Monatsarchiv:

April 2009

Umfrage zu den Suchbegriffen

Abstimmen! Seit einiger Zeit bringe ich ja an jedem Wochenende (meist samstags) die Suchanfragen-Beantwortungen (der gestrige Kaffee-Armreif-Beitrag war da natürlich eine Ausnahme), und ich hätte da gerne mal eure Meinung dazu, was ihr u.a. von dieser Regelmäßigkeit haltet:

Jede Woche Suchanfragen?

  • Gut so! (67%, 10 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])
  • Alle zwei Wochen reicht (27%, 4 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])
  • Interessieren mich eh nicht (7%, 1 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])
  • Noch seltener... (0%, 0 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])

[lang_de]Stimmen insg.[/lang_de][lang_en]Votes total[/lang_en]: 15

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Länge der Beiträge?

  • Ist okay (69%, 9 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])
  • Eher zu lang (15%, 2 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])
  • Eher zu kurz (15%, 2 [lang_de]Stimmen[/lang_de][lang_en]Votes[/lang_en])

[lang_de]Stimmen insg.[/lang_de][lang_en]Votes total[/lang_en]: 13

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Weitere Gedanken dürft ihr gerne in den Kommentaren äußern. :)


Foto: absolut – Fotolia.com

Bedeutung, wenn ein Armreif im Kaffee fällt

„Der Kaffee muss so süß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, so heiß wie die Nächte in ihren Armen und so schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt.“
Arabisches Sprichwort

grainy coffee in cupsGewissermaßen ist dies eine Sonderausgabe der Suchanfragen­beant­wortung – denn „bedeutung wenn ein armreif im kaffee fällt“ war tatsächlich eine solche. Nun, offenbar ist es ein vielseitiges Thema, wie wir sehen werden – zumal der Suchende wenig Details angegeben hat, aber wer je schon im Support mit Kunden Kontakt gehabt hat (und sei es, wie in meinem Fall, auch nur indirekt und stark gefiltert), kennt sowas ja…

Da der Suchende1 „im Kaffee“ geschrieben hat, muss zunächst der Fall betrachtet werden, dass der Armreif in der Kaffeetasse (oder -kanne) losgelassen wurde und untergegangen ist, anstatt oben zu schwimmen. Das bedeutet natürlich:

Die Dichte des Armreifs ist höher als die des Kaffees. Dabei besteht kein Grund zur Beunruhigung: Dieses Verhalten ist ganz normal. Es sei denn, der fragliche Armreif ist ein Luftballon, aber wer so etwas als Schmuck trägt, hat ohnehin ganz andere Hilfe nötig, als ich sie hier bieten kann.

Oder liegt der Armreif im Kaffee, und beide fallen, oder war „in [den] Kaffee“ gemeint? Auch dann gilt: Die Schwerkraft wirkt. Jubel! Ein Sieg für Newton! Ein Sieg für Einstein! Ein Sieg für die ganze Wissenschaft!

Aber warum – im Fall des In-den-Kaffee-Fallens – ist er überhaupt gefallen und nicht am ursprünglichen Ort geblieben? Nehmen wir zunächst naheliegenderweise an, der Armreif war an einem Arm. Dann war der Armreif eventuell zu groß, schließlich ist er einfach so vom Arm gerutscht, und/oder der Arm ist zu dünn. Hat der Suchende es eventuell mit der Diät übertrieben?

Es könnte natürlich auch sein, dass der Armreif zu rutschig ist. Dann sollte man – wenn man ihn nicht gleich festkleben will – vielleicht innen Gumminoppen anbringen. Oder Spikes.

Vielleicht lag der Armreif auch nur auf einem Regal o.ä. – warum auch immer –, von dem er in den Kaffee gefallen ist. Dann ist Vorsicht geboten, denn das kann ein Anzeichen für ein Erdbeben sein! Es sei denn, der Suchende hat eine Katze, Kakerlaken, Horden von Spinnen oder Poltergeister, die den Armreif von seinem Ablageort heruntergeworfen haben. In diesen Fällen würde ich zu mehr Vor- und Rücksicht, einem Kammerjäger, mehreren Kammerjägern bzw. den Ghostbusters raten.

Philosophisch betrachtet scheint es mir in diesem epistemologisch bedeutenden Übergang vom Zirkulär-Materiellen zum Koffein-Liquiden inbesondere angesichts der libertär–fatalistischen Qualität dieses gravitativ–superfriktionalen Szenarios eindeutig und fundamental teleologisch um die Frage nach der torresziv-coffealen Humidisierung der Antebrachial–Ornamentur zu gehen, welche potentiell symbolhaft für das fakultativ exoptatische Ausrutschen aus dem durch das repetitive Wesen der oftmals ritualisierten Konsumption angedeuteten so genannten „Trott“ der diurnalen Aktivitäten stehen mag. Oder wie seht ihr das?

Natürlich kann der Suchende auch die esoterische bzw. spirituelle Bedeutung gemeint haben – aufgerufen hat er jedenfalls meine esoterische Unfall-Satire – und wie üblich muss man hier differenzieren, vor allem nach dem Zustand des Kaffees:

War er frisch aufgebrüht und heiß, so ist das eine Warnung davor, dass man sich an dem, was man gerade tut, leicht die Finger verbrennen kann. Ein Job-, Wohnungs-, Unterwäsche-, Wild-, Geld- oder (Ehe-)Partnerwechsel wäre dringend anzuraten!

War er schon kalt, ist das – nach dem Simile-Prinzip – ein untrügliches Zeichen dafür, dass auch die Spiritualität des Suchenden am Erkalten ist und dringend etwas liebende, wärmende Schwingungen benötigt. Am besten stelle man den Kaffee (ohne Armreif) in die Mikrowelle, deren elektro­magnetische Schwingungen über die (durch das Hineinfallen entstandene) quanten­physikalische Verschränkung mit dem Armreif das Bewusstsein auf höhere Ebenen emporhebt.

War er nur gemahlen, kann dies nur zur Vorsicht vor unfertigen Dingen oder Taten mahnen; man sollte insbesondere einen avisierten Job-, Wohnungs-, Unterwäsche-, Wild-, Geld- oder (Ehe-)Partner­wechsel umgehend vollständig durchführen!

Oder waren es noch ganze Kaffeebohnen? Dann besteht kein Grund zur spirituellen Sorge, aber der Suchende sollte in seinen Arbeitsvorschriften überprüfen, ob er beim Umgang mit Kaffeebohnen überhaupt Schmuck tragen darf.

Was gilt es sonst zu beachten? Die Art des Kaffees ist zweitrangig, zwischen z.B. Caffè Crema und gewöhnlichem Filterkaffee liegt nur der Unterschied, ob sich der Suchende gerne mit modischen Extras verziert oder nicht; und Espresso können wir von vorneherein ausschließen, denn dazu wären die Tassen zu klein, um Platz für einen Armreif zu bieten.

Ein letzter spirituell wichtiger Punkt ist noch die Erzeugung bzw. der Handel des Kaffees – wurde er naturschonend angebaut und fair gehandelt, ist dies selbstverständlich das Beste, was dem Karma des Suchenden passieren kann, sodass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass er im nächsten Leben als ausgebeuteter, unfair be- und gehandelter Kaffeeplantagenarbeiter sein Dasein fristen muss, sondern vielmehr als umhätschelter Kaffeestrauch höchste sinnliche und spirituelle Freude erreicht.


Foto: Marek Kosmal – Fotolia.com

 


  1. oder die Suchende; der Lesbarkeit wegen sei diese Variante immer implizit eingeschlossen []

Musik-Quiz 56

Musik-Quiz Willkommen zum neuesten Musik-Quiz, heute wieder ein Liedzeilenquiz à la Julia, d.h. es werden ein paar Textzeilen gesucht (und natürlich auch Lied und Künstler), die mit einigen Tips, die ich nacheinander geben werde (im Beitrag ungefähr in 15-Minuten-Abständen und auch in den Kommentaren), beschrieben werden.

Hoffentlich kommt nicht gleich jemand mit den ersten ein oder zwei Tips drauf…

  1. Die heute gesuchten vier Zeilen zeigen ein Mittel – und dessen Ergebnis – gegen (nicht nur kindliche) Hoffnungslosigkeit.
  2. (16:15) Der (im Text) im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit Stehende vollbringt quasi Wunder, was Fragen nach seiner metaphorischen Bedeutung hervorbrachte.
  3. (16:30) Diesmal ist es wieder ein älterer, mehrfach gecoverter Titel – wobei das erste Cover deutlich bekannter ist als das Original (von dem ich auch erst durch die Recherche gehört habe).

Und erneut stelle ich die geplante Tip-Reihenfolge aufgrund der Kommentare um:

  1. (16:49) Die Bezeichnung des Titelhelden ist mancherorts in Ungnade gefallen, „political correctness“ und so – andernorts aber normal in Gebrauch.

Hier kam schon die Lösung von eissov :clap: (und die Zeilen als Nachtrag von Yjgalla), aber den nächsten (eigentlich als 4. gedachten) Tip will ich euch trotzdem nicht vorenthalten:

  1. Das Original stammt aus dem Keller, eine (spätere) härtere Coverversion dafür von den Bergen – den Alpen, um genau zu sein. Übrigens variiert der Titel zwischen Original und Covern leicht.

Gesucht waren die Zeilen

Ev’rybody’s in despair,
Ev’ry girl and boy
But when Quinn the Eskimo gets here,
Ev’rybody’s gonna jump for joy

von „Quinn the Eskimo (The Mighty Quinn)“, ursprünglich von Bob Dylan (1967, „The Basement Tapes“-Sessions), bekannter (und auch in den Charts ein Hit) in der Version von Manfred Mann (1968) unter dem Titel „Mighty Quinn“. Die angesprochene härtere Coverversion ist von der Schweizer Band Gotthard.

» Bob Dylan: „Video“, 2 andere Takes, Text
» Manfred Mann: Video, Text
» Gotthard: Live-Video

Zum (nicht weltweit eindeutig negativen) Begriff „Eskimo“ siehe Wikipedia.

Danke fürs Mitmachen und bis nächsten Dienstag!

 


Foto: Jason Stitt – Fotolia.com