Herbstliche Hexerei

Halloween-Hexe Es wird Herbst – sieht man das auch den Hexen an? Dies ist jedenfalls das (etwas verspätete) zehnte „Best Of“ des „Hexenkalender“ für 2009 des Moewig-Verlags (alle Beiträge » hier). Aber psst!

„Es liegt im Stillsein eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung und der Sammlung auf das Wesentliche.“
(Dietrich Bonhoeffer)

Wenn das manch wild herumschwurbelnde Astrologen nun auch beherzigten – aber die schweigen lieber erst dann, wenn sie sich in eine Sackgasse hineinlaviert haben und ihnen gerade kein Ausweichen auf ein anderes Thema einfällt.

Die Sterne kennen die Römer

Jedenfalls war die Information, dass der Oktober so heißt, weil er im römischen Kalender der achte Monat war, in der Astrologie-Rubrik zu finden. Wahrscheinlich war das wegen des kalendarischen Gleichgewichts nötig, Sternzeichen Waage und so. Apropos Waage: Waage-Kinder brauchen angeblich sehr viel Liebe, weil sie sich „schon in frühem Alter ständig in einem Zwiespalt zwischen Gefühl und Verstand“ befänden. Achtung, wenn sie zu viel Verstand einsetzen, auf einmal interessieren sie sich nicht mehr für das Astrologie-Gedöns!

Aufatmen für alle Nicht-Waage-Hexen und deren innere Schweinehunde: Ihr könnt auf körperliche Aktivität verzichten, denn diesen Tip gibt’s laut dem „uralten Wissen“ der Hexen eben sternzeichenspezifisch:

Gesundheitstipp für Waage-Hexen: Körperliche Aktivität ist nicht nur gut für Ihre Gesundheit – sondern auch für Ihre Figur.

männliche Karotte Grüße aus der Unterwelt

Hilfe, ich werde von der Unterwelt verfolgt! Ist das auf dem Bild rechts ein Vorfahr von mir? Ist es ein böser Zombie? Ist es Vincent Raven? Aber es muss eine Bedeutung haben:

Wurzel- und Knollengemüse vermittelt Ihnen Botschaften aus der unterirdischen Welt – denken Sie daran, wenn Sie Kartoffeln, Möhren oder Rote Bete essen.

Bietet Baum-Obst dann Botschaften aus dem Himmel? Und was ist mit Strauchfrüchten, haben die dann gar nichts in petto? Das wäre aber schade.

Aller Anfang ast schwar

Und wieder meditieren wir buchstabenorientiert – seltsamerweise gab’s im ersten Halbjahr keine solchen Tips (sofern ich keine übersehen habe). Nun ja, die Hexen werden schon wissen, warum. Diesen Monat geht’s jedenfalls ums A – war ja klar, sovaal A an „Vanas“ and „Aktabar“ varkammen:

Dem Planetenherrscher der Waage, der Venus, ist in der Musik der Ton „F“ und in der Sprache der Vokal „A“ zugeordnet. Zur Meditation geeignete Wörter: Anfang, Andacht, Klang, Arbeit, Maß, Gast, Gabe.

Schließen wir mit Worten Johann Wolfgang von Goethes:

„Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich ist, einige vernünftige Worte sprechen.“

Schade, dass er das letztere einschränken muss.


Foto: harry harris/flickr, CC-by-nc-sa

Queen-Single des Tages (13.10.)

Singles Noch keine Woche vorbei, und schon gibt’s wieder eine Doppel-A-Seite: Fat Bottomed Girls und Bicycle Race, veröffentlicht am 13.10.1978, vom Album Jazz.

Die beiden Songs beziehen sich auch aufeinander: In Fat Bottomed Girls kommt die Zeile „Get on your bikes and ride“ vor, in Bicycle Race „Fat bottomed girls, they’ll be riding today, so look out for those beauties, oh yeah“.

In Fat Bottomed Girls geht’s, wie der Name andeutet, um üppige Frauen (Wiki, Text). Treten aber keine im Video auf, da ist nur Queen zu sehen.

» Offizielles Video

» Live-Version (Live At The Bowl)

 

Bei Bicycle Race (Text) sind zwischen Band-Szenen nicht nur im Video etliche nackte Frauen auf Fahrrädern zu sehen, es lag der Single dem Album auch ein entsprechendes Poster bei – in der englischen Wikipedia zu bewundern, aus rechtlichen Gründen aber nur im Kleinformat.

Als die Fahrradhändlerkette Halfords, bei der Queen die Fahrräder für den Videodreh ausgeliehen hatte, erfuhr, wofür sie benutzt wurden, weigerte sie sich, die Sättel zurückzunehmen, Queen musste sie also kaufen.

» „Dieses Video ist für Jugendliche unter 18 Jahren möglicherweise nicht geeignet.“

 

Auch auf dem Cover der Single (auch in der Wikipedia zu sehen) war ursprünglich eine nackte Radlerin von hinten zu sehen, aber weil das bei einigen Plattenläden nicht so gut ankam, wurde mehr schlecht als recht ein Höschen drüberretuschiert.


Foto: clix/sxc

Musik-Quiz 78

Musik-Quiz Willkommen zum neuesten Musik-Quiz, heute wieder – da ich noch nicht wieder genug Bilder für ein Bilderrätsel beisammen habe – ein Liedzeilenquiz à la Julia, d.h. es werden ein paar Textzeilen gesucht (und natürlich auch Lied und Künstler), die mit einigen Tips beschrieben werden, die ich nacheinander in Abständen von ca. 15 Minuten geben werde.

Legen wir gleich los:

  1. Viele vergebliche Versuche auf dem Weg, immer wieder – glaub’s mir! Darum geht’s in den heute gesuchten 6 Zeilen.
  2. (16:15) Dem Albumtitel fehlt gewissermaßen etwas. Aber immerhin kein Körperteil.
  3. (16:30) Wäre der Liedtitel ein echtes Vergnügungsgerät und nicht nur symbolisch gemeint, es wäre bestimmt nicht allzu beliebt.
  4. (16:45) Ich weiß nicht, ob die Band sich gezielt danach benannt hat, aber der Name hätte ein paar Jahrzehnte früher auch schon ein großes musikalisches Werk zieren sollen, aus dem dann in der geplanten Form aber nichts geworden ist.
  5. (17:00) „Vergnügungsgerät“ vorhin meint übrigens eines, das gern auf Volksfesten zu finden ist.
  6. (17:15) Ich weiß nicht, ob euch das hilft, aber ich hatte den Titel und Refrain anfangs falsch verstanden und gedacht, er beginnt mit einer Zahl. Das Ende des 1. zusammen mit dem Anfang des 2. Wortes klingt eben so…
  7. (17:30) Das erste von den drei Wörtern des Titels ist das einzige, das nicht direkt etwas mit dem Drehen zu tun hat. Aber es könnte eine Nebenwirkung eines zu ausgiebigen Volksfestbesuchs sein.
  8. (17:45) Können Häuser lebensrettend sein? (Egal, das ist jedenfalls ein Tip zum Bandnamen.)

(18:00) Noch jemand da? Der Aufruf-Zähler hat sich in der letzten halben Stunde nicht sonderlich verändert…

  1. (18:15) Werden wir mal deutlicher: Das Vergnügungsgerät ist ein Karussell, und das kommt auch explizit im Titel vor.

Huhu! Noch jemand hier?

 

Da sich nach mehreren Stunden nichts mehr getan hat, löse ich auf:

Gesucht war „Sick Cycle Carousel“ von Lifehouse (Video, Text) vom Album No Name Face (2000) mit den Zeilen

I tried to climb your steps
I tried to chase you down
I tried to see how low I could get it down to the ground
I tried to earn my way
I tried to tame this mind
You better believe that I tried to beat this

„Lifehouse“ war auch der Titel einer geplanten Rock-Oper von The Who.

 

Dann bis nächsten Dienstag – aber nicht unbedingt zu einem Musikquiz, denn ich werde aus diesem Termin einen allgemeinen Rätselnachmittag machen, an dem sich die bekannten Musikquizarten mit Bildausschnitts- und eventuell anderen Arten von Rätseln abwechseln werden.

 


Foto: Jason Stitt – Fotolia.com

Projekt 42/4: Banken

Projekt 42 Das Oktober-Thema von Projekt 42, zu dem die Teilnehmer – von denen es übrigens ruhig mehr geben könnte, wie auch der Initiator meint – einen Text schreiben sollen, heißt „Banken“.

Irgendwie inspiriert von Moritz‘ toller Idee, „banken“ als neues Verb zu definieren, habe ich in der folgenden kleinen Geschichte ein paar Buchstaben vertauscht – in jedem Absatz andere –, um „banken“ anstelle des eigentlichen Wortes zu bekommen…

 

W Bolfgang bankt nach zu viel Beißbein aus dem Binzer-Puw und setzt sich, gedanklich schbankend, ow er so wetrunken üwerhaupt noch fahren soll, ans Steuer seines Bagens. Ihm fällt auf, bie benig Wenzin noch im Tank ist.

Z Er will sich deswegen zesser nicht wieder mit Benbi, seinem Buckerschnäubchen, banken.

T Also fährb er mib seinem Boyoba zur Banksbelle, um vollzubanken. Momenb, hab er üterhaupb genug Knebe eingesbeckb? Misb, nabürlich nichb.

G Also fluks um die Gurve zum Bangautomaten, um Gohle zu grieken – und er muss banken, ob die Giste nicht wieder gabutt ist. Puh, Klücg kehabt, glappt alles; jetzt hat er kenuk Keld.

D Bamit kann er jetzt enblich heim, er hat schon einen Morbshunger – und seine Geliedte wirb es ihm banken, wenn sie deibe sich banach nicht mehr so deeilen müssen, schließlich wollen sie am Adenb noch ausgehen unb Spaß haden.

PU And so richtig up-banken.