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Spam

Vom Bügeln und Verwöhnen durch Außerirdische

Also, äh, nicht wirklich. Aber zwei weitere Exemplare der Möchtegern-Erpressbetrüger, die vorgeben, sie hätten einen beim Masturbieren gefilmt. Zwei Exemplare, die das Schlechteste aus mehreren automatischen Übersetzungen kombiniert zu haben scheinen. Einer mit einer deutschen und einer mit einer brasilianischen Mailadresse großer Anbieter, was natürlich nicht viel heißen muss.

Hier also die „besten“ Auszüge. Der erste legte gleich mit dem Betreff „Sehr katastrophal folgen zum u“ richtig los, wo der andere nur „id“ und eine Zahl titelte. Aber dann!

Ich sehe Sie wirklich mögen zu Bügelte das Mitglied so Sie lesen Dies Botschaft!
Schrecklich vid von dir masturbierte wurde genommen mit der Hilfe von Ihre web camera. Ich bin sicher Das Ihre Geliebte wird sein entsetzt durch Dies!

Wo der „Brasilianer“ mit seiner Herkunft einen Volltreffer landet:

Ich können enttäuschen Sie, versuche es nicht wenden Sie sich an Rechtsorgane Sie werde nicht in der Lage sein zu Fang mich, wie ich bin ein Außerirdischer (so meine Deutsche Alphabetisierung ist schlecht).

… punktet der „Deutsche“ mit den kippenden Cops:

Cops kippen dir helfen, aber sie können sie versuchen.
Ich werde nicht prüfen diese Konto damit nicht antworten.
Achten Sie nicht auf meine Deutsche, Ich bin ein Ausländer

Schicksalhaft der „Brasilianer“:

Sie Schicksal 0.121 BTc an die Adresse […] und ich werde löschen alles Ihre schockierend video.

(Das wären übrigens rund 1000 €.) Dafür ist der „Deutsche“ bei der Drohung „besser“:

Wenn ich nicht erhalten das Geld Ich werde verwöhne deine ruf.

Alles in allem diesmal kein klarer 7:1-Sieg des „Deutschen“ über den „Brasilianer“, sondern eher ein gemeinsamer „Erfolg“ gegen die deutsche Sprache…

Voynichesker Spam

Ist dieser Kauderwelsch, den mir die Commerzbank (warum gerade die?) von dieser absolut vertrauenswürdig aussehenden Absenderadresse schickt, vielleicht der Schlüssel zur Entschlüsselung des Voynich-Manuskripts?

Die vielen Wiederholungen mit geringen Abweichungen scheinen jedenfalls vergleichbar zu sein, oder? Hier ein Ausschnitt des Originals:


(Quelle: Beinecke Library)

Gut, inwiefern die Schriftgrößenangabe da reinpasst, ist noch fraglich. Und dass ausgerechnet dem Spam die nackten Frauen fehlen… 😉

Spammer sind dumm, Folge achwasweißich+1

Wieder einer dieser Erpressbetrüger, die vorgeben, sie hätten einen beim Pornoschauen gefilmt – anders als die ersten mit sprachlichen Verwirrungen und technischem Unsinn oder den späteren, die ihren Text als Bild senden und dummerweise immer noch dazu aufforderten, ihre komplizierte Bitcoin-Adresse zu kopieren, kommt das aktuelle Exemplar in Textform in weitgehend brauchbarem Deutsch daher (aber immer noch mit Du/Sie-Abwechslung) mit der freundlichen Einleitung

Ich denke, Sie werden nicht glücklich sein, weil ich eine sehr schlechte
Nachricht für Sie habe.

Doch dann kommt „Ich habe 4 Videos gesichert:“ und eine Liste von vier angeblichen Dateinamen (und angeblicher Größe), bestehend aus der Mailadresse – übrigens einer nur im Web vorkommenden; wenn er denn wirklich was gehackt hätte, hätte er auch die Haupt-Adresse nehmen können – und einer 10-stelligen Zahl à la 1563646660 – einem Unix-Timestamp (die Anzahl der Sekunden seit 1.1.1970), und er fordert auch dazu auf:

Sie können überprüfen, ob die Zeitstempel den Momenten entsprechen, die
Sie amüsiert haben.

Warum tut er das? Jemand, der auf die Idee kommt, mal „zeitstempel umrechnen“ zu googeln, macht das vielleicht sogar – und findet dann wahrscheinlich Tage und Zeiten, die gar nicht passen; in meinem Fall waren das Dienstage und Donnerstage im Mai und Juni, einmal kurz vor Mitternacht und sonst nachmittags, und in einer zweiten Mail auf englisch waren auch Samstag und Sonntag dabei, letzteres um 4 Uhr nachts…. Das reduziert doch die mutmaßlich eher geringen Erfolgsaussichten noch mehr.

Wie immer: Einfach in den elektronischen Mülleimer mit solchen Mails.

Vielleicht sollte ich mich ja mal selber filmen, damit wenigstens ein solches Video existiert…

Spammer sind dumm, Folge achwasweißich

Wieder einer dieser Erpressbetrüger, die vorgeben, sie hätten einen beim Pornoschauen gefilmt – dieses Exemplar hat neben einem mehr als radebrechend übersetzten Deutsch auch noch die Dummheit zu bieten, seinen Text als Grafik zu schicken (um Spamfilter auszutricksen, die dann ja keine Wörter mehr erkennen können), und dennoch das Opfer aufzufordern, seine Bitcoin-Adresse zu kopieren und einzufügen…