Wurmstichige Ohren

52-Songs-Logo Ohrwurm. So das Thema dieser Woche im Projekt 52 Songs. Da war nun die Frage: Soll ich ein Lied nehmen, das mir selber sehr gut gefällt und das ich ständig hören könnte und nach dem Hören gerne weiter vor mich hin singe, summe oder denke (und als zweite Frage: Queen oder nicht?) – oder doch einen Ohrwurm von der nervigeren Sorte, den man, mal gehört, gerne wieder losbekäme?

Ich hab mich für letzteres entschieden und präsentiere hier voller Stolz ein an sich ganz nettes (Pseudo-)Alternative-Rock-Stückchen, dessen Melodie durchaus Ohrwurmpotential hat – trotz oder gerade wegen des teilweisen Abdriftens ins Kitschige –, das aber vor einigen Monaten das Pech hatte, auch auf ansonsten guten Radiostationen wie „meiner“ Rockantenne alle paar Stunden rauf und runter praktisch zu Tode genudelt worden zu sein, sodass ich es bald nicht mehr hören konnte…

Die Rede ist von „Jet Lag“ von Simple Plan – wer sich’s also antun will^^:

Hoffentlich kriege ich diesen Wurm jetzt schnell wieder aus den Ohren…

Bilderrätsel 88

Neuer Dienstag, neues Rätsel – nun ja, nicht immer, denn nächste Woche gibt’s kein Rätsel, aber heute frage ich wieder: Was zeigt dieser Ausschnitt?

br88a

Wie immer gibt’s bei Bedarf Tips oder neue Ausschnitte…

Gelöst von Sebastian: Eine Art Graffiti-Ersatz-Aufkleber, den man mit etwas Übertreibung auch als Streetart einordnen kann:

br88s

Durchgang?

gekoppelte ICE-Zugteile Einige Züge bestehen ja aus zwei (oder mehr) aneinander gekoppelten, ansonsten aber unabhängigen Teilen – von der U-Bahn bis zum ICE. In manchen Fällen fahren die einzelnen Teile zu unterschiedlichen Zielen bzw. fährt der vordere Teil weiter als der hintere; z.B. beim ICE 516, in dem ich am Freitag saß, bleibt der hintere Teil in Köln zurück, während der vordere nach Dortmund weiterfährt.

Damit sich hinterher kein Fahrgast ärgern muss, am falschen Ort gestrandet zu sein, ist es natürlich sinnvoll, dass der Zugbegleiter die Zugteilung immer wieder erwähnt, etwa nach der Begrüßung der neu zugestienen Fahrgäste – was der am Freitag auch getan hat. Zusammen mit diesem Hinweis:

Ein Durchgang während der Fahrt ist nicht möglich.

Stimmt natürlich. Aber wenn man’s genau nimmt, könnte diese Formulierung etwas Falsches implizieren, denn auch während eines Halts in einem Bahnhof ist ein Durchgang ebenfalls nicht möglich – man muss schließlich aussteigen und außen auf dem Bahnsteig vorlaufen.1

Allerdings glaube ich jetzt auch nicht, dass jemand ernsthaft z.B. mit einem Riesen-Dosenöffner versucht, sich eine Öffnung zwischen den Zügen zu schaffen…


Foto: pittigliani2005, CC-by-nc-nd-Lizenz

  1. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob die Bahn da eine offizielle Formulierung vorgibt; ich meine auch schon mal „Übergang“ und „Wechsel“ o.ä. gehört zu haben, die diese Probleme mit Haarespaltern nicht haben.^^ Aber ich bin auch nicht so oft in solchen Zügen unterwegs. ↺

Links und Video der Woche (2011/40)

Die Neinsager

Graffiti: Dazu sagt keiner NEIN! - Jawoll! Wird langsam Zeit, dass ich meine kleine Blogparade „Dazu sagt keiner Nein“ zusammenfasse und auswerte… Gefragt war, inspiriert durch diese Kritzeleien hier, wozu eurer Meinung nach keiner Nein sagt und wozu ihr selber nicht Nein sagt.

Fünf richtige Teilnehmer haben sich eingefunden – mehr als ich erwartet bzw. befürchtet hatte :) – dankeschön; hier sind die Beiträge:

  • Klaus-Peter vom Fressnet beginnt mit dem Lied vom Ja und Nein aus der Dreigroschenoper und gelangt u.a. über eine Discounter-Hausmarke zur Erkenntnis: „Wer JA sagt, kann das eigentlich auch nur wirklich, wenn er NEIN beherrscht“.
  • Beim Pusteblumenbaby geht’s nicht nur ums Baby, sondern auch schön ausführlich aus gesellschaftlich-moralischer Sicht.
  • Das Fellmonsterchen zählt eine laaange Liste auf, in der natürlich auch Caipi und Puscheligkeit vorkommen.^^
  • Hennii bei „…schlauer abnehmen…“ meint u.a.: „ich persönlich bin ein lebens-bejahender Mensch, dazu gehört auch öfter mal Nein zu sagen. Und Ja-sager haben wiederum keinen guten Ruf.“
  • Bei Ussels Funzel denkt Michael erst über den freien Willen nach und nennt dann „viel zu viele Fragen“, zu denen er nicht nein sagt.
  • Tja, und ein weiterer Teilnehmer hat’s zeitlich doch nicht mehr hinbekommen – und heute kam noch ein Kommentar mit der Meinung, „Keiner sagt nein zu seiner Freiheit. Das kann jeder anders interprestieren, aber es fiel mir spontan ein. und ich sage: jawohl! :) “, aber dem dürfte es eher um seinen Link gegangen sein…

Nochmals danke an alle Teilnehmer!

(Mal sehen, was mir als nächste Blog-Parade so einfällt…)