Ein paar Jubiläen des Jahres

sektkorken120 Im Gegensatz zur vorherigen Blog-Parade über Lieblings­liedtext­zeilen, die überraschend viele Teilnehmer fand – nämlich 31 –, gab’s beim Thema „Jubiläum des Jahres“, bei dem ich wissen wollte, welches (runde) Jubiläum euch 2009 am wichtigsten ist, nur 6. Nun ja, das macht die Auswertung etwas einfacher… und eigentlich könnte ich mir auch die Verlosung der Gedenkmünze sparen, da diese erst ab 10 Teilnehmern ausgelobt war, aber ich hab sie trotzdem verlost. Dazu unten mehr, zunächst zu den Teilnehmern und ihren Jubiläen in chronologischer Reihenfolge der Teilnahme:

  1. Antje vom Famlog nannte im Kommentar ihren 40. Geburtstag (über den sie nicht noch mal bloggen wollte).
  2. Für Hans, den Wirbelwebber, war’s die goldene Hochzeit seiner Eltern – was auch nicht jedes Paar erlebt oder aushält… An allgemeinen Jubiläen war ihm das 60-jährige der Bundesrepublik Deutschland eine Erwähnung wert.
  3. Angi war der erste Geburtstag ihres Sohnes, wiewohl kein „richtiges“ Jubiläum, am wichtigsten, bei den öffentlichen Jubiläen die Mondlandung.
  4. Sebastian, der Tonnendreher, wird ausführlich und nennt das Darwin-Jahr, den Mauerfall, das Grundgesetz, 2000 Jahre Varusschlacht, den Beginn des Zweiten Weltkrieg1, 25 Jahre Metal Hammer – dem er am meisten Platz widmet –, dass bei ihm selbst nun „die drei bald vorne stehen“ wird, und schließlich dass „seine“ Fortuna Düsseldorf seit 5 Jahren wieder im Profifussball ist.
  5. Gedankendeponist Konna, seines Zeichens Student der Latinistik & Geschichte, nennt passenderweise die Varusschlacht sowie musikalisch 20 Jahre Wacken Open Air, das er dieses Jahr erstmals selbst besucht hatte.
  6. Und schließlich ist es für Julia von 49suns das Darwin-Jahr, denn sie „hätte nie Biomathematik studiert und wäre wahrscheinlich nicht Atheist geworden“, schreibt sie.

Wobei mir hier einfällt, dass ich meine eigenen Favoriten bisher nicht genannt habe: es sind die der Wissenschaft, die ich auch in der Vorschlagsliste als erstes genannt hatte, nämlich das Darwin-Jahr und das Jahr der Astronomie anlässlich Galileis Fernrohr-Beobachtungen und Keplers „Astronomia Nova“ 1609 (wobei die Mondlandung knapp dahinter liegt).

Verlosung

Wie oben erwähnt, hab ich die britische Darwin-Gedenkmünze trotzdem verlost – mit Hilfe des List Randomizers von Random.org, der echte Zufallszahlen liefert. Natürlich bringt hier nur der 1. Platz einen Gewinn, und zwar für:
jubi-winner_klein_s
Herzlichen Glückwunsch, ich werde sie dir in den nächsten Tagen zusenden!

  1. eine Beschränkung auf positive Jubiläen hat ja niemand verlangt, und die geschichtliche Bedeutung ist ja auch nicht unwichtig ↺

Links und Videos der Woche (2009/39+40)

 

 

  • Pat Condell und was er vom Klerus hält (via sapere aude)

Sieben

Stöckchen? Wo? Der Hans wirft mir ein Stöckchen zu, in dem man sieben Tatsachen über sich erzählen soll, die dem Leser noch unbekannt sein sollten, und es dann an sieben Leute weiterwerfen.

Mist, denn so ein ähnliches Stöckchen mit sechs unwichtigen Dingen gab’s 2008 schon mal, aber das kann ich ja wegen der Unbekannt­heits­bedingung nicht recyclen. Nun gut, nehmen wir halt was Neues…

  1. Ich esse fast jeden Samstag eine Wagenladung Butterbrezen.
  2. Ich hätte gern alle Brezen Bayerns und alle Brezeln Baden-Württembergs (und den Platz dafür).
  3. Ich hätte gern einen Brezenlieferservice, denn ich bin zu faul zum Einkaufen.
  4. Andererseits will ich vor und nach dem Verzehr auch so manche Bäckerei­fach­verkäuferin flachlegen. Müsste man also mit dem Lieferservice kombinieren.
  5. Ich will mir meine Brezen selber backen – und die werden natürlich besser sein als alle anderen, auch die der erfahrendsten Bäckermeister. Die werden mir nicht das Wasser reichen können!
  6. Ich will, dass die Bäckereien, die fast so gute Brezen wie ich herstellen, geschlossen werden – es kann doch nicht sein, dass jemand anderes so viel Erfolg hat!
  7. Falsch platzierte Salzkörner auf den Brezen machen mich so wütend, dass ich am liebsten die ganze Bäckerei verwüsten würde!

Kann sein, dass ich hier und da eeeetwas übertrieben habe… aber das Muster hinter diesen sieben Punkten sollte nicht allzu schwer zu erkennen sein, oder? ;)

Da ich den Überblick über die mittlerweilen doch sehr große Verbreitung des Stöckchens verloren habe, mögen sich die nächsten sieben Leser beworfen fühlen, die es noch nicht hatten.


Foto (Orig.): Carlos-bcn – Fotolia.com

Projekt Hörsturz 5

Projekt Hörsturz Zeit für Runde 5 im „Projekt Hörsturz“ von freeQnet, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf Songs anhören und bewerten:

  • Bonaparte – Ego (von LemonHead)
    Fängt interessant zurückhaltend-rockig an und steigert sich mit der Zeit – nur die Stimme ist mir zu sehr verzerrt. Mittendrin wird’s lange (lange…) lauter, wilder, schließlich stakkatoartiger, aber mit zu wenig Abwechslung; man erwartet einen Höhepunkt, aber es kommt nur wieder der Refrain, und dann hören die Instrumente auch schon nacheinander auf, um in, äh, zwei Minuten Stille zu enden? Naja, da wird der Videoersteller einen Fehler gemacht haben, was man dem Lied nicht ankreiden kann. Aber die fehlenden Höhepunkte schon, deswegen nur:
    2½ von 5 Sternen
  • Chevelle – Shameful Metaphors (von Inishmore)
    Okay, ein, wie soll ich sagen, Standard-Rock-Song, aber klar gehobener Standard – gute Instrumentierung, guter Gesang, die nötige Abwechslung zwischen Strophen, Refrain und Zwischensegmenten. Gibt’s eigentlich nix zu meckern, im Gegenteil.
    Hören wir’s lieber nochmal an, bevor wir uns dem nächsten Lied zuwenden, das sowohl durch den Namen als auch durch die Wertungen der anderen Projektler gar Schröckliches verspricht…
    4½ von 5 Sternen
  • Modeselektor feat. Puppetmastaz – Dark Side of The Sun (von Kamil)
    Wie meinte Robert so schön: „Der Song ist kaputt“. So klingt das seltsame schnell pulsierende Technozeugs am Anfang – und auch später – wirklich, und die Rapper machen’s auch nicht besser, die Beats auch nicht; höchstens das elektronische Gedudel zwischendrin, das fast wie eine Alarmsirene klingt, passt irgendwie. Als Warnung, nicht musikalisch.
    0 von 5 Sternen
  • B-Complex – Beautiful Lies (von Kerstin)
    Spacige Klänge gleich zu Beginn – na hoffentlich wird das besser als das vorherige. Langsam setzen die Instrumente ein. Erinnert mich stark an die Hintergrundmusik eines Geschicklichkeitsspiels (Lumines Live auf der Xbox) – besser gesagt Soundtrack, denn die Musik ist integraler Bestandteil des Spiels und für die Stimmung der Levels verantwortlich. Nun ja, zurück zum Song. Die schwankend-jaulende Stimme übertreibt’s etwas. An sich gar nicht mal schlecht, irgendwie mitreißend mit den Blöcken, die man an den richtigen Stellen fallen lassen— oh, hoppla, schon wieder ein Vergleich mit dem Spiel. Ist eben ein Song, der eher als Begleitung zu irgendwas denn als zum reinen Anhören geeignet ist…
    2½ von 5 Sternen
  • Rachid Tara – Garab (von Doro)
    Aha, es wird wieder handgemachter – indianisch oder afrikanisch getrommelt und gestimmrhythmet, äh, kurze Wörter, die den Rhythmus mit angeben, sowas halt. Die Strophen-Stimme ist mir etwas zu düster-dumpf, die Refrain-Stimme etwas zu hoch. Dann wird das ganze schneller, sodass man sich meinetwegen sich in Trance tanzende Buschmänner vorstellen mag, gefolgt von – einem Schlagzeug bzw. elektronischen Beats und Techno-Begleitung? Hä? Wärt ihr mal in der Steppe geblieben – oder im Dschungel zwischen Iindien und Arabien, so klingt’s mittlerweile eher. Und es wird nochmal schneller, nur anders instrumentiert – und aus. Ne, Jungs, so wird das nix.
    Den halben Punkt gibt’s auch nur, weil ich dem Marionettentheata von vorhin keine negativen Punkte geben kann.
    ½ von 5 Sternen

Macht einen Schnitt von 2,0 – bisher sowohl der schlechteste Schnitt als auch die größte Schwankung zwischen den einzelnen Wertungen…