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Körper

Ein Tag in Bildern

Nach Ostersonntag ist heute wieder einer dieser kleinen Aktionstage für Blogger, Twitterer, Instagrammer u.a.m., bei dem man seinen (All-)Tag in Bildern festhält: Picture My Day Day Nr. 23 #pmdd23, diesmal organisiert von Nils.

Das 2. Bild, wo ich die Wasserzähler-Sonnenlicht-Reflexion mal wieder erwischt habe, ist übrigens eine (vielleicht nicht ganz so strahlende) Neuauflage von diesem hier.

So, das soll’s für diesmal gewesen sein. Wie ich nachher ins Bett gehe, dürft ihr euch dann selbst vorstellen.

Und, habt ihr schon über die teleologische Sinnhaftigkeit der – geradezu schicksalhaften – mediären Reziprozität meines T-Shirt-Aufdruckes und der möglichen Zusammenhänge mit aquato-numerativer Zirkular-Reflexions-Illumination reflektiert? :mrgreen:

Wusste ich nicht

…aber ich hab auch so meine Zweifel, dass es allzu vorteilhaft für ihn selbst ist, was der MVV, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund, in seinem aktuellen Kundenmagazin „conTakt“PDF-Direktlink), als einen von acht „Wussten Sie eigentlich, dass…“-Punkten nennt:

… laut einer Studie Pendler im öffentlichen Nahverkehr niedrigere Körperfettwerte haben als Autofahrer und sogar Fahrradfahrer?

Woran das liegen könnte? Schweißtreibende Sardinen­büchsen­fahrten zur Hauptverkehrs­zeit? Aufregung über Verspätungen, Zugausfälle, Überfüllung? Aber dafür haben Auto- und Radfahrer ja auch ihre Gründe. Weniger Geld für Essen wegen hoher Fahrpreise? Häufige Sprints beim Umsteigen?

Oder fällt jemandem auch ein harmloser oder gar positiver Grund ein? Im Vergleich zu Autofahrern könnte man ja noch eine Kombination von höherem Umwelt- mit höherem Körper­bewusstsein vermuten, aber im Vergleich zu Radfahrern? Hm…

Männer-Ehrlichkeit

Pinocchio

Pinocchio – Illustration von Enrico Mazzanti, 1883
Wie war das mit der Nase des Mannes und seinem Johannes?

Auf Rockantenne ist derzeit „Männermonat März“ (Werbeblocker empfohlen), in dem sie u.a. täglich ein neues Ergebnis aus ihrer großen 25-Fragen-Online-Umfrage, genannt „Männerstudie“, veröffentlichen; nachdem die Ergebnisse online lange nicht aktualisiert wurden, sind mittlerweile alle dort zu finden.

„Tausende“ hätten mitgemacht, eine genauere Zahl ist mir leider nicht bekannt. (Und wie repräsentativ das Ganze dann ist, ist auch so eine Frage… die Folgerung „viele ⇒ repräsentativ“, die ein Moderator angedeutet hat, scheint mir etwas zu einfach.) Übrigens erinnerie ich mich an mindestens eine Frage mit Mehrfachauswahl – und die haben sie in der Auswertung mit Tortendiagramm auch nur auf 100% summiert.1 Sicher, es ist nur ’ne Umfrage eines Radiosenders, aber ein bisschen durchdachter hätte manches schon sein können, etwa auch nicht ganz passend vorgegebene Antwort­alternativen.

Wie dem auch sei. Wie ehrlich wohl meine Geschlechts­genossen dabei waren?

Neben Beziehungsfragen, u.a. ob man die Partnerin alleine auf ein Rockfestival gehen ließe (72%), im Haushalt mitputzt (80%) oder ein AC/DC-Konzert Sex vorziehen würde (56% – Gelegenheiten zu AC/DC-Konzerten sind eben sehr viel seltener, nicht erst seit der Sänger Hörprobleme hat), kam etwa auch die Frage, ob man schon mal geklaut hätte (65%). Ohne Größen­eingrenzung allerdings – wie viele haben wohl z.B. Radiergummis und Stifte im Büro nicht zum „richtigen“ Klauen gerechnet?

77% pinkeln schon mal in der Dusche – oder 83%, wenn man „keine Antwort“ dazunimmt. Wohl kaum ein allzu problematisches Thema, das zum Schwindeln einlädt, aber trotzdem haben 6% nichts angekreuzt. Sich dabei die Füße zweimal waschen zu müssen, kann übrigens auch bloß Anfängern passieren. :P Bei der Frage, ob man sich nach der Toilette die Hände wäscht (ist beim Duschen ja noch einfacher^^), meinten immerhin 68% „Ja, logisch“, und von den 11% mit „Nein, manchmal muss es schnell gehen“ und 15% „Nein, nicht wenn ich „nur“ gepinkelt habe“ werden einige doch noch Wasser und Seife an ihre Hände lassen.

Schon etwas problematischer – auch von der Definition her – könnte sein, ob man schon mal fremdgegangen ist, denn 72% haben hier mit Nein geantwortet.

78%, so hieß es am Montag, hätten die Länge ihres „bestes Stücks“ gemessen – 18% meinten, warum auch immer, das „geht gar nicht“2, und 6% machten keine Angabe. Trotzdem waren bei der Frage nach der Länge dann nur 17% ohne Antwort – im Vergleich zu den 18% sicher nur ein Rundungs­effekt, aber wir halten fest: 6% waren zu faul, Ja anzukreuzen, und haben nur die Länge ausgewählt…

Die Größe selbst, am nächsten Tag verraten, konnte man in Bereichen von einigen Zentimetern auswählen, und zwar mit dem Hinweis „BITTE EHRLICH ANTWORTEN!“ Wie viele da wohl wirklich ehrlich waren?3 In einer anonymen Online-Umfrage können das sicher recht viele gewesen sein, aber ich weiß nicht, ob nicht doch manche von denen, die nur einstellige Zahlen vorzuweisen haben, sich das auch hier wirklich eingestehen und schwarz auf weiß angekreuzt sehen wollen… Wäre vielleicht auch interessant gewesen, wenn sie an diese Umfrage auch eine soziologisch-psychologische Studie drangehängt hätten.

(Dass manche beim Schwindeln gehofft haben, ihr „bestes Stück“ würde pinocchio­nasen­mäßig wachsen, denke ich allerdings weniger. ;) )

Und wie lange sind sie nun, die Glieder der Gefragten, die Schniedel der Studien­teilnehmer, die Ruten der Rockfans? „Die meisten“ haben 14-16cm angekreuzt, das war das einzige, das ich im Radio gehört hatte – was sogar im Wesentlichen zu den Angaben der Wikipedia passen würde –, zum Glück gibt’s mittlerweile die Zahlen online: 36% waren das, aber auch 28% bei 17-19cm, insg. 7% darüber, insg. 12% darunter.

Und, liebe Leser und vor allem -innen, was denkt ihr, wie ehrlich die Teilnehmer waren…? :zweifel:

 

Monty Python – Penis Song (Official Lyric Video)

 


  1. Das war übrigens „Hattest du schon mal etwas im Po?“ – immerhin kann man annehmen, dass die „mein Arsch ist Jungfrau“-Auswähler nicht noch was anderes angekreuzt haben und wirklich mindestens 46% sind, evtl. mehr; „Ja, bei der Vorsorge“ lässt sich aber gut mit anderen (Mann, Sexspielzeug/Finger, Haushaltsgerät, Gemüse) kombinieren, sodass man schlecht sagen kann, wie diese genannten 23% wirklich einzuordnen sind. Ich hab jedenfalls mal nachgefragt, vielleicht ändern sie das noch… []
  2. Hätten die da nicht für diese hochwissenschaftliche Studie (hust) mal schnell eine Ausnahme machen können? Wäre doch sicher auch beim Surfen am Arbeitsplatz gegangen, für so eine Studie muss sowas auch im Großraumbüro drin sein! ;) []
  3. Und falls sich das jemand fragt: Ja, ich war hier ehrlich – wenn man keinen Grund zum Schwindeln hat, ist das auch nicht schwer. :mrgreen: []

Starker Gewichtsverlust? Kaum abgenommen?
oder: Manipulative Grafiken

Ich hab Anfang letzten Jahres beschlossen, etwas abzunehmen und vom Übergewicht runterzukommen – die Grenze dazu liegt gemäß BMI bei mir bei 90,25 kg -, aber nicht so drastisch und nicht so anstrengend wie unser aller Lieblingsastronomieblogger mit über 40 kg in einem halben Jahr (wäre bei mir auch zu viel gewesen…), sondern „einfach so“, mit etwas weniger essen und etwas mehr Bewegung, gemütlich ein Kilo pro Monat, mehr oder weniger (nach einer „Beobachtungsphase“ im Januar). Wozu ich mich (fast) täglich gewogen habe – man will ja auch eine schöne Statistik. :)

Aber was sagen die Zahlen jetzt aus? War es kaum eine Abnahme, wie das linke blaue Bild suggeriert?

gewicht

Oder doch ein drastischer Gewichtsverlust wie rechts zu sehen? Tja, was die Wahl der Wertebereiche und der Gestaltung so ausmachen kann…

Was hab ich denn eingegeben??

eingaben

Also ich fühle mich keiner Schuld bewusst, was meine Eingaben gemäß den Vorgaben „in m“ und „in kg“ betrifft, und finde die roten Fehlermeldungen, die nach dem Abschicken erschienen, unberechtigt! Ich prangere das an!!1

(Nicht dass der BMI so wahnsinnig wichtig und entscheidend wäre, aber ich bin mal eben neugierig gewesen.)