Jahresarchiv:

2009

Stellenangebot


Wir stellen ein:

Bauarbeiter (m/w)

zwingend mit einer der beiden folgenden Qualifikationen:

  1. Künstlerische Erfahrung im Umgang mit Farbsprühdosen
    (idealerweise mindestens 2 Jahre als Graffiti-Künstler)

oder

  1. Eigener großer Vorrat an Verkehrsschildern, insb. Halteverbot (VzKat 283), auch mit Pfeilen.

Diese Stellenanzeige ist natürlich rein fiktiv, könnte aber angesichts dieses Schildes in Baustellennähe passen:

improvisiertes Halteverbot

Gerne

Wurst Ein Phänomen breitet sich seit ein paar Jahren immer weiter unter dem Metzgerei-, Bäckerei- und sonstigen Fach­verkäufe­rinnen­nach­wuchs aus, ein Phänomen, das im Grunde genommen zwar von erhöhter Freundlichkeit wie auch von Freude am Beruf zeugen kann (oder eher soll), das aber auch irgendwie… seltsam anmutet, zumal dann, wenn es sich oft in kurzen Abständen wiederholt: Nach jeder einzelnen Bestellung

„gerne“

zu sagen. Irgendjemand muss mal damit angefangen haben und dieses Wort seitdem gerne den Nachwuchs-Verkäuferinnen beibringen, um nicht zu sagen eintrichtern. Gerne auch in der Variation

„M-hm, gerne“ oder
„100 Gramm Fleischwurst – gerne.“

Fragt sich, ob der durchaus variierende Zeitabstand zwischen Erkennen und Bestätigen des Kundenwunsches und dem „gerne“ nun eher Rückschlüsse darauf zulässt, wie gerne die Bestellung tatsächlich durchgeführt wird oder doch nur, wie sehr dieses Wörtchen schon verinnerlicht wurde.

Der Zwiebelfisch meinte einmal vor zweieinhalb Jahren gerne dazu:

Heute ist der Kunde nicht mehr König, sondern zahlender Gast im Ferienclub, und der Verkäufer ist der Animateur, der so tun muss, als sei ihm jede Dienstleistung, jede noch so alltägliche Routine ein persönliches Vergnügen. Denn die Parole lautet: Service ist Spaß!

Wenn nun z.B. bei der vierten von sechs Einzelbestellungen das „gerne“ weggelassen wird, bedeutet das nun, dass die Verkäuferin(nen) den Leberkäs gerne lieber selbst gegessen hätte(n)? Ich hoffe doch, sie hatten noch genug übrig, sodass es für alle gerne gereicht hat, denn man will sich ja nicht schlecht fühlen, als hätte man etwa Mund- oder noch schlimmeren Raub gerne (oder ungerne) begangen…


Foto: adauzie/sxc

Musik-Quiz 63

Musik-Quiz Willkommen zum neuesten Musik-Quiz, heute wieder ein Liedzeilenquiz à la Julia1, d.h. es werden ein paar Textzeilen gesucht (und natürlich auch Lied und Künstler), die mit einigen Tips, die ich nacheinander geben werde (im Beitrag ungefähr in 15-Minuten-Abständen und auch in den Kommentaren), beschrieben werden.

Hoffentlich kommt, ihr wisst schon, nicht gleich jemand mit den ersten ein oder zwei Tips drauf…

  1. Schreibfehler und Selbstüberschätzung sind das Thema der heute gesuchten 4 Zeilen.
  2. (16:15) Der Albumtitel enthält eine geographische Angabe.
  3. (16:30) Am Anfang des Liedes wird Pseudo-Deutsch von einem „steinalten“ Song kopiert.
  4. (16:45) 1,2,3,4,5,5,6. Wie geht die Reihe weiter?
  5. (17:01) Mit 13 und 31 natürlich. Denn wie gesagt: es ist mehr ein Tip zum Songtext als ein Mathe- oder Noten-Rätsel.
  6. (17:15) Die Haut ist ein wichtiges Thema – sowohl für den Schreibfehler als auch farblich, sogar im Titel.
  7. (17:30) Im Titel geht es nicht um ein lästiges Insekt, auch wenn’s auf den ersten Blick so aussehen mag.

Gelöst von Yjgalla: „Pretty Fly (For A White Guy)“ von The OffspringVideo, Text, Wiki) mit den Zeilen

Now he’s getting a tattoo, yeah, he’s gettin‘ ink done
He asked for a 13 but they drew a 31
Friends say he’s trying too hard and he’s not quite hip
But in his own mind, he’s the, he’s the dopest trip

Vom Album „Americana“; im Text kommt auch „uno, dos, tres, cuatro, cinco, cinco, seis“ vor (1,2,3,4,5,5,6 auf spanisch), und die pseudodeutschen Wörter „Gunter glieben glauten globen“ am Anfang stammen von Def Leppards „Rock Of Ages“ (» Video).

Wie immer danke fürs Mitmachen und bis nächsten Dienstag!

 


Foto: Jason Stitt – Fotolia.com

  1. Kein Bilderquiz, wie es eigentlich an der Reihe wäre? Tja, es wird immer schwerer, dafür Ideen zu finden, somit hab ich nicht genug Rätselbilder vorrätig… ↺