„Der Islam“?

Zu der Diskussion, ob Gewalttaten wie die in Paris Teil „des Islams“ sind, eine kleine Meinungs­äußerung meinerseits:

„Den Islam“ gibt es so gar nicht. Genausowenig wie „das Christentum“, „den Buddhismus“ etc. Denn es gibt zu viele verschiedene Varianten, Strömungen, Interpretationen, die sich alle auf dieselben jeweiligen Grundlagen berufen, sodass man diese Begriffe höchstens als Sammelbegriff für alle verwenden kann, die sich eben darauf berufen.

Und in diesem Sinne gehören diese Taten des Terrors natürlich zu „dem Islam“, genauso wie Fried­fertigkeit und Liebe; gehören Kreuzzüge und Hexen­verbrennungen genauso zu „dem Christentum“ wie die Nächstenliebe. Da ist es müßig, darüber zu diskutieren, was jetzt der „wahre“ Islam, das „wahre“ Christentum etc. ist, schließlich behaupten alle Seiten dies von sich (und die „heiligen Schriften“ mit ihren viel zu vielen Interpretations­möglichkeiten und inneren Wider­sprüchen bieten ja weitreichende Gelegenheiten dazu). Auch wenn es selbst­verständlich umso begrüßens­werter ist, je mehr Anhänger sich für die menschlicheren, friedlichen und somit besseren Varianten entscheiden.

Und natürlich unterstützen und befürworten genausowenig alle Moslems solche Terroranschläge, alle Christen Hexen­verbrennungen, alle Deutschen, um mal über die Religion hinauszugehen, die Untaten der Nazis, etc., sodass es abwegig ist, gerade von ersteren generell Distanzierung zu fordern. So sinnvoll es aber auch wiederum ist, wenn die jeweiligen Guten darauf einwirken und hinarbeiten, dass die Fragwürdigen und die Bösen keinen Zulauf bekommen – egal ob es jetzt um Moslems gegen islamistische Terroristen, deutsche Bürger gegen Pegida/AfD/sonstige Rechts­populisten oder sonstwas geht.

(Hoffentlich sehen die französischen Hintergrund­farben oben auch in allen Browsern richtig aus…)

7 Kommentare

  1. g

    Dem kann ich mich nur anschließen.

  2. r

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Im Prinzip ja, doch einerseits würde ich für „Hexen­verbrennungen“ plädieren¹ und andrerseits kommen bei FireFox/XP die Farben in zart pastell² statt satt.

    • c

      Pastell ist schon so beabsichtigt, sonst könnte man ja schwarz-auf-kräftig nur schwer lesen. Wenigstens hab ich keinen Browser gefunden, der diesen CSS-Hintergrund zerhackstückt, nur Safari für Windows zeigt ihn gar nicht an.

    • g

      Das mit den Hexenverbrennungen ist natürlich richtig. Aber was ist das für ein Browser? Ich kenne nur „Firefox. Und XP? Echt jetzt?

      • r

        Echt jetzt?

        Yep, gnaddrig, und zwar
        a) aus Tradition.
        b) es läuft stabil (bei einmal/(1-2 Wochen) Neustart)
        c) aufgrund diverser Baustellen komme ich nicht so richtig bis gar nicht weiter bei der Aufgabe, für den unix-Umzug die verwendeten Tools zu portieren bzw zu ersetzen und dann die Skripte der zu ersetzenden Tools zu portieren. Einen Win/Win-Übergang nur für die Surf+DL/Up-Umgebung sehe ich nicht ein, das richtige Werkeln läuft eh schon auf einem richtigen OS.

        sonst könnte man ja schwarz-auf-kräftig nur schwer lesen

        Not only black ist beautiful, cimddwc, auch wenn das hauruck-paint-Beispiel nicht gerade vor Farbschönheit strotzt.

        • c

          Eben. Lieber ein blasser Hintergrund (wie er in diversen Profilbildern ja auch zu sehen ist) mit normaler schwarzer Schrift als solche seltsamen Kombinationen…

        • g

          Nichts gegen Tradition. Und stabil war es schon, das stimmt. Habe ich auch sehr gern genutzt. Ich hätte vor allem Bedenken wegen der Sicherheit, wo da doch vom Hersteller nichts mehr geflickt wird. Aber wenn es bei Dir läuft, um so besser :)

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