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Musik

Wurmstichige Ohren

52-Songs-Logo Ohrwurm. So das Thema dieser Woche im Projekt 52 Songs. Da war nun die Frage: Soll ich ein Lied nehmen, das mir selber sehr gut gefällt und das ich ständig hören könnte und nach dem Hören gerne weiter vor mich hin singe, summe oder denke (und als zweite Frage: Queen oder nicht?) – oder doch einen Ohrwurm von der nervigeren Sorte, den man, mal gehört, gerne wieder losbekäme?

Ich hab mich für letzteres entschieden und präsentiere hier voller Stolz ein an sich ganz nettes (Pseudo-)Alternative-Rock-Stückchen, dessen Melodie durchaus Ohrwurmpotential hat – trotz oder gerade wegen des teilweisen Abdriftens ins Kitschige –, das aber vor einigen Monaten das Pech hatte, auch auf ansonsten guten Radiostationen wie „meiner“ Rockantenne alle paar Stunden rauf und runter praktisch zu Tode genudelt worden zu sein, sodass ich es bald nicht mehr hören konnte…

Die Rede ist von „Jet Lag“ von Simple Plan – wer sich’s also antun will^^:

Hoffentlich kriege ich diesen Wurm jetzt schnell wieder aus den Ohren…

Did you ever have a secret yearning?

52-Songs-Logo Don’t you know it could come true
Now’s the time to set wheels turning
To open up your life for you

Das Lied, das ich zum Thema „Sehnsucht“ im Projekt 52 Songs präsentieren wollte, war eigentlich schnell entschieden: „Make It Real“ von den Scorpions – das größere Problem war, ein brauchbares Video finden: massenweise miserable Publikumsaufnahmen, und auch eine, die professioneller aussah, klang etwas komisch… also gibt’s halt nur die Studioversion ohne Bild via Grooveshark:

(Hier war etwas als Flash-Objekt eingebunden. Nicht mehr zeitgemäß.)

Die Stadt

52-Songs-Logo Oh won’t you please take me home…

„Stadt“ ist Thema der Woche im Projekt 52 Songs, und ohne große Vorreden dürfen Guns N‘ Roses ihre Paradise City besingen:

(Natürlich eine Live-Aufnahme vom Freddie Mercury Tribute Concert…)

52 Songs: Romantik

52-Songs-Logo And tell me how do you feel right after all
I’d like for you and I to go romancing
Say the word your wish is my command

Beim Thema „Romantik“ in Konnas Projekt 52 Songs1 ist mal wieder ein Queen-Lied dran: „Good Old Fashioned Lover Boy“ (in der BBC-Version von 1977).

Wie viele Frauen stehen eigentlich auf die ganz altmodischen Liebhaber…?

  1. das ich eigentlich in 51 Songs umbenennen müsste, da ich bei „Werbung“ letzte Woche ja aus Protest gegen miese Werbung kein Lied präsentiert habe… ↺

Projekt Hörsturz 54 – Liveversionen

Projekt Hörsturz Mittendrin in den zwei Wochen, aber angesichts des Regenwetters eine gute Gelegenheit für die nächste Runde im Projekt Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen einige Songs bewerten – diesmal eine Sonderrunde mit Liveversionen.

  1. Heywood Banks – Yeah Toast (von Mars)
    Nun ja, eine Fernsehshow kann auch ’ne Live-Situation sein. In diesem Fall wird’s ziemlich witzig mit einem ungewöhnlichen Instrument und Thema, musikalisch natürlich nicht so anspruchsvoll…
    6 von 10 Sternen 6 Scheiben zum Frühstück
  2. The Wombats – Techno Fan (Live at Glastonbury 2011) (von JuliaL49)
    Joah, ordentliches Lied zum Mitwippen, die Fans können mitsingen (können sie ja immer), aber noch nicht so 100%ig mitreißend – doch jedes Konzert muss sich erst aufwärmen…
    6 von 10 Sternen 6 Techno-Fans am falschen Ort
  3. State Radio – Mansin Humanity (von Michael)
    Passend zum miesen Wetter sind wir in eine kleinere Halle umgezogen, und die Jungs legen sich gefällig ins Zeug.
    8 von 10 Sternen 8 ganz ohne Radio
  4. Placebo with Frank Black – Where is my Mind (von Gondorff)
    Die Halle wird größer, die Band bekannter, die Live-Musik und die Stimmung bleibt gut…
    8 von 10 Sternen 8, die, solange sie wissen, dass sie nur ein Placebo sind, sicher noch ein Hirn haben^^
  5. Blood Red Shoes – Surf Song (von Konzertheld)
    Erst im 5. Lied eine qualitativ nicht so gute Aufnahme aus dem Publikum – hoffentlich bleibt das auch eine Ausnahme… Nettes Drum-Gitarren-Instrumental jedenfalls, das zwischendrin in einem Konzert sicher besser kommt als alleine.1
    6 von 10 Sternen 6 Surfer, denen das Wetter fast die Sprache verschlagen hat
  6. Talk Talk – Chameleon Day / Living in Another World (Live at Montreux) (von dehkah)
    Synthie-Pop mit einem gewissen Nostalgiecharme, heftigen Kopfbewegungen des Sängers, kurze Quasi-Solo- bzw. Instrumental-Einlagen – hat eigentlich alles, was ein gutes Live-Stück haben muss. Wenn die Strophen jetzt noch weniger synthie-poppig wären… ach, ich geb trotzdem:
    7 von 10 Sternen 7 Gespräche
  7. Primus – Tommy The Cat (live at Hangover Fest 2011) (von beetFreeQ)
    Äh, hat da jemand ein von anderswo gestreamtes Video auf YouTube hochgeladen, ohne die Puffer-Pausen rauszuschneiden? Dämlich. Im Stück selbst drängt sich natürlich Herrn Claypools Bass in den Vordergrund; klingt auch in Kombination mit dem Rest durchaus interessant, wird mir aber auf Dauer etwas zu viel.
    6 von 10 Sternen 6 Kätzchen mehr im Internet (bemerkt niemand)
  8. Madsen – Nachtbaden (von Dr. Borstel)
    Das Lied ist ja an sich nicht schlecht, hätte aber mehr Gesang statt Geschrei verdient, denn das passt m.E. hier nicht so recht.
    4 von 10 Sternen 4 k statt h ;)
  9. Andrew Bird – A Nervous Tic Motion of the Head to the Left (von Kristin)
    Auch ein interessantes Stück mit Geige und Pfiffen – scheint mir jetzt weniger live-stimmungs-geeignet, aber trotzdem nicht schlecht.
    6 von 10 Sternen 6 (nicht letzte) Zuckungen
  10. Robert Rodriguez/Chingon – Malagueña Salerosa (von David)
    Ordentlich, nichts Überragendes und auch nicht meine Lieblingsmusikrichtung.
    4 von 10 Sternen 4, die mir spanisch vorkommen

Und wieder im Schnitt leicht überdurchschnittlich bei 6,1.

Vorschlag fürs nächste Mal (gestern in Tuff Stuff gehört): Savatage – The Wake of Magellan

  1. aber wir sind ja mittendrin in unserem virtuellen Projekt-Hörsturz-Live-Festival ;)  ↺