Schlagwort-Archiv:

Bauarbeiten

Das musste ja so kommen…

Projekt 52 …dass ich diese Woche noch ein durchaus kurioses Motiv finde, das jetzt einen Nachtrag zur 20. Woche des Foto-Projekts 52 mit dem Thema „Kurioses, Merkwürdiges, Schräges“ bildet (meinen ersten Beitrag gibt’s hier):

20: Kurioses, Merkwürdiges, Schräges (3)

Woche 20: Kurioses, Merkwürdiges, Schräges (3)

Man nehme einen mit untergelegten Holzbalken stabilisierten Anänger, ein Brett mit ein paar weiteren Balken, ein Vordach und ein kleines Gerüst, und fertig ist die perfekte Arbeitsplattform…


Klickeradoms!

Wenn einen die Abrissarbeiten gegenüber – das alte Amberger-Kino, später „Ilmgau-Großmarkt“ bzw. Teil des Kaufhauses, Teil der Gebäudegruppe, die ich zum Projekt-52-Thema „Zeitzeuge“ schon mal gezeigt hatte – schon nerven (Zeitungsartikel dazu), kann man wenigstens versuchen, das Beste daraus machen, nämlich ein paar Fotos ;) (anklicken für große Versionen):

Hier ein bisschen stochern…

Klickeradoms 1.1

…da ein bisschen schubsen…

Klickeradoms 1.2

…und weg mit dem hinderlichen Sparren-Gerüst.

Klickeradoms 1.3

So, jetzt muss er dran glauben, der hölzerne Lüftungsschacht!

Klickeradoms 1.4

Hoppla, nur die Vorderseite kommt mit…

Klickeradoms 1.5

Aber jetzt!

Klickeradoms 1.6

Weg damit…

Klickeradoms 1.7

…und…

Klickeradoms 1.8

…der nächste Abschnitt fällt!

Klickeradoms 1.9

Und noch der letzte Teil des Daches, gezeigt in Fotos im Abstand von gut 1 Sekunde (die Kamera hat natürlich mehr geschafft, aber ich will’s hier nicht zu sehr übertreiben…):

Klickeradoms 2.1 Klickeradoms 2.2 Klickeradoms 2.3 Klickeradoms 2.4 Klickeradoms 2.5 Klickeradoms 2.6 Klickeradoms 2.7 Klickeradoms 2.8 Klickeradoms 2.9

So hing’s dann am Ende noch eine Weile, bis der Greifer nochmal zugriff…


PS: Wer mit dem Beitragstitel nichts anzufangen weiß: „Klickeradoms!“ ist ein Comic-Lautwort, erfunden von Dr. Erika Fuchs, der großen Disney-Übersetzerin, für herunterfallende und auf dem Boden zerbrechende Gegenstände. Ist doch wesentlich schöner als z.B. das Standard-„Thud!“ im Englischen, oder? :mrgreen:

Bruno der Starke und die magische Treppe

Urban 1
Urban 2

Es war einmal, im Jahre Zweitausendundsieben nach der Zeitenwende inmitten der Kreisstadt die da genannt wurde Pfaffenhofen an der Ilm, ein urbaner Kaufhausbesitzer, der hatte einen Plan ersonnen, sein Kaufhaus ein wenig auszubauen und zugleich für mehr Bequemlichkeit für seine geschätzten Kunden zu sorgen, alldieweil diese nur vom Erdgeschoß in die Etage darüber auf einer magischen, sich selbst bewegenden Treppe, landläufig genannt „Rolltreppe“, gebracht werden konnten, sich hingegen in das zweite Obergeschoß aus eigener Kraft begeben mußten.

Kran Darob begab es sich also an einem lauen Spätwinter- oder Vorfrühlingstage (die Chronisten sind sich hierbei uneins) des Folgejahres, daß dieser Kaufhausbesitzer vorübergehend gar auf seine herzinnig geliebte Fläche verzichtete, die da gedacht war zum Abstellen der Kutschen seiner Kunden während deren hoffentlich einträglichen Aufenthaltes in nämlichem Kaufhaus (und ausschließlich während dieses Aufenthaltes, andere Nutzung des Platzes erweckte keinerlei Wohlgefallen). Denn ebendiese Fläche wurde benötigt als Platz für Bruno den Starken aus der Familie derer von Liebherr, ohne den dies Unterfangen aussichtslos erschien, und seine Equipage.

Rolltreppe Denn wisset, solche magischen, sich selbst bewegenden Treppen wachsen nicht von alleine an Ort und Stelle, sondern werden weitab entfernt herangezüchtet und in ausgewachsener Form auf speziellen langen und flachen Kutschen herbeitransportiert, die da genannt werden Tieflader.

Kran lang Alsdann kam frühmorgens besagter Bruno der Starke herangerollt und verschaffte sich mit seinen kräftigen Tatzen zuvörderst einen festen Halt auf dem Boden.

Wohlan, sprach Bruno, ich bin bereit, lasset die Treppe kommen! Und alsbald kam sie. Und Bruno griff sie mit seinen langen Fingern, streckte sich gar weit und hob sie auf das Zwischendach, von woselbst sie, nachdem die Menschen ihr Staunen ob seiner Kraft und Geschicklichkeit überwunden hatten, in das Gebäude hinein befördert und befestigt wurde, auf daß sie fürderhin viele Kunden bequemlich nach oben bringen möge.

Kran fährt weg Nach getaner Arbeit schritt Bruno der Starke fürbaß von dannen, auf zu seiner nächsten Aufgabe, wo ihm gewiß erneut große Aufmerksamkeit zuteil sein würde.

 


Alle Originalfotos (und ein paar mehr) finden sich in meiner Pfaffenhofen-Galerie.