Dienstag Nachmittag, Rätselzeit – heute wieder ein Bildausschnittsrätsel:
Was zeigt dieser Ausschnitt?
Bei Bedarf gibt’s natürlich wieder Tips in den Kommentaren, und einen größeren Ausschnitt hab ich auch noch parat. Na denn, haut in die Tasten! Aber schnell, denn irgendwie fürchte ich, dass es zu leicht ist und schnell gelöst wird…
Gelöst von Sebastian: Ein (noch freiliegender) Kanaldeckel – der Ausschnitt ist von links unten:
Queen-reiche Tage zur Zeit, oder? Tja, da ich mich an den Jahrestagen der Veröffentlichungen orientiere, kommt es eben zu dieser Häufung – das beginnende Weihnachtsgeschäft dürfte da nicht ganz unschuldig gewesen sein… Heute geht’s um das Jazz-Album vom 10.11.1978 – nicht dass ihr jetzt denkt, Queen hätten ein Jazz-Album herausgebracht, das heißt nur so.
Also lasst mich euch unterhalten mit ein paar der nicht auf Singles veröffentlichten Songs – wir beginnen mit „Let Me Entertain You“, einem ans Publikum gerichteten Lied, und passenderweise haben sie’s auch als zweites Lied nach der schnellen Version von „We Will Rock You“ auf der Jazz-Tour – von der das Live Killers-Album stammt – gespielt. Im Text gibt’s auch persönliche Bezüge, so hat Queen ja tatsächlich auf japanisch gesungen („Teo Torriatte“), und ihr Tour-Manager Gerry Stickell wird genauso angesprochen wie die Plattenfirmen Electra und E.M.I.
Weiter mit „Dead On Time“, das mit das „schnellste und aggressivste Gitarrenspiel“ von Brian enthält, und auch Roger trommelt wild drauf los – passt natürlich zur thematisierten Hektik. Wurde nie live gespielt, obwohl es eigentlich eine gute Live-Nummer gewesen wäre. Der Donner am Ende – den Brian mit einem Kassettenrekorder aufgenommen hatte – wird in den Album-Credits spaßeshalber Gott zugeschrieben.
Zum Abschluss wird’s verträumt: „Dreamer’s Ball“ ist natürlich eine Ballade – Brians Tribut an Elvis Presley, der im Vorjahr gestorben war (trotzdem von Freddie gesungen). Live mit anderem Arrangement.
PZ Myers berichtet wieder von dem, mit Verlaub, Spinner, der unter Verachtung allen Verstandes (und aller Webdesign-Überlegungen – Achtung, Augenkrebs!) ständig neue Termine für die – in den USA populärere – endzeitliche „Entrückung“ der wahren™ Gläubigen (rapture) mit der Rückkehr Jesu bekannt gibt; Termine jeweils in der nahen Zukunft, die natürlich nie eingetreten sind. Immerhin wird er jetzt vorsichtiger mit seinen Behauptungen und nennt Vorbedingungen. So meint er aktuell:
Deutsch: „WARNUNG: Wenn ein ökonomischer Zusammenbruch am 9.Nov.2009 eintritt, DANN geschieht die Entrückung am 11.Nov.2009!“
Und ja, das ist das Original-Design.
O Wunder, er hat unbestreitbar recht!
Morgen, am 9.11., ist ja der 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Bei den offiziellen Feierlichkeiten werden riesige Dominosteine als Symbol für den Mauerfall umgestoßen; verglichen mit dem (Wieder-)Aufbau und Einreißen einer echten Mauer aus Beton ist das sicherlich billiger, d.h. ökonomischer – der ökonomische Zusammenbruch ist also gegeben.
Am 11.11. um 11:11 beginnt wieder die Karnevalssaison, und da werden einige Stunden später definitiv viele Jecken alkoholbedingt von der Realität „entrückt“1 sein.
OMG! Verneigt euch vor dem neuen Propheten!! ER HAT DIE WAHRHEIT VERKÜNDET!!!11elf
Am besten ändere ich jetzt das Design all meiner Webseiten nach diesem Vorbild, das muss mir doch einen Vorteil im Himmel verschaffen!
zudem sagt ja die Wikipedia: „Im übertragenen Sinn wird der Begriff für einen Zustand „geistiger Ferne“, wie etwa im Rausch, Trance oder Traum verwendet.“ ↺
Vom letzten Queen-Beitrag am Freitag zwei Tage weiter und 21 Jahre in die Vergangenheit, landen wir am 8.11.1974, als Queen ihr drittes Album Sheer Heart Attack veröffentlicht haben – mit dem (und der ersten Single „Killer Queen“) ihr auch der internationale Durchbruch gelang. Das Lied mit diesem Titel war damals allerdings noch nicht fertig und fand sich dann 3 Jahre später auf News Of The World.
Aber wir wollen uns hier ja einer Auswahl der nicht auf Singles veröffentlichten Songs widmen. So beginnen wir mit „Stone Cold Crazy“ – „das Stück gilt als eines der Ersten, welches im Nachhinein dem Thrash Metal-Stil zugeordnet werden kann“, meint die Wikipedia, und das zeigt schon, dass es etwas härter und schneller zugeht. Soll übrigens schon 1970 von Freddies früherer Band Wreckage stammen.
Das zweite Lied heute, „Bring Back That Leroy Brown“, ist stilistisch ziemlich ungewöhnlich für Queen – mit Freddie an einem „Jangle Piano“, John Deacon mit Kontrabass und Brian May mit einem kurzen Ukulele-Banjo-Solo (bei 1:58). Es wurde inspiriert von „Bad Bad Leroy Brown“ von Jim Croce, der im Jahr zuvor verstorben war.
» Bring Back That Leroy Brown – Album-Version ↓
Live war dieser Song fast instrumental (und noch kürzer):
Und nun entlasse ich euch in den Schoß der Götter – und zwar gleich zweimal. So gibt’s zunächst ein Lied namens „In The Lap Of The Gods“, das stilistisch quasi als Vorläufer des nächsten Albums A Night At The Opera gelten kann:
» In The Lap Of The Gods ↓
Und am Ende des Albums kommt noch „In The Lap Of The Gods…Revisited“ mit einem starken, stadiontauglichen Refrain (und damit quasi ein frühes „We Are The Champions“), in dem Queen live auch erstmals Pyrotechnik für die Explosion am Ende eingesetzt hatten.
» In The Lap Of The Gods…Revisited – Album-Version ↓