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Reisen

Doppelter Fußweg und andere Probleme

Eine kleine Hamburg-Nachlese seltsamer Software. Da wäre zum einen eine Fahrtauskunft des DB Navigators, die einen doppelten – bzw. zweigeteilten bzw. stationsinternen – Fußweg vorsieht, warum auch immer:

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Dass die DB offenbar nicht wusste, dass der Abschnitt Jungfernstieg–Kellinghusenstraße der U1 (ungefähr der senkrechte Teil in der Mitte der eingezeichneten Strecke) wegen Bauarbeiten sechs Wochen lang gesperrt ist, kommt noch hinzu. Liefert der HVV bzw. die Hamburger Hochbahn diese Daten nicht an die DB, oder sind sie irgendwo im Sande verlaufen?

Im Anmeldedialog des Hotel-WLANs fand sich (unter einem Bereich mit Hotelwerbegrafik und Button zum Ausloggen) dieser Hinweis:

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Allerdings nur ganz kurz, denn man wurde praktisch sofort auf die Accor-Webseiten weitergeleitet. So wichtig kann dieser Hinweis dann doch nicht sein… (ist er auch nicht, denn die wenigsten werden mit mehr Geräten gleichzeitig ins WLAN wollen, als der Zugang erlaubt).

Hamburg (2) – Grünzeug, Pötte und Züge

Teil 2 meines Hamburg-Reiseberichts. Am Freitag ging’s gleich nochmal mit der U3 nach St. Pauli, um beim noch regnerischen Wetter die Boutique Bizarre leerzukaufen am südwestlichen Eck der Planten-un-Blomen-Parkanlagen das Hamburg-Museum zu besuchen – was angesichts dessen Größe schnell zwei Stunden verschlingt. Davon gibt’s keine Bilder, aber von feuchten Pflanzen und Blumen und teils verwehten Wasserspritzern:

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Nessie??

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Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens:

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Gibt’s in Hamburg auch Dialektbezeichnungen wie das bayrische „Oachkatzl“?

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Langsam schöner werdendes Wetter…

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Am Dammtor-Bahnhof vorbei zum Beginn der Außenalster:

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Blick zum Jungfernstieg, heute schon mit Zelten und Buden vom CSD-Straßenfest:

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Auch die Alsterfontäne beteiligt sich an den Christopher Street Days:

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…und das letzte Bild ist der Hinweis, den das Hotel im Fahrstuhl angebracht hat. In den diversen Bewertungs­portalen ist ja auch immer wieder zu lesen, dass der Frühstücks­bereich zu klein und die Wartezeiten, äh, suboptimal seien. Ich bin aber immer früh genug aufgestanden…

Am Abend zur Speicherstadt – „Große Pötte, kleine Züge“ stand auf dem Programm, eine Kombination von gut einstündiger Hafenrundfahrt und Besuch des Miniator-Wunderlands (mit kurzen Hinter-den-Kulissen-Führungen und einem Currywurst-Sonderangebot).

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Das da sind die Barkassen, mit denen die Rundfahrten stattfanden. Leider hätten die Scheiben sauberer sein können…

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Rechts: Die Brücken, die kurz hinter Hamburg verhindern, dass Größeres die Elbe weiter hinaufschippert.

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Unterwegs gab’s durch anderen Schiffsverkehr ein paar heftige Wellen, die dem Käptn die Gelegenheit gaben, stolz das Funktionieren seines Scheiben­wischers zu demonstrieren.^^ Er hat auch immer schön vorher vor den Wellen gewarnt…

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Rechts: Hochbeinige Alien-Insekten? In Bewegung jedenfalls irgendwie lustig anzusehen.

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Zwischen den großen Pötten…

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Rechts: Wenn man genau hinsieht, sieht man den aufgehenden Vollmond.

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Und hinein ins MiWuLa. Vor den eigentlichen Anlagen ein Anblick, der wohl auch Herrn Farnheim neidisch blicken lässt:

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Rechts: Ein Blick ins Kontrollzentrum:

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'Murica.

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Doch noch ein Foto von der Herbertstraße:

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Wobei anzumerken wäre, dass das keine getreue 1:1-Abbildung von Hamburg ist (und beim Rest ist’s genauso). Da wurde schon hier und da verkleinert, entfernt und umarrangiert, sodass das Wesentliche Platz hat und auch noch gut aussieht.

Hier ist die Elbphilharmonie schon fertig – und öffnet sich regelmäßig:

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Rechts: Brückenbauarbeiten bei laufendem Zugverkehr? Wer hat das genehmigt?!?

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Hinter den Kulissen von Amerika:

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Ich weiß nicht, wie viele Nackerte sie auf der ganzen Anlage versteck haben, diese Oben-Ohne-Dame hab ich immerhin gefunden:

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Italien im Bau, und Drachenfliegen mal anders:

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Zurück um Mitternacht. (Zu Fuß, denn mangels guter Busverbindungen um diese Zeit hätte ich mit Umwegen zu und von U-Bahn auch nicht weniger Zeit benötigt.)

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Hamburg (1) – Kreuz und quer und mittendurch

In den letzten Tagen – von Mittwoch Abend bis Montag früh – war ich für einen kleinen Städteurlaub in Hamburg. Dazu gibt’s hier, aufgeteilt auf je einen Beitrag für jeden der vier vollen Tage, einen kleinen Reisebericht mit einer kleinen Auswahl aus meinen rund 1300 Fotos.

Die Zugfahrt war unspektakulär – der Nahverkehr nach Nürnberg hatte natürlich Verspätung, ist beim MÜNÜX ja Standard, der ICE 788 hatte unterwegs etwas Verspätung bekommen, wieder reingeholt und dann nochmal ca. 10 Minuten bis Hamburg bekommen. War aber noch rechtzeitig, bevor das nächste größere Regengebiet da war, sodass ich trockenen Fußes ins Hotel – das Ibis Hamburg City südlich vom Hauptbahnhof – gelangte.

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Dort fand sich übrigens eine 2-Cent-Münze zwischen einem Kommoden­nachttisch und dem halb­offenen Schrank­ersatz­gestell. Falls das zufällig ein späterer Gast von Zimmer 340 liest, kann er ja mal nachschauen, ob sie immer noch da liegt…

Am Donnerstag ging’s bei Schietwetter mit Regenschauern und Sturmböen los durch die nahe Speicherstadt (und in deren kleines Museum, nicht abgebildet).

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Und weiter zum westlichen Ende, wo neben einigen Schiffen auch dieser extravagante Riesenkasten der Elb­philharmonie steht, immerhin schon ohne Kräne drumrum. Der untere, mit den Backsteinen optisch an die Speicherstadt angelehnte Teil scheint übrigens ein reines Parkhaus zu sein. Und die Wohnungen, die’s oben auch gibt, nicht gerade billig…

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Wieder zurück nach Osten, südlich der Speicherstadt bis zur neu entstehenden HafenCity. Diese großen Bauten sehen irgendwie aus wie eine zerknüllte Suppentüte und eine Palette Fertig­gerichte, bei denen die Plastik­verpackung noch dran ist. Passenderweise, gehört ja Unilever.

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Dass hier im Norden nicht alle wissen, wie man Süd richtig schreibt, sei ihnen verziehen. ;)

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Und nochmal durch einen anderen Teil der Speicherstadt. Orient­teppich­händler und -lager gibt’s hier massenhaft.

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Gehen wir wieder nach Westen Richtung Hafen und Landungs­brücken, beginnend mit einer Hochbahn, die auch gerne zur U-Bahn wird, und noch einem Detailblick auf die Elphi.

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Schiffe, Schiffe, Schiffe…

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…und ja, ab und zu riss auch die Wolkendecke auf. Hinab in den Alten Elbtunnel.

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…und mittendurch ans andere Ufer, um die Landungsbrücken mal von der anderen Seite zu sehen.

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Bahnen wir uns einen Weg nach Norden/Nordosten und machen Zwischenstopp beim Michel:

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Weiter zum bescheidenen Rathaus, an dem die Regenbogen­flagge schon andeutet, was im Rahmen der Hamburg Pride Week/CSD in den nächsten Tagen noch folgen sollte.

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Weiter an den Alsterarkaden vorbei zu Jungfernstieg und Binnenalster…

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…und über den Hauptbahnhof zurück ins Hotel.

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Abends dann mit Zwischenstopp an den Landungsbrücken (wo mir die Möwe den Gefallen, auf den König der Löwen zu scheißen, leider nicht bereiten wollte)…

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…weiter zur Reeperbahn nachts um halb 10.

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Und zwar zu einer knapp zweistündigen Führung von „Schönes Hamburg“. Unterhaltsam und informativ und empfehlenswert, wenn man auf schrill und/oder historisch kostümierte Guides verzichten will bzw. kann. Weitere Fotos gibt’s davon nicht – dort sind, auch und gerade in den prostitutions­erlaubenden Nebenstraßen, genug Leute, die nicht auf Fotos festgehalten werden wollen und es wohl auch nicht immer erkennen würden, wenn man an ihnen vorbeiknipst.

(Wobei wir auch einen Polizisten in die Davidwache reingehen sahen, der sich nicht hätte beschweren können, wenn man gesagt hätte, er habe einen Vogel. Denn er trug einen im Käfig.)

Und das war’s dann für den Donnerstag. Im Bett schließlich, es war schon Freitag, kurz vor dem Einschlafen gemerkt, dass dem Zimmernachbarn noch nicht bewusst war, dass die Türen sehr laut zuschlagen. (He, Accor, es gibt auch leise und trotzdem sicher schließende Türschließer!) Nun ja, im letzten Zimmer des spitz zulaufenden Gebäudes hat er auch nicht so viele Nachbarn. Also hab ich, eh relativ früh aufgestanden, gegen 8 Uhr mit meiner Tür gezeigt, wie das klingt. Scheint gewirkt zu haben. :)

Berlin

Wie schon angeklungen ist, war ich kürzlich eine knappe Woche in Berlin – hauptsächlich zum Besuch des 6. Skeptiker-Weltkongresses (World Skeptics Congress, WSC1), aber natürlich auch aus touristischen Gründen2, zumal das meine erste Reise in die Hauptstadt war.

Berichte vom WSC gibt’s im GWUP-Blog, beim Astrodicticum und mit ausführlichen Texten bei Kritisch gedacht von noch ’nem Flo: Prolog, Tag 1, Tag 2, Tag 3. Fotos vom WSC selbst zeige ich hier nur wenige – die Bootsfahrt, die im Rahmen des Kongressprogramms angeboten wurde, ist natürlich dabei, schließlich ging’s da ja auch um Berliner Sehenswürdigkeiten.

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Es handelt sich um 72 Fotos – aufgenommen mit meiner neuen Hosentaschenkamera, einer Canon Ixus 510 HS; die Spiegelreflex hab ich der gewichtigen Bequemlichkeit wegen zuhause gelassen –, die ihr euch am besten auf Flickr anschaut (chronologisch). Wenn’s euch denn interessiert.^^ Die meisten Fotos sind entsprechend kommentiert. Sie hier einzubinden, wäre wohl etwas viel – und ich habe mich bei der Auswahl ja eh schon ziemlich beschränkt…

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PS: Wer sich hier auf den Bildern findet und das nicht will, einfach kurz Bescheid sagen, dann entferne ich das Bild oder mache die Person entsprechend unkenntlich.

  1. und wer wissen will, worum’s bei Skeptikern überhaupt geht, kann auch bei der GWUP nachschauen []
  2. und wenn der örtliche Lego-Store keine 200 Meter vom Hotel entfernt ist, muss der natürlich auch besucht werden^^ []

Frag drei Leute…

München-Nürnberg-Express…und du bekommst drei verschiedene Auskünfte. Wobei einer der „Leute“ in diesem Fall die iPhone-App der Deutschen Bahn war.

Eigentlich wollte ich heute Mittag hier von Pfaffenhofen nach München fahren – ein bisschen Shopping und so. Tja, kurz bevor der RE 4011 um 12:27 kommen sollte, kam eine Durchsage, der würde wegen Personenunfall zwischen Petershausen und Röhrmoos(?) ersatzlos entfallen; der nächste wäre die RB 59151 eine halbe Stunde später, mit Schienenersatzverkehr zwischen Petershausen (einer größeren Station, auch der Beginn des Münchner S-Bahnnetzes) und Dachau. Gut, warten wir halt.

Diese RB kam dann auch fast pünktlich – ohne weitere Durchsage bis dahin. Nur gleich nach dem Einsteigen kam die Durchsage im Zug, er würde nur bis Reichertshausen fahren – zwei kleine Stationen von Petershausen entfernt. Kein Wort von SEV.

Da bin ich (und andere auch) dann wieder ausgestiegen und hatte keine Lust mehr, weil’s dann auch anderweitig zeitlich etwas knapp werden würde. Nun ja, der Schalter1 hatte noch Mittagspause, aber da schon ein anderer vor mir schnellen Schrittes wieder nach hinten zur kleinen Leitstelle2 gegangen ist, um sich zu beschweren, hab ich mich drangehängt. Der Bahnmitarbeiter konnte dann auch nicht mehr sagen, als dass er eben die Information bzgl. der Fahrt bis Petershausen hatte.

Immerhin konnte die anwesende mittagspausende Schaltermitarbeiterin mir schnell mein Geld zurückerstatten – naja, nachdem ihr PC seinen Mittagsschlaf3 beendet hatte. Ich hab währenddessen wieder mit dem iPhone nachgeschaut, und was sagte mir die DB-App? Die RB würde gar schon hier in Pfaffenhofen enden (bzw. geendet haben) und nicht mal bis zum nächsten Halt in Reichertshausen fahren. (Der rote Balken, der den Verlauf anzeigt, war trotzdem schon weiter.) Tja, drei Quellen, drei verschiedene Auskünfte… und der Bahnmitarbeiter war genauso ratlos, als ich ihm das gezeigt habe.

Also, liebe Bahn, es mag ja sein, dass die Koordinierung bei einem frischen Unfall nicht einfach ist, aber ein bisschen Erfahrung solltet ihr mit sowas ja schon haben, sodass ihr die Informationen ein bisschen besser koordinieren könntet, oder…?


Foto: greg92_09 2, CC-by-nc-sa-Lizenz

  1. ja, der Pfaffenhofener Bahnhof hat tatsächlich noch einen Schalter, der ab und zu sogar in Betrieb ist… []
  2. von der auch die hiesigen Durchsagen kommen – ja, sowas gibt’s hier auch noch… []
  3. recht hat er… []