Und nun der schon traumhaft angekündigte Konzertbericht – von gestern (6.4.) im Zenith in München: Within Temptation mit Vorgruppe Delain, beide aus den Niederlanden, beide mehr oder weniger Symphonic Metal mit Sängerin.
Wie schon beim letzten Mal war das mit den Anfangszeiten nicht so ganz ernst zu nehmen. Einlass 19:30, Beginn 21:00? Na wenn da nicht die Vorgruppe früher auf die Bühne kommt – also rechtzeitig da sein, um… der längsten Schlange zu begegnen, die ich vor dem Zenith je gesehen habe. Immerhin ging’s zügig vorwärts, und mehrköpfig war sie passenderweise (zum WT-Album-Titel „Hydra“) auch, wenn man die Security-Durchgänge als Köpfe sehen will.
Jedenfalls legten Delain um 20:10, kaum dass ich drin war, sehr ordentlich los – eine der besten mir vorher nicht allzu gut bekannten Vorbands, würde ich sagen. Da muss ich mir wohl das eine oder andere Album noch näher zur Gemüte führen.
Gute Einstimmung für die immer voller werdende Halle. Sie spielten gut 35 Minuten, dann verhängt ein Vorhang (mit Hydra-Plattencover-Motiv) den Umbau, und um Punkt 21:00 geht pünktlich das Hallenlicht aus – aber die ins Publikum zeigenden Bühnenscheinwerfer an. Erst um 21:15 kriecht dann der Metal-Moser von Rockantenne unter dem Vorhang hervor für eine kurze Anmoderation.
Wie schon 2011 war das nicht einfach ein Konzert, sondern eine umfassende Show, ein Gesamtkunstwerk mit Licht und Videos – und gelegentlichen Flammenwerfern an den passenden Stellen. Und wieder mit Video-Intros bzw. einem Kurzfilm zwischendurch; gleichzeitig Gelegenheit für Sharon, sich umzuziehen.
Viele Songs vom neuen Album natürlich, viele Songs von den älteren – so gehört sich’s. Mal mehr, mal weniger Pop im Metal; mal mehr, mal weniger aufwendige Videos auf dem von zwei Monsterschlangenköpfen eingerahmten Bildschirm (an deren Bedeckung die älteren Szenen nicht angepasst waren); mal ruhiger, mal heftiger.
Bei den neuen Duett-Songs kam der/die Gesangspartner/in aus der Konserve (und war meist im Videoclip zu sehen) – ich bin da immer noch unentschlossen, ob das so besser war oder ob man Tarja, Howard Jones und Xzibit durch Vorgruppensängerin bzw. Bandmitglieder ersetzen hätte sollen. Aber ich tendiere zu ersterem.
Und gute Besserung an den einen Gitarristen, der seine Bewegungsarmut mit seiner frischen Rückenverletzung entschuldigte – er laufe dadurch leider rum wie Ozzy Osbourne.
Insgesamt (inkl. Vor-Zugabe-Pause und Verabschiedung) war die Performance übrigens ziemlich genau 2 Stunden lang.
Wieder ein absolut großartiges Konzert!
PS: Setlists wie immer auf Setlist.fm, sobald sie jemand dort eingetragen hat (vielleicht sollte ich mich dort auch mal anmelden)…