Epische Fuchsschwänze

Erster Konzertbericht des Jahres: Epica & Amaranthe im Zenith München mit Charlotte Wessels und ihrer Band als Vorgruppe.

Mal wieder lange, aber relativ schnelle Schlange vor dem Zenith; drinnen dann schnell eine Empanada „Rocky“ (die teilweise etwas wärmer hätte sein dürfen) als kleines zweites Abendessen geimbisst, und 10 Minuten länger als nötig gewartet, da Charlotte erst um 18:40 statt 18:30 auf die Bühne kam…

…aber die frühere Sängerin von Delain (bis zu deren vorübergehenden Auflösung 2021), deren Solo-Werk ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, nicht weiter verfolgt hatte, hat in ihren 40 Minuten gezeigt, dass sie nichts verlernt hat, eher im Gegenteil. Sehr guter Auftakt.

Am Freitag in Köln, dem ersten Konzert der aktuellen Tour, spielten erst Epica, dann Amaranthe, am Samstag in München war’s umgekehrt: die dänisch-schwedische Pflanzenband (Amarant, deutsch auch Fuchsschwanz) legte um 19:51 los mit viel Energie, Lasern…

…und gleich drei Frontleuten am Mikro: Sopranistin, Tenor und einer für den tieferen, härteren und gutturalen Gesang. Natürlich nicht immer alle gleichzeitig am Werk.

Dafür war niemand mit Keyboard/Synthesizer (das in manchen Songs vorkam) zu sehen…

…nur der Gitarrist hat bei einer Ballade mal Klavier-Keyboard gespielt:

Auf jeden Fall waren das schon großartige ca. 77 Minuten abwechslungs- und energiereichen Metals. Aber es kam ja noch eine zweite Hauptband – in Köln erst gegen 21:50 lt. setlist.fm, aber hier ließ sich die Niederländer von Epica nicht so lange bitten wie dort Amaranthe und starteten um 21:37 mit dem Intro.

Hier gab’s auch wieder einen aktiven Keyboarder – der anscheinend so heiß spielt, dass sein portables Instrument schon krummgeschmolzen ist^^

So ein Riser, eine erhöhte Bühne, bietet natürlich eine gute Gelegenheit, die Frontfrau oder auch mal den Gitarristen besonders in Szene zu setzen…

…insbesondere wenn der (also der Riser, nicht der Gitarrist) genauso leuchtstark und hochauflösend strahlen kann wie die große Videowand im Hintergrund (die, wie ein Testbild in der Pause zeigte, 4K UltraHD kann – aber sicher „ein paar“ cd/m² heller als euer Fernseher zuhause)…

…die zusammen mit den anderen Leuchten schon für, ja, epische Visualisierung sorgen kann.

Aber bei aller lauter Epik gibt’s auch ruhigere Momente:

Und da die Sängerin Geburtstag hatte, gab’s noch ein von den anderen beiden Sängerinnen überreichtes Törtchen und ein Ständchen vom Publikum:

Danach ging’s noch für ein paar Lieder voller Energie weiter, versteht sich…

:rocks: …und so waren das dann weitere großartige 81 Minuten bis zum „Dankeschön“ auf der LED-Wand (und so gut getimet, dass ich mich da umdrehen, zur Halle raus und die letzte passende U-Bahn zum vorletzten Zug nehmen konnte).

 


Und noch zur Bahn: Die Hinfahrt war praktisch bei jedem Halt eine Minute vor Plan – so auch in München. Bei der Rückfahrt gab’s mal wieder Bauarbeiten mit SEV ab Petershausen für die beiden letzten Züge – mit dem zusätzlichen Problem, dass nur für den letzten ein Bus um 1:05 Uhr in der Auskunft stand, schon vor ca. 2 Wochen, wo ich zum ersten Mal nachgeschaut hatte. Aber in der tabellarischen Baustellen-Info, die die Bahn mal wieder recht spät auf ihrer Übersicht veröffentlicht hat – am Montag kurz vor Beginn der Gültigkeit – war der passende um 0:05 dann drin.
Der verkürzte Zug war dann pünktlich um 23:52 in Petershausen, der Bus war da noch nicht da – aber der sollte auch erst um 0:04 von Ingolstadt ankommen, und er kam auch ein paar Minuten früher – ohne Fahrgäste, aber (1) wer fährt um diese Zeit von Norden nach Petershausen (eher nur welche von Ingolstadt bis Rohrbach/Pfaffenhofen) und (2) hatte immer noch niemand diese beiden Fahrten in die Fahrplandaten eingetragen. Jedenfalls war er angenehm beheizt (bei Außentemperaturen knapp unter 0) und fuhr pünktlich mit seinen knapp 10 Fahrgästen los und war nach 25 statt 34 Minuten in Pfaffenhofen – wo er dann offenbar doch bis zur Planabfahrtszeit gewartet hat. Keine Ahnung, ob in den 9 Minuten noch jemand gekommen und eingestiegen ist.

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