Zufluchtsvergänglichkeit

Konzertbericht vom 26.9.2026 in der Olympiahalle München: Evanescence auf der Sanctuary-Tour mit den Vorbands Nova Twins und Poppy.

Die beiden Freundinnen aus London, anscheinend keine Zwillinge, und ihr Drummer legten pünktlich los mit ihrer Mischung aus Nu Metal, also mit Rap, und gefühlvollem Gesang auch in Balladen…

…eine tolle halbe Stunde, quasi eine Super-Nova. ;)

Um 19:50 starteten dann Poppy und ihre Band mit zunächst mieser Akustik und nervigen, weil blendend hellen und direkt ins Publikum leuchtenden horizontalen LED-Reihen – die Akustik besserte sich bald, die Strahler bewegten sich oft genug nach oben, aber auch die 4 vertikalen Reihen waren unnötig hell. (Sieht man auf den brauchbaren Fotos jetzt natürlich weniger, auf dem 3. kann man’s erahnen.)

Musikalisch gab’s zwar (für mich) einen kleinen Durchhänger in der Mitte v.a. bei einem Stück mit simplem Dance-Beat – wohl aus ihrer Vor-Metal-Phase –, aber sonst wussten sie mit Gesang, Geschrei und Härte zu überzeugen, da klatschte der Mohn so richtig auf die 12. (poppy = Mohn, so als kleine Englisch-Nachhilfe)

Sie spielten dann nur gut 40 Minuten, anders als in den letzten Tagen, wo auf setlist.fm 50 eingetragen sind (mit auf 5 Minuten gerundeten Anfangs- und Endzeiten). Ich hatte da ja noch gehofft, dass dann vielleicht auch die Hauptband früher als 21:20 anfangen und es weniger knapp zur U-Bahn und zum Zug werden könnte, aber denkste – erst um 21:21 Uhr und somit nach 50 Minuten Pause kam Evanescence bzw. deren kurzes Intro. Finde ich respektlos dem Publikum gegenüber, da wurden auch die ungeduldigen Pfiffe lauter.

Dass die Performance, die folgen sollte, musikalisch, gesanglich und optisch erstklassig wurde, war dann keine Überraschung – optisch mit vielen Strahlern, leuchtenden Kabeln an der Decke, großer Leinwand, die mit verschiedenartigen Szenen bespielt wurde, Flammen links, rechts und hinten…

Musikalisch und gesanglich von gefühlvollen Stücken mit Amy Lee am Flügel bis hin zu harten, energischen, starken Liedern…

Für ein Lied war dann Poppy mit zum Duett auf der Bühne.

:rocks: Und so war das dann ein tolles Konzert von ca. 95 Minuten! (Wobei ich die letzten 1½ oder 2 nur vom Weg zur U-Bahn aus leise gehört habe, damit’s nicht zu knapp zum Zug wird – mehr im Bahnbericht –, und da waren etliche, die’s auch so gehandhabt haben.)

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