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Spam

Investmentbetrüger

Anruf daheim zur Mittagszeit von 00442035193945, also aus England – ich hab nicht so genau aufs Display geschaut, eine 0 für eine 8 gehalten und gedacht, das ist jemand aus einem Nachbarort, der sich wohl verwählt hat (wir haben hier schließlich die Vorwahl 08441).

Aber nein, da meldet sich jemand auf Englisch, fragt erst, ob ich ich bin (also mit Vornamen), und ich dachte erst, „endlich“ mal ein falscher Microsoft-Mitarbeiter, aber nochmal nein, er nennt eine mir nicht näher bekannte Firma, die er wie auch sich selbst gleich näher vorstellen wolle, fragt aber zunächst, wenn ich denn selbst auf eine Anlagemöglichkeit gestoßen wäre und sie nach eigener Recherche für gut befunden hätte, wäre ich doch sicher daran interessiert, oder?

Aha, daher weht also der Wind und liegt der Hund begraben, ay, there’s the rub, wenn wir schon beim Englischen sind – hab ich ihm so nicht gesagt, sondern nur, wenn er mir irgendein Investment-Zeugs verkaufen will, nein, da bin ich nicht interessiert, solchen Anrufen traue ich nicht, und aufgelegt.

Wie auch einige Meldungen bei Telefonnummer.net aus jüngster Zeit die Unseriosität bestätigen, die konkreteste1: „Aktienbetrüger. Anrufer will einem Aktien verkaufen in dem er behauptet, das VW die angeprisene Firma übernehmen wird und der Kurs dann Explodiert.“

Wobei mich ja schon interessieren würde, wie viele Leute sich von unbekannten und unerwarteten englischen Anrufern, selbst wenn sie einem noch so viel Honig ums Maul schmieren bzw. „aufbuttern“ (to butter sb. up), tatsächlich Aktien andrehen lassen.

 


  1. samt aller Original-Rechtschreibfehler []

Erpressbetrüger

Mal kein klassischer Masken- oder Kapuzenheini im Dunkeln

Angebliche Erpresser-Mails scheinen derzeit in Mode zu sein – waren es früher Vorschussbetrug-Mails, treiben sich jetzt diese vorgeblichen Hacker mindestens wöchentlich rum und hoffen auf das schnelle Bitcoin-Geld.

⇒ Einfach ignorieren! Die wollen nur Geld für nix erschwindeln!

Aber wie so manche, mitunter sprachlich kuriose Spam-Mail will ich auch diese mal ein bisschen sezieren. Manche klingen im Betreff noch wie eine hilfreiche Warnung, andere kommen mit „Hallo, mein Opfer“ gleich auf den Punkt:

Hallo, mein Opfer. Ich habe dich beim Masturbieren aufgenommen! Ich habe tqmy8js5.mpg erfasst.

Seeehr aussagekräftiger Dateiname… soll mir der was sagen?

Ich schreibe Ihnen, weil Ich Mаlwаre auf die Porno-Website gesetzt habe, die Sie besucht haben.

Welche von den Millionen Seiten? Schreib das doch dazu!

Mein Virus hat all Ihre persönlichen Daten gesammelt, und hat Ihre Kаmerа während Ihrer Masturbation eingeschaltet. Ich muss zugeben, Sie sind sehr pervers…..
Zudem hat die Software Ihre Kontakte kopiert.
Ich werde das Videо löschen, wenn Sie mir 1.000 EUR in Bitсoin zahlen.

Dies ist Adresse für die Zahlung:
[…]

Wenn Sie die Zahlung nicht innerhalb von 48 Stunden abschicken, werde ich dieses Video an alle Ihre Freunde und Bekannten schicken.
Ich weiß, wo Sie wohnen.

Sehr überzeugend, so eine dahingeworfene Behauptung…

Ich gebe Ihnen 48 Stunden für die Zahlung.
Es ist nicht notwendig, mir zu sagen, dass Sie mir das Geld geschickt haben. Diese Adresse ist mit Ihnen verknüpft, mein System wird alle Daten nach der Übertragung automatisch löschen.

Was er nicht hat, braucht er nicht zu löschen, also braucht es keine Verknüpfung…

Sie können die Polizei einschalten, aber niemand wird Ihnen helfen können. Wenn Sie versuchen, mich zu verarschen, werde ich das bemerken!

Du bist halt Experte im Verarschen…

Ich lebe nicht in deinem Land. Also wird man mich auch nach 9 Monaten nicht finden können.

Wieso gerade 9 Monate? Glaubst du, durch das angebliche Masturbationsfilmen bist du schwanger geworden? :lol:

Bis bald. Denken Sie an die Schande und dass Sie ruiniert werden können.

Wobei andere, frühere Varianten schon geschwätziger und auch dümmer waren – wenn’s kein Zufall ist, scheinen die Typen bzw. ihre Nachahmer dazuzulernen. Mal abgesehen davon, dass andere 72 Stunden Zeit gegeben haben, eine andere nur 24, hier ein paar beispielhafte Auszüge:

Als Sie das letzte Mal eine pornografische Website mit Jugendlichen besucht haben, haben Sie von mir entwickelte Software heruntergeladen und installiert.

„mit Jugendlichen“ kann zu spezifisch für den Angeschriebenen sein – es mag mehr Druck bei denen aufbauen, auf die das zutrifft, aber viele andere eben schon ausschließen.

Meine Software hat auch alle Ihre E-Mail-Kontaktlisten und eine Liste Ihrer Freunde auf Facebook heruntergeladen.

Wer wie ich nicht auf Facebook ist, sollte hier auch misstrauisch werden.

Ich habe sowohl die ktyl4ejb.mpg mit Ihrer Masturbation als auch eine Datei mit all Ihren Kontakten auf meiner Festplatte. Du bist sehr pervers!

Was bringt eigentlich so ein kryptischer Dateiname? Und tja, für automatische Übersetzer oder Satzbaustein­zusammenwürfler ist die deutsche Du/Sie-Unterscheidung auch problematisch, hier viel häufiger als bei der Mail oben…

Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie man sich auf der linken Hälfte des Bildschirms zufrieden stellt, und in der rechten Hälfte sehen Sie das Video, das Sie angesehen haben.

Behaupten die letzten Mail-Varianten auch nicht mehr. Vielleicht um diejenigen, die sich nur Porno-Fotos angeschaut haben, nicht auszuschließen.

Versuche nicht mich zu betrügen! Sobald Sie diese E-Mail öffnen, werde ich wissen, dass Sie sie geöffnet haben.

Das wäre höchstens bei dämlich falsch eingestellten Mailprogrammen/-diensten möglich. Und auch nur dann, wenn Entsprechendes in der Mail integriert gewesen wäre. Oder jemand auf das List-Unsubscribe, das interessanterweise in manchen Headern ist, reagiert. In einer früheren Mail klang das noch so holprig:

Keine Sorge, ich habe eine Benachrichtigung, die diesen Brief liest, und der Timer funktioniert, wenn Sie diesen Brief lesen.

Das Senden von Beschwerden an irgendwo ist nicht sinnvoll, da diese E-Mail nicht als meine Bitcoin-Adresse ermittelt werden kann.

Was auch immer er damit meint… (Die Bitcoin-Adresse steht ja zwangsläufig als Geldempfänger drin, aber sperren wie ein normales Konto kann man sowas kaum.)

Ich mache keine Fehler.

LOL.

Wenn ich feststelle, dass Sie einen Bericht übermittelt oder diese Nachricht mit einer anderen Person geteilt haben, wird das Video sofort verteilt.

Kann ich vielleicht auch mal eine Kopie bekommen? Hey, ich mein ja nur – Erpressungen haben umso bessere Chancen, je klarer es ist, dass der Erpresser tatsächlich was in der Hand hat. Schick doch gleich ein paar Standbilder von deinem angeblichen Video mit! Dann hab ich auch gleich was, was ich auf einen tumblr-Nachfolger hochladen kann!

Es gibt auch andere Mails – etwa bei Verstand in Gefahr?! (#2, #3) –, wo ein „Passwort zum Zeitpunkt des Hackens“ mit angegeben war. Würde mich wundern, wenn das allzu oft stimmt. Wobei es anderseits ja schon mal jemanden erwischen kann, von dem tatsächlich irgendwo mal ein Passwort gehackt worden ist…

Zwei englische Varianten „[Mailadresse] is compromised. Password must be changed“ u.ä. kamen auch mal. Zwar naturgemäß ohne Du/Sie-Probleme, aber sprachlich auch nicht gerade perfekt (z.B. „catched“). Wobei die angebliche Absendeadresse gleich meiner Empfängeradresse war – was ungefähr so fälschungssicher ist wie auf einer Postkarte, nämlich gar nicht:

I sent you an email from YOUR hacked account.

Tipp für Empfänger: Mal in die Received-Header reinschauen. Dann ist das schnell als Lüge enttarnt. In diesen Fällen kamen die Mails von einem rumänischen und einem tunesischen Server.

Through your e-mail, I uploaded malicious code to your Operation System.

Interessante Aussage. Aber durch Zugang zum Postfach das Betriebssystem infizieren? :roll:

You are not my only victim, I usually lock devices and ask for a ransom.
But I was struck by the sites of intimate content that you very often visit.

Ach, soll man sich da geschmeichelt fühlen?

I am in shock of your reach fantasies! Wow! I’ve never seen anything like this!
I did not even know that SUCH content could be so exciting!

He, für diese tolle Erfahrung solltest DU doch MIR etwas zahlen! Auf, los, schick mir binnen 48 Stunden 1000 €, sonst sage ich allen DEINEN Freunden und Verwandten, was für perversen Kram du jetzt anregend findest! Und dass du ständig Pornos schaust, sowieso!

 

⇒ Einfach ignorieren! Die wollen nur Geld für nix erschwindeln!

Jede Zelle ihres Körpers ist…

…nein, nicht glücklich, sondern gefüllt – und zwar mit mir !!!!, meint „sie“. Also die „sie“ aus einer dieser Betrugsanbahnungs­mails, die mich (schon vor einiger Zeit) erreicht hat. Aber fangen wir mit dem Anfang an:

Es war schwierig, dir einen Brief zu schreiben

Klar, wenn du meine Adresse nicht kennst… und so eine E-Mail lässt sich ja auch viel billiger massenhaft rausschicken…

Hallo! Ich habe beschlossen, dir zu schreiben, aber ich weiß nicht einmal, wie ich anfangen soll … Mein Name Milana
Nein, das ist kein Brief mit einer Liebeserklärung, wollte nur einen schreiben …
Worüber? Alles auf einmal.
Ich möchte also nah bei dir sein. Ich würde meinen Kopf auf deine Schulter legen,
Ich würde umarmen und wissen, dass Sie mich umarmen und streicheln würden

Du, Sie – tja, gute Übersetzungsprogramme sind schwer zu bekommen… wobei, verglichen mit Anghela damals ist das schon besser.

Jeden Tag erkenne ich, dass du fest in meinem Herzen verankert hast !!!
Jede Zelle meines Körpers ist mit dir gefüllt !!!!
Du bist wie der Herr: Du hast Macht über mich !!!!!
In jedem sehe ich nur dich, alle umgebenden Objekte rufe ich deinen Namen!

Na das wird aber verwirrend. Mal abgesehen davon, dass du meinen Namen ja gar nicht kennst. Aber wenn man sich mal vorstellt, du fragst jemanden an der Bushaltestelle: „Können Sie mir sagen, welchen Andreas1 ich zum Andreas2 nehmen muss und wie viel Andreas3 die Andreas4 kostet?“ …

Jedes Mal, wenn ich deinen Namen im Fernsehen höre, im Radio,
vom zufälligen Passanten, im Buch, in der Zeitung, im Herzen gelesen
schrumpft vor solchen Schmerzen, als ob tausend Messer mich durchbohren …..
Man muss nur an dich denken, und ich werde sofort verrückt,

Oh, du kannst dann auch die Gedanken aller Leute lesen? Wow!

In den Augen ist ein wütendes Feuer, alles ringsum verschmilzt mit deinem Bild !!!!!
Und nur wegen dir bin ich zu einer Quelle unerschöpflicher Gefühle geworden !!!!

Du trägst ja ganz schön dick auf. Und das soll keine Liebeserklärung sein? Also vielleicht eine Bewerbung für die nächste Gummizelle?

Ich möchte ein Treffen mit dir. Aber ich kenne deine Reaktion nicht.

Meine Reaktion? Oh, lass mich mal so ausdrücken: maschinell übersetzte Spam-Mails dieser Art, egal ob mit oder ohne Nackt-„Selfie“ im Badezimmerspiegel (hier entschärft eingebunden), und dazu mit geplenkten Massen­ausrufezeichen, finde ich immer sehr einladend, mich mit der „Absenderin“ zu verabreden. Nicht.

Ich möchte Sie einladen, sich zu unterhalten.
Ich kann meine Nummer dort lassen, damit Sie mich anrufen können.
Sie können auch meine Fotos sehen, um mehr über mich zu erfahren.
Mein Profil finden Sie auf dieser Seite Öffnen. Und finde mich, meine ID: [eine 11-stellige Zahl]
Ich warte auf dich, mein Begehrter.

Joa, dann warte mal. Hoffentlich nicht nur auf mich vergeblich. Kannst ja so lange noch ein paar neue Selfies machen Fotos klauen…

 


  1. Bus []
  2. irgendein Ziel []
  3. irgendeine Währung []
  4. Fahrkarte []

„Recherche“

Vermutlich die meisten Blogger und Seitenbetreiber bekommen hin und wieder Mails, die so tun, als wäre da jemand bei einer Recherche nach tollen, zu seinem Thema passenden Seiten auf das eigene, angeblich so tolle Blog gestoßen, und bitten um eine Verlinkung aufs eigene Angebot, z.B. ein E-Book, bieten ggf. einen speziell geschriebenen Artikel und/oder Backlinks an.

Und vermutlich (…hoffentlich…) die meisten solcherart angeschriebenen Blogger und Seitenbetreiber glauben dem Absender auch kein Wort und antworten nur selten. Bei diesem „passenden“ Fall letzten Freitag hab ich das doch mal getan. (Geantwortet, nicht geglaubt.) Hier die Mail als Screenshot, wie sie mir mein Mailprogramm (Thunderbird) angezeigt hat:

unter [...] biete ich ein kostenloses E-Book zum Thema Horoskope & Astrologie mit umfassenden Informationen zum Download an. Bei den Recherchen für das E-Book bin ich unter anderem auf Ihre Webseite gestoßen. Wären Sie bereit, meine Webseite bzw. das E-Book von Ihrer Webseite aus zu verlinken (z. B. von http://cimddwc.net/2013/10/22/warum/)? (Das E-Book kann übrigens ohne Anmeldung oder ähnliche Hürden einfach im PDF-Format heruntergeladen werden, ohne weitere Verpflichtungen. Das wird auch dauerhaft so bleiben.) Falls das für Sie interessant ist, kann ich Ihnen gerne einen (eigens geschriebenen) Artikel zum Thema zusenden, den Sie auf Ihrer Webseite veröffentlichen können. Wenn Sie möchten, kann ich im Gegenzug Ihre Webseite von einer meiner anderen Webseiten verlinken. Freundliche Grüße, [Name]

Und ihr Astrologie-E-Book will sie tatsächlich auf einem Beitrag über eine betrügerische Hellseherinnen-Seite (die Sternzeichen als Werbe-Stichwort verwendet hatte) verlinkt sehen…

Meine Antwort (Fußnoten für diesen Beitrag ergänzt):

Hallo Frau […],

Würde Ihre „Recherche“ aus mehr als dem Starten eines Massenmailprogramms(*) mit Stichwort-Datenbank(**) bestehen – Sie würden sich schon ganz schön was trauen, ausgerechnet einer Seite wie meiner Ihren verlogenen(***) esoterischen Schmarrn(****) anzudrehen…

(*) noch dazu falsch eingestellt bzw. falsch gefüttert, Stichwort UTF-81
(**) mit nicht mehr ganz taufrischen Mailadressen – in meinem Impressum steht schon lange eine andere…2
(***) „viele Wissenschaftler“? „Quantenphysik“? Ha ha…3
(****) http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/01/07/astrologie-ist-unsinn/ http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/01/17/astrologie-ist-immer-noch-unsinn-eine-nachlese/ https://www.gwup.org/infos/themen/46-astrologie https://www.psiram.com/de/index.php/Astrologie u.a.m.

Eine Reaktion erwarte ich da jetzt aber nicht wirklich…

 


  1. Inhalt war als UTF-8 deklariert, tatsächlich aber Windows-ANSI – daher die kaputten Umlaute []
  2. die URL ist auch noch mit http: statt https:, was ich seit knapp zwei Jahren verwende []
  3. bezugnehmend auf ihre Webseite []

Von Ungeduld und Orgeln – Spam-Splitter 17

Spam? Yukk! Nachdem sich rolak schon gewundert hatte, dass die letzte Sammlung seltsamen Spams schon ein Jahr alt ist, war es wirklich Zeit für eine neue…

Passt?

Eine übliche Linkbettler-Mail – die nicht mal eine finanzielle Gegenleistung anbietet:

unter […]/thema/anonyme-kreditkarte biete ich ein kostenloses E-Book zum Thema Kreditkarten vergleichen mit umfassenden Informationen zum Download an. Bei den Recherchen für das E-Book bin ich unter anderem auf Ihre Webseite gestoßen.

Wären Sie bereit, meine Webseite bzw. das E-Book von Ihrer Webseite aus zu verlinken (z. B. von http://cimddwc.net/2009/08/21/maria-esmeralda-3-muenzen-und-eine-homepage/)?

Einen Link zu anonymen Kreditkarten in einem Artikel über dubiose bis betrügerische Wahrsager & Co.? Irgendwie passend…

Wobei es mir da für das Wort „Recherche“ leidtut, wenn das so oft in so einem Zusammenhang gebraucht wird.

Ungeduldig

Ein SEO-Heini schrieb eines Tages:

I am sorry for this unsolicited e-mail but we have a client that was hoping to showcase a guest post on your site. Would that be possible?

Keine Erwähnung, welche Art der Kunde wäre, als „Bezahlung“ wurden Link(s) ihres „riesigen Netzwerks“ angeboten, notfalls „we can also explore a minor monetary fee to have our guest post posted on a permanent basis.“ Klingt geizig, wie üblich.

Und weniger als drei Tage später kam er schon wieder an:

It’s John again. I never heard back from you on the proposed partnership. Can I know if you are open to posting a guest post for one of our clients? We are open to paying a small fee or giving you multiple linkbacks in exchange of accepting the article. Hope to hear back soon.

Aber vielleicht merkt er auch ohne Erfüllen der Bitte im PS, dass man kein Interesse hat:

P.S. If you do not want me to reach out to you again regarding this partnership, please just respond back „unsubscribe“ or „remove me from“ and I’ll quit further communications.

Orgeln brauchen auch Chirurgen

Ein angeblicher „Dr. Harin von der Universität Benin“ zeigt, dass man automatischen Übersetzer-Tools immer noch nicht bedingungslos vertrauen kann:

ich bin ein Spezialist für Orgel Chirurgie, und wir beschäftigen uns mit der
Kauf von Orgel von Menschen, die verkaufen wollen

Das Beispiel einer Niere im weiteren Text zeigt schon, dass diese Gauner besser die andere Bedeutung von organ hätten nehmen sollen.

Ernsthafte Beziehung

Eine dieser Kontakt-Betrugs-Mails:

Hallo! Wie ist Ihr Tag? Mein Name ist Viktoriya.
[…]
Ich werde nicht spielen. Ich mцchte ein ernster Mann zu finden, der auch nicht mit mir spielen.

Dabei können Spiele – verschiedener Art – doch eine gute Unterhaltung sein. Gut, das Vorspielen falscher Tatsachen wie bei solchen Betrügern eher nicht…

Ein anderes Exemplar wendet sich an die, die sich für etwas Besseres halten:

Ich hoffe, dass du nicht der Perverse. Und du wirst meine nackten Fotografien nicht bitten. Ich hoffe, dass du der gute Mann.

Aber (angezogene) Fotos des Angeschriebenen will „sie“ schon sehen; eines von einer Blondine mit Blümchentop am Strand war auch dabei.

Und was sollte man denn überhaupt „die nackten Fotografien bitten“? Dass sie sich selbst wieder anziehen?

Unbrauchbare Domain zu verkaufen

Oder wer soll was mit dieser seltsam geschriebenen Domain anfangen? all-inclusive ist ein bekannter englischer Begriff, „alles inklusiv(e)“ wäre auf deutsch sinnvoll, aber diese Mischung?

Der Domainname allesinclusiv.de steht zum Verkauf.

Wenn Sie nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie mich bitte.

Nö, wünsche ich nicht. Wobei die Mischung meines Webhosting-Providers all-inkl.com (dessen Erwähnung mir wohl auch diese Mail beschert hatte) ja auch sprachlich nicht so wahnsinnig toll ist…

Direkt

Ein Kommentar meinte:

Ich hab hier SPAM mit Botschaft und Link :) Auf der (Unter) Seite hier ist ja schon ewig nix mehr gepostet worden ;)

Und hat der tatsächlich gemeint, er würde damit durchkommen?


Foto (Orig.): Justin Hall – Fotolia.com