Monatsarchiv:

August 2012

(M)ein Foto von einem Foto

Motitz von Laute irrt hat ein Foto-Projekt gestartet, bei dem jeder Teilnehmer ein Foto macht, in dem auch – aber nicht nur – das Foto des vorherigen Teilnehmers zu sehen ist (als Ausdruck, auf dem Smartphone, o.ä.). Gesammelt wird alles per Mail an Moritz auf der zugehörigen Tumblr-Seite, aber um noch ein bisschen Werbung für dieses Projekt zu machen – denn weitere Teilnehmer wären schon nett, denn bisher käme nur noch einer nach mir -, gibt’s mein Foto auch hier zu sehen:

fotofoto4

Links hab ich den Ausdruck von Fellmonsterchens Flüchtlingsunterkunft-(und Flüchtlingslager-)Foto in der Hand, und das rote Hauptmotiv ist die „Givebox“, die diesen Sommer in Pfaffenhofen steht, eine kleine Hütte, wo man beliebig hoffentlich noch brauchbare Sachen hineinlegen und mitnehmen kann, also eine unkomplizierte Spenden-/Geschenkmöglichkeit, die v.a. für Klamotten, Bücher, Videos und diversen Kleinkram genutzt wird.

Also auf, macht auch noch mit (wie, steht bei Laute irrt), um die Folge von Fotos noch lange weiterlaufen zu lassen!

Vorteil(?) im Vergleich zu anderen Blogprojekten: Man muss nicht Woche für Woche mitmachen, sondern nur einmal…

Zusammenstöße mit Libellen

Es gibt Fragen, auf die kommt ein vernünftig denkender Mensch eigentlich gar nicht. Zum Beispiel die, nach der jemand gesucht und damit mein Blog gefunden hat: zusammenstoß mit libelle esoterik bedeutung. Aber es muss ja was dahinterstecken, wenn es jemanden gibt, der sich darüber Gedanken macht, oder?^^ Also hab ich diese Frage extremst gründlichst komplementär­wissenschaftlichst untersuchtst und präsentiere euch hier die Ergebnisse.

Wobei ich davon ausgegangen bin, dass es um die Insekten-Ordnung geht. Wenn es sich etwa um ein Flugzeug mit dieser Modellbezeichnung gehandelt hat, möge man bitte beim Luftfahrtbundesamt nachfragen.

Zunächst ist die Frage wichtig, wie man sich während des Zusammenstoßes selbst bewegt hat. Stand man einfach still da oder schlenderte man langsam vor sich hin? Dann bedeutet der Zusammenstoß, dass die „Wasserjungfer“, wie Libellen auch genannt werden/wurden, dem Liebesleben einen Anstoß geben wollte, auf dass man sich endlich bewege und nicht (sich selbst?) im Weg stehe. Insbesondere gilt dies, wenn die Libelle dabei von hinten kam – mit entsprechender Anpassung hinsichtlich des aktiven Liebeslebens, versteht sich.

Ging man schnell? Dann ist die genaue Richtung des Stoßes wichtig, denn wenn man schon forsch unterwegs ist, will die Libelle einem die richtige Richtung weisen – ja, die Libellen sind so intelligent, die Geschwindigkeit des Angestoßenen zu berücksichtigen, um ihm die entscheidende Botschaft zu vermitteln. Stieß die Libelle Richtung Osten? Die Richtung des Sonnenaufgangs – man muss also künftig täglich exakt zum Sonnenaufgang aufstehen. Richtung Westen? Bei Sonnenuntergang ins Bett. Norden? Heizung runterdrehen, Kühlung einschalten. Süden? Das Gegenteil natürlich.1 Bei Zwischenrichtungen (Nordnordost etc.) ist die Bedeutung entsprechend abgeschwächt zu kombinieren – also z.B. Heizung etwas weniger runterdrehen, und ein paar Sekunden Toleranz beim Aufstehen sind in Ordnung.

Fuhr man mit dem Rad? Das hat nichts weiter zu bedeuten, es lag nur daran, dass man als Radfahrer für Insekten unsichtbar ist, weil die rotierenden Speichen ein universelles Quantenschwingungs­tarnmuster erzeugen.2

Fuhr man mit einem motorisierten Gefährt? Hmm, das ist eher schlecht. Motoren sind so gar nicht natürlich. Mit 99,975±0,011% Wahrscheinlichkeit wollte die Libelle damit zu verstehen geben, dass man sich künftig nur noch zu Fuß fortbewegen soll – und dass die optimale Schuhgröße die ist, die sich aus der Differenz der Geschwindigkeiten von Libelle und Gefährt ergibt. Sollte die Libelle beim Zusammenstoß zu Schaden gekommen oder gar gestorben sein, tja, sorry, das bedeutet für die nächsten paar Leben ein extrem schlechtes Karma und erhöht die Wahrscheinlichkeit von unzähligen Wiedergeburten als Kleininsekten, die ständig von Libellen gefressen werden, um mindestens 99,00±99,99%.

Oder war’s beim Schwimmen? Dann wollte die Libelle bestimmt erreichen, dass man untergeht – zur Sicherheit sollte man also nur noch mit mehreren Schwimmwesten schwimmen gehen, und zwar mit so vielen wie die Libelle lang war (in Millimetern gemessen).

Aber nicht nur die Bewegungsart ist wichtig. Stieß die Libelle auf die Haut? Auf die Haare? Kleidung? Brille, Helmvisier, Windschutzsscheibe? In jedem dieser Fälle ist das ein Hinweis, in welcher Kleidung/Umhüllung der/die Gestoßene am Glücklichsten wird – nicht nur im Liebesleben, sondern auch immer dann, wenn es regnet (wir erinnern uns: „Wasserjungfer“). War’s die Haut? FKK! Haare? Pelz tragen! (Natürlich am ganzen Körper.) Bei der Kleidung ist natürlich die genaue Stoff-Art und -Farbe wichtig. Und bei Brille & Co. muss man sich natürlich komplett in einem durchsichtigen Glas- bzw. Kunststoff-Kasten aufhalten – maximal vier Luftlöcher sind dabei erlaubt, da die Libelle vier Flügel hat. (Versteht sich ja eigentlich von selbst, aber ich wollte es erwähnen – so als Übung in Analogdenken.)

Ich bin sicher, es gibt noch viele weitere Details zu beachten – etwa das Land, in dem der Zusammenstoß stattfand, denn z.B. die englische Bezeichnung Dragonfly lädt ja gerade zu weitreichenden Assoziationen ein! –, aber deren Ausarbeitung sei dem geneigten Leser zur Übung überlassen.


Foto: EDDIE-X / Flickr, CC-by-nc-sa-Lizenz

  1. Auf der Südhalbkugel entsprechend umgekehrt. []
  2. Gerüchtehalber soll dieses Muster von Windschutzscheiben so moduliert werden, dass es auch auf Autofahrer wirkt – eine Verschwörung der Autolobby, sagt man. []