Vorschlag für Herrn Mehdorn

Nachdem der (vorsichtig ausgedrückt) fragwürdige „Bedienzuschlag“ von 2,50€ pro Strecke beim Bahnfahrkartenkauf am Schalter nach massiven Protesten wieder zurückgezogen wurde, muss die Bahn natürlich sehen, wie sie die paar Millionen – 50 (Welt) oder 60 (Spiegel) – doch wieder einsacken kann. Dazu mein Vorschlag:

Liebe Bahn, streicht am besten alle Streckenfahrkarten aus dem Angebot und verkauft nur noch Jahresnetzkarten! (Oder BahnCard 100, wie sowas heutzutage heißt.) Dafür braucht’s keine Beratung – das spart zigtausende Arbeitsplätze am Schalter –, und die Einnahmen pro Kunde steigen in ungeahnte Höhen! Und wenn das nicht reicht: Erzwingt Sitzplatzreservierungen (auch im Nahverkehr) und passt deren Gebühr etwas an – die aktuell 3€ pro Richtung sind doch wirklich viel zu billig, um in euren hochmodernen, hyperkomfortablen Zügen sitzend fahren zu dürfen!

Und wer schon eine Jahresnetzkarte hat, fährt dann auch öfter mit der Bahn statt mit dem Auto, womit ihr auch noch ein zusätzliches Umweltschutzargument habt, das macht sich immer gut.


Ob „Bedienzuschlag“ wohl das Unwort des Jahres wird…?

2 Kommentare

  1. b

    Hübsch:
    Man hat kein Kleingeld, der Automat frisst mal wieder keine Scheine, im Bahnhofsladen heißt es üblicherweise „Wir wechseln nicht“:
    Dann zahlt man für Dortmund-Bochum und abends wieder zurück
    2 x 12,50 € = 25,- € plus 5,- € Schaltergebühr macht 30,- oder 60,- Mark in echtem Geld.

    Dann lieber die Reginonalbahn nehmen:
    EinzelTicket 4,30
    ViererTicket 15,00

    Mit dem Viererticket kann man zweimal Dortmund/Bochum und zurück fahren, aber selbst mit dem Einzelfahrschein ist die Bahn praktisch doppelt so teuer wie die Regional-Bahn.
    Bei einem Fahrzeitunterschied von gerade 1 Minute.

    So ganz rund läuft die Idee Mehdorns nicht, finde ich.

  2. c

    Bei so kurzen Strecken innerhalb eines Verbundes ist das oft ein seltsamer Vergleich mit der Bahn – mal ist der eine billiger, mal der andere; mal lohnt es sich gar (insb. für BahnCard-Inhaber) eher, eine Bahn-Karte zu kaufen, die aus dem Verbund herausführt, als eine für eine lange Strecke innerhalb des Verbunds… (wobei eine Schalter-Strafgebühr nicht berücksichtigt ist).

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