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Bahn

BSC #2

Nach dem Konzertbericht von Black Stone Cherry deuten wir BSC nun in Bahn-Schonwieder-Chaos um:

Bei einer Umstellung der Umläufe Anfang Oktober bis zum Fahrplanwechsel kam ein zusätzlicher Express um 23:04 hinzu, der nur in Pfaffenhofen zwischenhält und dann ab Ingolstadt wie zuvor nach Nürnberg fährt. War bei dem frühen Konzertende trotz reduziertem S-Bahn-Angebot wegen Bauarbeiten zum künftigen neuen Stellwerk am Ostbahnhof eigentlich™ bequem machbar. Wäre da nicht das kaputte Stellwerk in Dachau gewesen…

Als ich nach einem kurzen und sinnvollen Getränkekauf gegen 22:50 an den Bahnsteigen war, stand da noch die RB von 22:25, aber kurz nach dem Einstieg hieß es, nebenan fahre eine RB über Augsburg – Donauwörth – Treuchtlingen nach Nürnberg ein, und wer nach Ingolstadt wolle, solle da in Augsburg umsteigen – bringt mir natürlich nix, da wäre ich gegen 1 Uhr in Ingolstadt gestrandet.

Man wurde, immerhin auch durch Lautsprecherdurchsagen, zur SEV-Haltestelle in der Elisenstraße verwiesen, online war mittlerweile auch die Rede von Ersatzverkehr mit Taxen und Großraumtaxen nach Petershausen. Dort standen natürlich ein paar Dutzend Leute, aber die Taxen mussten schon mit ihrer ersten Runde unterwegs sein.

Ich hab ’n bisschen rumgefragt, ob jemand ein selbstbezahltes Taxi teilen wollte, aber man wollte erst noch etwas abwarten; nach einiger Wartezeit kam dann doch eine Gruppe auf mich zu, die ein Großraumtaxi nach Pfaffenhofen und Ingolstadt anfordern wollten, woraus dann zwei Pkw wurden, und nachdem das nach Pfaffenhofen auch nach 20 statt 10 Minuten nicht kam, konnte die organisierende Dame einen anderen Taxifahrer überreden, das zum zuvor angekündigten Festpreis von 130€ zu machen – und so ging’s dann endlich um kurz vor Mitternacht los, das Taxameter war auch erst kurz vor dem Ziel bei 130€, also wohl kein Problem für den Fahrer (zumal mit Trinkgeld). Und so war ich schließlich mit ca. 30 bzw. 65 Minuten Verspätung im Vergleich zur normalen 23:25-RB und dem 23:04-RE daheim.

Zwischenzeitlich war neben einem Selbstzahler-Großraumtaxi, das andere dann angefordert hatten, auch die SEV-Taxis von ihrer Runde zurückgekommen – 2 Großraum, 1 oder 2 Pkw. Andere wollten es dann noch mit der angeblich wieder fahrenden S-Bahn um 0:08 versuchen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass da nur vergessen wurde, sie als Ausfall einzuztragen, war alles andere als vernachlässigbar…

Was dann tatsächlich gefahren ist:

Die RB über Augsburg fuhr unter der Nummer des 21:30-Zuges (59108) und hat sogar einen Echtzeitdatenpunkt der Abfahrt um 21:31, muss dann wohl zurückgekommen sein; von der späten Abfahrt gibt’s keinen, auch nicht von Augsburg (erwartet 23:35/36) oder der Ausfahrt in Donauwörth (0:20), aber von der Einfahrt dort: 0:28; war um 1:41 in Nürnberg.

Ab Petershausen fuhren RB 59083 um 23:55 statt 23:48 (in Pfaffenhofen an 0:08, ab 0:18), RB 59161 um 0:06 statt 22:47 (Pfaffenhofen 0:21/24) bis Treuchtlingen (also die sinnvollere Reihenfolge dieser beiden – außer für die Leute, die erst in Petershausen eingestiegen sind und lange warten mussten, wenn ich da keine zusätzliche, gewendete Fahrt übersehen habe). Da konnte dann die erste SEV-Taxi-Runde mitfahren.

Die S-Bahn von 0:08 (8236) fuhr um 0:11 und kam tatsächlich bis Petershausen um 0:53 statt 0:47. Falls dort jetzt jemand gesprintet ist, um die letzte RB (59170) um 0:54 zu bekommen, brauchte er genauso Geduld wie die nächsten erfolgreichen SEV-Taxi-Nutzer: Die fuhr, nachdem die ad-hoc-Vorleistung 59109 (die zwischenzeitlich je ca. 1/2 h in Ingolstadt und Baar-Ebenhausen gewartet hatte) um 1:37 statt 0:41 angekommen war, tatsächlich um 1:49 in München ab, in Petershausen dann um 2:16, Pfaffenhofen 2:29/33 – das Taxi hat mir also letztlich weitere knapp 2 Stunden ungemütliche Wartezeit erspart – und war um 2:57 statt 1:33 am Ziel in Ingolstadt Nord. Wobei ich da im Taxi und bei dessen Ankunft kurz mal nachgeschaut hatte, da war erst 1:11, dann 1:21 und zuletzt 1:51 als Prognose ab München zu lesen.

(Warum die Bahn nicht die vorher abgestellte 22:25-RB genommen hat? Vermutlich hat das Personal gefehlt, das ja in den Zügen war, die in Petershausen gewendet haben.)

Man darf sich irgendwie schon gar nicht mehr aufregen…

 

Don’t you bring your sadness down on me
When peace is free
There’s a sun up ahead brother, waitin‘ on me
Can’t you see

 


Das obere Bild zum Artikel ist natürlich kein Foto vom Original-Stellwerk, sondern ein KI-Bild vom Bing Image Creator, das, wenn ich mich nicht irre, irgendwie so überhaupt gar nicht so aussieht, wie ein Stellwerk in Deutschland jemals ausgesehen hat. Dafür sieht das zweite von der Seite ein bisschen aus wie die S-Bahnen früher.

Verreiht

Wagenreihungen bei DB Regio Bayern sind ja wohl immer noch offiziell Beta, also nicht zuverlässig – aber irgendwie werden sie in letzter Zeit immer falscher und unsinniger. Dass die angezeigte Fahrtrichtung oft nicht stimmt, geschenkt; dass die Lok mal am falschen Ende oder der Steuerwagen falschrum dargestellt wird, auch noch. Aber was hier heute am Mittag/Nachmittag fahren soll, ist ja schon irgendwie komisch…

Da hätten wir erstens einen „Doppelskoda“, eine Verschränkung aus zwei RE-Zügen, jeweils einen Wagen schön abwechselnd nehmend (und so lang, dass ich zwei Screenshots aneinander montieren musste):

Der nächste RB-Zug hingegen zieht gleich gar nix – da ist auch die Abfahrtsrichtung egal:

Die nachfolgende RB hat anscheinend alle Wagen davon übernommen, auch wieder schön gemischt – ist ja auch eine wirre Zusammenstellung von DB Gebrauchtzug:

Da kann der nächste Skoda-RE nur wieder kurz sein – ob er so schneller über die Schnellfahrstrecke kommt, trotz der schlechten Aerodynamik eines in die falsche Richtung zeigenden Steuerwagens?

Zur Abwechslung mal eine RB, bei der nur die Lok am falschen Ende sitzt:

Und etwas später fährt dann tatsächlich mal ein korrekter Twindexx-Vierteiler:

Okay, wirklich korrekt wäre eigentlich ein Sechsteiler, aber bei dem ganzen Mangel an Fahrzeugen bzw. Werkstattkapazitäten – und ob der wirklich so fährt, ist angesichts der anderen Wagenreihungen eh zweifelhaft…

Kurz und klein schlagen

in Vordergrund viele Münzen, dahinter ein rot-weißer Zug (KI-Bild von Craiyon) An sich hätte das ein Konzertbericht von Smash Into Pieces gestern im Backstage in München sein können – wäre da nicht der GDL-Bahnstreik ab 22:00 bis heute 18:00 (mit Auswirkungen bis Betriebsschluss) und die damit verbundene Unsicherheit des Heimkommens ohne Auto. (Ich kenne irgendwie zu wenige Leute mit Auto, die auf dieselben Konzerte gehen…)

Geplant hatte die Bahn hier einen Zweistundentakt1, konkret sollte der mittlere der drei Züge nach 22:00 fahren – der, den ich sonst auch meistens nehme. Aber es könnten ja auch Stellwerke bestreikt werden und was weiß ich noch, was durch den späten Beginn erst während des Konzerts klar würde… also hab ich lieber verzichtet, zumal ja auch das Genießen des Konzerts dadurch eingeschränkt wäre und das auch mein am wenigsten wichtiges Konzert des Jahres war von einer Band, die ich nur von wenigen Liedern aus dem Radio kenne.

Am Ende war’s natürlich so, dass nicht nur der vorletzte Zug pünktlich fuhr, sondern auch noch der letzte. Wäre aber bestimmt nicht so gewesen, wenn ich in München gewesen wäre…

Tja, wären in den Führungspositionen von Gewerkschaft und Bahn vernünftigere Leute, bekämen die Beschäftigten schneller und ohne Streik die gleichen Verbesserungen. Aber mit einem geltungssüchtigen Gewerkschaftsboss auf der einen Seite und mehr Zahlen als Menschen sehenden Konzernkapitalisten auf der anderen kann man eben eher wenig soziale Vernunft erwarten.

  1. wobei es heute nach Schwankungen zwischen Normalbetrieb und Zweistundentakt aussieht, wobei eher der RE öfter eingeplant scheint ↺

Ringen mit der Bahn

Hier der ausgelagerte Bericht zur Bahnfahrt zum Wrestling:

Der frühere Zwischenexpress (München – Ingolstadt statt Nürnberg) – bzw. wohl in Ingolstadt gebrochene Express, weil von den schnellfahrstreckentauglichen Skoda zu wenige funktionieren – ist schon hin und zurück defekt ausgefallen, aber gut, ist ein anderer Umlauf als der, den ich evtl. nehmen wollte (17:27). Fast zeitgleich blieben zwei Twindexx – das sind die Modernen und eigentlich Guten! – mit Defekt liegen: RB 59097 15:39 (+4) bis 16:21 (+44) in Ingolstadt südwärts, RB 59102 15:41 (+3) bis 16:18 (+40) in Dachau nordwärts. (Und/oder lag’s am liegengebliebenen RE, der unten noch erwähnt wird, und man hat was Falsches eingetragen? Eher weniger, denke ich.) Die Vorleistung RE 59076 meines Zwischenexpresses RE 59077 (huch, da folgen ja tatsächlich mal zwei Nummern direkt aufeinander!) wurde um 15:32 schon als „verspätete Bereitstellung“ angekündigt für 16:17 statt 16:02 ab München.

In so einer Lage nimmt man natürlich nicht die spätere (17:59, RB 59099), sondern die frühere RB-Alternative (16:58, RB 59157). (Wobei neben dem Twindexx noch was anderes verspätet war, sodass da drei Züge in 15-20-Minuten-Abständen fuhren.) Als ich auf 59157 gewartet habe – fuhr letztlich mit +8, u.a. wegen eines Güterzugs vor ihm, und mit 5 Wagen von der Resterampe –, war übrigens die o.a. Vorleistung nach Ingolstadt gerade da (4x Resterampe), die war erst um 16:25 losgekommen und um 17:25 statt 16:54 dort.

Vor dem nächsten Bahnhof, Reichertshausen, hielten wir erstmal an wegen einem roten Signal, dessen Ursache der Fahrer zunächst auch nicht kannte, dann aber bald durchsagen konnte: Das normale Gleis wäre blockiert, wir halten auf der anderen Seite, und da muss halt erst der Gegenverkehr durch sein. So war’s dann auch, an +15, ab +21, weil natürlich mehr Gegenverkehr durch musste, wenn wir bis vor Petershausen links fahren.

Rechts stand zwar nicht auf dem normalen Haltegleis, aber auf dem Durchfahrtsgleis ein leerer Skoda-Express, beschildert mit Petershausen statt München (Bild oben), davor eine zusätzliche Lok (BR 146) vor seiner eigenen (102). Das war offenbar RE 4019, der um 12:31(!) in Pfaffenhofen abfuhr (+5) und sich dann da stundenlang die Räder plattstand und für diverse Verspätungen sorgte, bis er um 18:01 in Petershausen am Einfahrtssensor vorbeifahren durfte.

Und weil in Dachau auf dem nordwärtigen Haltegleis ein Güterzug hatte warten und dadurch die verspätete RB wiederum auf ihre falsche Seite rüberfahren müssen, durften wir noch kurz vor Dachau wieder warten.

In München waren wir damit um 17:59 mit +25 und somit fast zur planmäßigen Zeit des Zwischenexpress. Dieser durfte übrigens erst um 17:50 (+45) in Ingolstadt raus und war dann um 18:47 (+50) in München (was noch zur Show gereicht hätte, nur zur Vorab-Begrüßung nicht); die spätere RB, die nach dem ganzen zweistündigen Weg von Nürnberg via Treuchtlingen pünktlich in Ingolstadt war (17:34), wurde dort auch erstmal zurückgehalten bis 18:02 (+26) und war um 19:07 (+33) in München (da wäre ich dann zu Showbeginn grad aus dem U-Bahnhof Olympiazentrum raus gewesen).

Die Rückfahrt um 23:25 (4x Resterampe, RB 59176) ging dann pünktlich los, hielt ein paar Minuten am Abzweig Kanal und war danach mit ca. +6 unterwegs. Also überraschend harmlos…