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Musik

Jenseits der schwarzen Tränen

Ja, nächster Konzertbericht. Gestern im Backstage-Werk in München das letzte Konzert der aktuellen Tour von Beyond the Black mit Vorgruppe Lacrimas Profundere.

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Anstatt Tränen zu vergießen, nebelten jene die Halle ein wenig zu ordentlich ein in ihren 30 Minuten Dark Rock, die ein wenig zu eintönig–traurig begannen, dann aber doch noch ganz ordentlich wurden und mehr als nur eine Handvoll Leute zum Klatschen brachten.

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Der Nebel hing noch lange rum, als dann die Haupt-Sängerin mit ihrer im Sommer ausgetauschten Band1 kam…

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…die neben fast allen Songs der bisherigen zwei Alben auch einen neuen spielten (vier neue sollen Anfang nächsten Jahres auf einer „Tour Edition“ des 2. Albums erscheinen; hoffentlich auch einzeln…). Die Neumitglieder bedankten sich auch, wie gut sie von den Fans aufgenommen wurden – aber was auch sonst, wenn sie ihr Handwerk verstehen und offenbar spielfreudig bei der Sache sind.

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Ungefähr in der Mitte der 105 Minuten bin ich dann aus dem Innenbreich raus weiter nach oben und hinten, wo etwas mehr Luft in der Luft war (und die Bar in der Nähe).

Jedenfalls war das wieder ein schöner Konzertabend, wie üblich gute Abwechslung bei der Hauptband, gute Stimmung, Mitsingen und -klatschen inklusive.

:rocks:

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(Das letzte Bild zeigt noch interessante Schatten auf dem Boden von vor dem Beginn.)

 


  1. schon irgendwie komisch, dass gleich die ganze alte Band anscheinend keine Vollzeit-Band werden wollte, oder was genau auch immer der Grund war… []

Das goldene immergraue Königreich

Je seltsamer die Beitragstitel, desto eher ein Konzertbericht? Vielleicht. ;) Jedenfalls geht’s hier um Delain am 28.10. im Münchner Backstage-Werk mit den Vorgruppen Kobra and the Lotus und Evergrey.

Anscheinend relativ kurzfristig wurde die Anfangszeit auf 19:30 vorverlegt, etwas länger stand wohl der Umzug von der Halle ins Werk fest, aber dank fehlender Beschilderung gab’s in der Schlange doch etwas Verwirrung, und ganz pünktlich um 19:00 scheint der Einlass auch nicht begonnen zu haben. Wie dem auch sei…

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…um 19:40 legte dann die erste Vorgruppe aus Kanada los, schöner Heavy Metal mit charismatischer und stark herüberkommender Sängerin in Gold, die mit Vornamen tatsächlich Kobra heißt. Ein sehr guter Einstieg, ich glaube, von denen hör ich mir noch mehr an.

Nach deren halben Stunde und einer rekordverdächtigen Umbaupause von 17 Minuten kamen dann…

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…die schwedischen Progressive-Metaller von Evergrey (trotzdem mit bunten Scheinwerfern), und auch wenn die ersten ein, zwei Lieder etwas eintönig wirkten, wurde es immer besser und abwechslungsreicher, kraftvoll, treibend, mitreißend. Also auch keine Zeitverschwendung, diese gute Dreiviertelstunde.

Schließlich…

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…die Symphonic-Metal-Hauptband (nach einem Königreich bei Stephen King benannt), auch Charlotte war in Gold gekleidet, und natürlich bot auch die Hauptband ein tolles Programm, tolle Musik, Gesang, Gitarren (mit dem Oli Kahn unter den Gitarristen – zumindest bei mancher Mimik drängte sich mir dieser Vergleich auf^^), von gefühlvoll bis kräftig, und mit viel Applaus bedacht.

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Ziemlich genau 90 Minuten (+Verabschiedung) lang1, wieder ein tolles, mitreißendes Konzert.
:rocks:

 


  1. und ideal getimt für die letztmögliche S-Bahn zu meinem vorletzten Zug []

Feuerroter Schatten

Ja, nach der Sommerpause ist das mal wieder ein gekünstelter Titel für einen kleinen Konzertbericht: Tarja mit der „The Shadow Shows“-Tour am 15.10.2016 im Backstage-Werk in München.

Erste Vorgruppe war Scarlet Aura mit melodischem Metal mit Frontfrau aus Bukarest (1. Foto), von denen ich dank der längsten Schlange, die ich je vor dem Backstage erlebt habe und die sich anfangs nur sehr zäh bis gar nicht bewegt hat1, nur die Hälfte mitbekommen habe. Bei einem Song hatte die Dame auch Engelsflügel an (wovon ich kein passables Bild habe). War eigentlich ein ganz guter Auftakt, diese noch recht neue Band könnte ich mir mal näher anhören.

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Zweite Vorgruppe waren Angra2 aus Brasilien mit Power Metal, oft um Percussions und Folk-Elemente angereichert – samt einer Capoeira-Einlage (dieser brasilianische Kampftanz) des Percussionisten. Anfangs fand ich sie „nur okay“ und vielleicht nicht ganz ins Gesamtkonzept passend, mit der Zeit immer besser. Die Publikumsreaktionen breiteten sich aber auch recht zäh weiter als ein paar Meter nach hinten aus. 55 Minuten (+ langem Abschied) durften sie spielen.3

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Dann kam natürlich Tarja mit Begleitband, und die Begeisterung war entsprechend groß. Ich kopiere mal aus meinem Bericht von vor drei Jahren:

Tarja schien auch ihren Spaß gehabt zu haben und von dem vielen Applaus gerührt gewesen zu sein. Und zusätzliches rhythmisches Klatschen nach mindestens jedem zweiten Lied hört man auch nicht immer…

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Showtechnisch gab’s diesmal auch eine fünfgeteilte Videowand und dazwischen senkrechte Reihen von (Lauf-)Lichtpunkten, etwas zu hell für meinen Geschmack (und den der iPhone-Kamera). Musik und Gesang selbst waren natürlich wiederum toll, von ruhigen, gefühlvollen Stücken, einem Akustik-Medley zwischendrin, mit schöner Dynamik, bis hin zur nötigen Metal-Härte.

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Und das gut 100 Minuten lang, wohl ca. die Hälfte davon vom neuen Album (» Setlist). Abwechslungsreich, begeisternd – aber okay, mein Blick als Fan ist da nicht ganz unvoreingenommen. ;)

:rocks:

 


  1. da war die Security wohl noch mit dem etwas früher beginnenden 4-Band-Konzert in der kleineren Halle zu beschäftigt… []
  2. „Göttin des Feuers“ in der brasilianischen Mythologie, somit wäre auch „Feuer“ im Titel dieses Beitrags erklärt []
  3. Hätten sie sich auf die „üblichen“ 45 Minuten beschränkt – bevorzugt also die ersten 10-15 weggelassen -, hätte ich dank der erfreulich kurzen Umbaupausen gar noch meinen vorletzten Zug erreicht… []

I’m possessed by love — but isn’t everybody? Most of my songs are love ballads and things to do with sadness and torture and pain.

In terms of love, you’re not in control and I hate that feeling. I seem to write a lot of sad songs because I’m a very tragic person. But there’s always an element of humour at the end.

Freddie Mercury, zitiert aus „I am the Champion“ von Nick Ferrari in The Sun (19.Juli 1985), via Wikiquote – zu seinem heutigen 70. Geburtstag

Übersetzung: Ich bin von Liebe besessen – aber ist das nicht jeder? Die meisten meiner Lieder sind Liebesballaden und Dinge, die mit Traurigkeit, Folter und Schmerz zu tun haben.
Was Liebe betrifft, hast du keine Kontrolle, und ich hasse dieses Gefühl. Ich scheine eine Menge trauriger Lieder zu schreiben, weil ich eine sehr tragische Person bin. Doch es gibt immer ein humorvolles Element am Ende.

Zitat von Freddie Mercury

26 Songs zum Aufdrehen

Über den Herrn Wortman bin ich auf eine Blogparade der Singenden Lehrerin gestoßen, betitelt „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist‟ – 10 Songs zum Aufdrehen:

Ich suche diesmal 10 Lieder, möglichst keine aktuellen Hits, bei denen ihr laut aufdreht, lauthals mitsingt oder die Tanzfläche stürmt.

Als ich meine Musiksammlung so durchgeblättert habe, um kein wichtiges Lied zu verpassen, kam mir die Idee, meinen Beitrag etwas auszuweiten und zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Lied auszuwählen – und auch da ist mir die Auswahl bei manchen Buchstaben schwer gefallen…

So viele Songs will ich nicht alle einzeln einbetten, deswegen könnt ihr zwischen den Links wählen oder diese Playlist verwenden:

(Falls das Weiterspringen hier nicht klappt: auf Youtube ansehen.)

 

AC/DC – Highway To Hell
Wer sonst könnte das Alphabet beginnen?`Also rocken wir los!
(Und ratet mal, was gerade im Radio läuft, als ich dabei war, diesen Beitrag fertigzustellen…)

Black Stone Cherry – Peace Is Free
Auch wenn diese Ballade bei Konzerten gern der krönende Abschluss ist, sind wir noch lange nicht am Ende. Hier eine Akustik-Live-Version.

Phil Collins – In The Air Tonight
Natürlich wird immer eifrig mitgetrommelt!

Deep Purple – Child In Time
Ein langer Klassiker. Und auf Rockantenne wird der sogar ab und zu in voller Länge gespielt. Nur leider bei Konzerten nicht mehr, die Schreie sind wohl nichts für Ältere-Herren-Stimmbänder. ;)

Eluveitie – Inis Mona
Folk/Pagan/Celtic/Wasauchimmer-Metal aus der (aber nicht über die) Schweiz.

Fatboy Slim Remix: Cornershop – Brimful of Asha
Zur Abwechslung mal nicht ganz so rockig – aber groovig. (Da C schon belegt war, hier einfach zum F-Remixer und Populärmacher einsortiert.)

Peter Gabriel – Digging in the Dirt
Hier eine relativ neue Live-Version, wie sie mir auch in München sehr gut gefallen hat.

Helloween – Dr. Stein
Kehren wir zurück zum härteren Material – sogar aus Deutschland.

Iron Butterfly – In-A-Gadda-Da-Vida
Ein noch längerer Klassiker…

Jethro Tull – Aqualung
Nicht ganz so lang, trotzdem Klassiker. Auch gut zum Auf-der-Maus-Mitklopfen, wenn’s mal während der Arbeit am PC läuft.

Lenny Kravitz – Mr Cab Driver
Aber nicht zu weit mit dem Taxi fahren, es geht noch weiter.

Laika – Black Cat Bone
Atmosphärisches aus dem Buffy-Soundtrack.

Metallica – One
Auch nicht grad kurz. Und nicht grad schlecht.

Nightwish – Alpenglow
M.E. einer der schönsten Songs vom aktuellen Album, nicht als Single zu haben. Time to rest now and to finish the show…

Ozzy Osbourne – I Don’t Wanna Stop
Er hat recht, wir hören noch nicht auf.

Pizziccato Five – Mon Amour Tokyo
…aber zwischendurch wieder etwas Nicht-Rock-oder-Metal. Wer jetzt Französisch kann und hofft, den Text zu verstehen, wird aber enttäuscht sein. (Außer er kann auch Japanisch.)

Queen – March of the Black Queen
Queen muss ja sein, so als großer Queen-Fan mit eigenem Schlagwort im Blog. Aber was? BoRhap kam schon bei anderen Teilnehmern vor, Don’t Stop Me Now ist mir auch schon begegnet – greife ich mal ganz weit zurück zum 2. Album…

Rage Against The Machine – Killing In The Name
„I won’t do what you told me!“ – passt irgendwie: Anders als mir gesagt wurde, nehme ich nicht nur 10 Titel. :)

Serj Tankian – Empty Walls
Mit einem Refrain der Kategorie „Mitsingen für Fortgeschrittene“. Und ja, ich trickse hier mit der Einsortierung beim Vor- statt Nachnamen, denn diese Diva mit T darf nicht fehlen:

Tarja – Never Enough
Genau. (Solche offiziellen Lyrics-Videos mit Künstlerbeteiligung sind auch eher selten, oder?)

Us 3 – Cantaloop
Jazz+Rap zur Abwechslung. (Live-Version.)

Velvet Revolver – Fall To Pieces
Diesmal kommt der Rock zwischendrin.

Was (Not Was) – Papa Was A Rolling Stone
Meiner nicht.

Xandria – Soulcrusher
Hatten wir schon genug Symphonic Metal? (Rhetorische Frage. Natürlich nicht.)

Yes – Roundabout
Nein, nicht „Owner of a Lonely Heart“. Hab ich irgendwie schon zu oft gehört.

ZZ Top – Viva Las Vegas
Diese Band musste ja ganz am Ende kommen.

…oder auch nicht, denn als Bonus ergänze ich eine Band, die mit einer Zahl beginnt:
4 Non Blondes – What’s Up

Aber jetzt: Ende. Und, wie gefällt’s?

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