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Geld mit Umfragen verdienen?

Zumindest, so scheint es mir, haben Anbieter kostenpflichtiger Dienste für die Vermittlung von Umfragen hier eine „gute“ Verdienstmöglichkeit gefunden…

geldmitumfragen.net Screenshot Heute erreichte mich eine Spam-Mail1 von oder zumindest für geldmitumfragen.net; anscheinend (laut Whois) eine am 1.7. nagelneu registrierte Domain.2 Ruft man diese Seite auf, wird in einem das ganze Fenster einnehmenden Frame über eine effili.com-Adresse mit etlichen Parametern der eigentliche Inhalt von www.umfragenagent.com/?entry=1&kennung=##########3 nachgeladen.4

Dort sieht man (vgl. Screenshot) unter der großen Überschrift „Sie wurden exklusiv eingeladen!“ neben einem „Umfragenscout“-Logo ein Beispielrechnung neben einem Foto, etwas Fließtext, drei angebliche Aussagen von zufriedenen Kunden und die Eingabefelder für seine Daten.

Links unten im Fließtext (knapp 70 Wörter in 2 Absätzen) steht, ohne besondere Hervorhebung, die anfallende Jahresgebühr von 99€. Immerhin ist die Lesbarkeit von blau auf weiß und von der Schriftgröße her unproblematisch, sie taucht auch im Bild mit der Beispielrechnung und in einer der angeblichen Kundenaussagen auf und wird nicht nur (wie möglicherweise früher) in den AGB versteckt.

Selbstverständlich sollten Internetnutzer ihre Adressdaten nicht freizügig überall eingeben. Selbstverständlich sollten Internetnutzer alles genau durchlesen, bevor sie dies doch tun.

Genauso selbstverständlich, finde ich, sollte es aber auch für Anbieter sein, deutlich auf anfallende Kosten hinzuweisen – und das sieht hier (nicht nur) für mich nicht allzu deutlich aus.

:arrow: Abzocknews.de hat bereits im April vor diesem (damals auf etwas anderem Weg erreichte) Angebot gewarnt, dort gibt es auch weitere Links und Infos.

Erwähnen möchte ich hier noch die sogenannte „UMFRAGENSCOUT Verdienst-Garantie“, die sich auch ganz gut liest – gut für den Anbieter allerdings:

Wir wissen was unsere Plattform bietet, daher garantieren wir, dass Sie auf unserer Plattform durch Empfehlungen / Umfragen innerhalb 1 Jahres Verdienstmöglichkeiten erhalten mit denen Sie ohne weiteres über 250€ in Geld- und Wertgutscheinen verdienen können.

Falls wir Ihnen dies auf unserer Plattform nicht ermöglichen sollten, erhalten Sie Ihre komplette Setupgebühr zurück erstattet!

Man beachte das Wort „können“ – und da sie (laut Beispielrechnung) für eine Weiterempfehlung 10€ zahlen, kann man ja ohne weiteres über 25 neue Kunden werben, um den (und das nicht mal in bar) „garantierten“ Betrag zu erhalten; eine echte Garantie für andere Einnahmequellen ergibt sich daraus natürlich nicht. Ich bezweifle doch sehr, dass sich die Ausgabe lohnt – vgl. Links.

Wenn sich denn so viel Geld mit Umfragen verdienen ließe, wozu müsste der Anbieter dann überhaupt eine so hohe „Setupgebühr“ verlagen? Er könnte sich doch einfach einen größeren Anteil an den Auszahlungen sichern!

Betreiber ist übrigens laut Impressum die „umfragenscout24 ltd.“ auf Tortola, einer der Britischen Jungferninseln („B.V.I.“), wo die verbindliche Kontaktaufnahme z.B. für deutsche Behörden sicher nicht ganz einfach sein dürfte, sollte dies denn mal nötig werden.

Dieselbe Firma ist (laut Whois) auch Inhaber von umfragenscout.com und umfragenagent.com (13.8.2007), beide über die allseits beliebte ip69 internet solutions AG registriert. geldmitumfragen.net selbst ist allerdings über WhoisGuard registriert und geschützt, somit kann ich natürlich nicht sagen, wer dessen eigentlicher Inhaber ist. Spielt aber auch keine Rolle.

:!: Fazit: Vorsicht!

Linktips:

  1. die, man kennt das ja, vorgibt, ich hätte meine Adresse in irgendeine Liste eingetragen []
  2. und anscheinend nicht von denselben Betreibern wie die Bindestrichvariante geld-mit-umfragen.net oder die deutsche Domain geldmitumfragen.de []
  3. Die Kennung variiert mit der Zeit; hat Ähnlichkeit mit einem Unix-Timestamp, wäre dann aber vom Jahr 2003. []
  4. Und wer Größenänderungen des Browserfensters per JavaScript zulässt, findet sein Fenster auch auf volle Bildschirmfläche vergrößert. []

Der beste Zeitpunkt für Werbung

Ball! Stellen wir uns mal folgendes, natürlich rein hypothetisches Szenario in der Werbeabteilung einer Bank vor:

Es ist Anfang Juni. Ein Mitarbeiter meint: „Ey, Cheffe, bald fängt die Fußball-EM an, viele Leute wollen einen neuen, großen 16:9-Fernseher, aber nicht alle können sich sofort einen leisten – wär das nicht was, um für unsere Kredit-Angebote zu werben?“

Der Chef (blickt vom EM-Spielplan auf, den er gerade ausgiebig studiert hatte): „Hmmm… ja, könnte nicht schlecht sein. Am besten bundesweit per Postwurfsendung. Sie kümmern sich drum, oder? Ich bin grad beschäftigt.“

„Ja, klar, mach ich, Chef! Ach, übrigens, ich nehm die nächsten 3 Wochen Urlaub – EM, Sie verstehen? Ist das okay?“

Chef (hat sich schon wieder dem Spielplan zugewendet): „Murmel… hm? Ja, klar, in Ordnung.“

Wir spulen die Zeit vor bis Anfang Juli, also in die Gegenwart (und in die Realität), die EM ist seit drei Tagen vorbei. Im Briefkasten findet sich: Eine ausziehbare Postwurfsendung aus Pappe mit der Aufschrift „16:9 für unsere Jungs?“ mit zwei jubelnden Deutschland-Fans, links ausziehen → „Kein“, rechts → „Problem!“ und ein dritter Fan. Rückseite:

„Public Viewing zur EM gibt’s jetzt auch zu Hause – mit Ihrem neuen breiten Flat-TV und dem […] credit. Übrigens: Bei Abschluss erhalten Sie bis zu 18.750 PAYBACK Punkte on top!*“

(Der Sternchen-Text entschuldigt sich nicht etwa für das Denglisch, sondern gibt nur die genaueren Konditionen an.)

Tja, perfektes Timing, oder nicht?
:loll:

Wirkungsloses und Placebos en masse?

Akupunktur-Nadeln Unter der Überschrift „Wellness und Gesundheit“ auf einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe eines lokalen Wochenblattes (diesmal „Aktion – Der Hallertauer“) finden sich etliche Textblöcke, farbig hinterlegt und so an eine grafisch gestaltete Anzeige gebunden – wobei ich durchaus eine Verwechslungsgefahr mit redaktionellen Artikeln sehe –, zu denen (neben Reisen, Kosmetika, Tanzkursen u.a.) nicht nur der bereits bekannte Avaro-Lichtler gehört, der seinen Rauchfrei-Kurs bewirbt, sondern auch weitere zweifelhafte Angebote aus dem Bereich der Paramedizin, zu denen ich mir die Kritik nicht verkneifen kann:

Eine Heilpraktikerin namens Renate Oefele bietet z.B. eine Elektroakupunktur nach Voll“ (EAV) an, angeblich „ein Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden“. Und wie soll das funktionieren? Im die grafische Anzeige begleitenden „Artikel“ heißt es (Hervorhebung von mir):

„[…] stützt sich auf das Meridiansystem der [Traditionellen] Chinesischen Medizin. Es werden mit einem sehr empfindlichen EAV-Gerät die Hautwiderstände an bestimmten Akupunkturpunkten gemessen. Dadurch erhält man einen Überblick über den energetischen Zustand der 12 Meridiane und der Stellen am Körper, an denen der Energiefluss gestört ist. Auch geben diese Messungen Hinweise darauf, wie die Krankheit entstanden ist. Doch die EAV kann noch mehr: Sie kann […] auch testen, ob sich bestimmte Substanzen auf den Organismus gut oder schlecht auswirken würden. Dazu wird eine Probe […] in den Messkreis […] eingebracht.“

Klingt wohl nicht nur für mich schon auf den ersten Blick hanebüchen – Hautwiderstand zur Krankheitsdiagnose? Und mit dem Widerstand bestimmter Substanzen zusammengeschwurbelt soll das auch etwas aussagen? Und in der realen Welt ist es nun mal auch so, dass es keine solchen „Meridiane“ der TCM gibt, und auch der Rest der EAV ist, vorsichtig ausgedrückt, zweifelhaft:

„Der Hautwiderstand wird in erster Linie durch die Aktivität der Schweißdrüsen bestimmt. Allein deshalb ist seine Nutzung zur Diagnose und Bewertung von Krankheiten abwegig, denn ihre Aktivität wird auch von mehreren Faktoren beeinflusst, die nicht mit Krankheiten in Verbindung stehen.
[…]
Wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Akupunktur haben ergeben, dass Meridiane nicht existieren und es keinen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit ausmacht, ob man mit Nadeln an traditionellen Akupunkturpunkten oder an zufällig gewählten Punkten sticht oder sogar mit Tricknadeln nur ein Stechen vortäuscht. In der Allergiediagnostik versagte das Verfahren der EAV. Widerstands- oder Impendanzänderungen an Akupunkturpunkten zu benachbarten Punkten konnten nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden.“
(aus der Wikipedia, Quellen siehe dort; Hervorhebungen von mir)

Dieselbe Dame bietet zudem „Biochemie nach Dr. Schüssler“, quasi Homöopathie mit anderen Mitteln und genauso wirkungslos jenseits von Placebo-Effekten. Wikipedia dazu (meine Hervorhebungen):

Schüßler-Salze sind alternativmedizinische Präparate von Mineralsalzen in homöopathischer Dosierung (Potenzierung). Die Therapie mit ihnen basiert auf der Annahme, Krankheiten entstünden allgemein durch Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen und könnten durch homöopathische Gaben von Mineralien geheilt werden.

Diese Annahmen sind wissenschaftlich nicht anerkannt, eine Wirksamkeit der Schüßler-Salze ist nicht nachgewiesen. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Urteil: „Biochemie nach Schüßler ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet.“

Und Fußreflexzonenmassage gibt’s auch noch – da verweise ich der Kürze wegen einfach nur auf die Süddeutsche und zitiere daraus nur kurz:

„Es gibt keinerlei Belege für die tatsächliche Existenz der angeblichen Reflexverbindungen. Überdies weicht die Reflexzoneneinteilung auf dem Fuß bei verschiedenen Autoren erheblich voneinander ab.“


Achtung Wer jetzt allgemein meint, solche und andere paramedizinischen Methoden wären doch kein Problem, wenn’s nicht wirken sollte, schadet’s wenigstens auch nicht, dem sei gesagt, dass durch solche wirkungslosen (und trotzdem sicher nicht kostenlosen) Methoden gern – und das kann durchaus schädlich sein! – zu lange oder generell darauf verzichtet wird, wirkungsvolle Therapien der evidenzbasierten Medizin anzuwenden; und wenn sich Gutgläubige z.B. aufgrund einer EAV-„Diagnose“ gesunde Zähne ziehen lassen, wie Martin Lambeck bei ZeitWissen berichtet, oder andere falsche Krankheiten eingeredet bekommen – das soll kein Schaden sein?

(Anmerkung: Ich weiß nicht, was die inserierende Heilpraktikerin so „diagnostiziert“, und will ihr nichts unterstellen, ich kann nur allgemein über die von ihr beworbenen kritikwürdigen Methoden schreiben und Berichte über andere Vertreter ihrer Zunft erwähnen.)


Eine andere Anzeige mit der aufsehenerregenden Überschrift „Angst – Depression – Sucht“ macht Werbung für psychotherapeutische Heilpraktiker-Kurse. Zitat:

„Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiten mit unterschiedlichsten Methoden, wie z.B. mit Gespräch, Meditation, inneren Bildern, energetischen Heilweisen, dem Atem u.a.“

Nichts gegen Gespräche, aber „energetische Heilweisen“?? „Energien“, bei denen alle Versuche, sie wissenschaftlich und seriös zu beweisen, gescheitert sind? Ohne mich…


Weitere Linktips:
ZeitWissen: Harter Test für sanfte Heiler
GWUP-Themenseite Paramedizin
Die Süddeutsche über Schüßler-Salze


Foto: hradcanska / flickr

Geballte Werbung

Umschlag Huch, ein dicker Umschlag von einem unbekannten Absender im Briefkasten – mit etwas drin, das sich nach Plastik mit Aufblas-Ventil anfühlt. Ist das etwa wieder so ein Werbe-Gag mit mehr oder weniger nützlichen Gegenständen (wir erinnern uns da an die Rasierer-Billighandy-Zahnbürste-Päckchen-Kampagne für irgendwas von Tchibo, die dann von anderen „gekapert“ wurde), bei dem der Absender hofft, möglichst oft auf möglichst vielen Blogs erwähnt und verlinkt zu werden? Sollen wir ihm den Gefallen wirklich tun?

Wer ist denn der Absender? Aha, ein Webhoster, den ich noch nicht kannte. (Also schon mal ein Ziel erreicht…) Mit 100% bei den Kundenbewertungen bei Webhostlist. Nun gut, da kann meiner, all-inkl.com [Partner-Link], auch mithalten. :)

Aber öffnen sollten wir den Umschlag natürlich schon, so neugierig sind wir dann doch. Was kommt zum Vorschein? Ein rot–transparenter Wasserball zum Aufblasen mit der Webadresse des Hosters drauf. Also schon mal alles andere als rätselhaft hinsichtlich der tieferen Bedeutung.

Der einzige Empfänger bin ich natürlich nicht: Das MoehBlog ist dabei, ebenso der(?) Blogspan, die NetzNews, und wer weiß, wer noch folgen mag.

Wie das Ventil einen so anschaut…

Ball

…es hat ja recht, so platt schaut kein Ball gut aus. Also tief Luft holen… … … und aufstehen (bei der Hitze!), die Luftballon-Pumpe aus dem Schrank holen, und:

Ball aufgeblasen

…so schaut’s doch gleich besser aus.

Besser übrigens als das dazugehörige Werbebanner auf deren Website:

Ball-Banner

„Sie sparen bis zu“ wieviel denn? Bis zu 0 € Einrichtungsgebühr? (Und ja, das ist ein statisches Bild, kein animiertes, das im Wechsel einen Betrag anzeigen würde.) Sollten sie vielleicht noch mal überarbeiten… Update 22:20 Uhr: Haben sie, wie ich grad gesehen habe: „bis zu 50%“.

Nun ja, danke für den Ball und dafür, ein weiteres Thema für einen Beitrag gehabt zu haben.
:bigsmile:

„Natürliches, vitalisiertes Wasser“

Es hört einfach nicht auf… nein, dies ist kein Ergänzungsbeitrag zu meiner „Cimddyon-Wasser“-Satire oder zur gestern erwähnten Avaro-Light-Anzeige, sondern bezieht sich auf einen großen Werbezettel aus dem heutigen samstäglichen Prospekt-Bündel, in dem ein angeblich „bewährtes System zur Verbesserung der Wasserqualität“ namens Aqua blue® beworben wird. Bei sowas muss ich einfach meine Kritik loswerden…

Versprochen werden u.a. „weniger Kalk in Geräten, Leitungen und Armaturen“, Bindung freier Radikale und ein besserer Geschmack – das alles mit einer Metallbox in verschiedenen Größen (je nach Durchflussmenge für Wohnungen bis Industrie und Hotels), die ohne Montageaufwand einfach mit Klettband am Rohr befestigt werden soll.

Wie das ganze funktionieren soll? Die Box will dem Wasser die „innere Ordnung“ wieder geben, die auf dem Weg von der Quelle nur zu leicht verloren gehen soll:

„Aqua blue® gibt die gleichen Schwingungsmuster wie ein sehr gutes, frisches Quellwasser ab. Das Leitungswasser geht dazu in Resonanz und reagiert darauf.“

Und wie? Die Werbung spricht von „kein Magnet, kein Strom, keine Chemie“. Woher kommen die „Schwingungsmuster“? Wird natürlich nicht verraten. Aber selbst wenn eine detaillierte Beschreibung gegeben wäre, solche Esoterik-Wassseranbieter lassen sich ja viel einfallen, wenn der Tag lang ist (vgl. Linktipps unten). „Gutes“ Wasser soll sich angeblich dadurch auszeichnen, dass die Gruppen von Wassermolekülen (Cluster) besonders groß seien, und…

„bei sehr gutem Wasser haben diese Gebilde eine hohe Ordnung, die vergleichbar mit der Form eines Eiskristalls ist. Diese Aussagen werden durch die Arbeit des japanischen Wasserforschers Dr. Masaru Emoto unterstützt.“

Pech, dass diese Cluster offenbar innerhalb von Picosekunden zerfallen und sich neu bilden (Wikipedia… aber da gibt’s natürlich auch Ausflüchte, „Gedächtnis des Wassers“ und so, die wissenschaftlich nicht bewiesen werden konnten). Es kommt gleich noch besser, aber für diejenigen, die es gern ausführlich haben wollen, möchte ich zunächst auf die angebotenen „Gutachten“ eingehen, die sie „natürlich“ auf der Website anbieten:

Meine Kommentare zu den Gutachten anzeigen ▼


Wasserglas Love Jetzt zum „Besseren“: Dieser Wasserforscher Masaru Emoto behauptet allen Ernstes, Wasser ließe sich durch Emotionen beeinflussen, durch Musik und Filme – schon durch positive oder negative Wörter, die man auf Etiketten schreibt! 8O Zum Beispiel „Liebe“ oder „danke“ oder aber „krank“ etc., und auch die Sprache mache einen Unterschied – also sowas Absurdes ist mir nicht mal für meine Satire eingefallen, und Emoto meint das ernst!

James Randi hat das schon 2003 kommentiert (2. Abschnitt), dort sind auch ausgesuchte(!) Kristall-Bildchen zu sehen. Zitat Randi:

Well, if that didn’t convince you that Dr. Emoto might not have both oars in the water, try this, a quotation from him in answer to his thoughts on what the crystals are: „I came to the realization that these crystals are spirits.“ Okay. Where’s the door….?

(Übersetzung) ▼

Seine angeblichen „Beweise“ – wie z.B. die passende Auswahl von einem von 50 Fotos von Eiskristallen – sind dabei offenbar nicht mal ansatzweise wissenschaftlich, wie auch in Emotos Wikipedia-Eintrag nachzulesen ist – es ist noch keinerlei Nachweis, keine Reproduktion unter seriösen, wissenschaftlichen Bedingungen gelungen, was die rational ohnehin angebrachte Vermutung über den Unsinn dieses Esoterik-Krams nur bestätigt.

Zitat von ZEIT Online, „Kann Wasser denken?“ (Hervorhebung von mir):

Doch wer fragt schon nach Wissenschaft, wenn Emoto sein Glaubensbekenntnis ablegt: „Die Wassermoleküle ließen mich tief verstehen, dass erst, wenn Dankbarkeit doppelt vorhanden ist (H2), die Liebe (O) eine aktive Form annehmen und wirken kann.“

Was soll man dazu noch sagen? :blossnicht:

Keine guten Voraussetzungen dafür, dass diese Aqua-Blue-Geräte (oder wie man die Metallboxen nennen mag) irgendetwas Sinnvolles jenseits eines möglichen Placebo-Effektes machen, denke ich – außer das Konto des Anbieters zu füllen, und das ist auch nur aus dessen Sicht sinnvoll. Apropos Geld: Preise werden nun leider weder im Werbeblatt noch auf der Website genannt, aber wenn bei Inanspruchnahme der 3-Monate-Zufriedenheitsgarantie 30 € Bearbeitungsgebühr abgezogen werden sollen, muss der ursprüngliche Preis deutlich über 30 € liegen.

Meine Meinung: Geschenkt wäre noch zu teuer.
:thumbsdown:

Update 20.2.2010: In einer großen Zeitungsanzeige wird jetzt ein Preis genannt: 895 € „für ein Haus mit bis zu vier Wohneinheiten“. Bestimmt keine schlechte Gewinnspanne…


Linktipps (*=oben noch nicht verlinkt):