Gebetsverbot

betendes Mädchen Stellen wir uns mal vor: Wenn man einen „Tag der Säkularisation“ oder „Tag der Aufklärung“ einführen würde, einen arbeitsfreien Feiertag, der der Vernunft, dem Nachdenken über die Realität der Welt, der Freude über das irdische Leben, den Errungenschaften, die es unter kirchlischer Herrschaft nie gegeben hätte, u.a.m. gewidmet wäre; einen Tag, an dem das Spielen und Singen von Kirchenliedern sowie Gebete in der Öffentlichkeit bzw. an öffentlich zugänglichen Orten gesetzlich verboten wäre:

Würden die Christen sich nicht genauso über einen arbeitsfreien Tag freuen – und zu recht über die widersinnigen, talibanesken, ins Privatleben unbeteiligter Leute dringenden Verbote meckern? Würde irgendeiner der Tanz- und Musikverbot-Befürworter noch ein Argument für sein anachronistisches Verbot bringen können, ohne rot zu werden und sich lächerlich zu machen?

Aber vielleicht ist das schon wieder zu optimistisch gedacht…

 

Und während ich diesen Beitrag vorbereitete, twitterte terrorzicke einen Link zu dieser lesenswerten „Karfreitagsansprache eines Ungläubigen“


Foto: criswatk/sxc

3 Kommentare
1 Trackback

  1. udf

    Genau. Wir werden diskriminiert und in unserer Freiheit eingeschränkt..

  2. M

    Für mich waren das hier auch freie Tage und keine Feiertage, aber ich sehe das ganz locker…
    Wenn ich die ältere Generation (so auch meine Eltern) angucke, dann ist es nun mal der höchste christliche Feiertag, der eine große Bedeutung für (immer noch) eine große Anzahl Menschen hat.
    Ich lag in der Sonne und habe die Ruhe auch genossen :-)

    PS: Sehe gerade auch Weihnachten gibt es solche Verbote? Da bin ich baff:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot#Stille_Tage

  3. c

    Tja, solange keiner den anderen zu was zwingen (bzw. zwangsweise von etwas abbringen) will, kann man’s umso besser miteinander aushalten… :)

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