Götter brauchen auch mal Ruhe

Der alte Luzifer, ähm, der Lichtbringer, ähm, also der mit dem Spruch „es werde Licht“, der bekanntermaßen den siebten Tag der Woche zum Faulenzen geschaffen hat1, braucht derzeit wieder viel Ruhe – Frühjahrsmüdigkeit, vermutlich. Deswegen hat er den gestrigen Donnerstag zum Freitag gemacht, den heutigen Freitag zum ersten Faulenzer-Sonntag – nicht mal durch Tänzer will er gestört werden! -, morgen muss er kurz einkaufen, und dann gibt’s zwei Sonntage am Stück zur Erholung (vom Einkaufen?), bevor am Dienstag Montag ist.

Und simmermalehrlich – ach nein, das heißt ja heutzutage: was gesagt werden muss -, wer außer einem Gott kann den Kalender so umgestalten?

Naja, wenn er’s nicht getan hätte, hätte sich halt die Bahn drum gekümmert, schließlich will sie ja vier Tage am Stück zur Verfügung haben, an denen sie an ihren Schienen rumwerkeln kann, ohne den Berufsverkehr zu beeinträchtigen. Vielleicht, nein, bestimmt ist der christliche Teil des Osterfests erst von der Bahn erfunden worden! Und nachdem das mit dem „am dritten Tage auferstanden von den Toten“ missverstanden wurde – als „am dritten Tage inklusive Todestag“ statt „am dritten Tage nach dem Todestag“ – und die (offenbar vielen), die die Bahn zu Gläubigen machen konnte, schon am (eigentlichen) Sonntag gefeiert hatten, wurde eben der Montag auch noch zum Feiertag erklärt.

Ist doch eigentlich eine plausible Erklärung, oder? :mrgreen: Fragt sich nur, wer noch alles in dieser Verschwörung mit drinsteckt…

 


  1. warum gehen die Gläubigen eigentlich ausgerechnet da in die Kirche? []

2 Kommentare

  1. r

    /¹ warum?/ Vielleicht um zu feiern, daß an diesem Tage der ganze Aufstand endlich vorbei war… Ist eh Humbug, denn der komplette Text heißt ja „Sechs Tage sollst du deine Arbeiten tun; aber am siebten Tage sollst du ruhen“ bzw in der mir lieberen Variante „…aber des siebenten Tages sollst du feiern„. Nicht nur, daß nicht nur meine Wenigkeit mit einer 5TageWoche gesegnet ist, nein, der stille Feiertag wackelt ob des für ihn verhängten Arbeits-, ersatzweise Feiergebotes doch ziemlich.
    Zugegebenermaßen ist die Suche nach logischen Fehlern in heiligen Texten i.a. so schwierig wie Fische in einem Faß zu schießen.

    Wenn ich es recht beobachtet habe, fällt übrigens morgen das Einkaufen aus: Es wäre angesichts des Ansturmes gestern schlicht sinnlos.
    Was mir evtl die Chance eröffnet, in aller Ruhe und Gemütlichkeit nach den Zutaten für das Osterfrühstück mit den Neffen zu besorgen ;-) Mir schwebt allerdings vor, die Eierchen in heißem Wasser oder so leicht anzuschmelzen, in Puderzucker oder falls es beesser ist, in Kokosraspeln zu wälzen (als Ersatz für die weiße Schale) und mit Lebensmittelfarbe zu einem ‚echten‘ Osterei zu vollenden.

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