Projekt Hörsturz 6

Projekt Hörsturz Zeit für Runde 6 im „Projekt Hörsturz“ von freeQnet, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf Songs anhören und bewerten, und während draußen der doch wieder einsetzende Regen mir die Entscheidung „Spaziergang oder nicht“ abgenommen hat, werde ich genau dies tun:

  • Jet Lag Gemini – Fit To Be Tied (von symBadisch)
    Legt ja schon mal schön rockig mit verzerrter Gitarre los und geht auch schön flott weiter. Sogar mit Gitarrensolo-Strophe. Gefällt mir. Schade nur, dass die Stimme da nicht ganz mithalten kann, die ist irgendwie zu gewöhnlich-alternativrockig und nicht stark genug. Trotzdem recht gelungen:
    4 von 5 Sternen 4 gar nicht wütende Jetlags1
  • Alestorm – Captain Morgan’s Revenge (von Sir Donnerbold)
    Während der Regen stärker wird, wenden wir uns den harten Piraten zu, die über solcherlei Wetter nur lachen dürften. Schnell und hart machen sie jedenfalls schon zu Beginn auf sich aufmerksam, und so geht’s mit leichten Variationen weiter – in der Mitte etwas schwächelnd, aber bei knapp 7 Minuten ist ja genug Platz… Als wäre Manowar versehentlich auf eine Pirateninsel geraten (und das meine ich positiv). Eine teilweise recht piratig-folkige Instrumentierung, die von mir aus auch etwas zurückhaltender hätte sein können, Stimme und Chor passen auch zum Thema.
    4½ von 5 Sternen 4½ (noch) gefüllte Buddeln voll Rum
  • Nephew – Va Fangool! (von Doro)
    Die Sonne traut sich auch wieder zaghaft hervor – gefällt ihr, was sie hört? –, also schnell weiter, hoffentlich bleibt’s so. Hm, jetzt wird’s elektronisch-rockpoppig und (bis auf ein kleines bisschen Englisch) sprachlich unverständlich. Eingängiger, etwas regelmäßiger Rhythmus, hymnenartiger Refrain, aber insgesamt ist mir der Song gerade verglichen mit den beiden ersten zu elektronisch. Mag auf einer 80er/90er-Party gut ankommen…
    3 von 5 Sternen 3 anfeuernde Fans
  • Ida Maria – I Like You So Much Better When Youre Naked (von kasumi)
    Junge Frau rockt sich alternativ/punk-esk2 mit flottem Standard-Rhythmus und sprachlichen Ausbrüchen zum einen Ohr rein und zum anderen raus, ohne viel Eindruck zu hinterlassen – daher gibt’s auch die Mittelwertung:
    2½ von 5 Sternen 2½ mal Ohrenarzt gespart
  • Mutter – Der Krieg ist vorbei (von Postpunk)
    Der Krieg zwischen Sonne und Regen? Schön wär’s… Die schlechte Tonqualität sollte ich dem Video nicht ankreiden, die störenden dazugehörenden Soundeffekte auch nicht, aber davon abgesehen kann ich diesem düsteren, am Ende zu einem Mischmasch verschmelzenden Protestler-Rock, der auch gut in frühere Jahrzehnte passen würde, nicht allzuviel abgewinnen. Auch nicht nach mehrmaligem Hören.
    2 von 5 Sternen 2 desillusionierte Krieger

Wäre gut, wenn jetzt die Sonne rauskäme, aber der war das letzte Lied wohl zu düster. Und während ich den Durchschnitt ausrechne – 3,2 –, den Vorschlag raussuche – Subsignal: „Where Angels Fear To Tread“ – und mir dabei noch mal die Piraten reinziehe, geht der Regen auch schon wieder los.

 


  1. bitte nicht hauen, weil ich mir so eine Punkt-Benennung anderswo abgeschaut habe ;) []
  2. irgendwelche „tollen“ Wortformen muss man bei einer Rezension doch verwenden… []

2 Kommentare
1 Trackback

  1. P

    Ja bei Mutter habe ich das ja schon fast befürchtet, daß es den Teilnehmern schwer fallen wird, das zu mögen. Die wenigsten sind mit dieser Art von Musik vertraut. Ich muß mich dann für das nächste Mal wohl doch auf die Suche nach einem beschwingteren Song machen.

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