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Schmutz

„Ein richtiges Schmuckstück“

Zitat aus einem aktuellen Artikel zur Wasserpegel­absenkung wegen Einbau einer automatischen Rechen­reinigungs­anlage:

Viele Bürger und Freunde Pfaffenhofens kennen die Arlmühle. Idyllisch im Bürgerpark gelegen, umsäumt von gepflegten Grünflächen ist sie ein richtiges Schmuckstück.

Die Lage ist schön, in der Tat. Aber, ich weiß nicht, wie’s euch geht, ich finde keine Definition von „richtiges Schmuckstück“, die ich auf einen Betonklotz anwenden würde:

Selbst wenn sich auf der linken Seite eine große Glaswand mit Informationen u.a. zur Stromerzeugung dahinter befindet. Selbst wenn er Strom für 30 Haushalte erzeugt. Und selbst wenn er so hell ausschaut wie auf diesem sonnigen Bild vom letzten Jahr – im aktuellen Bild im Artikel ist er schon dunkler.

Staub kann so schön sein

IMG_7195 Staub a

Das ist eine Detailaufnahme eines Staubknäuels mit einem 17-85mm-Objektiv in Retrostellung (mit entspr. Retroadapter) bei 17mm – wie schon neulich bei den Einblatt-Blüten (blühend, verwelkt). Auch wenn es auch so schon überraschend bunt war, hab ich trotzdem Kontrast und Farbintensität etwas erhöht. Hier noch ein anderer Bereich:

IMG_7193 Staub a

Und hier zunächst mit einer Glühbirnen-, dann mit einer LED-Taschenlampe beleuchtet und schließlich mit Tageslicht:

IMG_7201 Staub a IMG_7202 Staub a

IMG_7203 Staub a

(Wenn ich nur wüsste, ob die kleinen grauen Flecken Schmutz auf dem Sensor oder auf der Linse oder sonstwo sind – bei „normalen“ Fotos ist davon nichts zu sehen… Naja, muss ich mir mal genauer anschauen.)

Wirklich eine interessante Methode, um kleine Dinge stark vergrößert darzustellen (die Fotos hier sind nicht beschnitten), auch wenn die Detailschärfe in der Originalgröße (siehe Flickr) nicht 100% optimal ist. Eigentlich ist es ganz einfach: Man kauft sich einen passenden Retroadapter (10-20€) und schraubt das Objektiv umgekehrt an die Kamera – fokussiert wird durch Bewegen der Kamera oder des Motivs, wobei Liveview natürlich hilfreich ist.

Bei Offenblende ist die Schärfentiefe extrem niedrig, deswegen sollte man die Blendenöffnung reduzieren (auf 11 in den obigen Fotos), was allerdings nur in Normalstellung geht (wenn’s kein älteres Objektiv mit manueller Einstellmöglichkeit ist): Blende im M- oder Av-Modus wählen, Schärfetiefenprüfungstaste gedrückt halten und Objektiv entfernen – zumindest bei Canon geht das. Allerdings braucht man dann auch viel Licht bzw. eine lange Belichtung (hier: 3s, 6s, 1s,3s,10s; ISO 100) – ein statisches Motiv ist von Vorteil…

Mehr kann man etwa bei Traumflieger nachlesen, die in ihrem Shop auch die Adapter (und mehr) anbieten – alternativ z.B. auch bei EnjoyYourCamera erhältlich (die ein umfangreicheres sonstiges Foto-Angebot haben, weshalb ich auch dort gekauft habe). So sieht das dann an der Kamera aus – mit Schutzring und Schutzglas1 für die nun außen liegende Objektivinnenseite; rechts der Adapter:

Kamera mit Retroadapter

Alternativ kann man auch Nahlinsen (wie die Olsens hier bei einer Hornisse) für Vergrößerungen verwenden, die dann wie ein Filter ganz normal aufgeschraubt werden – dann hat man diese Probleme natürlich nicht. Gute, achromatische Nahlinsen mit stärkerer Vergrößerung sind allerdings teurer als ein Retroadapter.

Zum Vergleich bzw. für andere Gelegenheiten hab ich mir auch ein kleines Nahlinsen-Set (mit +1, +2 und +4 Dioptrien) gekauft. Hier eine Übersicht der erzielbaren Vergrößerungen, bei denen die einzelnen Bilder den unbeschnittenen Gesamtbereich zeigen:

Vergrößerungsvergleich

Das Wort „Ort“ ist etwa 4 Millimeter breit.

Und ja, ich hab noch mehr Makro-Fotos mit anderen Motiven in petto, aber ich muss ja nicht alles sofort zeigen…

 


  1. ja, etwas staubig, wie hier geblitzt zu sehen ist – hoffenltich der Grund für die o.a. grauen Flecken []

Am Boden

Wenn sich sonst keine großartigen, neuen Motive anbieten (und man des kalten Windes wegen auch nicht ewig unterwegs sein will), so legt man sich eben auf den Boden hält man die Kamera eben knapp über den Boden und schaut, was dabei herauskommt1 – ein kleiner Perspektivenwechsel kann manchmal nicht schaden…

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  1. oder hilft ab und zu mittels Liveview nach, um schön zu fokussieren, wie z.B. im ersten Foto []