Gartenschau in nicht einmal zwei Wochen vorbei ist.

  1. würde ja auch teilweise passen, nur gibt’s dort viel mehr als nur Bäume []