Gravatare ade…

Schreckgespenst DSGVO. Ja, die Datenschutz-Grundverordnung, diese seltsame Mischung aus sinnvollem Verbraucherschutz, Überregulierung, ausufernder Bürokratie und Schreckgespenst aller Webseitenbetreiber.1

He, das lässt sich ja in die Abkürzung reindeuten: Das Schreckgespenst von, äh, Onlinern oder so. :mrgreen:

Ein wichtiger – und gleichzeitig z.T. vager – Punkt der DSGVO ist die Datenübermittlung an externe Betreiber, zu der auch schon das Laden externer Ressourcen gehört. Ich hab hier etwa die letzten verbliebenen externen Statistik-Buttons entfernt; Titelthema dieses Beitrags sind die Bildchen, die Kommentatoren bei ihren Kommentaren mithilfe von Gravatar.com anzeigen lassen konnten. Wodurch natürlich bei jedem Besucher Daten zu Gravatar.com gingen, und die Firma hinter WordPress und Gravatar freute sich…

Deshalb sind jetzt hier nur noch abgerundete Quadrate mit Farbverläufen und den Initialen des Kommentators zu sehen – direkt als HTML+CSS, kein Bild. Die Farben werden einem Hash-Wert entnommen, der aus Name und Mail-Adresse und ein paar weiteren Buchstaben errechnet wird – sie sind somit für jeden Kommentator individuell, aber immer gleich, sofern er oder sie nichts an Name oder Adresse ändert. (Mit den weiteren Buchstaben hab ich auch rumprobiert, bis ich für mich was Blaues bekommen habe…)

Also sorry an alle Kommentatoren, die bisher gerne ihre Gravatare hier gesehen haben – bedankt euch bei der EU oder seht es so, dass auch unabhängig von der DSGVO ein bisschen Datensparsamkeit ja gar nicht so verkehrt ist…

Und wer trotz DSGVO noch unbedingt persönliche Daten anderer Leute benötigt, für den ist vielleicht das neue Angebot in meinem „Esoterik-Shop“ interessant. ;)

 


  1. Das Gespenst hier ist eine Abwandlung dieses Bildes. []

Festverdrahteter Würgegriff

Es geht um’s Konzert von Metallica im Münchner Olympiastadion gestern, 26.04.2018, Teil der Tour zum Hardwired-Album mit Vorband Kvelertak (norwegisch für Würgegriff).

Der gut 40-minütige Würgegriff begann dann auch 5 Minuten zu früh – und befand sich seinerseits leider im Würgegriff der mangelhaften Akustik. Ich hatte erst Ohrstöpsel drin, aber da war eigentlich nur ein dumpfer Brei zu hören, und ohne kam dann noch eine höhere Mischung hinzu, wo man zwar später mitunter Gesang und Gitarre heraushören konnte, aber das Gelbe vom Ei haben sie nicht gefunden. Musikalisch schien’s ansonsten ganz okay zu sein, optisch natürlich zurückhaltend wie bei Vorbands üblich. (Bilder oben.) Insgesamt kam ich mir an meinem Platz weit oben in der Kurve doch etwas außerhalb vor.

Ach ja, ihr habt’s bemerkt? Die „360°-Bühne“ war in der Mitte der Arena. Mal was Neues, und gar nicht mal schlecht.

Metallica waren für 20:45 angekündigt, aber um 20:51 wurde aus der leisen Pausenmusik eine etwas lautere Pausenmusik mit AC/DC – „It’s a long way to the top“ war wohl eine Entschuldigung fürs Warten? -, bevor um 20:56 endlich Ennio Morricone ertönte, offenbar traditionell das Metallica-Konzert-Intro.

Und sie legten auch gleich ordentlich los mit zwei neuen Titeln. Natürlich lauter als die Vorband, und wenn auch der Bass oft zu laut und brummend war, mit halb reingesteckten Ohrstöpseln (was oft eine gute Option ist) war die Akustik dann doch einigermaßen in Ordnung. Ist halt nicht einfach in der Oly’halle, und dann mit der Bühne in der Mitte…

Die vertikal beweglichen Videowürfel und die Scheinwerfer daran, dazwischen und in den Hallenecken haben sie auf jeden Fall gut kombiniert für eine standesgemäße Lightshow. (Auch wenn die Würfel manchmal manchen im Blickfeld waren. Aber so hatten auch die Leute unten was davon.)

Auf weiteren Würfeln haben sie auch mal getrommelt (Bild oben links)…

…und bei Fuel kamen noch Flammensäulen hinzu, gegen Ende auch mal Feuerwerk rings ums Schlagzeug.

Bei den bisherigen Konzerten haben sie auch immer ein lokal mehr oder weniger passendes Cover gespielt – auch auf deutsch. Ich hatte ja schon befürchtet, dass sie hier aufs Hofbräuhaus verweisen, aber zum Glück war’s dann Skandal im SperrbezirkYoutube-Suche) – unter entsprechendem Applaus.

Bei Moth Into Flame schwirrten Leucht-Drohnen, die aus Öffnungen im Boden kamen, über der Bühne. Im Foto links oben allerdings höchstens dadurch zu erkennen, dass es mehr Lichter sind als sonst im Hintergrund.

Und so ging’s halt weiter mit großartigen Liedern, wo quasi die ganze Halle mitsingt, und den „Jungs“ (Metallica gibt’s auch schon 37 Jahre) scheint das Ganze auch ordentlich Spaß gemacht zu haben.

Kuriosum am Rande: Ein Mann ein paar Plätze weiter ist mehrfach eingeschlafen. Muss wohl ’ne harte Doppel-Nachtschicht oder sowas hinter sich gehabt haben…

:rocks: Für mich (und „einige“ andere) war’s am Ende jedenfalls ein geiles Konzert von ca. 2¼ Stunden zzgl. längerer Verabschiedung.

(Natürlich hat’s für den vorletzten Zug knapp nicht mehr gereicht…)

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