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Geschichte

Geschichte

Aktuelles Pabuca-Thema. Hmm, ich hab ja schon immer wieder mal Bilder gezeigt, die auf die eine oder andere Art Pfaffenhofener Stadtgeschichte beinhalten. Was nehm ich also diesmal?

Ich hab mich für einen Griff ins Archiv und für die letztjährige Feier zum 575. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung als Stadt entschieden (den Ort selbst gab’s schon früher: erste Erwähnung 1140, „Markt“ 1197, „Oppidum“ 1318).

Hüpfrathäuser – also Hüpfburgen im Rathaus-Look – sind wohl nicht ganz so alt:

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Urkunden schon eher:

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Und ein Originalfoto der Stadtkapelle von damals: ;)

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Akupunkturnadel?

Nun ja, nicht die Akupunktur, aber immerhin das Pieksen mit Nadeln – jedoch unabhängig von den Punkten und dem ganzen Glaubenssystem mit Meridianen, Energiefluss & Co., das auch zur Akupunktur gehört – kann durchaus bei der Therapie mancher Schmerzen helfen. Ob die Schmerzen, die die Nazi-Zeit verursacht hat, dazugehören? Auf jeden Fall finde ich es eine eher seltsame Wortwahl des Künstlers, der das hiesige Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, das am Freitag eingeweiht wurde, gestaltet hat. So sieht’s aus:

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Zitat aus dem Pfaffenhofener Kurier zum roten Stahlträger:

Für die einen ist er der Stachel im Fleisch, für andere ein Dorn im Auge; der Künstler Thomas Neumaier bezeichnet ihn selbst als „Akupunkturnadel“.

Hoffentlich ist die Wirkung dann doch etwas deutlicher und umfassender als einer echten Akupunkturnadel… Wie dem auch sei, mit diesem Stahlträger, den großen und kleinen Bildern und Texten und dem aufgehübschten Platz („ehemals versteckter und ein wenig schmuddeliger Hinterhof“) finde ich das Denkmal durchaus gelungen.

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Links und Video der Woche (2012/48)

Feurio!


Die Freiwillige Feuerwehr Pfaffenhofen feiert ihr 150-jähriges Bestehen – dazu gab’s heute nicht nur eine Ausstellung/Parade historischer Fahrzeuge (mit Gästen aus vielen anderen bayrischen Städten), sondern auch eine historische Übung. Doch zunächst schnell zu einigen Fahrzeugen:

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Die „oide Lies“ (alte Liese), der historische Stolz aus den 1920ern, mit Motor-Nahaufnahme:

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Zu Hülf! Das Rathaus brennt!

Nun zur Übung (die übrigens über Lautsprecher beschrieben und kommentiert wurde). Von den Rufen der Bevölkerung alarmiert, trötet der Hornisse Hornist den Feuerwehrkommandanten herbei. Wenn das Horn doch nicht so umständlich vom Gürtel zu lösen wäre…

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Die gefährdeten Damen auf dem Balkon – schau, da kommt der Hauptmann ja! Zusammen mit seinem Standartenträger, natürlich. So wissen die Einsatzleute immer, wo der Befehlshaber ist…

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Oh, schaut, holde Damen in Gefahr! (Was sie wirklich gesagt haben, weiß ich nicht.) Schön und mitunter lustig gespielt war die ganze Aktion jedenfalls; ich hoffe nicht, dass sich die Feuerwehr damals wie ein heutiges Volkstheater benommen hat. :)

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Der Hornist eilt hinüber zur Kreuzung, um die Drehleiter herbeizutrompeten. Oder wie man das bei einem Horn nennt.

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Da kommen sie auch schon angerannt, die Männer mit der Leiter:

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Also schnell aufstellen und ausfahren – doch den Damen ist das wacklige Ding nicht geheuer.

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Währenddessen braust der Pumpenwagen herbei – gerade dass sie noch vor dem Ausgang des Bereichs zum Stehen gekommen sind. Das Publikum drüben wird die Geschwindigkeit nicht ganz so erfreut zur Kenntnis genommen haben…

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Man bemüht sich weiterhin, die Damen zum Herabsteigen zu bewegen, doch sie weigern sich. Die anderen stehen erstmal bei der Pumpe rum, bereiten den Einsatz vor und warten auf Befehle.

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„Kommt doch runter!“ – „Nein, kommt hoch und rettet uns!“ — „Schau, da, ganz einfach hochklettern, mach schon, das ist ein Befehl!“ – „Nein, ich trau mich nicht!“
(Dialoge sinngemäß dem Gespielten entsprechend.)

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Die Pumpe wird in Stellung gebracht und die Schläuche angeschlossen; die Bevölkerung muss mithelfen mit der Eimerkette (aus einem Becken links; damals war’s der aufgestaute Stadtbach).

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Anfangen mit Pumpen (und immer mit der Standarte beim Kommandanten bleiben), und das Wasser spritzt.

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Weil die Damen immer noch auf dem Balkon ausharren, will man sich durchs Treppenhaus kämpfen.

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Und kräftig weiterpumpen, während der Retter oben angekommen ist:

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Ein kleiner absichtlicher Anachronismus: die Oide Lies, eigentlich zu modern für das bisher Dargestellte, kommt zum Einsatz:

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Und hurra, die Damen sind gerettet! Bei der ersten (und jüngeren?) war das noch ein bisschen eleganter als bei der zweiten:

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Die Motorpumpe spritzt natürlich ein bisschen stärker als die mittlerweile nachlassenden Muskelkräfte, sodass man diese einstellen kann…

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…und schließlich ist der Brand gelöscht. Hat offenbar Spaß gemacht…

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Gruppenfoto der Helden:

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Links: Ganz ohne Verluste ging’s aber doch nicht1; rechts: die nasse Lies:

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Das war’s…

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  1. wobei ich nicht weiß, wann das Eis da runtergefallen ist; wohl eher nach der Übung []
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