Und gleich noch ein Konzertbericht – nach dem Kleinstadt-Jugendzentrum geht’s in die Olympiahalle der Großstadt, wo sich Rock und Klassik getroffen haben: zur Abschiedstour von Rock Meets Classic, seit 2010 jährlich (mit Corona-Unterbrechung) unterwegs – da war’s höchste Zeit, dass ich doch auch mal hingehe zu dieser abwechslungsreichen Mischung mit diesmal sechs Sänger*innen…
Der Westeingang der Halle war nicht geöffnet, die Gegentribüne abgehängt, auf den Oberrängen war mehr frei als belegt (ich hätte mich auch quer über die Nachbarsitze legen können, wenn da keine Armlehnen gewesen wären) – tja, ausverkauft ist was anderes. Dass dabei nur je eine kombinierte Wurst- und Getränkebude pro Seite geöffnet war (und ein paar Süßkramstände), war angesichts der langen Schlangen vor Beginn dann doch zu viel der Einsparungen. Nun ja, man kann hierzulande auch Leitungswasser trinken…
Los ging’s kurz vor Plan mit einem Intro von einer doch nicht kopflosen Cellistin, bevor der Keyboarder/Backgroundsänger/Musical Director und die beiden Backgroundsängerinnen mit Paranoid zu Ehren von Ozzy begannen.
Die einzelnen Sänger wurden jeweils mit einem kurzen, vom Orchester untermalten Videoclip vorgestellt – der erste war Ronnie Atkins von den Pretty Maids, der auch gleich Pyro benutzen durfte:
Er hatte aber nur zwei Lieder, bevor er von Robert Hart von Manfred Mann’s Earth Band abgelöst wurde, deren Hits auch ein bisschen breiter bekannt sein dürften:
Aber auch er hatte nur rund eine Viertelstunde, dann kam ähnlich lange Eric Martin von Mr. Big:
Nach einem ca. 6 oder 7 Minuten langen klassischen Intermezzo war Zeit für Tarja Turunen, Ex-Nightwish, die…
…zwei Nightwish- und zwei eigene Stücke sang, bei denen die Orchesterbegleitung ja noch am direktesten zum Original passt.
Aber auch nur gut 20 Minuten. 25 hat man dann Gitarrist und Very Special Guest Michael Schenker, vor Urzeiten mal bei den Scorpions und dann länger mit UFO zusammen, gegönnt. Er hatte fürs Mikro Roberto Dimitri Liapakis dabei:
Zu guter (fast) Letzt dann Joey Tempest von Europe – hier mal ein Weitwinkel-Blick in die Halle:
Auf der Webseite von RMC stand was von einer Dauer von ca. 2,5 Stunden, da war ich dann schon etwas überrascht, dass „Final Countdown“, das ja passenderweise das letzte Stück sein musste, schon gegen 21:55 begann…
Und tatsächlich kam danach auch Robert Hart als Conférencier heraus, der nochmal die Sänger*innen vorstellte und eine Art Abschiedsrede hielt – aber die Band hatte die Gitarren noch nicht abgelegt, und nachdem Robert mit den Worten „The Show Must Go On“ endete, kam tatsächlich noch das gleichnamige Queen-Lied mit allen:
Gelungener Konzertabend, mit knapp 2:10 kürzer als erwartet, das Orchester war bei den lauteren Stücken z.T. etwas zu sehr im Hintergrund, aber dennoch: Gelungener Konzertabend.
Zur Bahn: Die Hinfahrt war eine Minute verspätet, die Leberkässemmel, die ich mir zum Abendessen auserkoren hatte, gut, aber die hat nur insofern mit der Bahn zu tun, als dass ein Imbiss im Bahnhof teuer ist, und zur Halle kam man auch problemlos.
Spätabends fuhren die U1 und U2 dann wegen Bauarbeiten am Hbf nur im 20-Minuten-Takt, und zwar ab ca. 22:30 bezogen auf den Hbf, also war die wohl erste ausfallende U2 die um 22:25 am Scheidplatz, sodass ich da 10 Minuten warten musste; aber bis zum letzten RE um 23:06 war genug Zeit, da haben auch ein paar Minuten Wartezeit am Königsplatz vor dem eingleisigen Streckenabschnitt nichts ausgemacht. Das hätte 20 Minuten später – oder 40 für die vorletzte RB um 23:26 – knapp werden können, wenn 5 Minuten Umsteigezeit auf 2 schrumpfen, die dann doch zu wenig wären.
Jedenfalls wurde der RE mit den alten einstöckigen IC-Wagen bald bereitgestellt; wegen Zugfolge, Zugkreuzung und Überholung sammelte er 15 Minuten Verspätung bis hier, sodass der Vorteil gegenüber der RB sich knapp halbiert hat, aber es gibt Schlimmeres…


















