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Konzerte

Rivalisierende Schäferhundesöhne

Ein kleiner Konzertbericht von gestern im Backstage-Werk München: Rival Sons mit Vorgruppe The Sheepdogs. (Und vorher war ich noch im Kino – Lego Movie 2 natürlich. Ganz unterhaltsam, nicht an den ersten herankommend, aber besser als die beiden Ableger.)

Wenn auf dem Monate vorher gedruckten Ticket Beginn 20:00 Uhr steht und auf der potenziell ständig aktualisierbaren Hallen-Webseite 20:30 Uhr, wann geht’s dann los? 20:00 natürlich… wovon dem Füllstand der ausverkauften Werkshalle nach wohl auch die meisten Besucher ausgegangen waren.

Und die Classic-Rocker aus Kanada sorgten für einen flotten 45-minütigen Beginn des Abends, ohne für mich jetzt der große Hit zu sein. Aber auch alles andere als Zeitverschwendung.

Nach einem (vielleicht etwas zu langen) Intro mit wilden Tiergeräuschen, passend zum Album- und Tourtitel „Feral Roots“, kamen dann die Blues-/Hard-Rocker, die ich vor ein paar Jahren mal bei Deep Purple im Vorprogramm gehört hatte und sehr unterhaltsam fand.

Und auch gestern war’s ein mitreißendes Konzert, auch mit sanfteren Tönen zwischendrin – doch bevor man denken könnte, diese oder jene Passage zieht sich vielleicht ein bisschen, ging’s schon wieder rund. Und ich hab dann auch gar nicht so viel geknipst…

:rocks: Ein tolles Konzert mit knapp 100 Minuten (ohne Intro). Und auch mit mehr Liedern mit Ohrwurm-Charakter als das Lego-Movie-2-Lied, das sich selbst als Ohrwurm bezeichnet, das ich aber noch im Kino wieder vergessen hatte. :)

Jenseits der Schwärze widersteht der Nebel der Versuchung

Was steckt in dem Titel drin? Beyond the Black als Vorgruppe, der Titel des neuen (aber auf Februar verschobenen) Albums „Resist“ der Hauptband, die übereifrige Nebelmaschine und natürlich die Hauptband des Konzerts gestern (17.12.), Within Temptation.

Anders als beim letzten Mal kam ich diesmal praktisch sofort rein in die schon ganz schön volle Halle. Voll von Leuten und voll von Nebel – wenn die helleren Strahler an waren, sah man wenig bis nichts mehr von der Bühne (ich stand bei ca. 2/3 der Hallenlänge). Es sah bei den dünneren Spots durchaus effektvoll aus, aber ein bisschen weniger hätte auch gereicht…

Jedenfalls kam 10 Minuten vor dem planmäßigen Beginn um 20:00 das schwarzmalerische Lied der Stones deutlich lauter als die vorherige Wartemusik vom Band – würden jetzt 10 Minuten lang schwarze Lieder kommen? Nein, schon um 19:54 war die Grenze hinters Schwarz überschritten und Jennifer & Co., fleißig tourend, sorgten knapp 40 Minuten lang für einen sehr guten Auftakt.

Natürlich präsentierte sich die Hauptband – ab 21:05 nach einer kurzen Vorstellung vom befreundeten Rockantennler Metal-Moser – noch eine Nummer größer mit großer Videowand, vielen Lichteffekten und dergleichen. Mitreißend, atmosphärisch, melodisch, mal hart, mal soft wie etwa eine besondere akustische Version von Ice Queen

…und am Ende der rund 100 Minuten in der Zugabe schwebte Sharon bei Stairway to the Skies gar durch die Lüfte:

(Für ’ne Treppe hat der Platz wohl nicht gereicht. ;) )

:rocks: Auf jeden Fall ein tolles Konzert zum Jahresabschluss.

Monsterkirschen

Ja, der nächste Konzertbericht. Diesmal vom Samstag (24.11.) in der Muffathalle München mit Black Stone Cherry und Monster Truck als Vorband.

Und diese kanadischen Southern/Hard-Rocker hab ich nun schon zum dritten Mal als Vorband erwischt. Sehr gute 45 Minuten zum Auftakt und grundsätzlich stilistisch passend zur Hauptband.

Wobei diese, die ich jetzt zum fünften Mal live gesehen habe, in ihren ca. 110 Minuten (» Setlist) den stilistischen Bogen noch weiter spannte, so gab’s etwa eine ellenlange Coverversion des Bluesstandards I’m Your Hoochie Coochie Man, die selbst schon von sanft bis energisch und zurück schwankte.

Alles in Allem eine hervorragende Southern/Hard/Blues-Rock-Party – der Sänger meinte auch, an diesem Abend hätte keiner in München eine bessere Party…

Ganz ohne Pyrotechnik und Videowand, nur Scheinwerfereffekte – so geht’s auch. :) Und zum Abschluss diesmal wieder Peace is Free, schön zum Mitsingen.
:rocks:

Biest in feuriger Nacht

Was auch immer ihr euch bei diesem Titel gedacht haben mögt, es ist nur ein kleiner Konzertbericht von der Decades World Tour von Nightwish letzten Mittwoch (14.11.)1 in der Münchner Olympiahalle mit Vorband Beast In Black.

Ich wollte diesmal wieder ein bisschen weiter nach vorne, war also frühzeitig dort, etwa eine Dreiviertelstunde vor Beginn, und da war’s natürlich noch nicht so voll. Überpünktlich um kurz vor 19 Uhr begannen die bisher nur wenige Jahre und ein Album bestehenden Finnen von Beast In Black mit ihrem Melodic Heavy/Power Metal, in manchen Songs mit elektronischen Klängen. Ein guter Auftakt, nicht mehr, nicht weniger, finde ich.

Vom Ausverkauf war das Konzert offenbar weit entfernt, wenn sie die hintere Tribüne verdeckt haben – aber die Olympiahalle ist auch rund doppelt so groß wie das Zenith und die Besucherzahl lag durchaus über dessen Fassungsvermögen.2 Ins Zenith hätte auch die große Videowand wohl grad noch reingepasst, aber die seitlichen kleinen Leinwände mit Nahaufnahmen (nicht abgebildet) nicht, und ob die ganze Pyrotechnik möglich gewesen wäre?

Angekündigt für 20:20 Uhr, begann quasi pünktlich um 20:15 ein fünfminütiges Intro-Video, in dem u.a. gebeten wurde, den Dämon hinter Glas oder wie genau sie die Smartphones genannt haben doch lieber auszuschalten und die Show zu genießen. Nun ja, ein paar Bilder mussten sein, sonst wäre ja hier nichts zu sehen, aber ich hab mich sehr zurückgehalten. Mehr als andere…

Jedenfalls brachten die Finnen mit der niederländischen Sängerin eine gute Mischung von neu bis alt und zurück (» Setlist) aus den zwei Dekaden ihrer Bandgeschichte, aufwendig untermalt auf der großen Videowand, dazu einige bunte Spots und zahlreiche Pyrotechnik mit fühlbaren großen Feuerbällen, schrägen Flammenstrahlen und knallendem Feuerwerk. Eine tolle Show mit toller Musik und tollem Gesang – so muss es sein (nicht nur) bei Symphonic-Metallern dieser Größe und diesen Anspruchs.

Und das rund zwei Stunden lang (ohne Intro/Abschied). Bliebe höchstens noch die Frage, ob ich das als mein alleiniges Konzert des Jahres bezeichne oder Metallica noch mit dazunehme, und ob ich mich da überhaupt entscheiden muss. 😉

Jedenfalls: :rocks:

  1. Und erst jetzt der Bericht? Tja, von Donnerstag bis Sonntag war ich mit der Bricking-Bavaria-Lego-Ausstellung beschäftigt, wozu noch ein kleiner Bericht oder zumindest Foto-Links folgen werden. []
  2. Zenith m.W. ca. 6000, Olympiahalle offiziell 12.463 Sitzplätze bei bestuhlter Arena bzw. bis zu 15.500 Plätze bei unbestuhlter Arena, aber was für eine Veranstaltung vmtl. ohne Bühne die Offiziellen bei dieser Zahl im Sinn gehabt haben mögen, entzieht sich meiner Kenntnis… []

Nordisch

Falls sich jetzt Hamburger oder Flensburger oder so angesprochen fühlen: nee, ein bisschen weiter noch. :)

Ein kleiner Konzertbericht von gestern (18.10.2018) im Backstage Werk in München von der „A Nordic Symphony 2018“-Tour von Tarja und Stratovarius mit der Vorgruppe Serpentyne.

Nicht völlig überraschend begannen die englischen Symphonic- bis Folk-Metaller schon eine halbe Stunde früher. Mit mal mehr, mal weniger Folk, auch mal mit Dudelsack, immer schön kraftvoll und mitreißend. Ein guter Einstieg und sicher in der Top 5 der Vorgruppen, die ich zuvor nicht kannte.

Dann als erste der Double-Headliner die nach Gitarre und Geigenbauer benannten Finnen mit „einer Art von Power Metal“. Durchaus auch symphonic, aber vielleicht nicht meine erste Wahl für eine Tour namens „Nordic Symphony“. Macht aber nix, power-voll sowohl bei härteren Stücken als auch Balladen, gut zum Mitgehen, teilweise – je nach Textkenntnis und auf jeden Fall im Refrain – zum Mitsingen…

…und mit guter Stimmung bei ihren 70-75 Minuten.

Und schließlich, mal in der für mich „richtigen“ Reihenfolge bei einem Doppelkonzert – bezogen darauf, welche Band/Künstlerin mir wichtiger ist –, die finnische Sopranistin, diesmal mit gewellten Haaren und verglichen mit dem letzten Mal auf ihrer Einzel-Tour eher spärlichen Bühnenbild (aber trotzdem genügend Lichteffekten).

Irgendwie war die kleine vertiefte Arena des Werks hinten ein bisschen leerer als bei Stratovarius. Ich hatte auch im Vorbeigehen gehört, wie jemand seine Begleitung fragte, ob sie denn Tarja überhaupt noch sehen wolle. Leute gibt’s…

Trotzdem gab’s viel Applaus, auch mal so zwischendrin, weswegen Tarja auch gerne immer wieder nach München komme, und auch insgesamt mehr Publikumsinteraktion und (bereitwillig gefolgten) Klatschaufforderungen. Nicht dass das bei Stratovarius schlecht oder wenig gewesen wäre, hier war’s halt noch ’ne Schippe mehr.

Und die gefühl- und kraftvolle, mitreißende Performance war auch gewohnt, nun ja, gefühl- und kraftvoll, mitreißend. :) Auch die Instrumentalisten hatten ihre crescendier… crescierend…, also, Crescendo-Minuten, während sich Tarja für die zweite Hälfte umzog, beim nächsten Lied Diva inklusive Krönchen. (Bilder oben.)

Rund 80 tolle Minuten später war’s dann auch vorbei. Und wieder mal ein toller Konzertabend…
:rocks: