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Sprache

Links und Videos der Woche (2010/32+33)

Wo auch sonst?

Aus dem Artikel „Buchstabenerkennung ist trainierbar“ im Donaukurier vom 17.7.:

Über 30 Kindergartenkinder […] haben mit dem computerbasierten Buchstaben-Sprachlaut-Lernprogramm „Graphogame“ trainiert, das an der Universität Jyväskylä entwickelt […] wurde.

(Hervorhebung von mir)

Wo sonst sollten die auch sowas entwickeln, wenn nicht dort? :)

Klasse wiederholen!

Eines der „Fun-Shirts für Teens“ aus dem Prospekt eines Bekleidungsdiscounters:

T-Shirt: Ne Klasse kann man wiederholen, PARTY's NICHT!

Na dann wiederhol mal flott die Klasse und konzentrier dich auf die Rechtschreibung. Tipp: Apostrophen haben beim Plural nichts zu suchen, genausowenig wie die Kleinschreibung des „s“ nach einem Wort in Großbuchstaben. Der Apostroph passt dafür besser vor das „Ne“.

Englisch lernen mit Haarwaschmitteln

Ein Gedanke, der mir heute beim Duschen und Haarewaschen gekommen ist – aber bevor ich zum Kern der Sache komme, erst mal etwas zum Text auf der Flasche, denn folgendes soll in diesem „hair & body shampoo“ – übrigens „FRISEUR­EXKLUSIV“ und eine Stamm­kunden­prämie, sonst kauf ich mir nix so Kompliziertes – drin sein:

Instant Microfluid Technology

Extrahieren wir da die Vokabeln:

instant: unmittelbar, sofort; Augenblick
micro: mikro-
fluid: flüssig; Flüssigkeit
technology: Technik, Technologie
Instant Microfluid Technology: (soll toll klingen und die Kunden beeindrucken, ohne eine echte tiefere Bedeutung zu haben)

Buchtip dazu: Ben Goldacre: „Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen“ :mrgreen:

So, nun aber zum eigentlichen Gedanken, der zu diesem Beitrag geführt hat, nämlich dem Wort Shampoo selbst. Denn wenn wir das zerlegen, kommen wir zu:

sham: Imitation, Fälschung, Betrug, Schein-; nachgemacht, unecht
poo, poo-poo (coll.): Kacke, Scheiße (auch Kindersprache)
shampoo: …???

Aber das Wiktionary weiß mehr:

From Hindi चाँपो (champo), imperative form of चाँपना (champna), “to press, knead”) < Sanskrit root √cap (“to pound, kneed”).

Also aus der Hindi-Befehlsform „drücke!, knete!“ (von der Sanskrit-Wurzel von „stampfen, kneten“1). Wundert mich aber, dass die Engländer den Begriff Shampoo da so einfach aus dem Indischen übernommen haben…

Und, womit wascht ihr so eure Haare?


Foto: cybertoad/flickr, CC-by-nc-nd-Lizenz

  1. ich nehme mal an, dass das „kneed“ am Ende des Zitats ein Schreibfehler ist, denn „gekniet“ passt hier nicht… ↺