Projekt Hörsturz 31

Projekt Hörsturz Zeit für die nächste Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten – ab sofort sind’s nun zehn statt fünf Pflichtsongs.

Einhergehend mit der Aufstockung der Song-Anzahl verspüre ich übrigens eine Tendenz zu kürzeren Bewertungstexten – na, wir werden sehen…

  • Tocadisco – Shrine (von Dr. Borstel)
    Chillige, gläserne Sphärenklänge, sanfter Gesang, fast schon etwas zu weichgespült, aber ein schön unaufdringlicher Einstieg in diese Runde.
    3 von 5 Sternen 3 langsam abperlende Regentropfen
  • Daniel Decker – Die Geister mit denen ich schlief (von kasumi)
    Der nächste Kandidat packt jetzt eine Gitarre aus, und vorbei ist’s mit der Ruhe. Wobei dieses Stück auch nicht so wahnsinnig aufregend ist – ordentlicher, nicht schlechter Indie-Pop-Rock eben, ausnahmsweise auf deutsch.
    3 von 5 Sternen 3 Nieselregenschauer1
  • Linkin Park – Given Up (von Sir Donnerbold)
    Linkin Park tut natürlich wieder so, als wären sie härter als die bisherigen Künstler, was sie durch entsprechenden Gitarren- und Schreieinsatz betonen müssen. Und das Ergebnis ist dann auch weder Hit noch Durchhänger.
    3½ von 5 Sternen 3½ Hagelkörner zwischendurch
  • Junip – Black Refuge (von endgueltig)
    Es wird wieder ruhiger. Und leider auch zu eintönig, quasi ein mit zu viel Schwarz übertünchtes Refugium. Wobei’s dafür eigentlich zu sanft, zu wenig düster ist.
    2½ von 5 Sternen 2½ schwarze Wolken ziehen in der Ferne vorbei
  • Alcest – Écailles De Lune (Part II) (von Tenza)
    Nach ruhigem Intro legen die Metal-Gitarren los, und schließlich kommt jemand auf die Idee, langgezogen schreien zu müssen. Passt aber doch irgendwie ins Gesamtkonzept mit abwechselnder Instrumentierung und Heftigkeit (und sogar mal normalem Gesang). Und bei fast 10 Minuten kann man ja etwas Abwechslung verlangen…
    4 von 5 Sternen 4x Aprilwetter
  • Melody Gardot – Baby I’m a Fool (von Paula)
    Aha, Frau mit Akustikgitarre. Das kann von emotionsgeladen bis langweilig alles werden. Diese Dame scheint sich ein bisschen zu sehr auf letzteres zu konzentrieren, und mir kommt’s so vor, als ob sie anstatt richtig mitzugehen lieber vortäuscht, denn Höhepunkte fehlen…
    1½ von 5 Sternen 1½x plätschernder Regen
  • David Garrett – Beethoven’s 5th (von Onkelosi)
    Rockig aufgepeppte Violinen-Klassik, ohne es zu sehr zu übertreiben.
    3½ von 5 Sternen 3½ Sturmböen
  • White Denim – Mirrored And Reverse (von beetFreeQ)
    Ulkige Gitarre, und die Stimme kommt auch ungewöhnlich rüber. Nett. Mal ’n bisschen was anderes. Und wenn man meint, es wär vorbei, blendet sich das Stück wieder ein. Nicht gerade die neueste Idee…
    3 von 5 Sternen 3 nach oben fliegende Regentropfen
  • Gareth Marks – Lady Of Leisure (von mir)
    Dass dieser Gastauftritt von Brian May kein 5-Punkte-Hit ist, okay, aber mit ein bisschen mehr Punkten als bei ein paar der bisherigen Rezensionen hätte ich schon gerechnet…
    Keine Bewertung, da von mir

  • Kasper Bjørke – Young Again (von Dekah)
    Unerwartete Stimme. Auch irgendwie nett und dahin-mitwippend-ruhig und höhepunktarm.
    3 von 5 Sternen 3 gemächlich ziehende Hochnebelschwaden

Das wäre dann ein Schnitt von 3,0 für die Pflichsongs, leicht überdurchschnittlich und ohne allzu große Ausreißer. Weiter kurz und bündig mit den Bonussongs:

Zum Schnittausrechnen hab ich jetzt keine Lust…


So, fürs nächste Mal muss wieder was Härteres her: Tim Skold – Devil Inside

 


  1. was sogar qualitativ zum heutigen Wetter passt []

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