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Universum

50 Jahre seit Спутник

Sputnik-1 Vor fast genau 50 Jahren, am 4. Oktober 1957, ist – überraschenderweise – mit Sputnik 1 der erste Satellit gestartet worden und hat somit die Ära der Raumfahrt eingeläutet.

Besonders aufwendig konstruiert war diese in nur vier Wochen entwickelte Alu-Kugel mit 58 cm Durchmesser nicht, und die wissenschaftlichen Instrumente an Bord beschränkten sich auf Temperatursensoren, mit denen auch ein Druckabfall, wie er beim Durchschlagen der Hülle durch mögliche Mikrometeore auftreten würde, erkannt werden konnte, deren Werte dann von den Funksendern mit dem berühmten Piepsen zur Erde gesendet wurden. Der politische Nutzen – „Hallo Amis, unsere starken Raketen können den Orbit erreichen (und auch euch, wenn’s sein muss)!“ – war natürlich etwas größer.

Wer die Geschichte im Detail nachlesen will, den verweise ich mal auf Raumfahrer.net.

95 Millionen Jahre bis Chicxulub

Achtung: Ein langer wissenschaftlicher Satz ohne Humor! (Ja, muss auch mal sein.)

Astronomen haben mit Berechnungen von Asteroidenbahnen, chemischer Untersuchung von auf der Erde eingeschlagenen Asteroiden und der zeitlichen Verteilung von Einschlägen auch auf Mond, Mars und Venus nun ermittelt, dass wahrscheinlich beim Zusammenstoß eines im Durchmesser 170 km großen Asteroiden namens Baptistina mit einem 60 km großen vor 160 (+30/-20) Millionen Jahren unter 300 entstandenen riesigen Brocken größer 10 km (und unzähligen kleineren) auch derjenige war, der vor 65 Millionen Jahren beim Einschlag vor Chicxulub (Mexiko) hauptverantwortlich für das Aussterben der Dinosaurier gewesen sein soll.

Schon interessant, wie sich solche Dinge im Nachhinein ermitteln lassen… Mehr Infos bei Spiegel Online, Original-Artikel von Nature (engl.).

Alles Käse!?

Nachdem schon lange bekannt ist, dass der Mond aus Käse besteht ;) .Wallace & Gromit haben’s ja auch schon bewiesen – könnte nun das Weltall selbst löchrig wie ein Schweizer Käse sein. Sagen zumindest Valerio Marra und Kollegen: Viele Löcher ohne jede Materie könnten für uns ähnlich erscheinen wie die Auswirkungen Dunkler Energie, und das ganz ohne beschleunigte Expansion.

Und seien wir ehrlich, ein Käse-Weltall ist doch irgendwie sympathischer als eines voller unsichtbarer Dunkler Energie, oder?. :mrgreen:

Dr. Gitarrist

Gut, dass Rockstar Brian May nun seine Doktorarbeit fertig hat:

Cartoon von UserFriendly.org (Bild 1)Cartoon von UserFriendly.org (Bild 2)Cartoon von UserFriendly.org (Bild 3)

(von UserFriendly.org.)

Übersetzung anzeigen ▼

Gesetzlos?

Nun haben also der Zwergplanet 2003 UB313 und sein Mond, mit früheren Spitznamen Xena (gespielt von Lucy Lawless, daher der Titel dieses Beitrags) und Gabrielle, die unlängst (u.a.) verantwortlich für viel Diskussionen und, äh, Streit und Zwietracht nicht nur unter Astronomen waren – sogar Pluto hat dadurch seinen offiziellen Status als richtiger Planet verloren –, ihre offiziellen Namen Eris (nach der griechischen Götting für Streit und Zwietracht) und Dysnomia (Dämon der Gesetzlosigkeit, ein Kind von Eris) erhalten.

Das nenn ich mal gute Namensgebung…

Lesen Sie, was der „Bad Astronomer“ dazu schreibt (englisch).