Kategorie-Archiv:

Musik

Projekt Hörsturz 44

Projekt Hörsturz Und schon wieder Zeit für eine neue Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten – diesmal wieder eine normale Runde.

  1. De Drangdüwels – Överfahrt (von Michael)
    Von last.fm wird der Download ja noch einigermaßen seriös sein… Nun gut, das Lied ist für ein „deutsches“ ja schön flott und nicht so schlimm wie befürchtet. Noch ’n richtiges Schlagzeug dazu und auf Irisch übersetzen, und schon, ähm, naja.^^
    5 von 10 Sternen 5 Überfahrten
  2. Opeth – Burden (von Tenza)
    Der Gesang beginnt ’n bisschen arg schmalzig, die Musik steigert sich immerhin wie erwartet und macht das Ganze dann doch zu einer ganz ordentlichen Metalballade. Für Opeth sind 7:42 doch eher kurz, oder…?
    7 von 10 Sternen 7 Lasten (die jemand anderes trägt)
  3. Q and not U – Soft Pyramids (von Kristin)
    Interessanter Schlagzeug-/Percussionrhythmus, bei dem man sich fragt, ob er die restliche Sanftheit des Lieds untergräbt oder gekonnt trägt. Aber insgesamt passt’s doch.
    7 von 10 Sternen 7 Plüschpyramiden
  4. The Naked And Famous – All Of This (von Freddi)
    Ordentlich, aber zeitweise ein bisschen eintönig. Und ein Etikettenschwindel – ich seh weder Berühmte noch Nackte.^^
    6 von 10 Sternen 6 sind nicht alles
  5. Middle Class Rut – New Low (von LemonHead)
    Interessante Kombination von hohem Gesang und (teilweise) dunklen Gitarrenklängen. Auch sonst der bisherige Höhepunkt.
    9 von 10 Sternen 9 gar nicht Mittelklassige
  6. Alestorm – Keelhauled (von Graval)
    Arrr! Aber wo ist Jack Sparrow? Ist ihm Alestorm zu wenig rauh?
    7 von 10 Sternen 7x Kielholen klingt unangenehm
  7. Coheed And Cambria – A Favor House Atlantic (von Konna)
    Ordentlich. Flott. Aber nix Besonderes.
    6 von 10 Sternen 6 Wohnblocks
  8. A Backward Glance On A Travel Road – Regular Barbary (von beetFreeQ)
    Ob Bands, die sich solche satzähnlichen Namen geben, damit die Besonderheit ihrer Musik unterstützen oder eher deren Mittelmäßigkeit überdecken wollen? Wie werden sehen, äh, hören, wie’s hier ist.
    Hmm, der Vorschlagende selbst nennt das passenderweise „Kopfkino-Soundtrack“. Aber irgendwie… so insgesamt ist mir das zu durcheinander und schwach, der Funke will nicht so recht überspringen.
    4 von 10 Sternen 4 Blicke besser nach vorne
  9. And So I Watch You From Afar – Set Guitars To Kill (von Khitos)
    Noch so ein Bandname. Nur mit zum Titel passenden härteren Gitarren. Und ohne Text. Nicht schlecht, aber mitunter etwas, naja, übertrieben. Wenn sich die beiden Bands zusammentäten und das beste aus den beiden Songs kombinierten…
    6 von 10 Sternen 6 tödliche Saiten
  10. Sens Unik – Charlie (von maloney8032)
    Oh, nach dem Intro (und den Songs zuvor) ist das, als die Sängerin einsetzt, schon ein ziemlich lahmer Pop. Und dann rappt schon wieder einer auf Französisch. Da hilft die halbwegs nette, aber repetitive Melodie im Refrain auch nicht.
    2 von 10 Sternen 2 Charlies ohne Engel

Macht einen leicht unterdurchschnittlichen Schnitt von 5,8.

„Guilty Pleasures“ wird das Thema der nächsten Sonderrunde: „Erlaubt sind Songs, die ihr selbst gern mögt, obwohl euch das eigentlich etwas peinlich ist.“ Da hab ich ’ne Weile überlegen müssen – erstens: zu was passt „(etwas) peinlich“, und zweitens: hab ich’s nur früher mal gemocht oder auch jetzt noch? Da kamen mir etwa einige House-mit-vielen-Samples-Stücke von Ende der 80er/Anfang der 90er in den Sinn, aber das Kriterium „gern mögen“ erfüllen die meisten davon schon länger nicht mehr. Aber eines hab ich dann doch gefunden, das ich auch jetzt noch anhören kann…

Songs des Tages

Da wäre zum ersten „1999“ von Prince, denn dies ist der 1999. Beitrag in diesem Blog:

https://youtu.be/UjivDeA7Qu0

Aber keine Angst, „two thousand zero zero, party over“ wird nicht für mein Blog gelten. :mrgreen:

 

Und wie im ersten, wo ich eine Jahreszahl zweckentfremdet habe, meine ich auch mit dem zweiten nicht das genannte Jahr (das sich in diesem Fall auf mehrere Jahrhunderte bezieht) – sondern das Alter, das ich heute erreicht habe: „’39“ von Queen in einer Live-Version von 1979:

Projekt Hörsturz 43

Projekt Hörsturz Es ist mal wieder höchste Zeit für eine neue Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten – diesmal wieder eine normale Runde. Irgendwie sollte ich mir vielleicht angewöhnen, jeden Tag 1-2 Lieder anzuhören anstatt mal wieder am letzten Tag alles auf einmal…

  1. Sinsemilia & NTM – Pass‘ le Oinj (von Sorkin)
    Rap auf Französisch? Versteh zwar kein Wort, aber das Stück kommt ungefähr so rüber, wie ich mir den typischen Live-Rap klischeehaft vorstelle.
    1 von 10 Sternen 1 Oinj, was auch immer das sein mag
  2. Yeasayer – Ambling Alp (von Graval)
    Eine seltsame Klangkombination, die sich da stellenweise ergibt – aber interessant. Und der Rest kommt auch gut.
    8 von 10 Sternen 8 sich versetzende Gebirge
  3. Ben Harper – Paris Sunrise #7, Lifeline (Live) (von Freddi)
    Fängt zwar gut gespielt, aber etwas lahm an. Wird aber zum Glück noch. Schön träumerisch. Oh, im 2. Teil-Lied singt er ja auch. Auch schön.
    7 von 10 Sternen 7, auch wenn er eigentlich Harfe spielen müsste ;)
  4. Tunng – Arms (von Mars)
    Verträumt geht’s weiter. Vielleicht ist es dem – äh, wie, gläsernes Geklimper im Hintergrund? Holt die Pfandflaschen doch nicht während der Aufnahme ab! Was wollte ich sagen? Vielleicht ist es dem Halbschlaf und der undeutlichen Aussprache dabei geschuldet, dass der Künstlername nicht mehr Vokale hat.^^ Siehste, die unmotiviert ins Lied schreienden Kinder stimmen mir zu. Im Gegensatz zu den Songs vorher eher eine unpassende Mischung aus Ruhe, Langeweile und zusätzlichen Klängen…
    5 von 10 Sternen 5 Glocken machen Tunnnnnnng…
  5. Strom & Wasser – Gut Gut (von beetFreeQ)
    Okay, die hier scheinen noch wach zu sein. Gut, gut. Flott, flott.
    7 von 10 Sternen 7 Kilowattliter
  6. The Little Willies – Streets of Baltimore (von JuliaL49)
    „Schnuffig“ nennt Julia ihren Vorschlag. Diese Wortwahl finde ich fast schon zu negativ… :)
    7 von 10 Sternen 7 Penisvergrößerungen bitte
  7. Voltaire – Land of the Dead (von maloney8032)
    Ein skurril-schräges Stück, aber irgendwie…
    5 von 10 Sternen 5 geglaubte Absurditäten1 und begangene Untaten2
  8. Joe Bonamassa – The Meaning of the Blues (von mir)
    Klassischer Blues mit schöner Gitarre.
    9 von 10 Sternen 9 – wenn die anderen immer häufiger, wie mir scheint, ihre eigenen Songs bewerten, mach ich das jetzt auch, egal ob beetFreeQ das rausrechnet oder nicht…
  9. The Pains of Being Pure at Heart – Belong (von Dr. Borstel)
    Der etwas dudelige Anfang ließ Schlimmeres erwarten, aber das Stück wurde dann schnell besser…
    8 von 10 Sternen 8 reine Herzen
  10. Mister Heavenly – Mister Heavenly (von Kristin)
    Etwas arg altmodisch, nicht schlecht, aber kein Subperhit.
    5 von 10 Sternen 5x wiederholen „Mister Heavenly“

Macht einen guten Schnitt von 6,2. Die Bonussongs lass ich aus Zeitgründen diesmal weg.

Als Vorschlag fürs nächste Mal nehm ich anlässlich meines Konzertbesuchs am Mittwoch was Aktuelles von In Extremo…

  1. ist ja bald Ostern… ↺
  2. bekannte(?) englische kompakte Übersetzung eines Zitats des anderen Voltaire, vgl. Wikiquote: „Those who can make you believe absurdities, can make you commit atrocities.“ ↺

Extrem-Fiedeln

D.h. ein Konzertbericht von In Extremo mit Vorgruppe Fiddler’s Green gestern 13.4.2011 im Zenith in München. „Extrem grün“ als Beitragstitel wäre mir dann doch zu politisch gewesen.^^

Fiddler's Green Fiddler's Green

Jedenfalls schaffte Fiddler’s Green mit ihrem „Irish Speedfolk“ wohl am besten von allen Vorbands, die mir bisher untergekommen sind, für ordentlich Stimmung zu sorgen. U.a. auch als sie die Leute zwischen Bühne und Mischpult (in der Hallenmitte; ich stand schräg daneben) in einem Lied mehrfach von links nach rechts und umgekehrt wechseln ließen und danach noch eine Runde ums Mischpult herumzurennen… gut, da bin ich nicht mitgerannt, sondern ausgewichen wie die Leute um mich rum auch, Gruppenundynamik quasi. ;)

In Extremo In Extremo

40 Minuten lang (und mit einiger Verspätung begonnen) heizten die Fiedel-Grünen jedenfalls mehr als alle Polit-Grünen schön ein, bevor In Extremo dann nicht nur mit einigen Pyrotechnik-Effekten noch einen drauflegten. Etliche aufsteigende Feuerbälle wie im Bild oben, deren Wärme man auch noch weiter hinten spürt, anderes Feuerwerk, zweimal grellrote (quasi bengalische, aber rauchlose?) Fackeln, die für ein langes Nachleuchten im Auge sorgen – da wollte ich nicht unbedingt vorne an der Bühne sein…

In Extremo In Extremo

Die 110 Minuten, in denen auch fast das ganze neue Album Sterneneisen enthalten war (9 von 12 Stücken, glaub ich), sind dann recht schnell verflogen in der gut mit Zuschauern/-hörern und Stimmung gefüllten Halle. Wobei die bewegungslosen nur-Zuschauer bestimmt klar in der Minderheit waren – auch wenn natürlich nicht jeder intensiv mittanzt und anscheinend mitsingt wie ein, zwei Mädel ein paar Meter vor mir…

In Extremo In Extremo

Hier flattert grad Gold von der Decke – naja, kein echtes, ist ja nicht alles Gold, was glänzt. Natürlich passend zum Lied „Gold“.

Für die Setlists verweise ich einfach wieder auf Setlist.fm.

In Extremo In Extremo

:rocks: Und so war das ein weiterer toller Konzertabend…

GSC 2011: Italien

Auch dieses Jahr gibt’s wieder Konnas „Gedankendeponie Song Contest“ in Anlehnung an den der Eurovision, bei dem jeder Teilnehmer ein Land vertritt und ein Lied von dort ins Rennen schickt – dieses Jahr veranstaltet von Vorjahressiegerin Julia, bei der’s natürlich mehr Infos gibt für die, die das Ganze noch nicht kennen.

GSC2011Italien-Flagge

Nach Mazedonien letztes Jahr hab ich mir diesmal Italien ausgesucht; und auch wenn mein Beitrag erst fast am Ende der Vorstellungsphase dran ist, will ich jetzt schon eine Vorauswahl präsentieren – vier Titel (in alphabetischer Reihenfolge), die bei meiner Suche als Favoriten übriggeblieben sind und zu denen ich nun eure Stimme und Meinung hören möchte. Ist ja auch immer so eine Frage, wie „massenkompatibel“ und im negativen Fall „gewöhnlich“ ein Lied für so einen Contest sein sollte oder zu werden droht, oder ob man nicht doch etwas Härteres auswählen könnte…

Eine formelle Vorentscheidung ist das hier aber nicht – die letztendliche Entscheidung liegt trotz eurer Abstimmung bei mir. :)

Elvenking

Beginnen wir mit Elvenking (Homepage, Wikipedia), einer Folk/Power-Metal-Band, die’s seit 1997 gibt und die bisher sechs Studioalben veröffentlicht hat; auf dem neuesten, Red Silent Tides, findet sich auch das Stück, das ich ausgewählt habe: „The Cabal“

Ligabue

Luciano Ligabue, Künstlername Ligabue, „gehört zu den bedeutendsten italienischen Rockmusikern“, sagt Wikipedia – entsprechend hab ich ihn in den aktuellen Charts gefunden. Schriftsteller und Regisseur ist er auch noch, aber er hat schon wesentlich mehr Alben als Bücher und Filme rausgebracht. Auch bei ihm ist das ausgesuchte Lied, „Quando canterai la tua canzone“, vom aktuellen Album:

Linea 77

Nach dem eher „normalen“ Rock kommen wir nun zu Crossover/Nu Metal von einer Buslinie, äh, einer Band, die sich nach „ihrer“ Buslinie benannt haben: Linea 77 (Website, Wikipedia). Inwiefern der Wikipedia-Vorwurf des „veralteten Sounds“ gerechtfertigt ist? Entscheidet selbst. Das hier ist „Mi Vida“ von 2008:

Secret Sphere

Zu guter Letzt gibt’s noch etwas von der Symphonic-Power-Metal-Band Secret Sphere (Website, engl. Wikipedia). Auch die haben schon sechs Alben auf dem Buckel; „I Won’t Say A Word“ das Lied, das ich ausgesucht habe, ist aber „schon“ von 2005.

https://youtu.be/gtgNGTOnQvo

Abstimmung

So, eure Meinung ist gefragt – welche der vier Lieder gefällen euch am besten? (Ihr könnt mehrere ankreuzen.) Oder würdet ihr andere Lieder dieser Künstler oder gleich andere Künstler besser finden?

Die Umfrage ist bis einschließlich Gründonnerstag1 aktiv. Also, was meint ihr?

Und das Ergebnis mit einer Wahlbeteiligung, die leider noch schlechter als bei dieser komischen Sozialwahl war, und das, obwohl man hier weiß, was man wofür wählt:

3 Stimmen für Linea 77,
3 Stimmen für Morricone,
1 Stimme für Sollima.

Also werd ich mich wohl für erstere entscheiden, da ich lieber ein gesungenes Lied von einer eher unbekannten Band nehme als ein weithin bekanntes Instrumental…


Italien-Flagge: robertsharp, CC-by-Lizenz

  1. warum? darum. ↺