Album-Songs des Tages (21.11.)

Und wieder ist es Zeit für ein Queen-Album – heute zu seinem 34. Jahrestag vom Album A Night At The Opera (übrigens benannt nach dem gleichnamigen Marx-Brothers-Film, den die Band eines Abends während der Aufnahmen angeschaut haben). Der größte Hit des Albums dürfte unzweifelhaft „Bohemian Rhapsody“ sein, über das schon so viel geschrieben wurde, aber in dieser Serie soll es ja um die nicht als Single veröffentlichten Album-Songs gehen.

Wenden wir uns zunächst dem kurzen „Lazing On A Sunday Afternoon“ zu, einem altmodischen Stück, das vor allem dem Klang der Stimme nach auch fast aus alten Grammophon-Zeiten stammen könnte. Für diesen Effekt wurde Freddies Stimme über Kopfhörer in einem Blecheimer wiedergegeben und von dort aufgenommen…

» Lazing On A Sunday Afternoon

Queen – Lazing on a Sunday Afternoon

 

Auch das zweite Lied in diesem Beitrag ist ein ungewöhnliches: „Seaside Rendezvous“. Ich übersetze der Einfachheit halber den entsprechenden Absatz der engl. Wikipedia: Wahrscheinlich am bekanntesten für seine „musikalische“ Überleitung, die bei ca. 0:51 beginnt. Der Abschnitt wird ausschließlich von Mercury und Tailor mit ihren Stimmen gespielt. Mercury imitiert Holzblasinstrumente inklusive einer Klarinette und Taylor hauptsächlich Blechbläser, inkl. Tubas und Trompeten und sogar ein Kazoo […]. Das Steptanz-Segment ist auch von Mercury und Taylor mit Fingerhüten auf dem Mischpult. Mercury spielt sowohl einen Konzertflügel als auch ein Jangle1-Honky-Tonk.

» Seaside Rendezvous

Queen – Seaside Rendezvous

 

Aber es geht auch härter, etwa mit „Sweet Lady“, „natürlich“ von Brian May geschrieben und ungewöhnlicherweise in 3/4-Takt (mit 4/4 in der Bridge). Roger Taylor meinte, es wäre der schwierigste Schlagzeug-Part, den er je aufgenommen hat.

» Sweet Lady“

Queen – Sweet lady (1975)

 

Zum Schluss noch das mit ca. 8:20 längste Lied von Queen überhaupt2: „The Prophet’s Song“, geschrieben von Brian nach einem Traum, den er während seiner Krankheit während des vorherigen Albums hatte. Mit Progressive-Rock-Einflüssen, sagt die Wikipedia (wer kümmert sich auch immer um diese Einteilungen…), und mit nettem vokalem Kanon in der Mitte, erzeugt mit einem frühen Tape-Delay-Gerät, was heutzutage mit Elektronik so einfach wäre…

» The Prophet’s Song

Die Stelle bei 5:52 mit den wieder einsetzenden Instrumenten ist übrigens ein guter Test, ob die Lautsprecher richtig angeschlossen sind: erst links, dann rechts. :)

 

» Das Album in der deutschen und englischen Wikipedia – letztere natürlich viel ausführlicher, ihr wisst schon, Relevanz und so…

» Alle Texte des Albums

 


  1. jangle=klimpern,Geklapper – ich weiß nicht, ob das eine gebräuchliche Bezeichnung für Honky-Tonk-Klavier-Typen oder nur ein Adjektiv ist []
  2. mit Ausnahme des unbetitelten Instrumentals am Ende von Made In Heaven []

3 Kommentare

  1. bFQ

    Ah, „A Night At The Opera“ – mein absoluter Favorit unter den Queen-Alben, dicht gefolgt von „Jazz“. Auf beiden sind ausschließlich großartige Songs drauf! Interessante Fakten übrigens – müsste mir das Album gleich mit dem Wissen nochmal anhören!

    • c

      Tu das. :) Ich lerne bei diesen Beiträgen übrigens selber noch die eine oder andere Kleinigkeit…

      • bFQ

        Schon geschehen! Mir geht’s bei meiner Reihe „Klassiker des Rock“ ja auch immer so, dass ich viel interessantes über die Songs erfahre. Ohne Wikipedia, Youtube und eine Seite wie coverinfo.de zum Finden der dazugehörigen Coverversionen wäre ich in der Hinsicht um einiges dümmer ;)

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