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Poesie

Der Wind, der Wind

Ein Beitrag zum Projekt 42 mit dem Monatsthema „Wind“.

Der Wind, der Wind, im Märchen
das himmlische Kind genannt.
Doch sind die Eltern bekannt?
Wer ist denn das Pärchen?
 
Gibt’s Herrn und Frau Wetterhex‘?
Treiben’s die Luftmassen,
ohne sich anzufassen?
Doch wie soll das gehen?
Und wohin wehen die Wehen?
Oder haben die Wolken Sex?
 
Sind die Eltern zu fett,
ist das ziemlich bitter,
es gibt ein Gewitter,
zerbrochen das Himmelsbett.
 
Ist eine Böe eine Waise,
wo die Eltern sind fort?
Eine Flaute ’ne Fehlgeburt?
Und wie sieht die Geburt aus
wenn ein Tornado kommt raus,
drehn sich da alle im Kreise?
 
Fragen über Fragen,
doch niemand weiß
wie die Antwort heißt –
oder was würdet ihr sagen?

Flasche!

Ein Beitrag zum Projekt 42 mit dem Monatsthema „Flasche“.

Eine leere
Flasche
in der
laschen
Tasche
aus Maschen
und um die Flasche
eine Hülle aus Pappmaché
warum auch immer, war eine
simple Idee, besser als keine
Eh gut, dass dieser 2. Monat
noch einen weiteren Tag hat
sonst wär ich diesmal zu spät
Zementblog traurig werden tät
Also schnell etwas gedichtet
hoffend, dass keiner flüchtet
oder passend zum Thema sich
besäuft, denn das will ich nich
Und nun? Es fehlt ein Schluss
ein stabiler Boden her muss
steht sonst auf der Spitze
und gänzlich ohne Witze
fällt sie dann leicht um
Tja, Pech
klirr
bumm
 

(Wer einen halbwegs modernen Browser mit CSS-Transform hat, kann sie auch (nicht ganz perfekt) umfallen sehen, einfach Cursor drüberhalten…)

Verspätung?

Projekt 42 Ich hab mich ja gefragt, ob ich diesen Beitrag zum Projekt-42-Thema „Verspätung“ überhaupt noch pünktlich abliefern sollte… aber was soll’s.^^ Nachdem wir im Februar schon das Thema „Spät“ hatten und auch diesmal der veranstaltende Zementblogger mit seinem Beitrag etwas zu spät war, frag ich mich ja, was es nächstes Mal gibt, wenn er sich wieder etwas verspätet. ;)

Wie dem auch sei, nicht zuletzt weil ich selber auch einige Jahre in Stuttgart gewohnt habe, geit’s hier amol a glois Gedichtle zom geschdriga Schdresstescht-Schlichdongs-Gschwätz om Schduergard Oisazwanzich:

Werd do d’Verschbätung abbaut
Odr bloß dr Schdress ufbaut;
Wie all die Zahla gwichdet?
Werd nomol simuliert?
Schee weidr prodeschdiert?
Ond des nennt ma gschlichdet?
 
Neunavierzich im Tunell,
Isch des wirklich gnügad schnell,
„Wirtschafdlich optimal“?
Etzad dr „Frieden“ vom Heiner,
Desch a Kompromiss odr koiner?
Emmr no Gleise im Tal??
 
No werd i halt Woi dringga ond warta
Wie’s weidrgoht in sellem Kendrgarta…

 

Links und Videos der Woche (2011/15+16)

Blick
(Aber kein Jahresrückblick)

Mein gedichtlicher Beitrag zum Projekt-42-Thema „Blick“ mit dem zum Tage passenden Schluss…

 

Politik in Berlin oder Bern,
wirft man darauf ’nen Blick,
fragt man sich gern:
haben die einen –

Tick-tack macht die Uhr
über der Bar; bloß ein Blick,
dann fragt er nur:
Wie wär’s mit ’nem kleinen –

Fiktion oder real,
ein einziger Blick
reicht oft nicht, welch Qual!,
auch nicht beim Jahresrück- –

Blicken wir wieder
an die Bar zurück,
dort sagt sie, gar nicht bieder:
Hey dude, gimme your –

Dicke oder dünne Knaller
hoffentlich ohne Blut
beim Silvestergeballer,
und euch allen ’nen –

Guten Rutsch!

redhead model cheering isolated on white

 


Foto: Gleb Semenjuk – Fotolia.com